Narrative Ontologie

 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 30. Oktober 2017
  • |
  • 326 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-16-155520-6 (ISBN)
 
Philosophie wird ihrem eigenen Begriff nur gerecht, wenn sie sich als Weise der menschlichen Selbsterkenntnis versteht.
Das wird unmittelbar an den drei Ideen deutlich, die seit jeher zum Kernbestand des philosophischen Nachdenkens gehört haben: Freiheit, Gott und Unsterblichkeit. Denn der innere Zusammenhang dieser drei Begriffe wird durch das Selbst- und Weltverständnis des Menschen gebildet. Für die kritische Auseinandersetzung mit diesen Leitideen der Selbsterkenntnis wählt Axel Hutter den konkreten Weg einer philosophischen Deutung von Thomas Manns 'Joseph und seine Brüder'. Der Autor will aber nicht über den Roman schreiben, sondern über das, worüber Thomas Mann selbst auf narrative Weise spricht: über den Gedanken, es sei die Bedeutung der menschlichen Freiheit, im Gleichnis zu leben.
Dieser Gedanke ist nicht leicht zu verstehen, weil sein Verständnis die begründete Einsicht erfordert, ob er wahr ist oder nicht. Diese Einsicht kann aber nur im Rahmen einer philosophischen Untersuchung gewonnen werden.
  • Deutsch
  • Tübingen
  • |
  • Deutschland
  • 3,04 MB
978-3-16-155520-6 (9783161555206)
3161555201 (3161555201)
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - Cover [Seite 1]
2 - Vorwort [Seite 8]
3 - Inhaltsverzeichnis [Seite 10]
4 - Einleitung [Seite 12]
4.1 - Die Kunst der Selbsterkenntnis [Seite 14]
4.1.1 - Selbsterkenntnis [Seite 14]
4.1.2 - Die Unfaßbarkeit des Ich [Seite 16]
4.1.3 - Wer spricht? [Seite 19]
4.1.4 - Narrativer Sinn [Seite 23]
4.1.5 - Sinn und Sein [Seite 26]
4.1.6 - Das Projekt einer narrativen Ontologie [Seite 29]
4.1.7 - Die Wahrheit der Kunst [Seite 34]
4.1.8 - Thomas Mann als Vorbild [Seite 38]
4.1.9 - Das Rätsel des Menschen [Seite 41]
4.1.10 - Freiheit [Seite 45]
4.1.11 - Selbstsein als Charakter [Seite 47]
5 - Erster Teil: Die Geschichten Jakobs [Seite 52]
5.1 - 1. Die Mehrdeutigkeit des Ich [Seite 54]
5.1.1 - Das Leitmotiv [Seite 54]
5.1.2 - Die Urszene [Seite 55]
5.1.3 - Lesarten [Seite 56]
5.1.4 - Die Unruhe des Segens [Seite 59]
5.1.5 - Identität von Form und Inhalt [Seite 61]
5.1.6 - Narrative Dezentrierung des Ich [Seite 63]
5.1.7 - Geprägte Urbilder [Seite 64]
5.1.8 - Isaaks "Blindheit" [Seite 67]
5.1.9 - Selbstsein als Selbstverstehen [Seite 69]
5.2 - 2. Welttheater [Seite 72]
5.2.1 - Das Denkmodell des Schauspielers [Seite 72]
5.2.2 - Die Welt als Bühne [Seite 74]
5.2.3 - Geschichte [Seite 76]
5.2.4 - Sinn des Lebens? [Seite 77]
5.2.5 - Der Autor als Erzähler und Leser [Seite 78]
5.2.6 - Sinn als Glück oder Glück als Sinn [Seite 79]
5.2.7 - Gedankenverbindung [Seite 82]
5.2.8 - Kain und Abel [Seite 84]
5.2.9 - Die Rolle des Menschen [Seite 85]
5.2.10 - Die Würde der Allgemeinheit [Seite 88]
5.2.11 - Die Menschheit in jeder Person [Seite 90]
5.3 - 3. Narrative Ironie [Seite 94]
5.3.1 - Täuschung und Enttäuschung [Seite 94]
5.3.2 - Lea [Seite 96]
5.3.3 - Tag und Nacht [Seite 100]
5.3.4 - Widersinn [Seite 103]
5.3.5 - Jakobs vier Täuschungen [Seite 106]
5.3.6 - Das verweigerte Opfer [Seite 107]
5.3.7 - Die Dialektik geistiger Erbschaft [Seite 110]
5.3.8 - Hoffnung [Seite 113]
