Stigma

Thriller
 
 
Random House ebook (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 31. Mai 2011
  • |
  • 448 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-05785-5 (ISBN)
 
13 Jahre sind vergangen, seit Tom Kessler einem Kindermörder über Stunden hilflos ausgeliefert war, bevor er gerettet wurde. Noch immer leidet Tom unter Panikattacken, kann sich aber an nichts erinnern. Dann wird ein kleines Mädchen ermordet. Neben der Leiche findet man einen Zettel, der nur von dem damaligen Täter stammen kann. Er droht damit, Toms Trauma zu wiederholen. Auf Anraten seiner Ärztin beginnt Tom eine Hypnosetherapie, die ihn in die Vergangenheit versetzt. Doch die Erinnerungen an jenen Tag sind so grausam, dass die Rückführung außer Kontrolle gerät ...



Michael Hübner, Jahrgang 1968, arbeitete als Keramiker, Logistiker und freiberuflicher Webdesigner, bevor er das Schreiben für sich entdeckte. Sein erster Thriller, »Stigma«, war ein großer Lesererfolg und wurde in zahlreichen Foren und Blogs gelobt. Hübners zweite Leidenschaft gilt der Fotografie und dem digitalen Bearbeiten von Bildern. Er lebt mit seiner Frau und drei Töchtern in der Nähe von Koblenz.
  • Deutsch
  • 1,26 MB
978-3-641-05785-5 (9783641057855)
364105785X (364105785X)
weitere Ausgaben werden ermittelt
TEIL DREI (S. 228-229)

Zeit des Erwachens Am selben Tag

Gegen 22:30 Uhr

Die Stimmen, die er hörte, hielt er zunächst für die aus seinem Kopf. Sie waren ohne Substanz, so flüchtig wie Benzindämpfe. Dann festigte sich ihr Ton, und sie nahmen Gestalt an. Es waren zwei. Die eine war eine Männerstimme, herb und frech. Sie klang lässig und jugendlich unverbraucht. Die andere Stimme gehörte einer Frau. Ihr Klang war reifer, sensibler und gleichzeitig gebildet, ohne altklug zu wirken. Beide Stimmen unterhielten sich angeregt.

Als Tom die Augen öffnete und sich die Dunkelheit des Abgrunds verflüchtigte, blickte er auf eine hell getäfelte Decke. Sie gehörte zu einem lang gezogenen Raum, an dessen hinterem Ende er vor einer Bücherwand undeutlich einen Schreibtisch ausmachen konnte. Die Stimmen kamen von dort. Etwas zu schnell stemmte er sich von dem cremefarbenen Sofa hoch, auf dem er gelegen hatte, und wurde abermals von jenem Schwindelgefühl heimgesucht, das die Welt um ihn herum zu einem rotierenden Kreisel werden ließ. Stöhnend ließ er sich wieder auf das Sofa sinken. Das Gemurmel im Hintergrund verstummte schlagartig. »Tom?«, hörte er die Frauenstimme sagen. »Sieht aus, als wäre er zu sich gekommen.« »Alles klar, Kumpel?« Fanta klang plötzlich so nah, dass Tom erschrak. »Hast mir ziemliche Sorgen gemacht, Alter.« Tom krächzte seine belegten Stimmbänder frei. »Wo … wo sind wir?«

»In meiner Wohnung, über der Praxis«, antwortete Dr. Westphal, und Tom sah, wie sie sich über ihn beugte. Sie trug noch immer das dunkelbraune Kostüm. Auf ihrer Stirn prangte ein handtellergroßes Pflaster. »Sie hatten einen Zusammenbruch. Ich habe Ihnen etwas zur Beruhigung gegeben, deshalb fühlen Sie sich vielleicht ein bisschen schwach.« Tom starrte sie unsicher an. Immer wieder suchte sein Blick nach Fanta, kehrte dann aber wieder zu der Ärztin zurück. Wieder versuchte er aufzustehen, doch es gelang ihm lediglich, sich aufrecht hinzusetzen. »Wie lange war ich weg?«

»Ein paar Stunden.« Ihre Stimme klang wie immer besonnen. Für seinen Geschmack etwas zu besonnen, nach allem, was geschehen war. »Ganz ruhig, Tom. Es ist alles in Ordnung.« »Was …? Wie bin ich hierhergekommen?« »Na ja«, meinte Fanta mit seiner üblichen Gelassenheit, »nachdem du wie eine aufgescheuchte Wildsau durch diesen Garten getobt bist, den Leuten dort eine Heidenangst eingejagt und schließlich mit verdrehten Augen vor ihnen den Abgang gemacht hast, hat es mich einiges an Überredungskunst gekostet, sie davon zu überzeugen, dass du kein völlig durchgeknallter Serienmörder bist. Ich konnte sie schließlich davon abhalten, einen Krankenwagen zu rufen, indem ich behauptet habe, du hättest nur einen über den Durst getrunken. Dann habe ich dich ins Auto verfrachtet und bin zurückgefahren.«

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