The Last Goddess, Band 2: A Kiss Stronger Than Death

 
 
Ravensburger (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 30. April 2021
  • |
  • 352 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-473-51085-6 (ISBN)
 
Die Welt steht am Abgrund, denn Ragnarök ist angebrochen - und es ist Blairs Schuld. Verzweifelt versucht sie, ihren Fehler wiedergutzumachen, und muss dabei sowohl gegen alte Feinde als auch gegen ihre Freunde antreten. Kann sie es schaffen, das Ende der Welt zu verhindern? Und wird Ryan dabei an ihrer Seite sein - oder gegen sie kämpfen müssen?

Band 2 der neuen Romantasy von Bestseller-Autorin Bianca Iosivoni
 
Die Welt steht am Abgrund, denn Ragnarök ist angebrochen - und es ist Blairs Schuld. Verzweifelt versucht sie, ihren Fehler wiedergutzumachen, und muss dabei sowohl gegen alte Feinde als auch gegen ihre Freunde antreten. Kann sie es schaffen, das Ende der Welt zu verhindern? Und wird Ryan dabei an ihrer Seite sein - oder gegen sie kämpfen müssen?

Band 2 der neuen Romantasy von Bestseller-Autorin Bianca Iosivoni
1. Aufl.
  • Deutsch
  • Ravensburg
  • |
  • Deutschland
  • 0,71 MB
978-3-473-51085-6 (9783473510856)
weitere Ausgaben werden ermittelt
BIANCA IOSIVONI, geb. 1986, schreibt mit Herzblut Young-Adult- und New-Adult-Romane, deren epische Liebesgeschichten und spannungsgeladene Actionplots den Leserinnen regelmäßig den Atem rauben. So auch der Zweiteiler SOUL MATES und die Trilogie STURMTOCHTER, die alle Fans von Urban Fantasy begeistern. Schon als Teenager begann Bianca Iosivoni mit dem Schreiben und kann sich nicht vorstellen, je wieder damit aufzuhören. Nach dem Studium der Sozialwissenschaften und der Mitarbeit in einer Online-Redaktion hat sie den Kampf gegen die tägliche Ideenflut längst aufgegeben. Was daher immer parat sein muss: Notizbuch, Schokolade und mindestens eine Tasse Kaffee. Alles, was die Autorin inspiriert und bewegt, teilt sie auf Twitter, Instagram, Pinterest und auf ihrer Website bianca-iosivoni.de.

KAPITEL 1


BLAIR


IRGENDWO IN VALHALLA

  

  

Das Ende der Welt hatte begonnen - und ich war diejenige, die es herbeigeführt hatte. Ich war diejenige, die Ryan - und damit das Chaos - nach Valhalla gebracht hatte, weil ich den Gedanken nicht ertragen konnte, ihn zu verlieren. Cyrus musste damit gerechnet haben. Er wusste, wie wichtig Ryan mir war - und das hatte er gnadenlos ausgenutzt. Er hatte das Leben seines eigenen Sohnes aufs Spiel gesetzt, um sein Ziel zu erreichen. Und jetzt hatte er gewonnen.

Ein Beben erschütterte den Boden, hallte in meinen Gliedmaßen nach und zwang mich in die Knie. Auch Ryan geriet ins Straucheln. Direkt vor unseren Augen wuchs Zevs Wolfsgestalt weiter an, immer weiter, bis er so riesig wurde, dass er sogar einen Teil des Himmels verdeckte. Schwarzes, struppiges Fell. Rot glühende Augen. Heißer Atem. Speichel floss ihm aus dem Maul und ein tiefes Knurren löste sich aus seiner Kehle, als er uns anstarrte.

Mein Herz hämmerte so panisch, dass ich das Rauschen meines eigenen Blutes in den Ohren wahrnehmen konnte. Zum ersten Mal begriff ich, warum selbst die Götter Angst vor dem Fenrirwolf gehabt hatten. Warum sie darauf bestanden hatten, dass die einzige Möglichkeit, sich vor ihm zu schützen, darin bestand, ihn in Ketten zu legen. Nur waren diese Ketten nie aus Eisen und Metall gewesen, wie ich und vermutlich auch alle anderen geglaubt hatten. Die Götter hatten sich etwas viel Perfideres überlegt und den mächtigen Wolf an Valhalla und an die Valkyren gebunden. Dieser Ort war seine Fessel gewesen, da er ihn nie verlassen konnte, es sei denn an der Seite einer Valkyre. Oder am Tag von Ragnarök.