5.3.9 - Josephs Gabe [Seite 114]
5.3.10 - Die Gnade der letzten Täuschung [Seite 119]
6 - Zweiter Teil: Zeit und Sinn [Seite 122]
6.1 - 4. Der Brunnen der Vergangenheit [Seite 124]
6.1.1 - Ontologie des Egoismus [Seite 124]
6.1.2 - Selbstachtung [Seite 125]
6.1.3 - Höllenfahrt [Seite 127]
6.1.4 - Wanderschaft [Seite 129]
6.1.5 - Der Abgrund der Zeit [Seite 132]
6.1.6 - Die Verzweiflung des Zeitvertreibs [Seite 134]
6.1.7 - Memento mori [Seite 136]
6.1.8 - Verheißung und Erwartung [Seite 139]
6.1.9 - Die nicht bezifferbare Zeit [Seite 141]
6.1.10 - Das Fest der Erzählung [Seite 143]
6.2 - 5. Wie Abraham Gott entdeckte [Seite 148]
6.2.1 - Womit ist der Anfang zu machen? [Seite 148]
6.2.2 - Das Abenteuer der Selbsterkenntnis [Seite 150]
6.2.3 - Ebenbildlichkeit [Seite 154]
6.2.4 - Selbst- und Gotteserkenntnis [Seite 156]
6.2.5 - Der Mut zum Monotheismus [Seite 161]
6.2.6 - Nicht das Gute, sondern das Ganze [Seite 163]
6.2.7 - Geschichte Gottes? [Seite 166]
6.2.8 - Vorbild und Nachfolge [Seite 169]
6.2.9 - Theologie des Erzählens [Seite 171]
6.3 - 6. Was ist der Mensch, daß du seiner gedenkst? [Seite 176]
6.3.1 - Obere Ränge [Seite 176]
6.3.2 - Menschliche Vernunft und Sprache [Seite 179]
6.3.3 - Das Böse [Seite 181]
6.3.4 - Zur Ökonomie der Moral [Seite 184]
6.3.5 - Die erzählbare Welt des Geschehens [Seite 186]
6.3.6 - Wer erzählt? [Seite 189]
6.3.7 - Der Roman der Seele [Seite 193]
6.3.8 - Sehr ernste Scherze [Seite 197]
6.3.9 - Lob der Vergänglichkeit [Seite 201]
7 - Dritter Teil: Die Geschichten Josephs [Seite 208]
7.1 - 7. Zukunft [Seite 210]
7.1.1 - Selbstliebe [Seite 210]
7.1.2 - Sprachwitz [Seite 213]
7.1.3 - Die Zweideutigkeit der Begabung [Seite 215]
7.1.4 - Wissen der Zukunft? [Seite 219]
7.1.5 - Unterwegssein [Seite 221]
7.1.6 - Sympathie [Seite 224]
7.1.7 - Gewißheit des Todes [Seite 225]
7.1.8 - Der Träumer von Träumen [Seite 226]
7.1.9 - Die Katastrophe [Seite 228]
7.2 - 8. Das sterbende Korn [Seite 230]
7.2.1 - Das Orakel [Seite 230]
7.2.2 - Das Gleichnis vom sterbenden Korn [Seite 233]
7.2.3 - Josephs Erwachen [Seite 234]
7.2.4 - Mitleid [Seite 236]
7.2.5 - Der Scheincharakter der Individualität [Seite 240]
7.2.6 - Die Wahrheit des Scheins [Seite 242]
7.2.7 - Am leeren Grab [Seite 247]
7.2.8 - Das andere Gleichnis [Seite 252]
7.2.9 - Geschichte im Werden [Seite 256]
7.3 - 9. Nur ein Gleichnis [Seite 260]
7.3.1 - Joseph in Ägypten [Seite 260]
7.3.2 - Geschichtliche Aufmerksamkeit [Seite 263]
7.3.3 - Das Labansreich [Seite 267]
7.3.4 - Huij und Tuij [Seite 271]
7.3.5 - Ägypten als Sinnbild [Seite 277]
7.3.6 - Die Sphinx [Seite 282]
7.3.7 - Traumdeutung [Seite 286]
7.3.8 - Pharao [Seite 289]
7.3.9 - Buchstabe und Geist des Verstehens [Seite 294]
7.3.10 - Gottesdeutung [Seite 298]
7.3.11 - Geschichtliche Wahrheit [Seite 306]
7.3.12 - Spiel und Anspiel [Seite 310]
8 - Schluß [Seite 316]
8.1 - Vergegenwärtigung [Seite 318]
8.1.1 - Zeitdiagnose [Seite 318]
8.1.2 - Nihilismus als Selbstverkleinerung des Menschen [Seite 321]
8.1.3 - Das Erbe Abrahams [Seite 324]
9 - Literaturverzeichnis [Seite 328]
9.1 - Zitierte Literatur [Seite 328]
9.2 - Weitere Literatur [Seite 329]
10 - Begriffsregister [Seite 332]

Dateiformat: PDF
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