KTM kompakt

Basistraining zur Störungsreduktion und Gewaltprävention
 
 
Hogrefe (Verlag)
  • erschienen am 18. September 2017
  • |
  • 238 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-456-95088-4 (ISBN)
 
Das Trainingsprogramm KTM kompakt hat seinen festen Platz als anerkanntes Verfahren zur Störungsreduktion und Gewaltprävention auf systemtheoretischer Basis.
Es wird seit über 25 Jahren erfolgreich in pädagogischen, helfenden, medizinischen oder insgesamt mit Ausbildung befassten Umfeldern angewandt. Das KTM kompakt ist modular aufgebaut und kann schnell der jeweiligen Situation angepasst und umgesetzt werden.
2., überarbeitete und erweiterte Auflage
  • Deutsch
  • Für die Erwachsenenbildung
  • |
  • Für höhere Schule und Studium
  • |
  • Für Beruf und Forschung
  • |
  • Pädagogen, Pflege
  • Überarbeitete Ausgabe
  • Höhe: 24 cm
  • |
  • Breite: 17 cm
  • 0,78 MB
  • 463 gr
978-3-456-95088-4 (9783456950884)
3456950888 (3456950888)
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - KTM kompakt [Seite 1]
1.1 - Inhaltsverzeichnis [Seite 6]
2 - Geleitwort [Seite 10]
3 - Vorwort zur 1. Auflage [Seite 12]
4 - Vorwort zur 2. Auflage [Seite 15]
5 - Verzeichnis der Praxisbeispiele [Seite 16]
6 - Verzeichnis der Übungen [Seite 17]
7 - Verzeichnis der Abbildungen [Seite 18]
8 - Verzeichnis der Tabellen [Seite 19]
9 - Teil A Grundlagen und praktische Methodik [Seite 20]
9.1 - 1. Der Schulalltag [Seite 22]
9.2 - 2. KTM kompakt in acht Trainingsschritten [Seite 40]
9.3 - 3. Vor dem Start: Klippen und Hürden beim Training - und wie man sie meistert [Seite 58]
10 - Teil B Trainingsbausteine [Seite 66]
10.1 - 4. Beobachten und Unterscheiden, Bewerten und Verstehen [Seite 68]
10.2 - 5. Kausal und final erklären: Ursachen und Ziele finden [Seite 88]
10.3 - 6. Kommunikation verbessern [Seite 102]
10.4 - 7. Zeit gewinnen [Seite 120]
10.5 - 8. Handlungsspielraum erweitern [Seite 130]
10.6 - 9. Aus festgefahrenen Situationen «aussteigen» [Seite 144]
10.7 - 10. Zehn Gesichtspunkte für einen besseren Unterricht [Seite 156]
11 - Teil C Erfolgreich trainieren - Kompakttrainings in der Praxis [Seite 166]
11.1 - 11. KTM kompakt in schulischen Berufsfeldern [Seite 168]
11.2 - 12. KTM kompakt in außerschulischen Berufsfeldern [Seite 184]
11.3 - 13. KTM kompakt in Gruppen [Seite 198]
11.4 - 14. Evaluation des KTM [Seite 200]
11.5 - 15. Hinweise für die Präsentation des KTM kompakt [Seite 210]
12 - Literaturverzeichnis [Seite 214]
13 - Anhang [Seite 218]
14 - Autoren [Seite 238]
1. Der Schulalltag (S. 21-22)

1.1 Schule heute

Wenn auch vielfach über die mangelnde Reformfähigkeit unseres Schulsystems geklagt wird, so ist doch in mancher Hinsicht durchaus ein Wandel unverkennbar. Dieser Wandel in der Schule wird besonders deutlich, wenn man unterschiedliche Schulkonzepte über längere Zeit hinweg vergleicht. Nicht allein die Inhalte, die in der Schule vermittelt werden, sondern ebenso die Formen der Vermittlung und das Selbstverständnis von Lehrpersonen unterscheiden sich teilweise erheblich. Auffällig sind vor allem auch veränderte Lösungsstrategien bei der Bewältigung von Problemen des schulischen Miteinanders.

Ein Thema, das die Schulen seit Jahrzehnten beschäftigt und zu dem auch beachtliche Forschungsbeiträge und Entwicklungsarbeiten geleistet wurden, ist der Komplex «Aggression, Gewalt, Konflikt». Die damit zusammenhängenden Probleme werden nur noch selten als persönliche Angelegenheit der einzelnen Lehrperson angesehen. Immer mehr verantwortliche Schulbehörden und engagierte Schulhausteams setzen praktische Programme ein, um die Probleme systematisch zu bewältigen. Die verfügbaren Programme beruhen auf unterschiedlichen theoretischen Konzeptionen und haben unterschiedliche Zielorientierungen. Sie lassen sich schwerpunktmäßig drei Hauptansätzen zuordnen:

1. Schülerbezogene Programme zielen direkt auf die Veränderung von Verhaltensdispositionen und sozialen Kompetenzen der Schüler/innen durch soziales Lernen. Dies kann mithilfe eigens entwickelter Curricula im normalen Unterricht oder in Zusatzkursen geschehen (z. B. das Sozialtraining in der Schule von Petermann et al., 1999 oder das Programm zum gewaltfreien Umgang mit Konflikten von Walker, 1995a, 1995b). Andere Programme arbeiten mit einzelnen Schülern oder mit Schülerkleingruppen (z. B. das Training mit aggressiven Kindern von Petermann und Petermann, 2008).

2. Lehrerbezogene Programme sind darauf gerichtet, die Sozialkompetenz von Lehrpersonen für den Umgang mit schwierigen Interaktionssituationen und mit Konflikten zu erhöhen (z. B. das Programm zur konstruktiven Bearbeitung von Konflikten von Müller-Fohrbrodt, 1999, oder das Münchner Lehrertraining von Havers, 2001).

3. Schulbezogene Programme streben die Veränderung der gesamten Schulhauskultur an und beziehen das Lehrerkollegium, die Schüler/innen auf Klassenebene und auf individueller Ebene und teilweise auch die Eltern in einen abgestimmten Maßnahmenkatalog ein (z. B. das Interventionsprogramm gegen das Mobbing von Schülern von Olweus, 2011, oder das Kriseninterventionsprogramm von Guggenbühl, 1993). Selbstverständlich lässt sich keine scharfe Abgrenzung zwischen den drei Programmtypen vornehmen, und einzelne Programme können auch mehr als einem Ansatz zugeordnet werden. Das KTM lässt sich am ehesten bei den lehrerbezogenen Programmen verorten; bei systematisch geplanten Trainings kann es aber auch ein Baustein zur Veränderung der gesamten Schulhauskultur sein. Die Tandemarbeit im KTM ist bereits ein erster Schritt zur gemeinsamen Bewältigung von gravierenden Problemen.

1.2 Gibt es heute mehr Gewalt in der Schule?

In den Medien wird seit Jahrzehnten immer wieder der Eindruck erweckt, dass die Gewalt an unseren Schulen zugenommen habe. Spektakuläre Vorfälle von Gewalt unter Mitschülern oder gegen Lehrkräfte beherrschen oft für längere Zeit die Diskussion. Dabei wird mehr oder weniger offen bis unterschwellig unterstellt, diese Vorfälle seien charakteristisch für die Situation an unseren Schulen insgesamt. Auch Lehrpersonen sind häufig der Auffassung, das Gewaltpotenzial an unseren Schulen sei deutlich angestiegen. Doch der Forschungsstand zu diesem Problem erweist sich als äußerst komplex: Es gibt hier keine einfachen Antworten.

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