Ein Kerl macht noch keinen Sommer

Roman
 
 
Bastei Lübbe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 20. Mai 2011
  • |
  • 524 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-0456-2 (ISBN)
 
"Mann" (lateinisch vir): nächster Verwandter des Schimpansen.
Merkmale: ausgeprägtes Revierverhalten, notorisches Jammern, Hang zur Untreue und Eitelkeit.

Braucht Frau so etwas wirklich, um glücklich zu sein? Christie und ihre Kolleginnen sind sich einig: Nein! Denn mal ganz ehrlich: Wozu sich mit den Kerlen rumschlagen, wenn es gute Freundinnen gibt?!
1. Aufl. 2011
  • Deutsch
  • Deutschland
  • 1,12 MB
978-3-8387-0456-2 (9783838704562)
3838704568 (3838704568)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"Juni Einundsechzigstes Kapitel (S. 331-332)

Dawn war nicht so gut aufgelegt wie sonst, schon die ganze Woche nicht. Sie war nicht ein einziges Mal fröhlich zur Tür hereingestürmt, um von irgendeiner abartigen Sendung zu berichten, die sie im Fernsehen gesehen hatte. Nicht einmal am Donnerstagmorgen, als sie mit vier Hochzeitseinladungen in der Hand hereinkam, sah sie wie eine aufgeregte künftige Braut aus. »Ich würde mich riesig freuen, wenn ihr alle kommen könntet«, sagte sie. »Von meiner Seite der Familie wird die Kirche ja kaum aus den Nähten platzen. Ich habe nur ein paar Großtanten und -onkel, die ich seit Jahren nicht mehr gesehen habe. Falls sie sich überhaupt blicken lassen. Vielleicht sind sie ja auch schon tot.«

»Natürlich kommen wir«, sagte Christie, während sie dachte: Armes Ding. Sie wollte Dawn am liebsten zur Seite nehmen und sie fragen, ob sie jemanden zum Reden bräuchte. Sie nahm an, dass das Mädchen an mehr litt als nur einem Hochzeitsbammel. Aber würde sie sich damit nicht ein bisschen zu sehr einmischen? »Grace und ich haben über dein Hochzeitsgeschenk nachgedacht. Gibt es irgendetwas, was du gern hättest? Es ist immer schwer, Paaren etwas zu schenken, die ihren Hausstand schon eingerichtet haben.« »Ach, kümmert euch nicht um ein Geschenk«, sagte Dawn.

»Deswegen habe ich euch nicht eingeladen.« »Habt ihr denn eine Hochzeitsliste?« »Äh, nein«, sagte Dawn. Anfang der Woche hatte sie Muriel gebeten, ihr ihren Argos-Katalog zu leihen, damit sie anfangen konnte, eine Liste zu erstellen. Muriel hatte dazu nur die Augenbrauen hochgezogen und mit der Zunge geschnalzt. »Die Leute werden euch kaufen, was sie euch kaufen wollen«, hatte Muriel mit einem humorlosen Lachen gesagt. »Es ist schon verdammt frech, den Leuten zu sagen, wie viel Geld sie ausgeben sollen!« Dawn hatte zurückrudern wollen und gesagt, es sei ja nur für den Fall, dass irgendwelche Leute gern ein paar Anregungen hätten.

Das sei doch so üblich. »So üblich?«, hatte Muriel gespottet und die Lippen auf einer Seite hochgezogen wie ein beleidigter Elvis und dazu so ein affektiertes »Oh la la« ausgestoßen. »Nicht bei unseren Leuten, da ist das nicht so üblich! Ich will dir mal was sagen, Dawn Sole, ich sehe allmählich eine ganz neue Seite von dir, mit dieser ganzen Hochzeitsgeschichte. Ich hoffe, du wirst von deinem hohen Ross heruntersteigen, wenn du erst zu uns gehörst.«

Dawn wusste, dass Muriel ihren Töchtern später mit Sicherheit erzählen würde, wie »hochnäsig« ihre künftige Schwiegertochter allmählich wurde. An ihrem Esstisch hatte sie in letzter Zeit so oft das Gefühl, von ihnen in der Luft zerrissen zu werden, dass sie fast glaubte, nur noch aus Fetzen zu bestehen. »Ich wäre doch nie auf die Idee gekommen, dass du uns nur einlädst, um ein Geschenk zu bekommen.«

Christie schüttelte gutmütig den Kopf. »Aber du musst eines bekommen. Weißt du was, überlass es einfach uns.« Sie würde Grace vorschlagen, dem jungen Brautpaar einfach einen Umschlag mit Geld zu überreichen, anstatt auf gut Glück irgendetwas zu kaufen, was sie gar nicht haben wollten und dann umständlich umtauschen mussten. Christie versuchte sich die Frage zu verkneifen, aber sie verlor den Kampf nach fünf Minuten. »Dawn, kann ich dich mal was fragen – geht es dir gut? Du siehst so bedrückt aus, Liebes.« »Oh, alles bestens.« Dawn setzte ein Lächeln auf. »Ich habe nur so viel zu organisieren, das schlaucht mich ehrlich gesagt ein bisschen.« »Hilft dir denn niemand dabei?«"

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