Uksak Science Fiction Fantasy Großband 5/2020: Timetravel - Reisen mit der Zeitkugel 9-12 und weitere SF-Abenteuer

 
 
Uksak E-Books (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 14. Mai 2020
  • |
  • 600 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7389-4030-5 (ISBN)
 
Uksak Science Fiction Fantasy Großband 5/2020: Timetravel - Reisen mit der Zeitkugel 9-12 und weitere SF-Abenteuer von Horst Weymar Hübner, Hendrik M. Bekker, Alfred Bekker Über diesen Band: Dieser Band enthält folgende SF-Abenteuer: Horst Weymar Hübner: Das Grabmal der Lebenden Horst Weymar Hübner: Die gläsernen Menschen von Noo Horst Weymar Hübner: Die Wächter der Unsichtbaren Horst Weymar Hübner: Fehlsprung nach Atlantis Alfred Bekker: Alternative 1453 - Der Herr des Schwarzen Todes Hendrik M. Bekker: Die Ausgrabung New Yorks Hendrik M. Bekker: Die Insel der Wiedergeburt Hendrik M. Bekker: In der Zukunft gestrandet Vor 16 Jahren wurde das erste irdische Raumschiff mit Lichtantrieb bei einem Erprobungsflug von einer unbekannten Macht entführt. Aufgefangene Signale und exakte Messungen haben ergeben, dass sich dieses Raumschiff im Anflug auf einen Planeten im Sirius System befindet. Reisen Sie auf diesen Planeten, erkunden Sie das Schicksal der Besatzung und bringen Sie das kostbare Raumschiff nach Möglichkeit auf Umkehrkurs.
  • Deutsch
  • 0,70 MB
978-3-7389-4030-5 (9783738940305)

DIE GLÄSERNEN MENSCHEN VON NOO


TIMETRAVEL - Reisen mit der Zeitkugel

Band 10

von HORST WEYMAR HÜBNER

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 110 Taschenbuchseiten.

 

Der Auftrag:

Vor 16 Jahren wurde das erste irdische Raumschiff mit Lichtantrieb bei einem Erprobungsflug von einer unbekannten Macht entführt. Aufgefangene Signale und exakte Messungen haben ergeben, dass sich dieses Raumschiff im Anflug auf einen Planeten im Sirius System befindet. Reisen Sie auf diesen Planeten, erkunden Sie das Schicksal der Besatzung und bringen Sie das kostbare Raumschiff nach Möglichkeit auf Umkehrkurs.

Konsortium der Sieben

 

Copyright


Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

© by Author / Cover by pixabay mit Steve Mayer, 2016

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

 

 

Prolog


Am 5. Juli 1984 glückte Professor Robert Hallstrom das wahrhaft phantastische Experiment, winzige Substanzteile zu ent- und zu rematerialisieren. Und er errechnete, dass diese Substanzteile im Zustand der Körperlosigkeit mit ungeheurer Geschwindigkeit in der 4. Dimension zu reisen vermochten - also nicht nur durch den Raum, sondern auch in die Vergangenheit und in die Zukunft.

Mit seinem Assistent Frank Jaeger und dem Ingenieur Benjamin Crocker begann er, diese Entdeckung für die Praxis auszuwerten. Er wollte ein Fahrzeug bauen, das sich und seinen Inhalt entmaterialisieren, dann in ferne Räume und Zeiten reisen, sich dort wieder rematerialisieren und nach dem gleichen Verfahren wieder an den Ursprungsort und in die Ursprungszeit zurückkommen konnte. Doch nach vier Jahren musste der Professor seine Versuche aus Geldmangel einstellen.

Die superreichen Mitglieder vom "Konsortium der Sieben" in London boten ihm aber die fehlenden Millionen unter der Bedingung an, dass sie über den Einsatz der Erfindung bestimmen könnten. Der Professor erklärte sich einverstanden, konnte Weiterarbeiten und vollendete am 3. Mai 1992 sein Werk: Die Zeitkugel. Seit diesem Tag reisen der Professor, sein Assistent und der Ingenieur im Auftrag des "Konsortiums der Sieben" durch die 4. Dimension.

