Bitten by Mistake

Das Regents Park Rudel 1
 
 
dead soft verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 10. Februar 2019
  • |
  • 372 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-96089-286-1 (ISBN)
 
Von Feindseligkeit zu sengender Leidenschaft innerhalb eines Mondzyklusses - aber kann die Verbindung überleben? Das Rudel bedeutet für den Wolfswandler Nathan Kohl sein ganzes Leben. Er vermeidet es, Kontakte außerhalb des Rudels zu knüpfen und bevorzugt Menschen als Sexpartner nur deshalb, weil die Gefahr gering ist, sich an sie zu binden. Doch als er auf Jared Taylor trifft, wird nahezu jede Regel in seinem Leben über den Haufen geworfen. Nach einer schlechten Erfahrung ist Jared Taylor sicher, dass er nie wieder etwas mit einem Wandler anfangen wird, egal, wie sehr derjenige ihm unter die Haut geht. Und obwohl er Nathan extrem heiß findet, kann er ihn nur als arroganten, dominanten Bastard sehen. Ein katastrophaler Fehler zwingt Nathan und Jared dazu, bis zum nächsten Vollmond in der Nähe des anderen zu bleiben. Und es dauert nicht lange, bis sie die starke Anziehung, die zwischen ihnen besteht, nicht mehr ignorieren können. Die Leidenschaft siegt über den Verstand und ihre Beziehung geht den einen Schritt weiter, den sie beide nicht geplant haben. Doch wenn der nächste Vollmond kommt, könnte sich alles erneut ändern ...
  • Deutsch
  • 0,92 MB
978-3-96089-286-1 (9783960892861)
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KAPITEL 1


 

Jared lehnte sich gegen den Bartresen und ließ seinen Blick über die Menschenmenge schweifen. Zehn Uhr abends war in diesem Teil der Stadt für einen Freitag eigentlich noch relativ früh, aber trotzdem war der Club schon zu drei Vierteln voll. Heute Abend beeindruckte ihn niemand der Besucher besonders. Er seufzte, leerte sein Glas und drehte sich zum Barkeeper um.

Nachdem dieser das Paar neben ihm bedient hatte, blieb er vor Jared stehen und trommelte mit den Fingern auf dem Tresen. »Noch mal dasselbe?«

Der Mann war groß, schlank, und etwas an seiner arroganten Ausstrahlung schrie förmlich heraus: Wandler. Er war zwar heiß, aber Jared hatte kein Interesse daran, diesen Fehler noch einmal zu begehen. »Nein.« Er schüttelte den Kopf und lehnte sich nach vorn, um den Kühlschrank mit den Bierflaschen besser sehen zu können. »Mir steht der Sinn nach etwas anderem.«

Wie er erwartet hatte, grinste der Barkeeper und zwinkerte ihm zu. »Ist das so?«

Er flirtete ganz eindeutig mit ihm, doch Jared ignorierte es und zeigte auf den Kühlschrank. »Ja. Ich nehme ein Heineken, bitte.«

Viele Männer und Frauen im Club hätten sich um die Gelegenheit gerissen, es mit einem Wandler zu treiben. Aber Jared gehörte nicht dazu.

Der Typ hob zwar angesichts des mangelnden Interesses eine Augenbraue, aber sein Lächeln verschwand nicht, als er Jared die Flasche Bier reichte. »Lass es mich wissen, wenn ich sonst noch etwas für dich tun kann.«

Jared bezahlte und prostete ihm zum Abschied halbherzig zu. »Mache ich.«

Arrogantes Arschloch.

Als er sich durch die Menschenmenge kämpfte, konnte er spüren, wie der Barkeeper ihm nachschaute. Leider sandte diese Tatsache ein erfreutes Kribbeln durch seinen Körper. Wie er es hasste! Es war schließlich nicht so, als würde er ihn nicht attraktiv finden.

Hinter der Tanzfläche gab es einen kleinen Bereich mit Tischen und Stühlen und Jared drängte sich bis zu einem unbesetzten Tisch durch. Es war rappelvoll und als er sich auf einen Stuhl quetschten wollte, stieß er mit der Schulter gegen die Wand. »Fuck«, fluchte er. Obwohl es drei Jahre her war, tat es manchmal immer noch weh. Vor allem im Winter. Und es war natürlich nicht gerade hilfreich, wenn er sie sich anschlug. Jared stellte sein Bier auf dem Tisch ab, ließ seine Hand unter das T-Shirt gleiten und rieb sich abwesend die schmerzende Stelle. Er seufzte und schloss die Augen.

