Tanzmedizin

Anatomische Grundlagen und gesunde Bewegung
 
 
Hogrefe (Verlag)
  • 4. Auflage
  • |
  • erschienen in 2013
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  • 192 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-456-95015-0 (ISBN)
 
Dieses grundlegende Lehrbuch der Anatomie und Sportmedizin ist aus der jahrzehntelangen Arbeit des Autors mit Tänzern hervorgegangen. Es vermittelt Tanzpädagogen, professionellen Tänzern und Tanzschülern praktisch nutzbare Kenntnisse über ihren Körper, die direkten Bezug zu ihrer Arbeit haben. Der verständliche und ausführliche Text wird durch zahlreiche Abbildungen veranschaulicht.Das Buch dient auch dem Arzt als Leitfaden für seine Lehrtätigkeit an Ballettschulen. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis bietet die Möglichkeit zu weiteren Informationen.
4., unveränd. Aufl.
  • Deutsch
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978-3-456-95015-0 (9783456950150)
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1 - Inhalt [Seite 7]
2 - Geleitworte/Vorwort/Danksagung [Seite 13]
3 - Über dieses Buch/Einfu¨hrung: Tänzer und Arzt [Seite 21]
4 - Teil 1: Bausteine und Funktionen des Körpers [Seite 27]
4.1 - 1.1 Bau und Funktion [Seite 29]
4.2 - 1.2 Knochenauf- und -abbau, funktionelle Anpassung [Seite 30]
4.3 - 1.3 Stoffwechselstörungenim Knochenauf- und -abbau: Osteoporose [Seite 31]
4.4 - 1.4 Schädigung des Knochens durch Überlastung [Seite 31]
5 - 2. Der Gelenkknorpel [Seite 35]
5.1 - 2.1 Bau und Funktion [Seite 35]
5.2 - 2.2 Schutz des Knorpels [Seite 36]
6 - 3. Der Wachstumsknorpel [Seite 39]
6.1 - 3.1 Funktion [Seite 39]
6.2 - 3.2 Folgerung fu¨r die Ballettausbildung [Seite 39]
6.3 - 3.3 Voraussage der endgu¨ltigen Körpergröße [Seite 40]
6.4 - 3.4 Beeinflussung des Körperwachstums durch ärztliche Maßnahmen [Seite 41]
7 - 4. Die Gelenke [Seite 42]
7.1 - 4.1 Aufbau [Seite 42]
7.2 - 4.2 Folgerungen fu¨r die Ballettausbildung [Seite 44]
7.3 - 4.3 Behandlung von Verletzungen [Seite 44]
8 - 5. Die Muskulatur [Seite 46]
8.1 - 5.1 Muskelarten [Seite 46]
8.2 - 5.2 Skelettmuskel [Seite 48]
8.3 - 5.3 Folgerungen fu¨r den Tanz [Seite 49]
8.4 - 5.4 Tänzer und Krafttraining [Seite 51]
8.5 - 5.5 Auswirkungen einer Ruhigstellung [Seite 52]
8.6 - 5.6 Bedeutung des Aufwärmens [Seite 53]
9 - 6. Die Sehnen [Seite 55]
9.1 - 6.1 Sehne [Seite 55]
9.2 - 6.2 Übergang der Sehne in den Knochen [Seite 56]
9.3 - 6.3 Sehnenhu¨llgewebe [Seite 57]
10 - 7. Das Nervensystem [Seite 59]
10.1 - 7.1 Aufbau und Funktion [Seite 59]
