I care - PflegeExamen KOMPAKT

 
Thieme (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 12. Dezember 2018
  • |
  • 536 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-13-240889-0 (ISBN)
 
Schnell und effektiv das Wichtigste lernen.

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Mit dieser stressfreien Vorbereitung gehst du sicher in das Pflege-Examen!
  • Deutsch
  • Stuttgart
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  • Deutschland
  • Medizinische Fachberufe
  • 119
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  • 14,34 MB
978-3-13-240889-0 (9783132408890)
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2 Ausbildung konkret


2.1 Grundlagen der Pflegeausbildung


2.1.1 Gesetzliche Rahmenbedingungen


  • Krankenpflegegesetz - KrPflG (inkl. Gesundheits- und Kinderkrankenpflege) und Altenpflegegesetz - AltPflG: bilden die rechtliche Grundlage der Ausbildung und regeln Organisation, Dauer, Ablauf und Inhalte der Ausbildung (z.B. Ausbildungsziele, Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnungen). Die Ausgestaltung der Lehrpläne findet durch die Schulen auf Länderebene statt. Es gibt keine bundesweit einheitlichen Lehrpläne.

  • Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Berufe in der Krankenpflege (KrPflGAPrV) bzw. der Altenpflege (AltPflAPrV): legt Mindestanforderungen an die Ausbildung fest (z.B. durch die Verteilung der Unterrichtsstunden innerhalb der Ausbildung und die Inhaltsbereiche der Teilprüfungen) und regelt die Prüfung an sich (z.B. Ablauf der schriftlichen Prüfung). Auch die Regelungen der Prüfungen sind Ländersache und nicht bundesweit einheitlich geregelt.

2.1.2 Ausbildungsvertrag


  • Der Ausbildungsvertrag wird mit dem Ausbildungsträger (ambulante oder stationäre Pflegeeinrichtung) über die Dauer der Ausbildung geschlossen.

  • Inhalte des Ausbildungsvertrags sind: Berufsziel, Beginn und Dauer der Ausbildung, Gliederung der praktischen Ausbildung, Arbeitszeit, Ausbildungsvergütung, Dauer der Probezeit, Anspruch auf Urlaubstage, Voraussetzungen für die Kündigung des Ausbildungsvertrags, Verweis auf Tarifverträge und Betriebs- oder Dienstvereinbarungen.

2.1.3 Ausbildungsvergütung und Arbeitszeiten


  • Jeder Auszubildende hat ein Recht auf eine Ausbildungsvergütung. Die Höhe hängt vom Ausbildungsjahr und vom Ausbildungsträger ab.

  • Arbeiten im Schichtbetrieb, auch an Feiertagen und an Wochenenden, gehört dazu.

  • Auszubildende haben ein Recht auf Überstundenvergütung, Zulagen und Zuschläge (z.B. bei der Arbeit in psychiatrischen Einrichtungen).

2.1.4 Ausbildungsziele der Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege


Ausbildungsziele laut § 3 Krankenpflegegesetz:

  • Die Ausbildung "soll entsprechend dem allgemein anerkannten Stand pflegewissenschaftlicher, medizinischer und weiterer bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse fachliche, personale, soziale und methodische Kompetenzen zur verantwortlichen Mitwirkung insbesondere bei der Heilung, Erkennung und Verhütung von Krankheiten vermitteln.

  • Die Pflege im Sinne von Satz 1 ist dabei unter Einbeziehung präventiver, rehabilitativer und palliativer Maßnahmen auf die Wiedererlangung, Verbesserung, Erhaltung und Förderung der physischen und psychischen Gesundheit der zu pflegenden Menschen auszurichten. Dabei sind die unterschiedlichen Pflege- und Lebenssituationen sowie Lebensphasen und die Selbständigkeit und Selbstbestimmung der Menschen zu berücksichtigen (.)."

  • In der Umsetzung der Ausbildungsziele wird zwischen eigenverantwortlich auszuführenden Aufgaben, wie z.B. der Erhebung des Pflegebedarfs oder der Pflegeplanung, und der Mitwirkung bei Aufgaben, wie z.B. der medizinischen Diagnostik und der interdisziplinären Zusammenarbeit, unterschieden.

