Giselles Geheimnis

 
Penny Jordan (Autor)
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
1. Auflage | erschienen am 13. November 2011 | 144 Seiten
 
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978-3-86349-758-3 (ISBN)
 
Liebe? Nein danke! schwört sich die schöne Architektin Giselle. Denn ein dunkles Geheimnis lässt sie glauben, dass sie nie einen Mann glücklich machen kann. Doch kaum begegnet ihr der faszinierende Stefano Parenti, gerät ihr Vorsatz ins Wanken. Zwischen ihr und ihrem neuen Boss sprühen vom ersten Moment an die Funken, und als sie mit ihm das malerische Fürstentum Arezzio besucht, wehrt sie sich nicht länger gegen ihre Gefühle. Nach einer leidenschaftlichen Nacht weiß sie: Sie hat die Liebe ihres Lebens gefunden. Wäre da nur nicht das Geheimnis, das ihr Glück jäh zerstören kann ...
Julia Romane
Deutsch
0,48 MB
978-3-86349-758-3 (9783863497583)
3863497589 (3863497589)

1. KAPITEL

Als Giselle in die Tiefgarage des modernen Gebäudes einfuhr, in dem das Architekturbüro saß, bei dem sie arbeitete, sah sie genau in diesem Augenblick einen Wagen aus einer der kostbaren Parklücken zurücksetzen. Geistesgegenwärtig schlug sie das Lenkrad ihres kleinen Firmenwagens ein und vollzog eine Kopfwende. Doch erst, als sie bei dem Parkplatz ankam, bemerkte sie, dass bereits ein schnittiger teurer Sportwagen mit gesetztem Blinker darauf wartete, in die Lücke einzuparken.

Hinter dem Steuer des Sportwagens saß ein Mann, der viel zu gut aussah. Arrogant schaute er ihr entgegen, mit der typisch männlichen Ungläubigkeit. Eine Sekunde wankte Giselles Entschluss, doch dann sah sie, wie sein Blick sich veränderte, so als wäre sie eine Ware, die zur Begutachtung stand und für minderwertig befunden wurde. In ihrem weiblichen Stolz verletzt, zog sie rasant in den freien Parkplatz, auf den der andere Fahrer wohl schon länger gewartet hatte. Sie erhaschte noch seine wütende Miene und konnte den Fluch von seinen Lippen ablesen.

Das hatte sie nicht nur getan, weil seine Arroganz sie provoziert hatte. Heute Morgen hatte sie einen Anruf erhalten, sie möge früher ins Büro kommen. Ihre Anwesenheit war bei einem Meeting mit den Seniorpartnern erforderlich. Sie konnte es sich nicht leisten, zu spät zu kommen. Also ließ sie ein schlechtes Gewissen wegen rüpelhafter Verkehrsmanieren gar nicht erst aufkommen. Und noch etwas half - der Blick, den dieser Mann ihr zuwarf. Dieser Blick sagte ihr, was für ein Mensch er war: skrupellos, kalt, sein Handeln allein auf die eigenen Ziele und Absichten ausgerichtet.

Sie brauchte diesen Parkplatz dringender als er, überzeugte sie sich. Sie hätte schon vor einer Viertelstunde im Büro sein müssen. Er dagegen sah aus wie jemand, der solch niedere Aktivitäten wie eine Parkplatzsuche normalerweise einem Chauffeur überließ.

Während sie im Auto die Schuhe, die sie zum Fahren getragen hatte, gegen hochhackige Pumps austauschte, hörte Giselle das wütende Aufheulen des anderen Wagens und atmete erleichtert durch. Gut, er hatte also aufgegeben, wenn auch offensichtlich mehr als verärgert. Mit quietschenden Reifen fuhr er weiter.

Mit ungläubiger Wut starrte Stefano Parenti auf den Parkplatzdieb. Dass es auch noch eine Frau war, die eine solche Unverfrorenheit besaß, machte die Sache nur schlimmer. Seit Generationen floss das Blut mächtiger Männer in ihm, das Blut von Männern, die Macht besaßen und uneingeschränkt herrschten. Im Moment raste dieses Blut heiß durch seine Adern. Stefano hätte sich niemals als Frauenfeind bezeichnet, im Gegenteil. Er mochte Frauen, sehr sogar. Im Allgemeinen allerdings in seinem Bett - nicht auf einem Parkplatz, auf den er mit einer Geduld gewartet hatte, die sowieso schon komplett gegen seine Natur ging.

