Herz - oder Krone?

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 13. November 2011
  • |
  • 144 Seiten
 
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978-3-86349-759-0 (ISBN)
 
Überraschend wird Stefano Parenti zum Herrscher des malerischen kleinen Fürstentums Arezzio. Statt weiter die eigenen Träume vom Glück zu verfolgen, müssen er und seine schöne Ehefrau Giselle sich jetzt dem Protokoll beugen - mit ungeahnt dramatischen Folgen für ihre leidenschaftliche Liebe. Denn das junge Fürstenpaar soll Arezzio einen Erben schenken. Doch Giselle wird so sehr von den Schatten der Vergangenheit verfolgt, dass sie niemals Mutter werden möchte. Und Stefano steht plötzlich vor der schwersten Entscheidung seines Lebens: Herz - oder Krone?
  • Deutsch
  • 0,51 MB
978-3-86349-759-0 (9783863497590)
3863497597 (3863497597)

1. KAPITEL

Seine Liebkosungen, so sinnlich und erfahren, so männlich und fordernd, brachten jedes Nervenende in ihr zum Vibrieren. Heißes Verlangen breitete sich in ihr aus, rasend wie ein Waldbrand, bis nur noch eines wichtig war - von ihm in Besitz genommen zu werden, jetzt, sofort. So war es immer. Schon mit seiner ersten Berührung löste er jedes Mal dieses Verlangen in ihr aus. Es war zu einem Teil von ihr geworden, war ihr lebensnotwendig geworden wie das Atmen.

Sie hatte gewusst, dass es so sein würde, als sie zu ihm in den Pool stieg. Nur der Mond und die Sterne am tropischen Nachthimmel wurden Zeugen des erotischen Spiels. Sie entzog sich ihm, schwamm von ihm weg, quälte sich selbst mit dieser Enthaltsamkeit wahrscheinlich mehr als ihn. Und dann stieß sie einen lustvollen Seufzer aus, als er sie einholte, unter ihr auftauchte und sie mit einer fließenden Bewegung an sich zog, um die Spitzen ihrer Brüste mit den Lippen zu liebkosen.

Seine Hand glitt zwischen ihre Schenkel, und mit einem kräftigen Stoß der Beine trug er sie beide durch das seidig warme Wasser. Wellen der Lust, heiß wie Lava, rollten durch sie hindurch. Losgelöst und wild drängte sie sich stöhnend seinen Fingern entgegen.

Sie waren beim Beckenrand angekommen. Schwindelnd vor Begierde ließ sie sich von ihm aus dem Pool heben und zu der breiten Liege tragen, die dort stand. Sanft legte er sie ab, ihr nackter Körper seinem Blick und seinen Berührungen dargeboten.

Ihr Puls raste. Als er seine Hände über ihre heiße Haut gleiten ließ, zogen sich ihre Muskeln vor Verlangen zusammen. Automatisch öffnete sie die Schenkel, schmelzende Hitze pulste in ihrem Schoß. Als er den Kopf beugte, fielen kühle Wassertropfen aus seinem dichten Haar auf ihre Haut. Seine Zunge zeichnete spielerische Muster um ihren Bauchnabel und entlockte ihr einen Seufzer.

"Stefano. Meine einzige Liebe. Auf ewig."

Sie war besessen von der brennenden Hitze, die er in ihr erweckt hatte. Er hob den Kopf, sah sie an, und mit einem flehenden Seufzer bog sie sich ihm entgegen. Und dann hielt er sie in seinen Armen, küsste sie und drang in sie ein. Sie schrie leise auf, klammerte sich an ihn, fiel in seinen Rhythmus mit ein, bis Wellen der Lust ihre Körper erfassten und sie beide zusammen auf den Gipfel trieben.

Als sie die Augen wieder öffnete, sah sie sein sinnliches, zärtliches Lächeln vor sich.

"Herzlichen Glückwunsch zum Hochzeitstag, Mrs Parenti."