10.2 - 7.2 Gehör- und Gleichgewichtsnerv [Seite 62]
10.3 - 7.3 Bedeutung des Lernprozesses und des Trainings [Seite 63]
11 - 8. Die Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen [Seite 65]
11.1 - 8.1 Der erste Wachstumsschub [Seite 66]
11.2 - 8.2 Der zweite Wachstumsschub [Seite 67]
12 - Teil 2: Fundamentale Bewegungen und die Formen des klassischen Tanzes [Seite 69]
12.1 - 9.1 Dynamische Anatomie der Wirbelsäule [Seite 70]
12.2 - 9.2 Muskulatur des Rumpfes [Seite 77]
12.3 - 9.3 Statik der Wirbelsäule [Seite 81]
12.4 - 9.4 Rumpfbewegungen des Tänzers [Seite 87]
13 - 10. Bewegungen der Arme [Seite 93]
13.1 - 10.1 Dynamische Anatomie der Armbewegungen [Seite 93]
13.2 - 10.2 Medizinische Probleme im Schulter- und Ellbogengelenk [Seite 99]
14 - 11. Bewegungen der Beine [Seite 100]
14.1 - 11.1 Dynamische Anatomie des Hu¨ftgelenks [Seite 100]
14.2 - 11.2 Dynamische Anatomie des Kniegelenks [Seite 104]
14.3 - 11.3 Das Knie: wesentliche Punkte fu¨r den Tänzer [Seite 108]
14.4 - 11.4 Das En dehors [Seite 110]
14.5 - 11.5 Der Sprung [Seite 121]
15 - 12. Bewegungen des Fußes [Seite 124]
15.1 - 12.1 Dynamische Anatomie der Fußbewegungen [Seite 124]
15.2 - 12.2 Der Fuß im Tanz [Seite 140]
16 - 13. Beweglichkeit und Stabilität [Seite 146]
16.1 - 13.1 Allgemeine Beweglichkeit [Seite 146]
16.2 - 13.2 Beweglichkeit und moderne Choreographie [Seite 148]
16.3 - 13.3 Bewegung und Gesundheit [Seite 148]
17 - Teil 3: Die Ernährung des Tänzers [Seite 151]
17.1 - 14.1 Eiweiß oder Proteine [Seite 153]
17.2 - 14.2 Kohlenhydrate [Seite 153]
17.3 - 14.3 Fette [Seite 154]
17.4 - 14.4 Vitalstoffe [Seite 155]
17.5 - 14.5 Ballaststoffe [Seite 159]
17.6 - 14.6 Sekundäre Pflanzenstoffe [Seite 159]
17.7 - 14.7 Wasser [Seite 160]
18 - 15. Vom Umgang mit den Nährstoffen [Seite 161]
18.1 - 15.1 Richtlinien fu¨r die Ernährung [Seite 161]
18.2 - 15.2 Zusammensetzung der Nahrung [Seite 161]
18.3 - 15.3 Zubereitung der Speisen und Essgewohnheiten [Seite 164]
18.4 - 15.4 Vegetarische Ernährung [Seite 165]
18.5 - 15.5 Flu¨ssigkeit [Seite 166]
18.6 - 15.6 Alkohol [Seite 167]
19 - 16. Körpergewicht und Körperbau [Seite 169]
19.1 - 16.1 Gewichtsveränderung: Zunehmen, Abnehmen [Seite 170]
19.2 - 16.2 Gewichtsverminderung durch Medikamente und Mittel [Seite 170]
20 - 17. Zusammenfassung [Seite 172]
21 - Ausblick [Seite 173]
22 - Anhang: Messgeräte fu¨r Gelenkmessungen bei Tänzern [Seite 175]
23 - Literatur/Bildnachweis/Glossar [Seite 177]
24 - Sachregister [Seite 189]
Über dieses Buch