Da es keinen anderen Platz mehr gab, parkte er in zweiter Reihe, blockierte so zwei Autos und stellte den Motor ab. Dann stieg er aus und streckte sich erst einmal zu seiner vollen muskulösen Größe von einem Meter dreiundneunzig.

Giselle ahnte noch nicht, dass sie wegen ihrer Unhöflichkeit zur Rede gestellt werden würde. Wie immer nutzte sie den Weg bis zum Aufzug, um die Maske aufzusetzen, die sie im Büro trug - die, mit der sie die Tatsache kaschierte, wie wenig ihr das männliche Interesse behagte, das ihr so häufig entgegenschlug. Und weil sie zu beschäftigt damit war, sich den Anschein von überheblicher Unnahbarkeit zu geben, bemerkte sie die Gefahr erst, nachdem es fast zu spät war. Sie war gezwungen, abrupt stehen zu bleiben, sonst wäre sie direkt gegen den Mann geprallt, der zwischen ihr und dem Ausgang stand.

"Nicht so hastig. Ich hätte gern kurz mit Ihnen geredet."

Sein Englisch war makellos und passte irgendwie nicht zu seinem dunklen maskulinen Äußeren.

Nun, sie gedachte allerdings keineswegs, mit ihm zu reden. Giselle wollte schlicht um ihn herumgehen und stellte entrüstet fest, dass er ihr wiederum den Weg versperrte. Zudem war er ihr nun so nah, dass sie seinen Duft wahrnehmen konnte - männlich, erotisch und noch etwas anderes . bedrohlich.

"Sie stehen mir im Weg." Ihr ging es vor allem darum, kühl und beherrscht zu klingen, so ahnte sie nicht, welche Angriffsfläche sie ihm soeben geboten hatte.

"Und Sie stehen auf meinem Parkplatz", konterte er.

Das mochte stimmen, nur würde sie das nicht zugeben. "Besitz wird normalerweise durch Gesetze geregelt", gab sie kurz angebunden zurück.

"Besitz gehört denjenigen, die stark genug sind, um ihn zu erwerben, und stark genug, um ihn zu behalten - ob es sich dabei um einen Parkplatz handelt oder um eine Frau."

Und er war definitiv ein Mann, der seine Frau besitzen würde. Diese jähe Erkenntnis war irgendwie durch ihr Schutzschild geschlüpft und löste eine schwindelerregende Aufregung in ihr aus . den unvernünftigen Wunsch, den Mann zu provozieren, um herauszufinden, wie weit seine Selbstbeherrschung ging.

Das war ja verrückt! Nur weil er ein Mann war . Allerdings was für ein Mann! Selbst mit den hohen Absätzen unter den Füßen musste Giselle den Kopf in den Nacken legen, um ihm ins Gesicht sehen zu können. Jahrelang hatte sie sich verboten, körperlich auf Männer zu reagieren, doch diesen hier umgab eine derart mächtige männliche Aura, dass es wohl jeder Frau unmöglich wäre, sich seiner Gegenwart nicht bewusst zu sein.

Unerwünschte und unbekannte Gedanken blitzten in ihrem Kopf auf - gefährliche Gedanken, heraufbeschworen allein durch die Tatsache, dass er ein Mann war. Nein, das Paradebeispiel eines Mannes. Perfektion für das Auge, in Design und Proportion. Es könnte leicht zu einem zwanghaften Trieb werden, ihn anzusehen, vermutete Giselle. Und wie musste es wohl erst sein, ihn anzufassen? fragte sie sich hilflos. Kein Gramm Fett an diesem Körper, nur Muskeln. Hartes Fleisch unter samtweicher Haut. Was für ein Erlebnis musste es sein, sich an einem so prunkvollen Hochgenuss männlicher Sinnlichkeit delektieren zu können? Kleine Pfeile trafen ihr Innerstes, infizierten sie mit dem Gift des Verlangens.