Giselle erwiderte das Lächeln. Sie war so glücklich mit ihrem Mann. Ihr gemeinsames Leben war perfekt. Stefano hatte endlich die Schuld, die sie so lange mit sich getragen hatte, wie einen Drachen erlegt. Es bestand kein Grund, an diese andere Wahrheit, die sie ihm vorenthalten hatte, zu denken, nicht in diesen seligen Momenten. Es hatte keine Macht mehr über sie, konnte dem wunderbaren erfüllten Leben, das sie miteinander führten, nichts mehr anhaben.

Sie arbeitete jetzt als Leitende Architektin für Stefanos Luxushotels auf dem gesamten Globus, und ihre Liebe zueinander hatte ihnen eine eigene Welt geschaffen. In diesem magischen Kreis brauchten sie nichts und niemanden zu ihrem vollkommenen Glück. Zu ihrer Ehe würden nie Kinder gehören, hatten sie sich dies doch vor zwölf Monaten bei der Heirat versprochen. Das war das Fundament ihres Vertrauens zueinander.

Die Entscheidung, kinderlos zu bleiben, lag bei ihnen beiden in der eigenen Kindheit begründet. So wie Stefano mit seiner Liebe ihren Schmerz gelindert hatte und sie nahm, wie sie war, hatte Giselle ihm geholfen, mit seiner Vergangenheit abzuschließen und Frieden zu finden. Vor allem mit seiner Mutter, der seinem Gefühl nach die jungen Opfer von Naturkatastrophen immer wichtiger gewesen waren als das eigene Kind.

Es war für beide ein bedeutungsvoller Anlass gewesen, als das erste einer ganzen Reihe von Kinderdörfern eingeweiht worden war. Zusammen hatten sie die Stiftung gegründet, die den Namen von Stefanos verstorbener Mutter trug und verwaisten Kindern weltweit Heim und Ausbildung garantierte.

Ihr Liebespiel an jenem Abend war so gefühlvoll und intensiv gewesen, dass allein die Erinnerung daran Giselle noch immer Tränen in die Augen trieb.

Ihr Weg zum Glück war kein leichter gewesen. Beide hatten sie gegen die Anziehungskraft und die wachsenden Gefühle füreinander gekämpft, hatten sich verzweifelt an die brüchige Sicherheit ihrer alten Überzeugungen geklammert. Stefano hatte schließlich den ersten Schritt gewagt, und Giselle, damals schon hoffnungslos verliebt in ihn, hatte ihrem Verlangen nach ihm nachgegeben. Bis dahin hatte er sie auch davon überzeugt, dass er ebenfalls keine Kinder haben wollte.

Als milliardenschwerer Geschäftsmann, der völlig in seiner Arbeit aufging, hatte Stefano sich geschworen, keine Kinder allein zurückzulassen, während er um die ganze Welt reiste. Und anders als sein Cousin Aldo, Regent eines kleinen europäischen Fürstenstaates, über den seine Familie schon seit Generationen herrschte, war Stefano nicht verpflichtet, einen Erben zu zeugen.

Deshalb hatte Giselle auch ihre Prinzipien abgelegt, nach denen sie ihr ganzes Erwachsenenleben gelebt hatte - dass sie sich niemals verlieben würde. Sie durfte einem Mann, der sie liebte, nicht das Recht auf eigene Kinder verwehren, nur weil sie selbst keine Kinder haben wollte. Sie hatte ja schon gegen ihr Grundprinzip verstoßen, als sie sich in Stefano verliebte.

Aber Stefano hatte ihr versichert, dass er nichts anderes zum Glücklichsein brauche als sie. Doch selbst an ihrem Hochzeitstag hatte Giselle den Schatten der Vergangenheit gespürt, der ihr Glück verdunkeln wollte. Schuld war eine schwere Last. Und eine einsame Last dazu. Ein Schauer überlief Giselle, trotz der lauen Tropennacht.

