Julia Collection Band 102

 
 
HarperCollins (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 6. Januar 2017
  • |
  • 384 Seiten
 
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978-3-7337-0781-1 (ISBN)
 
LIEBE KANN MAN NICHT PLANEN, CASANOVA! von HUNTER, KELLY
Als Damon in Hongkong auf die Assistentin seines Vaters trifft, erwacht in ihm schlagartig der Jäger. Er zieht alle Register, um Ruby in sein Bett zu bekommen. Und ahnt dabei nicht, dass sie eigene Pläne hat. Pläne, die weit über eine lockere Affäre hinaus gehen .

SCHNELLKURS IN SACHEN LIEBE von HUNTER, KELLY
Gestrandet mit einem Mann! Poppy hat sich ihren Urlaub entspannter vorgestellt. Doch nun ist sie hier mit diesem attraktiven Sebastian, allein auf einer Insel. Und weil er ihre Unerfahrenheit spürt, macht er ihr einen frechen Vorschlag: ein Schnellkurs in Sachen Liebe .

MÄRCHENHAFT VERFÜHRT von HUNTER, KELLY
Trig sitzt in der Klemme. Gestern hat er der Schwester seines besten Freundes endlich seine Liebe gestanden. Doch ehe er Lenas Antwort kennt, verliert sie das Gedächtnis - und hält ihn für ihren Bräutigam! Anschmiegsam sucht sie seine Nähe. Wie lange kann er ihr widerstehen?

1. KAPITEL

Weihnachten war wie jedes Jahr ein Fest für Handel und Kommerz. Und natürlich war es auch ein besonderer Tag für Familien. Für manche war Weihnachten aber auch einfach nur eine Farce.

Ganz Hongkong erstrahlte in der Vorweihnachtszeit im Licht unzähliger Neondekorationen, und das Geld saß den meisten Menschen lockerer als sonst in der Tasche. Ruby Maguire wusste das nur zu gut aus eigener Erfahrung, denn sie lebte bereits seit sechs Jahren in Hongkong. Eigentlich hätte es deshalb für sie ein Leichtes sein müssen, für die Kinder eines führenden Investmentbankers eine passende Weihnachtsüberraschung zu organisieren.

Einen Ausflug ins Hongkong Disneyland oder in den Ocean Park zum Beispiel. Das riesige Hologramm eines Weihnachtsbaumes in Glas. Oder sonstige ausgefallene Geschenke, so viele, dass die Kinder nicht wüssten, mit was sie zuerst spielen sollten. Das Größte wäre natürlich, wenn ihr Vater sich tatsächlich einmal einen ganzen Tag freinehmen und mit ihnen verbringen würde.

Allerdings waren die Kinder von Mr. West mittlerweile groß geworden. Seine persönliche Assistentin hatte bereits durchsickern lassen, dass der Älteste wohl in diesem Jahr gar nicht dabei sein würde. Die Zweitälteste erholte sich gerade von einer schweren Verletzung, die jüngere Tochter war ein öffentlichkeitsscheues Genie und der jüngste Sohn wohl eine Mischung aus Schlitzohr, Charmebolzen und James Bond.

So viel zu der Idee mit Disneyland .

Ruby hatte sich statt auf die Geschenke deshalb erst einmal auf Russell Wests Villa konzentriert. Sie hatte den eleganten Marmorbau mit den erlesensten Gegenständen geschmückt und festlich herausgeputzt. Natürlich fehlte es nicht an frischen Blumen, allem voran an weißen Orchideen. Auch klassische rot-grüne Weihnachtssterne schmückten das Haus. Ruby hatte überall Kerzen aufgestellt, die nur darauf zu warten schienen, endlich angezündet zu werden und eine festliche Atmosphäre zu verbreiten.

Ein architektonisches Highlight der Villa war der kleine Bach, der in einer gläsernen Rinne durch die Empfangshalle floss. Er plätscherte am Fuße der mächtigen Treppe entlang bis hinaus auf die Terrasse. Ein Kleinod! Für dieses Bächlein hatte Ruby wunderschön gemusterte Goldfische besorgt, die sich in ihrem neuen Zuhause sehr wohl zu fühlen schienen.