Eingangs möchte ich den Leser auf einige Punkte hinweisen.

Das vorliegende Werk will dem Tanzpädagogen, dem professionellen Tänzer und dem Tanzschüler praktisch nutzbare Kenntnisse über seinen Körper vermitteln, die direkten Bezug zu seiner tänzerischen Arbeit haben. Es möchte dem Tänzer Hilfe geben im Umgang mit seinem kostbaren Ausdrucksmittel, dem Körper. Es soll ihn anregen, sich Grundkenntnisse über Bau und Funktion seines Körpers zu erwerben. Es will ihm die Zusammenhänge aufzeigen und ihn erkennen lassen, wie er seinen Körper gefährdet und wie er ihn schützen kann. Erstaunlich ist, wie viele Tänzer sich immer noch ihrem Beruf zuwenden und ihn ausüben, ohne ein solches Wissen zu besitzen. Das beginnt schon damit, dass viele von ihnen immer noch zur Ausbildung zugelassen werden, ohne dass zuvor ärztlich abgeklärt wurde, ob sie vom Körperbau und von den Bewegungsanlagen her für diesen anspruchsvollen Beruf überhaupt geeignet sind, was bei vielen anderen Berufen heute eine Selbstverständlichkeit ist! So ist dieses Buch auch für den interessierten Arzt gedacht. Zum einen gibt es ihm Richtlinien zur Beurteilung an die Hand, ob ein junger Mensch für den Tänzerberuf tauglich ist, zum anderen ermöglicht es ihm Einsicht in die Ursachen von Beschwerden, mit welchen Tänzer zu ihm in die Praxis kommen. Besonders den ärztlichen Leser möchte ich auf das Literaturverzeichnis verweisen, wo er einige spezielle Angaben finden wird.

Nimmt ein Tänzer bei seiner Arbeit Schaden, so beweist dies nicht die angebliche «Unnatürlichkeit» des klassischen Tanzes. Es zeigt vielmehr, dass der betroffene Tänzer seinem Körper etwas abverlangen wollte, was mit seinem Körperbau nicht zu vereinbaren war, oder aber, dass er falsch trainiert wurde. Wird professioneller Tanz - und besonders der klassische professionelle Tanz - von einem Tänzer ausgeführt, der über die entsprechenden körperlichen Voraussetzungen verfügt und zudem gut trainiert ist, so stehen die tänzerischen Bewegungen mit der individuellen Natur dieses Körpers in Einklang, und es kommt zu keinen Schädigungen. Will man jedoch etwas erzwingen, was im Körperbau nicht angelegt ist, so entspricht dies tatsächlich nicht der Natur - nämlich der Natur des jeweiligen Körpers! Und dann ist professioneller Tanz in der Tat für diesen Tänzer unnatürlich.

Es sei noch einmal betont, dass hier ausdrücklich nur vom professionellen Tanz die Rede ist. Wer aus reiner Freude Tanzunterricht nimmt, kann dies natürlich auch bei weniger geeigneten körperlichen Voraussetzungen tun und wird viel Freude und Nutzen daran haben. Die eigenen körperlichen Möglichkeiten bilden hier dann die natürlichen Grenzen dessen, was geleistet werden kann - auch der Ballettpädagoge muss sie kennen und respektieren. Aufgrund des in den letzten Jahren stark gewachsenen Interesses am Tanz sind auch in der medizinischen Fachliteratur in vermehrtem Maße Publikationen erschienen, die sich mit anatomischen Fragen sowie krankhaften Erscheinungsformen beim Tänzer befassen. Diese Veröffentlichungen mögen wohl für den Wissenschaftler interessant sein, doch sind die Autoren zumeist mit der Lebensweise der Tänzer und der Arbeit im Ballettsaal nicht oder nur wenig vertraut. Es fehlt in diesen Arbeiten zudem die Beziehung zwischen Krankheitsbild und dessen Ursache, d.h. der entsprechende Fehler kann in der Technik nicht angegangen werden. Für den Tänzer und seine Probleme sind diese Publikationen damit wenig nutzbringend. Das vorliegende Werk indes will die Zusammenhänge zwischen Fehlern in der tänzerischen Technik und krankhaften Veränderungen des tanzenden Körpers aufzeigen. Wer dann in einem der hier rein praxisbezogen behandelten Bereiche weitergehende Auskünfte sucht, der sei ausdrücklich auf die umfassenden Lehrbücher über Anatomie, Biomechanik und Sportmedizin verwiesen.

