Religiöse Pluralisierung: Herausforderung für konfessionelle Wohlfahrtsverbände

 
 
Kohlhammer (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 18. November 2015
  • |
  • 184 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-17-030315-7 (ISBN)
 
In den vergangenen Jahrzehnten hat die religiöse und kulturelle Vielfalt in Deutschland zugenommen und als gesellschaftspolitisches Thema an Gewicht gewonnen. Im Hintergrund stehen globale Wanderungsbewegungen ebenso wie eine generell fortschreitende Ausdifferenzierung von Lebenslagen. Diese Entwicklungen stellen auch die öffentliche Organisation sozialer Wohlfahrt vor Herausforderungen, eröffnen aber auch neue Möglichkeiten. Im Besonderen gilt das für konfessionelle Wohlfahrtsverbände wie Diakonie und Caritas, die sich auf ein christliches Wertefundament berufen, das nunmehr mit den Realitäten moderner Einwanderungsgesellschaften und den Tendenzen wohlfahrtsstaatlichen Wandels in Einklang gebracht werden muss.
  • Deutsch
  • Stuttgart
  • |
  • Deutschland
  • 1,58 MB
978-3-17-030315-7 (9783170303157)
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Prof. Dr. Traugott Jähnichen lehrt Christliche Gesellschaftslehre an der Universität Bochum; Prof. Dr. Alexander-Kenneth Nagel lehrt Religionswissenschaft mit dem Schwerpunkt sozialwissenschaftliche Religionsforschung an der Universität Göttingen; Prof. Dr. Katrin Schneiders lehrt Wissenschaft der Sozialen Arbeit mit Schwerpunkt Sozialwirtschaft an der Hochschule Koblenz.
1 - Deckblatt [Seite 1]
2 - Titelseite [Seite 4]
3 - Impressum [Seite 5]
4 - Inhalt [Seite 6]
5 - Vorwort [Seite 8]
6 - Einleitung [Seite 10]
7 - Karl Gabriel Religiöser Pluralismus in Deutschland als Herausforderung für die Wohlfahrtsverbände - ein Problemaufriss [Seite 20]
7.1 - Einleitung [Seite 20]
7.2 - Phänomene der Entkirchlichung [Seite 20]
7.3 - Religiöser Pluralismus in Deutschland [Seite 22]
7.4 - Das Religiöse im Spannungsfeld von Individualisierung und Rückkehr in die Öffentlichkeit [Seite 23]
7.5 - Religion im Konzept multipler Modernen [Seite 25]
7.6 - Herausforderungen für die Wohlfahrtsverbände [Seite 27]
8 - Rolf Heinze Vom geordneten Wohlfahrtskorporatismus zum instabilen Wohlfahrtsmix -Grundstrukturen und Leistungspotentiale [Seite 31]
8.1 - Entgrenzung des traditionellen »Wohlfahrtskorporatismus« in Deutschland [Seite 38]
8.2 - Zur Architektur eines neuen Paradigmas der Wohlfahrtsproduktion [Seite 41]
8.3 - Fazit: Vom versäulten Korporatismus zur integrierten Versorgung [Seite 44]
9 - Traugott Jähnichen Im Spannungsfeld von Professionalisierung, Ökonomisierung und religiöser Pluralisierung - Konflikte um die evangelische Identität der Diakonie [Seite 47]
9.1 - Einleitung [Seite 47]
9.2 - Die professionelle und ökonomische Selbstmodernisierung der Diakonie vor dem Hintergrund der evangelischen Tradition [Seite 48]
9.2.1 - Professionalisierung und Verwissenschaftlichung sozialen Hilfehandelns als erster Modernisierungsschritt im Spannungsfeld zur evangelischen Identität [Seite 48]
9.2.2 - Organisatorische Innovationen der Diakonie angesichts veränderter ökonomischer Rahmenbedingungen seit den 1990er Jahren [Seite 53]
9.3 - Die Herausforderungen einer zunehmenden religiösen und weltanschaulichen Pluralisierung für die Diakonie [Seite 56]
9.3.1 - Traditionen und Perspektiven des Umgangs mit religiöser Pluralität in der Diakonie seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges [Seite 56]
9.3.2 - Die Pflege spiritueller Kompetenz als Weg einer neuen Profilbildung der Diakonie in einem religiös pluralen Kontext [Seite 63]
9.4 - Ausblick [Seite 65]
10 - Joachim Wiemeyer Caritas und interkulturelle Öffnung [Seite 66]
10.1 - Einleitung [Seite 66]
10.2 - Katholische Kirche, Caritas und Zuwanderung [Seite 67]
10.3 - Der späte Beginn der Debatte um eine interkulturelle Öffnung der Caritas [Seite 72]
10.4 - Hemmnisse der interkulturellen Öffnung [Seite 76]
10.5 - Theologische Grundlagen [Seite 79]
10.6 - Reaktionsmöglichkeiten auf die Migrationsentwicklung und wachsende Pluralisierung der deutschen Gesellschaft [Seite 81]
10.7 - Konsequenzen einer stärkeren interkulturellen Öffnung [Seite 84]
10.8 - Schlussbemerkung [Seite 88]
11 - Johannes Eurich Die Auswirkung der religiösen Pluralisierung auf das Selbstverständnis der Diakonie [Seite 89]