Abwehrend hob Giselle die Hand und fasste sich an den Hals. So durfte sie nicht fühlen. Nicht für diesen Mann. Für keinen Mann. Niemals. Sie versuchte, den Blick abzuwenden und den sinnlichen Bann zu brechen, mit dem er sie belegt hatte, doch vergebens. Ihre Augen hatten einen eigenen Willen entwickelt und studierten sein Gesicht.

Seine Züge sprachen nicht von angelsächsischen Vorfahren, dessen war sie sicher. Nicht bei diesen stolzen, fast römisch-byzantinischen Zügen, in denen die unverkennbare Andeutung von Grausamkeit zu lesen stand. Und noch etwas drückten seine Züge aus - Intelligenz und Arroganz, beste Ausbildung und Eleganz. Gebräunte Haut spannte sich glatt über hohe Wangenknochen, über ein markantes Kinn und eine gerade Nase. Wären da nicht diese verblüffenden silbergrauen Augen, hätte sie gesagt, der Mann stamme von einer Linie aus dunkelsten Zeiten ab, von Menschen, die durch Geburtsrecht und Stärke dazu bestimmt waren, jeden, der sich ihrem Willen widersetzte, erbarmungslos hinwegzufegen.

Jetzt traf der Blick aus diesen grauen Augen wie ein Laserstrahl auf ihre Schutzhülle aus Eis. Das hier war ein Mann mit einem großen "M", all-männlich und all-mächtig. Ein Mann, der nie daran zweifelte, dass sein Wille, seine Wünsche und seine Bedürfnisse jederzeit und allerorts Vorrang hatten.

Der Schock, dass er sie konfrontiert hatte, übte eine gefährliche Wirkung auf sie aus. Irgendwie war es ihren Sinnen gelungen, sich aus dem mentalen Keuschheitsgürtel zu befreien, in dem Giselle sie sonst gefangen hielt. Und jetzt benahmen sie sich wie eine Horde wild gewordener Teenager, die gierig das Idol ihrer Träume anhimmelten. Giselle hatte allerdings nicht vor, so etwas zuzulassen. Zudem hatte sie jahrelange Erfahrung damit, diese kleine Gruppe im Zaum zu halten, sodass sie ihr gehorchte. Das rief sie sich in Erinnerung, während sie darum kämpfte, die eisig-distanzierte Fassade aufrechtzuerhalten.

Sie mochte ihn nicht. Nein, er war ihr gänzlich unsympathisch, beschloss sie in Gedanken. Viel zu arrogant und viel zu männlich für ihren Seelenfrieden. War das der Grund, weshalb sie ihn nicht mochte? Weil sie instinktiv wusste, dass seine männliche Sinnlichkeit ihr gefährlich werden konnte und sie lange nicht so immun dagegen war, wie sie hätte sein sollen? Nein, natürlich war das nicht der Grund, versicherte sie sich entschieden.

Stefano musterte die Frau vor sich mit erfahrenem Kennerblick. Mittelgroß, schlank - obwohl die schlichte Kombination von weißer Bluse und schwarzem Rock eher an eine Uniform erinnerte und zudem, da beides eine Konfektionsgröße zu groß wirkte, kein genaueres Urteil über weibliche Formen zuließ. Das blonde Haar trug sie in einen straffen Chignon gedreht, der die feinen Züge ihres Gesichts hervorhob und hohe Wangenknochen und schimmernden Teint betonte. Die goldenen Enden ihrer Wimpern, die im Neonlicht aufleuchteten, zeigten, dass sie keinen Mascara aufgetragen hatte.

Dieser Rühr-mich-nicht-an-Look mochte die Neugier mancher Männer reizen, für die dieser Grace-Kelly-Typ eine Herausforderung bedeutete. Doch er gehörte nicht zu diesen Männern. Er mochte seine Frauen anschmiegsam und nachgiebig und bereitwillig. Er hielt nichts von Eisprinzessinnen, die voraussetzten, dass ein Mann ihr Eis erst zum Schmelzen bringen müsse.

Doch selbst wenn...

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