Auf der Terrasse fehlte eigentlich nur noch eine singende Grille in einem Bambuskäfig, was in China seit Jahrhunderten so üblich war. Aber das wäre dem Australier Russell West dann doch eine Spur zu weit gegangen. Statt einer Grille hielt er sich lieber einige Singvögel, deren Melodien ihn nicht minder verzauberten.

Heute war schon der 22. Dezember. Bereits morgen sollten die drei jüngeren West-Kinder anreisen. Sie würden alles so vorfinden, wie sie es gewohnt waren: Perfekt hergerichtete Zimmer, festliche Dekoration in der ganzen Villa, und für den Fall, dass sie außer Haus speisen wollten, hatte Ruby rechtzeitig in den besten Restaurants der Stadt Tische für sie reserviert.

Ruby war weder Hausmädchen noch Köchin, obwohl auch dergleichen Tätigkeiten ab und an zu ihren Aufgaben zählten. Sie sah sich eher als so etwas wie Mr. Wests rechte Hand in gesellschaftlichen Dingen. Dies umfasste unter anderem das Verfassen seiner Dinner-Reden, die Berichterstattung über Neuigkeiten aus Hongkongs Oberschicht und das Organisieren seiner gesellschaftlichen Verpflichtungen, sodass diese möglichst angenehm und stressfrei vonstattengingen.

Mr. Wests großzügiger Bonus dieses Jahr zeigte Ruby, dass er wohl recht zufrieden mit ihrer Arbeit war.

Ihr letzter Auftrag war es gewesen, Weihnachtsgeschenke für die Kinder seiner Untergebenen zu besorgen. Diese Aufgabe hatte Ruby sehr viel Freude bereitet. Sie liebte es einfach, andere zu beschenken. Außerdem hatte sie auch gleich ein Verzeichnis angelegt, das die Namen, Geburtstage und besonderen Interessen der Ehefrauen und Kinder aller Angestellten enthielt. Auf eigene Faust hatte Ruby dann noch solch ein Verzeichnis für Mr. Wests sonstige Geschäftskontakte angelegt - ob er es jemals gebrauchen würde, war allerdings eine andere Frage.

Denn nicht einmal die Geschenke für seine eigenen Kinder hatte Russell West selbst besorgt. Auch hierfür war Ruby zuständig. Und genau das bereitete ihr im Moment Kopfzerbrechen. Sie hatte nur noch etwa 24 Stunden Zeit, und Mr. West hatte ihr weder den preislichen Rahmen genannt, noch hatte er sonst irgendwelche Hinweise gegeben.

"Keine Ideen", murmelte Ruby, während sie den Kasten französisches Mineralwasser auf dem Küchenboden abstellte und die Flügeltüren zur Terrasse heraus öffnete. Sie ergriff ein Paar dünne Kunststoffhandschuhe und ging damit hinüber zum Vogelkäfig.

Es handelte sich hierbei nicht etwa um einen winzigen, verschnörkelten Bambuskäfig, sondern um eine große, prachtvolle Voliere. Darin gab es jede Menge Äste und kleine Büsche, Nest- und Futterplätze, und der komplette Boden war mit Zeitungen ausgelegt, die Ruby täglich wechselte.

Die meisten Gäste waren ganz begeistert von den kleinen Vögeln, die freudig ihre Lieder sangen. Und auch Ruby und ihr Arbeitgeber genossen es, dass die Tiere so viel mehr Platz hatten, als es hierzulande üblich war.

"Es sollte ein Gesetz geben, das vorschreibt, dass ein Vater die Weihnachtsgeschenke für seine Kinder selbst kauft!", schnaubte Ruby vor sich hin und machte sich daran, den Käfig zu reinigen. Die kleinen Gangesbrillenvögel kamen ans Gitter geflogen, um sie zu begrüßen. "Was ist daran bitte schön so eine große Sache?"

"Aber hallo!" Ruby fuhr erschrocken herum, als sie eine amüsierte Männerstimme aus Richtung der Küche hörte. Ihre Augen weiteten sich bei dem Anblick, der sich ihr bot. In der offenen Terrassentüre stand ein Mann, bekleidet mit nichts als einem schneeweißen Handtuch um die Hüften. Am unteren Ende seiner knappen Garderobe kamen zwei wohlgeformte Oberschenkel zum Vorschein, oberhalb des Handtuchs ein durchtrainierter Oberkörper mit breiten männlichen Schultern. Ruby schluckte und stand aus ihrer gebückten Haltung auf, das schmutzige Zeitungspapier zerknüllte sie fest in der Hand.