Aus dem umfangreichen Wissensstoff habe ich jene Teile ausgewählt, die dem Tänzer und Tanzstudenten zum einen die notwendigen Grundlagen vermitteln und zum anderen in unmittelbarem Zusammenhang mit seiner eigenen täglichen Arbeit und Erfahrung am Körper stehen. Durchwegs habe ich dabei Fassbarkeit und Anwendbarkeit der Kenntnisse angestrebt. Dieses Ziel konnte natürlich nur unter Verzicht auf eine ganz detaillierte Behandlung des Stoffs erreicht werden. So sind beispielsweise nicht alle an einer bestimmten Bewegung beteiligten Muskeln beschrieben. Anatomisch gesehen ist dies wohl unvollständig und ungenau, doch schien es für den Tänzer um der klaren Fassbarkeit willen sinnvoller: Er wird lediglich auf das Wirken der an der Bewegung hauptsächlich beteiligten Muskeln (und übrigen Gewebe) hingewiesen, und zwar besonders auf solche, die er bewusst einsetzen kann und soll und andere, die er bewusst schonen soll und die bei fehlerhafter Ausführung Schaden nehmen könnten. Auch die Terminologie folgt keinem streng wissenschaftlichen System. Soweit möglich habe ich darauf verzichtet, den Leser im anatomischen Teil mit lateinischen Bezeichnungen zu belasten. Einige Begriffe sind indes Allgemeingut geworden. Während es zum Beispiel nur verwirren würde, die Achillessehne mit ihrem lateinischen Namen zu bezeichnen, erscheint es andererseits unsinnig, für den Bizeps (Musculus biceps) die deutsche Benennung «zweiköpfiger Armmuskel» zu verwenden! So wird zuerst jeweils die gebräuchlichere Benennung gegeben, dann in Klammern das entsprechende Synonym. Geltung hat die Nomenklatur der «Terminologia Anatomica», 1998, von Ian Whitmore, sowie für die verdeutschten Begriffe die Werke «Beschreibende und funktionelle Anatomie des Menschen» von K. Tittel, 14. Auflage 2003, sowie «Anatomie. Text und Atlas» von H. Lippert, 7. Auflage 2001. Da sich meine Schrift an Tanzschüler, Ballettpädagogen und Tänzer wendet, werden die Grundbegriffe des klassischen Tanzes vorausgesetzt.

Meine Ausführungen betreffen weitgehend den professionellen Tanz allgemein. Wenn trotzdem die Bedingungen der klassischen Schule besonders ausführlich behandelt werden, so geschieht dies aus praktischen Gründen. Zum einen wird das klassische Training in steigendem Maße auch von nichtklassischen Stilen als eine wichtige Voraussetzung der professionellen Ausbildung und Formung des Körpers betrachtet und deshalb auch gefordert. Zum anderen sind es bei uns vor allem die klassischen Tänzer, die Schwierigkeiten mit ihrem Körper bekommen, denn es sind fast ausnahmslos die klassischen Tänzer, die bei uns kontinuierlich über Jahre hinweg professionell tanzen.

Ein Wort zum Schluss: In den meisten Fällen gelten meine Ausführungen für Tänzerinnen und Tänzer gleichermaßen. Die daraus resultierende sprachliche Schwierigkeit ist gewiss nicht befriedigend zu lösen: Jedes Mal beide Begriffe zu nennen scheint mir ebenso schwerfällig wie die neue Form «Tänzer/in». So habe ich denn den Begriff «Tänzer» für beide gebraucht - wo in dem Gesagten ein Unterschied zwischen Mann und Frau besteht, wird ausdrücklich darauf hingewiesen. Ich hätte natürlich ebenso gut «Tänzerin» wählen können, habe mich indes für die andere Formulierung entschieden, um in meinem Buch nicht durch die bloße sprachliche Form das immer noch weit verbreitete Vorurteil zu stützen, dass das Tanzen nur ein Beruf für Frauen sei!

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