Deutsche Wirtschaftsgeschichte

Zweiter Band: Deutsche Wirtschaftsgeschichte des 10. bis 12. Jahrhunderts
 
 
Duncker & Humblot (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 8. Januar 2015
  • |
  • XX, 518 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-428-56518-4 (ISBN)
 
Im Rahmen des Projekts 'Duncker & Humblot reprints' heben wir Schätze aus dem Programm der ersten rund 150 Jahre unserer Verlagsgeschichte, von der Gründung 1798 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945. Lange vergriffene Klassiker und Fundstücke aus den Bereichen Rechts- und Staatswissenschaften, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Geschichte, Philosophie und Literaturwissenschaft werden nach langer Zeit wieder verfügbar gemacht.
Reprint der Ausgabe von 1891
  • Deutsch
  • Berlin
  • |
  • Deutschland
  • 42,99 MB
978-3-428-56518-4 (9783428565184)
10.3790/978-3-428-56518-4
weitere Ausgaben werden ermittelt
Karl Theodor von Inama-Sternegg

»Staatswissenschaftler, Statistiker, Wirtschaftshistoriker, * 20.1.1843 Augsburg, ┼ 28.11.1908 Innsbruck. (katholisch)

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Amberg (Oberpfalz) wandte sich I. 1860 an der Univ. München dem Studium der Jurisprudenz, Volkswirtschafts- u. Staatslehre zu (1865 Promotion zum Dr. rer. pol.). Daneben betrieb er philosophische und historische Studien und versuchte sich auch als Schriftsteller und Pianist. Während seiner Münchener Jahre zählte u.a. Ibsen zu seinem Freundeskreis. Bereits mit seiner Dissertation >Die volkswirtschaftlichen Folgen des 30jährigen Krieges für Deutschland< (1865) betrat er das Gebiet der Wirtschaftsgeschichte, der später ein Gutteil seiner wissenschaftlichen Arbeit gelten sollte. Zunächst mußte er jedoch 1864-67 bei verschiedenen Gerichtsbehörden Münchens praktizieren, wenngleich er schon damals eine akademische Karriere anstrebte. 1868 wurde er Privatdozent in München, noch im selben Jahr ao. Professor in Innsbruck, 1871 Ordinarius für politische Wissenschaften. 1880 übernahm I. eine Professur für politische Ökonomie an der Univ. Prag, erhielt gleichzeitig aber auch einen Ruf nach Breslau, und in Wien trug man ihm die Direktion des Bureaus für administrative Statistik an. Er übernahm dieses Amt 1881 und wurde Honorarprofessor für Statistik und Verwaltungslehre an der Univ. Wien, wo er in der Folge eine ganze Generation von Statistikern ausbilden sollte. 1884 wurde er auch Präsident der Statistischen Zentralkommission und vereinigte damit die beiden wichtigsten statistischen Organisationen in Personalunion. In dieser Funktion unternahm I. Aufbau und Reorganisation der amtlichen Statistik Österreichs, die seit der Mitte des 19 Jh. in stetem Niedergang begriffen war. Er wurde zum Pionier der zentralen Bearbeitung und Erfassung statistischen Materials nach wissenschaftlichen Kriterien, wobei er Theorie und Praxis eng zu verbinden trachtete (Volkszählungen 1880, 1890, 1900, Bevölkerungsbewegung 1895 ff., Grundbesitz- und landwirtsch. Lohnstatistik, Betriebszählung 1902, Österr. Städtebuch). Daneben pflegte und vertiefte er die internationalen statistischen Beziehungen, so daß man ihn 1899 zum Präsidenten des Internationalen Statistischen Institutes wählte. Das Quellenwerk >Österr. Statistik<, das Österr. Statistische Handbuch und die Entwicklung der Statistischen Monatsschrift zu einer international angesehenen Zeitschrift gehen auf ihn zurück.

Als Staatswissenschaftler führte I. die Tradition L. v. Steins fort, stand aber auch der historisch-ethischen Richtung der Nationalökonomie nahe. Als Historiker widmete er sich vornehmlich der Siedlungs-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte, wobei er den Brückenschlag zur Statistik und empirischen Sozialwissenschaft herzustellen suchte. Schon in Innsbruck gab er zusammen mit Zingerle die >Tiroler Weistümer< (Bd. 1-3, 1875-80) heraus und regte die Edition der landesfürstl. Urbare Österreichs an. Hier entstand auch der 1. Band seines Hauptwerkes >Deutsche Wirtschaftsgeschichte< (3 Bde., 1879-1901), des ersten Werkes, das den Begriff Wirtschaftsgeschichte im Titel führt und auch in Problemstellung und Bearbeitung neue Wege wies. Der Zusammenhang von Landbesitz, Besiedlung und Hoheitsrechten stand im Zentrum seiner weiteren wirtschaftshistorischen Forschungen.