Dieser Roman erzählt die Geschichte der Ausführung eines derartigen Auftrags.

 

 

 

1


Das Wesen besaß zwei Köpfe mit je drei Augen. Jeder Kopf hatte eine Öffnung, die sowohl die Nase als auch den Mund oder beides zusammen darstellen konnte.

Auf den nackten Köpfen erhob sich ein gezackter Kamm aus Hornplatten. Vom zusammengewachsenen Hals ab abwärts war das Wesen rotbraun behaart. Die langen Arme hatte es nach Affenart auf den Boden gestützt.

Es kauerte leicht nach vorn geneigt in seiner beeindruckenden Hässlichkeit am Rande der Lichtung und starrte aus seinen sechs Augen herüber.

"Gehen Sie nicht näher heran, Ben!", warnte Professor Hallstrom. Sie waren nur knapp fünf Minuten mit der Zeitkugel auf diesem Planeten materialisiert. Das erste Lebewesen, das sie antrafen, war diese doppelköpfige Mischung aus Affe und Echse.

Ben Crocker blieb stehen. Er hatte die Führung der kleinen Gruppe übernommen.

"Wenn es sich um einen intelligenten Bewohner dieser Welt handelt, sollten wir ihm einen guten Tag wünschen", schlug Ben vor. "Frank könnte eine kleine feierliche Ansprache halten und ihm mitteilen, dass er sich als entdeckt zu betrachten hat."

Frank Jaeger stieß eine unfeine Verwünschung aus und sagte dann: "Du hast den Kerl zuerst gesehen, also steht dir das Entdeckerrecht der Namensgebung zu. Ich schlage vor, dass wir ihn Ben nennen. Stimmen Sie zu, Professor?" Er schaute sich nach Hallstrom um, der ein unbehagliches Gesicht machte und auf das Gluckern und Schmatzen des Bodens unter seinen Füßen lauschte.

"Hören Sie mit den Albernheiten auf!" Hallstrom hatte im Moment keinen Sinn für Späße. Er schaute angespannt zum Waldrand. Das doppelköpfige Wesen hatte seine abwartende Haltung aufgegeben und richtete sich drohend auf.

Das zottige rotbraune Fell endete bei den Knien. Von da an abwärts waren die beiden kräftigen Beine mit Schuppen bedeckt.

Das Wesen stieß einen dumpfen Laut aus, hob die Arme, machte ein paar schlenkernde Bewegungen und grub plötzlich in fieberhafter Eile in dem morastigen Boden.

Es brachte einen schwarzen, unregelmäßig geformten Gegenstand von der Größe einer Männerfaust hervor, holte aus und schleuderte ihn nach Ben.

Die Absichten des Wesens vorausahnend, warf Ben sich geistesgegenwärtig zu Boden.

Im nächsten Augenblick schon spürte er den unangenehmen Luftzug des Wurfgeschosses und vernahm ein schrilles Pfeifen, gefolgt von einem splitternden Aufprall und dem Rauschen, Krachen und Bersten eines fallenden Baumes.

Vorsichtig hob Ben den Kopf. Das Wesen blickte herüber, um sich vom Erfolg seines blitzschnellen Angriffs zu überzeugen.

Der Lärm des stürzenden Baumes wurde lauter. Ben riss den Kopf herum.

Das fehlgegangene Wurfgeschoss hatte am anderen Rand der Lichtung einen mächtigen Baum in Bauchhöhe eines ausgewachsenen Mannes getroffen und den Stamm durchgesplittert. Krachend senkte sich der abgeschlagene Baum immer mehr dem Boden zu und riss jüngere Bäume mit sich. Ein Regen von Bruchholz ging nieder.

Mit einem dumpfen, berstenden Aufprall, der den Sumpfboden schwanken ließ, schlug der Baum hin.

Hallstrom war leichenblass. Der Wurf war so schnell erfolgt, dass er das Geschoss nicht erkennen konnte. Zu einem Warnruf war er gar nicht gekommen.

Frank Jaeger hatte auch nur die ausholende Bewegung gesehen. Sonst nichts.

Ben Crocker sprang mit einem Wutschrei hoch, schüttelte den Schlamm von den Händen und riss seinen Paralyzer aus dem Futteral.