Ich schnappte nach Luft, denn plötzlich ergab alles einen Sinn. Wie er nachts ganz allein durch das Bestattungsinstitut North geschlichen war. Wie er mir geholfen hatte. Kein Wunder, dass es ihm kurz nach meiner Ankunft in Vancouver so wichtig gewesen war, mich zu begleiten. Wahrscheinlich war es das erste Mal gewesen, dass er das Gebäude verlassen konnte. Aber er war auch die ganze Zeit an meiner Seite geblieben, nicht nur auf dem Friedhof, sondern auch dann, als es gefährlich wurde. Ganz besonders, als ich mich dem Diener des Chaos gegenüber fand und sich meine Kräfte zum allerersten Mal gezeigt hatten.

»Zev .«, stieß ich hervor und wich langsam vor ihm zurück. Erde und kleine Steine bohrten sich in meine Handflächen. »Das willst du nicht wirklich. Wir sind Freunde, weißt du nicht mehr?«

Ein gefährliches Knurren war die einzige Antwort. Ein Knurren so laut wie ein Donnerschlag. Ich zuckte zusammen und zog instinktiv den Kopf ein.

»Er ist nicht dein Freund, Blair«, kam es leise von Ryan. Ohne dass ich es bemerkt hatte, hatte er sich schützend vor mich gestellt und streckte jetzt den Arm aus, um mich zurückzuhalten.

»Das sagt der Richtige, Mr Chaos.« Ich sprang auf und schob seinen Arm entschieden beiseite.

Zev neigte den Kopf nach unten und knurrte erneut. Lauter. Bedrohlicher.

Mein Magen zog sich vor Furcht zusammen und meine Muskeln begannen zu zittern, aber ich weigerte mich noch immer wegzulaufen. Das hier war schließlich Zev. Das hier war mein Freund. Oder . war er das nie gewesen? Hatte Ryan recht? Hatte Zev mich von Anfang an nur benutzt, um Ragnarök herbeizuführen? Zumindest hatte er mir als Einziger dabei geholfen, Ryan nach Valhalla zu bringen. Und wenn er gewusst hatte, dass Ryan ein Diener von Vidar, dem Gott des Chaos war, dann . Ich presste die Lippen aufeinander und schüttelte den Kopf. Nein, das wollte ich nicht wahrhaben. Das konnte einfach nicht wahr sein. Erst Kendra und Maeve, die uns alle verraten hatten -, und jetzt auch noch Zev?

»Wir müssen hier weg«, kam es von Ryan.

Wieder bebte der Boden und die Erschütterung warf uns beinahe um. Ein Krachen ertönte und ich wirbelte herum. Die Häuser, die nicht weit von der Weltesche beisammenstanden, fielen in sich zusammen. Das Zuhause von so vielen Valkyren und Kriegern. Mein Zuhause.

»Nein.«

Ein Rascheln in den Zweigen mischte sich unter das allgegenwärtige Rumoren. Es kam immer näher, bis etwas Kleines, Pelziges aus dem Baum heraussprang und auf meinem Kopf landete. Ich zuckte vor Schreck zusammen, doch bevor ich reagieren konnte, krabbelte das Tierchen unter meinen Pullover und hielt sich zitternd fest. Als ich nach unten blickte, entdeckte ich zwei braune Knopfaugen, spitze Öhrchen und eine zuckende Nase in meinem Ausschnitt. Ratatöskr. Das Eichhörnchen, das nie zu sehen war, aber ständig alle mit Nüssen bewarf, hatte sich Schutz suchend unter meinem Pullover verkrochen und klammerte sich an mich. Dabei verließ Ratatöskr nie seinen Platz im Baum. So oft waren die Nüsse schon haarscharf an mir vorbeigeflogen, aber das kleine Eichhörnchen hatte ich nie gesehen. Bis jetzt. Weil es mit Valhalla zu Ende ging.

Ein tiefes Knurren riss mich aus meinen Gedanken. Zev stand noch immer in seiner monströsen Wolfsgestalt vor uns und starrte uns mit diesen Augen an, die in Flammen zu stehen schienen. Augen, die jede Menschlichkeit verloren hatten. Er senkte den Oberkörper ein wenig nach unten, ganz so, als würde er zum Sprung ansetzen. In der einen Sekunde stand er noch da, in der nächsten stieß er sich bereits vom Boden ab und hechtete geradewegs auf mich zu.

Bevor ich auch nur einen klaren Gedanken fassen konnte, stieß Ryan mich aus dem Weg und warf sich zur Seite. Zu langsam. Ich sah gerade noch, wie der Wolf ihn erwischte, bevor ich zu Boden ging. Reflexartig fing ich den Sturz mit der Schulter ab und versuchte alles, um das kleine Eichhörnchen zu schützen, das sich noch immer so furchtsam an mich klammerte, als würde es seinen Platz unter meinem Pullover nie mehr hergeben wollen.