2.1.5 Ausbildungsziele der Altenpflege


Ausbildungsziele laut § 3 Altenpflegegesetz:

"Die Ausbildung in der Altenpflege soll die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln, die zur selbständigen und eigenverantwortlichen Pflege einschließlich der Beratung, Begleitung und Betreuung alter Menschen erforderlich sind (.)."

Konkret bedeutet dies:

  1. "die sach- und fachkundige, den allgemein anerkannten pflegewissenschaftlichen, insbesondere den medizinisch-pflegerischen Erkenntnissen entsprechende, umfassende und geplante Pflege,

  2. die Mitwirkung bei der Behandlung kranker alter Menschen einschließlich der Ausführung ärztlicher Verordnungen,

  3. die Erhaltung und Wiederherstellung individueller Fähigkeiten im Rahmen geriatrischer und gerontopsychiatrischer Rehabilitationskonzepte,

  4. die Mitwirkung an qualitätssichernden Maßnahmen in der Pflege, der Betreuung und der Behandlung,

  5. die Gesundheitsvorsorge einschließlich der Ernährungsberatung,

  6. die umfassende Begleitung Sterbender,

  7. die Anleitung, Beratung und Unterstützung von Pflegekräften, die nicht Pflegefachkräfte sind,

  8. die Betreuung und Beratung alter Menschen in ihren persönlichen und sozialen Angelegenheiten,

  9. die Hilfe zur Erhaltung und Aktivierung der eigenständigen Lebensführung einschließlich der Förderung sozialer Kontakte und

  10. die Anregung und Begleitung von Familien- und Nachbarschaftshilfe und die Beratung pflegender Angehöriger.

Darüber hinaus soll die Ausbildung dazu befähigen, mit anderen in der Altenpflege tätigen Personen zusammenzuarbeiten und diejenigen Verwaltungsarbeiten zu erledigen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit den Aufgaben in der Altenpflege stehen."

2.1.6 Prüfung


Die Prüfung in der Pflegeausbildung umfasst

  • einen schriftlichen,

  • einen praktischen und

  • einen mündlichen Teil.

Die Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung ergeben sich aus der jeweiligen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung.

2.2 Ausbildungsformen


  • heute (Stand 2018): Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Altenpflege sowie zahlreiche Modellprojekte der generalistischen oder integrativen Pflegeausbildung

  • generalistische Pflegeausbildung ab 2020: Die Ausbildung in der Pflege wird vereinheitlicht. Das neue Pflegeberufegesetz sieht vor, die bislang voneinander getrennten Pflegeausbildungen zu einer Pflegeausbildung mit dem Berufsabschluss "Pflegefachfrau" oder "Pflegefachmann" zusammenzuführen. Die Absolventen können so in allen Versorgungsbereichen arbeiten. Alternativ können sich die Absolventen auch wie bisher für einen Abschluss in der Alten- oder Kinderkrankenpflege entscheiden. Wählen bis 2026 mehr als 50% der Absolventen den generalistischen Abschluss, soll dieser ohne Alternativen eingeführt werden.

  • Weitere Ausbildungsgänge: Pflegehilfe, Pflegeassistenz (meist 2-jährige Ausbildung), Studium (dual: Studium integriert in die Ausbildung mit Bachelor-Abschluss; grundständig: Hochschule als alleiniger theoretischer Lernort; weiterführend: Pflegemanagement, Pflegepädagogik und Pflegewissenschaft mit Bachelor- und Master-Abschluss)

KOMPAKT

Ausbildung konkret

  • In den bundeseinheitlichen Gesetzen bzw. Verordnungen werden die Mindestanforderungen für die Pflegeausbildung festgelegt und grundlegende Aussagen zu den Ausbildungszielen und Prüfungen getroffen. Die Umsetzung erfolgt auf Länderebene.

  • Der Ausbildungsvertrag regelt wichtige Aspekte zwischen Arbeitgeber und Auszubildenden.

  • ...

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