Urlaub, oder was?

 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 14. Mai 2020
  • |
  • 208 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7519-6384-8 (ISBN)
 
Einfach nur zum Schmunzeln.
Ist die Urlaubszeit die beste Zeit des Jahres?
Ist man wirklich erholt nach dem Urlaub?
Ob sie nach diesem Buch jemals wieder in Urlaub gehen wollen?
Vielleicht sollten Sie aber nicht alles so ernst nehmen, was in diesem Urlaubsbuch passiert.
Aber ich verspreche Ihnen, das Alles ist so passiert.
Für Spaß ist jedenfalls gesorgt.
1. Auflage
  • Deutsch
  • 0,30 MB
978-3-7519-6384-8 (9783751963848)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Karlheinz Huber, Jahrgang 1961, lebt in Ludwigshafen am Rhein.
Als leidenschaftlicher Erzähler bekannt, begann er mit der Geburt seines Enkels die Geschichten nieder zuschreiben und verfasste sein erstes Kinderbuch. Vom Schreibfieber gepackt entstanden weitere Kinderbücher, Satire-Bücher und eine Science Fiction Reihe.
Personalisierte Kinderbücher gehören mittlerweile ebenfalls zum Programm.
Mehr Informationen gibt es auf www.huberskarl.de

TAG 2

Die Nacht verlief erstaunlicherweise ereignislos. Ja klar, anderes Bett, anderes Kopfkissen und andere Umgebung, aber es war zumindest ruhig. So schlurften wir zu sechst zum besagten anderen Speisesaal.

Dabei mussten wir an dem Speisesaal von gestern Abend vorbei. Folgendes interessantes Bild zeigte sich uns: Katzen überall auf den Stühlen und den Tischen, sogar aus der Küchentür kamen Katzen. Das Brot stand schon auf den Tischen, auf denen noch die Krümel und Speisereste vom Vortag lagen. Den Kaffee gab es aus extrem appetitlich anzuschauenden Automaten.

Wir sahen uns wortlos an und marschierten weiter zum nächsten Speisesaal. Das Wetter war OK, die Sonne begann schnell in den blauen Himmel zu steigen und ich dachte - es kann nur besser werden.

10 Stufen tiefer, im angenehm kühlen Keller, bot sich uns ein etwas besseres Bild. Na ja, nicht alle Tische waren abgeräumt, aber wir fanden einen einigermaßen sauberen Tisch und setzten uns. Plötzlich stand eine Kanne Kaffee unaufgefordert auf unserem Tisch - ja, sie war nur noch zu fünfundzwanzig Prozent gefüllt - aber immerhin brachte uns die nette und sehr hübsche Bedienung schnell eine neue volle Kanne.

Die Bedienung muss sehr hübsch gewesen sein, denn ich spürte einen stechenden Schmerz an meinem Schienbein, als ich ihr, wohl etwas zu lange, nachgeschaut hatte. Meine herzallerliebste Gattin schaute mich freudestrahlend an und ich grinste nur dämlich zurück - etwas anderes fiel mir nicht ein.

Zurück zum Essen: Eier mit Speck suchte man vergebens, nur Würstchen überall - aber die Marmelade und die etwas ranzige Butter gingen fürs Erste.

Zumindest war es nicht so schlimm wie wir dachten, nach unserem gestrigen Erlebnis. Etwas besser gelaunt machten wir uns - nach einem kurzen Zwischenstopp auf dem Zimmer, damit Doris ihren Spezialstrumpf anziehen konnte - auf zum Strand.

Zuerst mussten wir eine sehr stark befahrene Hauptstraße überqueren, dann dreimal rechts und einmal links, und schon waren wir am Strand. Die Kinder liefen natürlich gleich zum Meer und wir liefen gemächlich hinterher.

Thomas schaute mich an und meinte grinsend:

"Ist dir auch aufgefallen, dass hier sehr viele Surfer sind?"