Während I.s Verdienste als Statistiker unbestritten blieben, desgleichen seine kleineren historischen Abhandlungen und historischstatistischen Forschungen, fanden seine großen Werke mehrfach Gegner, die ihnen die letzte quellenmäßige Akribie absprechen wollten. Seine nationalökonomisch-theoretischen Arbeiten bewegten sich in konventionellen Bahnen. Vielfach führten ihn seine historischen Bestrebungen auch auf das Feld der Anthropologie, das er seiner historischen Methode zu integrieren trachtete. Auch der historischen Lohn- und Preisstatistik, der genealogisch-statistischen Forschung und der Kulturgeschichte im umfassenden Sinne gehörte sein Interesse.«

Matis, Herbert, in: Neue Deutsche Biographie 10 (1974), S. 166-168
  • Intro
  • Inhalt
  • Drittes Buch: Deutsche Wirtschaftsgeschichte des 10.-12. Jahrhunderts
  • Erster Abschnitt: Der volle Ausbau des Landes und die Kolonisation der Östlichen Marken
  • Zweiter Abschnitt: Die Umbildung der Stände und der socialen Organisation
  • Dritter Abschnitt: Die Verteilung und wirtschaftliche Gliederung des Grundbesitzes
  • Vierter Abschnitt: Die Produktion und Verteilung des Bodenertrages
  • Fünfter Abschnitt: Die Anfänge selbständigen gewerblichen Lebens - Bergbau und Salinenbetrieb
  • Sechster Abschnitt: Handel und Verkehr
  • Schlußbetrachtungen
  • Beilagen
  • Beilage ?: Der Besitz des Bistums Freising in Österreich und seine Einkünfte e. 1160
  • A. In Krain
  • ?. In Steiermark
  • C. In Niederösterreich
  • Beilage II: Die Lehen des Rheingrafen Wolfram, Ende des XII. Jahrhunderts
  • A. Empfangene Lehengüter
  • B. Verliehene Lehengüter
  • Beilage III: Die Lehen Werners von Bolanden 1194-1198
  • A. Empfangene Lehengüter
  • B. Verliehene Lehengüter
  • Beilage IV: Der Beistand des Klosters S. Emmeram in Regensburg 1031
  • Beilage V: Die Gliederung des Besitzstandes des Klosters S. Ulrich und Afra in Augsburg, XII. Jahrhundert
  • Beilage VI: Der Dienst der Reichshöfe in Sachsen, Rheinfranken und Bayern für die königliche Tafel 1066-1069
  • a. Die Verteilung des Dienstes
  • b. Die Höhe des täglichen Dienstes einer Curia
  • c. Die durchschnittliche Höhe des Dienstes einer Curie
  • d. Die Gesamteinnahmen der königlichen Tafel aus dem Dienste der Reichshöfe
  • Beilage VII: Güter und Einkünfte des Grafen von Falkenstein. 12. Jahrh.
  • Beilage VIII: Einkünfte des Klosters Tegernsee. 12. Jahrhundert
  • Beilage IX: Die Einnahmen der Kirche zu Osnabrück gegen das Ende des 12. Jahrhunderts
  • Beilage ?: Abgaben der Zinshafen des Klosters S. Liudger in Helmstedt 1160
  • a. Höhe der Abgaben einer Zinshufe
  • b. ausschließlich Abgaben in solidi u. z.
  • Beilage XI: Zolltarife des 12. Jahrhunderts
  • Beilage XII: Verschiedene Maßbestimmungen
  • Beilage XIII: Denargewichte in der Zeit der sächsischen und fränkischen Kaiser
  • 1. Köln
  • a. königliche Denare
  • b. bischöfliche Denare
  • c. Denare ohne Kaiser- und Erzbischofnamen
  • 2. Franken
  • a. königliche Denare
  • b. bischöfliche Denare
  • c. markgräflich meißensche Denare
  • 3. Schwaben
  • a. königliche Denare
  • b. bischöfliche Denare
  • c. herzogliche Denare
  • 4. Sachsen
  • a. königliche Denare
  • b. bischöfliche und abteiliche Denare
  • c. herzogliche Denare
  • 5. Bayern
  • A. Regensburg. Bayerische Herzogsmünzen
  • B. Übriges Bayern
  • a. königliche Denare
  • b. bischöfliche Denare
  • c. herzogliche Denare
  • Beilage XIV: Reluitions- und Qualitätswerte, Marktpreise
  • 1. Getreide
  • 2. Vieh
  • a. Pferde
  • b. Rinder
  • c. Widder, Schafe
  • d. Schweine
  • 3. Viehzuchtsprodukte
  • 4. Verschiedene Bodenprodukte
  • 5. Verschiedene Nahrungsmittel und Getränke
  • 6. Verschiedene Gebrauchsgegenstände
  • Beilage XV: Preise von Landgütern und Grundstücken
  • 1. Landgüter
  • 2. Einzelne Grundstücke
Dewey Decimal Classfication (DDC)

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