Stefano stand lächelnd auf, holte den Bademantel, den sie vorhin an sich hatte herabgleiten lassen, und wickelte sie darin ein. Er musste ihr leichtes Zittern bemerkt haben und war - so typisch für ihn - sofort zur Stelle, um sie zu beschützen. Sie liebte diese zärtlichen Momente nach dem Liebesspiel. Auf keinen Fall sollte die Intimität von den Schatten ihrer Vergangenheit belastet werden.

Das Schicksal hatte ihr doch sicherlich endlich die Schuld von den Schultern genommen? Sie war jetzt nicht länger Geisel eines Teils ihrer Vergangenheit, von dem Stefano nichts wusste? Es bestand kein Grund mehr, an der begrabenen Schuld zu rühren. Sie war in Sicherheit, beschützt von Stefanos Liebe und dem gemeinsamen Leben, das ihnen beiden so viel bedeutete.

"Hunger?", fragte Stefano sie jetzt.

Giselle sah zu ihm hoch. Er hatte das Aussehen eines griechischen Gottes, besaß den Mut eines römischen Kriegers und die Intelligenz eines gewieften Taktikers, kombiniert mit dem moralischen Gewissen eines echten Idealisten - und sie liebte ihn von ganzem Herzen. Er war ihre Welt, eine Welt, die er mit seiner Liebe geschaffen hatte und beschützte.

Stumm nickte sie.

Bei ihrer Ankunft hier auf der Privatinsel hatte der Butler ihnen ein exklusives Dinner vorbereitet, doch da hatte Giselle eine ganz andere Art von Hunger verspürt. Drei Tage hatten sie und Stefano einander nicht gesehen. Stefano war zur Besichtigung eines neuen Projektes geflogen, das ihn vielleicht interessieren könnte, und Giselle hatte diese Zeit in den Yorkshire Dales bei ihrer Großtante verbracht, die sie nach dem Tode der Mutter und des kleinen Bruders aufgezogen hatte. Drei Tage und drei Nächte ohne Stefano . das war viel zu lang gewesen.

Jetzt jedoch knurrte ihr Magen, und so richtete sie sich auf und küsste Stefano, bevor er sich nach dem eigenen Bademantel umsah. Durch in der lauen Brise wehende Vorhänge traten sie zurück in das Innere der modernen Villa.

Ein Servierwagen, auf dem Hors d'ouvres, exotische Salate, Meeresfrüchte und frisches Obst arrangiert waren, wartete auf sie. In einem Eiskübel daneben stand eine Flasche Champagner.

Stefano entkorkte die Flasche und füllte zwei Gläser. "Auf uns."

"Auf uns", erwiderte Giselle den Toast und ließ sich lachend von Stefano mit den feinen Hors d'ouvres füttern. Er hatte die schönsten Hände, die sie je gesehen hatte. Sie war absolut sicher, dass Leonardo diese Hände hätte malen wollen, und Michelangelo hätte seine Hände als Modell für eine Skulptur genutzt. Allein beim Anblick der starken und schlanken gebräunten Finger zog sich jeder Muskel in Giselle zusammen.

Stefano hatte sie auch am ersten Abend in ihren Flitterwochen so gefüttert, hatte sie mit kleinen Häppchen gelockt und gereizt, bis sie es schier nicht mehr ausgehalten hatte.

Sie waren jetzt ein Jahr verheiratet, und noch immer gelang es ihm ebenso mühelos wie am ersten Tag, sie zu erregen. Ihr Verlangen nach ihm war noch immer ungestüm und brennend, doch inzwischen hatten sich tiefe Gefühle und eine Intimität dazugesellt, die auf dem Vertrauen beruhten, dass Stefano immer für ihre Sicherheit sorgen würde. Das Wissen, dass sie ihm bedingungslos vertrauen konnte, ermöglichte es ihr, sich ihm ohne jede Zurückhaltung hinzugeben.

"Ich wünsche mir, dass es immer so für uns bleibt, Stefano", sagte sie mit Inbrunst.

"Das wird es", versicherte er ihr. "Warum sollte es sich je ändern?"

Giselle erschauerte. Sie warf einen Blick zur offen stehenden Terrassentür, vor der sich die Vorhänge bauschten, als befürchte sie einen unbekannten...

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