11.1 - Pluralität ist Kennzeichen des Nonprofit-Bereichs [Seite 89]
11.2 - Zur Vermittlung theologischer Grundlagen diakonischen Selbstverständnisses [Seite 93]
11.3 - Diakonisches Selbstverständnis in der Organisationsentwicklung [Seite 97]
12 - Beate Hofmann Diakonische Identitätsfindung in einer religiös pluralen Gesellschaft - unternehmenskulturelle Perspektiven [Seite 100]
12.1 - Kernfragen in der aktuellen Diskussion [Seite 100]
12.2 - Erkenntnisse aus der Organisationsforschung [Seite 103]
12.3 - Organisationsidentität und Unternehmenskultur [Seite 107]
12.4 - Konsequenzen für die diakonische Praxis [Seite 108]
12.5 - Ausblick [Seite 109]
13 - Alexander Nagel Zwischen Anwaltschaft und Selbstbehauptung. Zur Außendarstellung konfessioneller Wohlfahrtsverbände angesichts religiöser Pluralisierung [Seite 112]
13.1 - Problemstellung: Anwaltschaft und Außendarstellung [Seite 112]
13.2 - »Sozialanwaltschaft«: Semantisches Feld, Dimensionen und Hintergründe [Seite 114]
13.3 - Deprivation und Interessenvertretung [Seite 115]
13.4 - Strukturentwicklung und sozialer Zusammenhalt [Seite 116]
13.5 - Verkündigung & Öffentlichkeit [Seite 117]
13.6 - Einblicke: Sozialanwaltschaft durch öffentliche Stellungnahmen [Seite 120]
13.7 - Vergleichende Schlussfolgerungen [Seite 128]
13.7.1 - These 1: Die sozialanwaltschaftliche Perspektive der Verbände bezieht sich v. a. auf sozialpolitische Themen [Seite 129]
13.7.2 - These 2: Die Stellungnahmen der Verbände unterscheiden sich argumentativ und stilistisch nicht von anderen, nicht-konfessionellen Formen politischer Kommunikation. [Seite 129]
13.7.3 - These 3: Konfessionelle Unterschiede und religiöse Pluralisierung spielen weder im Gegenstandsbereich noch in der formalen Gestaltung der Stellungnahmen eine Rolle. [Seite 130]
14 - Katrin Schneiders Personalrekrutierung in Zeiten religiöser Pluralisierung [Seite 133]
14.1 - Einleitung [Seite 133]
14.2 - Personalrekrutierung in (religiösen) Wohlfahrtsverbänden: Organisationssoziologische Perspektiven [Seite 135]
14.3 - Arbeitsmarktliche und sozialstrukturelle Entwicklungstrends [Seite 139]
14.4 - Fachkräftemangel in sozialwirtschaftlichen Branchen und Regionen [Seite 139]
14.5 - Rückläufige christliche Wertorientierung in der deutschen Bevölkerung [Seite 141]
14.6 - Personalrekrutierungsstrategien von Wohlfahrtsverbänden [Seite 142]
14.7 - Vorstellung methodische Vorgehensweise [Seite 143]
14.8 - Überblick über das Sample [Seite 144]
14.9 - Ergebnisse zu Anforderungen und Motivationen [Seite 145]
14.10 - Offene Fragen [Seite 147]
14.11 - Religiöse Wertorientierung: Alleinstellungsmerkmal oder zusätzliche Hürde bei der Personalrekrutierung? [Seite 149]
15 - Dorothee Steiof Die Gestaltung von religiöser und weltanschaulicher Vielfalt in der Dienstgemeinschaft eines karitativen Trägers. Praxiserfahrungen und Lernprozesse beim DiCV Rottenburg-Stuttgart [Seite 152]
15.1 - Einführung - Szenen aus dem karitativen Alltag [Seite 152]
15.2 - Etappen des Lernprozesses [Seite 155]
15.2.1 - Praxis-Theologie-Zirkel: Eröffnung des verbandlichen Diskussionsprozesses [Seite 155]
15.2.2 - Praxis-Theologie-Zirkel: Schritte zur Konkretisierung und Operationalisierung in der Organisation [Seite 157]
15.2.3 - Schritt (aktuell): Phase der Kommunikation im Verband bzw. bei den Mitgliedern / erste Schritte der operativen Umsetzung [Seite 158]
15.2.4 - Theologische Orientierungen - die entgrenzende Liebe Gottes [Seite 159]
15.2.5 - Konsequenzen für kirchlich-karitative Träger [Seite 162]
15.2.6 - Fazit [Seite 163]
16 - Ioanna Zacharaki Interkulturelle Öffnung und religiöse Pluralität in der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe [Seite 166]
17 - Jutta Friese Multireligiöse Erziehung konkret: Ein Projekt des Erzbistums Paderborn in der katholischen Kindertageseinrichtung St. Elisabeth [Seite 172]
17.1 - Einleitung [Seite 172]
17.2 - Bedeutung des Projektes für die Entwicklung der konfessionellen Kinderbetreuungsinfrastruktur [Seite 173]
17.3 - Umsetzung des Projektes [Seite 176]
17.4 - Durch welche Aktionen sollen die Ziele und Visionen erreicht werden? [Seite 178]
17.5 - Ausblick [Seite 181]
17.6 - Fazit [Seite 183]
18 - Autorenverzeichnis [Seite 184]

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