»Ist der Platz noch frei?«

Die leise, rauchige Stimme ließ Jared so sehr zusammenzucken, dass erneut gleißender Schmerz durch seine Schulter fuhr. Er riss die Augen auf.

Der Mann, der vor ihm stand, war ziemlich groß, sicher einen halben Kopf größer als Jared mit seinen ein Meter fünfundachtzig. Er stand für seinen Geschmack viel zu nahe und ging ihm schon jetzt auf die Nerven. Jared lehnte sich zurück, um ein wenig Abstand zu gewinnen, und sah ihn misstrauisch an. »Ja, aber es wäre mir lieb, wenn das auch so bliebe.«

»Hm, temperamentvoll. Das mag ich an Männern.« Der hochgewachsene Typ legte seine Hand auf Jareds Stuhllehne und sog kaum merklich die Luft ein.

Wenn er ein paar Drinks mehr intus hätte, wäre es ihm wahrscheinlich gar nicht aufgefallen. Aber noch machte sich der Alkohol nicht bemerkbar und er verstand sofort.

Verdammte Wandler.

»Verpiss dich.«

»Ich bin Nathan«, sagte der Kerl und grinste ihn selbstbewusst an.

Jared verdrehte die Augen und nahm einen demonstrativ langsamen Schluck von seinem Bier. »Und ich bin nicht interessiert. Wärst du also so nett, jemand anderes zu belästigen?«

Wie immer brachte diese Arroganz ihn zur Weißglut. Ständig taten die Wandler so, als könnten Menschen ihrem Charme unmöglich widerstehen, als müssten sie sich glücklich schätzen, von ihnen überhaupt beachtet zu werden. Vielleicht gab es ja irgendwo Wandler, die nicht so waren, aber Jared hatte noch nie einen von ihnen getroffen. Andererseits standen die Chancen in einem Lokal wie diesem auch nicht gerade gut, das musste er zugeben, als er sich in dem dunklen, verrauchten Club mit seinem zweifelhaften Publikum umsah.

Nathan ignorierte Jareds Worte und ließ sich auf den Stuhl ihm gegenüber sinken. Die Bewegung sah viel eleganter aus als bei Jared. Kein Wunder, denn die Wolfsgene verliehen Nathan eine Art von Stärke und Geschmeidigkeit, die er nicht besaß. Er konnte den Blick nicht von Nathan abwenden, als dieser es sich auf dem Stuhl bequem machte. Nathan drehte den Stuhl seitwärts, um mehr Platz zu haben, und setzte sich dann breitbeinig hin. Schwarzer Jeansstoff schmiegte sich an seine muskulösen Schenkel und saß im Schritt ziemlich straff, was Jared vermuten ließ, dass er einiges zu bieten hatte. Obwohl er genau wusste, dass sich Nathan mit voller Absicht so hingesetzt und die Bewegung wahrscheinlich in langer Übung perfektioniert hatte, konnte er nicht anders, als seinen Schwanz anzustarren, der sich unter der Hose abzeichnete. Hitze sammelte sich in seinem Bauch, als sein Körper gegen seinen Willen reagierte. Hastig griff er nach seiner Bierflasche und nahm erneut einen Schluck, um sich zu beruhigen. Vielleicht war es Nathan ja nicht aufgefallen. Jared schluckte und schaute auf, nur um zu sehen, dass er ihn süffisant angrinste. Er wusste also Bescheid.

Scheiße.

»Weißt du . dein Mund sagt das eine, dein Körper das andere. Wie wäre es, wenn wir nicht lange um den heißen Brei herumreden und zu mir gehen?« Nathan setzte sich aufrecht hin und griff nach unten, um die Ausbuchtung in seiner Hose zurechtzurücken.

Jared schaffte es diesmal, Augenkontakt zu halten, und amüsierte sich innerlich über den Anflug von Verärgerung in Nathans Blick.

Ganz genau. Ich bin nicht so einfach zu haben, wie du denkst.