Mein Blick zuckte zu Ryan, der sich die blutende Seite hielt, sich jedoch sofort wieder aufrichtete, dann zurück zum Wolf.

»Zev!«, rief ich in dem verzweifelten Versuch, doch noch irgendwie zu ihm durchzudringen. »Du musst das nicht tun. Wir sind Freunde!«

»Achtung!« Ryans Stimme schallte zu mir herüber. Er hob die Hände, als wollte er Zev angreifen, als wollte er seine zerstörerischen Kräfte gegen ihn einsetzen.

Ich dachte nicht nach. Ich sprang auf, rannte los und stellte mich zwischen die beiden.

»Nicht! Wag es ja nicht!«

Ryans Augen weiteten sich. Ungläubigkeit und Wut spiegelten sich darin wider. »Aus dem Weg, Blair! Das ist nicht mehr der Kerl, den du gekannt hast. Das ist Fenrir.«

Als ob mir das nicht selbst schon aufgefallen wäre. Aber ich wollte nicht glauben, dass alles nur . eine Lüge gewesen war. Unser Kennenlernen im Institut. Wie er mich zu Ling gebracht und mich durch Vancouver begleitet hatte. Ohne Zev hätte ich die anderen Valkyren nie davon überzeugen können, dass ich eine von ihnen war. Ohne ihn hätte ich das wahrscheinlich nicht einmal herausgefunden. Und ohne seine Gesellschaft, die vielen Filmabende und sinnlosen, lustigen Gespräche wäre ich früher oder später wahrscheinlich vor Langeweile gestorben. Zev war seit meinem ersten Tag in Vancouver an meiner Seite gewesen. Ich weigerte mich, ihn jetzt einfach aufzugeben.

Hinter mir ertönte ein tiefes Grollen. Mit angehaltenem Atem drehte ich mich zum Wolf um. Wie konnte sich etwas, das so riesig war, so lautlos bewegen? Denn jetzt fiel sein Schatten auf mich und alles, was ich noch wahrnahm, war das dunkle, struppige Fell. Die bedrohlich leuchtenden Augen. Und die Reißzähne, die mir viel zu nahe gekommen waren.

Ich schluckte hart, zwang mich jedoch, stehen zu bleiben. »Bitte, Zev .«

Er setzte erneut zum Angriff an. Ich würde ihn nicht töten. Unter keinen Umständen würde ich seine Seele aus seinem Körper reißen und an mich binden. Er war lange genug ein Gefangener gewesen. Das konnte ich ihm nicht antun.

Aber ich konnte auch nicht nichts tun. Vor allem nicht, wenn Ratatöskr noch immer zitternd bei mir Schutz suchte, Ryan nur wenige Meter hinter mir stand und Anastasia auch irgendwo hier sein musste. Denn Maeve hatte sie nach Valhalla gebracht, um sie vor dem Kampf im Bestattungsinstitut zu schützen.

Panik begann sich in mir auszubreiten. Jeder Muskel in meinem Körper versteifte sich. Wie in Zeitlupe spielte sich alles vor meinen Augen ab.

Der Wolf machte einen Satz nach vorne. Die Reißzähne kamen geradewegs auf mich zu. Ryan setzte sich in Bewegung, aber er würde es nicht rechtzeitig schaffen. Instinktiv riss ich die Hände hoch, ertastete etwas für das bloße Auge Unsichtbares und grub meine Finger hinein. Ich riss Zevs Seele nicht aus seinem Körper heraus, aber ich hielt sie so fest ich konnte und stieß sie dann mit aller Macht von mir weg.

Mitten im Sprung prallte der Wolf gegen eine Art unsichtbare Barriere, die ihn zurückschleuderte. Der Boden erzitterte, als er wieder auf allen vieren landete und eine tiefe Spur durch die Erde zog. Ein Winseln entkam der monströsen Gestalt, und ich meinte, für einen Moment ein Flackern in den unmenschlichen Augen zu sehen. Doch es war so flüchtig gewesen, dass ich nicht ganz sicher sein konnte. In der einen Sekunde funkelte mich der Wolf noch an, in der nächsten machte er abrupt kehrt und rannte davon. Geradewegs auf die Weltesche zu.

»Nein!«, rief ich, aber es war zu spät.

Fenrir erreichte den Weltenbaum und verschwand in einem Aufleuchten. Ich konnte nur auf die Stelle starren, an der er eben noch auf mich losgegangen war. Er hatte sich aus seinen Fesseln befreit. Der Wolf hatte Valhalla verlassen und war jetzt in unserer Welt. Oh...

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