"Wer sind Sie?"

"Genau die Frage wollte ich auch gerade stellen", antwortete der Mann mit einem Grinsen, das Ruby tatsächlich auf dumme Gedanken brachte. Schnell riss sie sich zusammen und kam ihm mit ihrer Antwort zuvor: "Ich bin Russell Wests Assistentin in gesellschaftlichen Dingen." Ruby versuchte das verschmitzte Lächeln ihres Gegenübers zu ignorieren. "Und Sie sind sicher einer seiner Söhne, stimmt's? Ich frage mich nur, welcher ."

"Und was, wenn ich der Poolboy wäre?"

"Nun, ich habe keinerlei Zweifel daran, dass Sie Ihre Sache gut machen würden", entgegnete Ruby, "allerdings gibt es hier keinen Pool!" Sie grinste. Dann musterte sie sein fein geschnittenes Gesicht. "Ich weiß nicht . sind Sie jetzt der seines Jobs überdrüssig gewordene Geheimdienstoffizier oder der skrupellose Draufgänger?" Schnell schickte Ruby ein Lächeln hinterher, immerhin war sie sich sicher, dass einer der Söhne ihres Chefs vor ihr stand.

"Ich habe noch nie erlebt, dass jemand eine Beleidigung derart geschickt in ein Kompliment verpacken kann", antwortete der Mann anerkennend. "Sie müssen ja eine Menge Übung darin haben."

"Sie sind Damon, der Jüngste!" Jetzt war sich Ruby sicher. Sie warf das Zeitungsknäuel in den Komposteimer und streifte die Handschuhe ab. Dann streckte sie ihm ihre Hand entgegen. "Mein Name ist Ruby Maguire. Über Weihnachten kümmere ich mich hier um alles."

"Freut mich!" Damon hatte einen angenehm festen Händedruck. Nicht so, dass er ihr gleich die Hand zerquetschte, sondern vielmehr so, als wüsste er mit seinen Kräften umzugehen. "Wie gefällt Ihnen Ihr Job?"

"Ganz okay", entgegnete Ruby lässig. "Übrigens werden ihre beiden Schwestern erst morgen erwartet. Und Ihr Bruder wird wohl gar nicht kommen, aber vielleicht wissen Sie das ja genauer?"

Ein Schatten schien über Damons ansonsten so entspanntes Gesicht zu huschen. Er zuckte nur mit den Schultern. Ruby ging nicht weiter darauf ein. Sie war als Einzelkind aufgewachsen, hatte allerdings ein paar ältere Stiefgeschwister, denen sie aus dem Weg zu gehen pflegte. Familiengeschichten waren nicht gerade ihre Stärke, und schon gar nicht wollte sie sich in irgendwelche Geheimnisse der Familie ihres Chefs einmischen. "Ich nehme mal an, Sie haben sich schon häuslich eingerichtet?" Es gab sechs Schlafräume in der Villa, jeder mit einem eigenen Badezimmer. "Sie sind ja nicht zum ersten Mal hier und brauchen keine Führung durchs Haus, oder?"

"Nein, nein."

"Kaffee?" Ruby betrat die chromglänzende Küche und sah ihn fragend an.

"Ja, gerne. Oder Espresso, wenn möglich?"

"Kein Problem."

"Und, Ruby . wohnen Sie hier?", fragte Damon plötzlich mit einem etwas zu vertraut klingenden Ton in der Stimme.

"Eher nicht. Niemand wohnt hier im eigentlichen Sinn. Auch ihr Vater kommt nicht oft hierher und bleibt nur ab und zu über Nacht. Ich kümmere mich um die Vögel und seit Neuestem um die Fische, ich gieße die Blumen, bringe Wäsche in die Reinigung, fülle den Kühlschrank wieder auf und richte die Zimmer her, wenn Besuch kommt."

"Und war das schon immer so?"

Ruby sah ihn überrascht an. "Nein. Es gab auch einmal ein anderes Leben. Da habe ich Jura studiert und mich anschließend durchs Gesellschaftsrecht gearbeitet. Bis zu dem Tag, an dem mein Vater, der...

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