Das doppelköpfige Wesen überraschte die Zeitreisenden mit einer neuen blitzschnellen Aktion, die sie gar nicht richtig verfolgen konnten: Es schnellte sich nur mit der Kraft der Beine in einem gewaltigen Sprung rückwärts in den Wald, so hoch und weit, als besäße dieser Planet keine Schwerkraft.

Ein sich rasch entfernendes Rauschen und Brechen von Ästen verriet, dass sich die doppelköpfige Affenechse auf der Flucht befand.

"Alle guten Geister!" Frank stieß den angehaltenen Atem aus. "Hoffentlich gibt es von dieser Sorte nicht allzu viele."

"Mir reicht das eine!", schimpfte Ben. Nachträglich bekam er ein flaues Gefühl in der Magengegend, "Das Vieh wirft nicht, das schießt ja förmlich."

Professor Hallstrom kam mit schmatzenden Schritten durch den Morast heran. "Dieses Tier oder was es auch war, es kennt die Wirkung von Waffen. Es ist erst geflohen, als Ben den Paralyzer zur Hand nahm. Gehen wir rasch weiter. Dieser Platz gefällt mir nicht sonderlich."

Sie verließen die Lichtung und drangen durch den vor Feuchtigkeit tropfenden Wald vor, immer dem Geräusch einer heftigen Brandung nach, die gegen Felsen schlug.

Ben und Frank hielten die Paralyzer schussbereit. Zur Abschreckung und als Vorsichtsmaßnahme.

Ein mächtiges Meer erstreckte sich vor ihnen. Das Donnern und Rauschen einer Brandung rührte von den hohen Wellen her, die sich nur hundert Meter entfernt an ein paar spitzen Felsennadeln brachen und dann schäumend auf den flachen Strand liefen.

"Es hätte mich ja auch sehr gewundert, wenn es auf dieser feuchten Welt kein Meer gegeben hätte", sagte Ben und streifte zum zehnten Mal die Wassertropfen von seiner Kombination, die sich darauf niedergeschlagen hatten. Sofort bildeten sich neue. "Wohin haben wir uns zu wenden? Gehen wir den Strand entlang nach links oder nach rechts, oder schwimmen wir geradeaus zu einem neuen Ufer?"

"Von deinem letzten Vorschlag rate ich dringend ab. Ich empfehle dir, nicht einmal ein erfrischendes Bad zu nehmen." Frank zeigte aufs Meer hinaus.

Ein Stück links von den Felsnadeln weg, wo sich das Meer nicht mehr so aufgewühlt zeigte, trieb ein Tangteppich im Wasser. Er hatte eine schmutzig rote Farbe. Ein Vogel, der sich darauf niedergelassen hatte, musste sich mit den Beinen verfangen haben. Aufgeregt schlug er mit den Flügeln, um freizukommen.

Der Tangteppich bäumte sich auf, bildete einen richtigen Wall um den Vogel herum. Der Wall wurde höher und höher und stürzte über dem Vogel zusammen.

Sekundenlang schäumte das Meer an dieser Stelle auf, dann war es glatt, und der Vogel war verschwunden. Und der fleischfressende Tangteppich nahm eine grünliche Färbung an und war im Meer kaum noch auszumachen.

"Na ja", meinte Ben, "mit Schwimmen werden wir da wirklich nicht viel Glück haben. Aber wir könnten ein Floß bauen und hier die Seefahrt einführen."

Die Zustimmung zu seinem Vorschlag blieb aus.

Professor Hallstrom hatte sich sorgfältig umgesehen. "Nach links zu gehen, erscheint mir wenig sinnvoll. Ich sehe dort keinerlei Erhebung, und der Regenwald reicht bis zum Horizont ständig an den Strand heran. Eingedenk unserer Begegnung mit dem doppelköpfigen Wesen ist ein Gang durch Waldgebiet zu risikoreich. Wenden wir uns nach rechts."

"Die Erfindung des Taxi-Gleiters hat sich hier auch noch nicht herumgesprochen", murrte Ben, der noch nie ein Anhänger umständlicher Märsche auf eigenen Füßen war.

"Wir werden deine...

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