Er grinste, als seine Selbstsicherheit zurückkehrte. Niemals würde er zulassen, dass ein Wandler die Oberhand gewann. Keine Chance. Nicht schon wieder. »Nur weil ich dir auf den Schwanz geschaut habe, heißt das nicht, dass ich dich ficken will. Ehrlich gesagt .« Er deutete mit seiner Flasche in Richtung Menschenmenge um sie herum. Die Tanzfläche hatte sich nun deutlich gefüllt und er erblickte zumindest drei Männer, die er ohne zu zögern mit nach Hause nehmen würde. »Ich sehe da einige Alternativen, die definitiv mehr mein Typ sind.« Natürlich konnte er aus der Entfernung nicht sagen, ob es Menschen oder Wandler waren, aber das war ja nicht so wichtig.

Nathan legte den Kopf schief und musterte Jared neugierig. »Du weißt, was ich bin«, stellte er fest.

Das war keine Frage gewesen, aber Jared antwortete trotzdem. »Ja, weiß ich.«

»Und du versuchst immer noch so zu tun, als wärst du nicht interessiert.«

Er ballte seine Hände zu Fäusten. Ob er sich für das nächste Mal ein T-Shirt drucken lassen sollte, auf dem Ich treibe es nicht mit Wandlern stand? Andererseits würden sie es vielleicht als Herausforderung ansehen und sich noch mehr ins Zeug legen, so wie dieser hier. »Hör zu. Ich kann nicht leugnen, dass ich dich attraktiv finde, aber entgegen der verbreiteten Annahme, gibt es immer noch ein paar Menschen, die sich nicht automatisch bücken, sobald ein Wandler mit den Fingern schnippt.«

Er erhielt als Antwort nur eine hochgezogene Augenbraue. Ein paar Sekunden vergingen, in denen Nathan seine Arme auf dem Tisch abstützte und Jared weiterhin musterte. Er ließ es ungerührt zu. Was auch immer Nathan sah, es würde nichts an der Tatsache ändern, dass er von Wandlern die Finger ließ. Egal, wie heiß sie waren. Obwohl Jared zugeben musste, dass dieser sogar noch heißer war als alle, denen er zuvor begegnet war. Groß, breitschultrig und muskulös. Manche Wandler übertrieben es und verlangten ihren ohnehin schon athletischen Körpern alles ab, wodurch sie unnatürlich aufgepumpt aussahen, als nähmen sie Steroide. Nicht gerade sein Geschmack. Nathan allerdings mit seinem unordentlichen schwarzen Haar und den blitzblauen Augen war exakt Jareds Typ. Wenn er ein Mensch wäre, dann wären sie wahrscheinlich schon im Bett. Oder zumindest auf dem Klo mit den Jeans in den Kniekehlen. Aber Nathan war kein Mensch.

»Ich weiß nicht, was ich noch sagen soll, damit du es kapierst. Du verschwendest deine Zeit bei mir. Und außerdem ruinierst du meine Chance, heute noch jemanden aufzureißen. Würdest du dich also freundlicherweise verziehen?«

Unerwarteterweise veränderte sich Nathans Verhalten innerhalb einer Sekunde, als hätte er seine Arschlochfassade abgelegt. Seine Miene strahlte plötzlich Aufrichtigkeit aus und auch das Lächeln, das er ihm zuwarf, wirkte ehrlich. »Sorry«, sagte er und deutete in Richtung Menschenmenge. »Die meisten Leute wollen es mal mit einem Wandler treiben. Der Reiz des Neuen.«

»Muss ja schrecklich sein.« Jared konnte keinerlei Mitgefühl aufbringen. Und er kaufte Nathan die abrupte Veränderung nicht ab. Überhaupt nicht.

Zumindest widersprach Nathan nicht. Er zuckte mit den Schultern. »Ich hab ja nicht gesagt, dass es mich stört. Sex ist Sex. Aber sie erwarten eben ein bestimmtes Verhalten und ich habe mir das so antrainiert, dass ich es schwer wieder loswerde.«

Jared verengte die Augen. Es war nicht so, dass er Nathan auch nur ansatzweise vertraute, denn wahrscheinlich war das ebenso bloß ein Haufen Mist, um ihn zu verunsichern, aber der plötzliche Sinneswandel machte ihn neugierig. Er wusste, dass er nicht schlecht aussah, aber der ganze Club war voll mit heißen Leuten, die absolut nicht abgeneigt wären, weil sie nicht dieselben Vorbehalte hatten wie er. Warum ließ Nathan also ausgerechnet bei ihm nicht...

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