Ich schaute mich erstaunt um und musste feststellen, dass er absolut Recht hatte. Keine Kinder, nur Jugendliche und solche, die noch gerne dazugehören würden, mit kunterbunten Surfbrettern, genauso bunten Badehosen und einer frischen Brise, die mir die Mütze vom Kopf wehte. Schlagartig machte es klick bei mir und ich schaute hektisch aufs Meer. Ich ließ meine Sachen fallen und rannte los. Thomas muss wohl dasselbe gedacht haben, denn er überholte mich kurz vor dem Ziel sogar noch. Atemlos kamen wir bei unseren Prinzessinnen an, die mittlerweile an der wahrscheinlichen Wasserlinie angekommen waren. Ohne große Worte schnappten wir zu, und wie sich gleich zeigte, gerade noch rechtzeitig.

Ehe wir uns versahen, hatte die Welle gnadenlos zugeschlagen und wir lagen zu viert auf dem harten Sandstrand.

Schnurstracks rappelten wir uns hoch, schnappten die Zwei und rannten zurück ins vermeintlich Trockene. Die nächste Welle erwischte nur Thomas, aber er blieb standhaft. Und dann kam, was kommen musste:

Plötzlich war die Hölle los - alle Strandanwesenden rannten mit ihren Brettern zum Meer und wir standen genau im Weg.

Wir drehten uns um, damit die Kinder nichts abbekamen, und nach einer Minute, und mindestens drei Treffern von Surfbrettern, standen wir alleine an diesem Strandabschnitt.

Dann kam der Wind, was sage ich, der Sturm ging los! Sahra bekam sofort Sand in die Augen und begann zu weinen, Mias Wasserball hatten wir verloren, und auch sie begann zu flennen.

Das Adrenalin stieg weiter, als wir unsere zwei Damen nicht mehr fanden. Spurlos verschwunden, "ob sie wohl mit einem der Surfer aufs Meer hinaus ist" sagte ich sarkastisch zu Thomas, der zeigte aber nur mit dem Zeigefinger des ausgestreckten Armes zu einer kleinen Bar in Strandnähe, und da sah ich sie auch. Sie hatten es sich mit zwei Cappuccinos bequem gemacht und wurden von zwei Möchtegern- Surfern der ersten Generation angebaggert. Thomas blieb stehen und sah mich an. Ich nickte nur und wir liefen mit den Kindern zu einer etwas windgeschützten Stelle und packten die Sandspielsachen aus. "Sollen sie sich doch belabern lassen", sagte ich und Thomas antwortete: "Bei den Typen werden sie es bestimmt bald leid sein", und wir lachten beide. Die Kinder sahen uns nur fragend an und wir mussten noch mehr lachen.

Nach 20 Minuten kamen Elke und Doris durch den mittlerweile heißen Sand angewackelt.

"Warum seid ihr nicht zu uns gekommen, ihr habt uns doch gesehen", sagte Doris vorwurfsvoll und ich überließ Thomas das Antworten:

"Wir haben es euch gegönnt."

Die schnippischen Gesichter sagten alles, und wir mussten wieder lachen. Zum Nachmittag hin wurde der Wind immer stärker, und es machte keinem mehr Spaß, im Sand zu sitzen, beziehungsweise im oder mit dem Sand zu leben. Nach einem mindestens fünfminütigen gegenseitigen Abklopfen waren wir fast sandfrei - fast!

So machten wir uns auf die Suche nach einer Gelegenheit, eine kleine Speise zu uns zu nehmen. Man konnte ja nicht wissen wie das Abendessen sein wird.

An der Strandpromenade gab es überall nur Schnitzel mit Pommes oder Schweinebraten wie bei Mutter, Labskaus und - als Highlight -warme Fleischwurst mit Maggi.

Hilfe - ich dachte ich bin wieder in Deutschland. Aber dann fanden wir in einer Seitengasse, vom Wind abgewandt, ein kleines französisches Restaurant, und aus der Kleinigkeit wurde ein großes vorzügliches Mahl, was die Qualität und den Geldbeutel betraf. Jedenfalls war's das Geld wert und wie schon erwähnt, was es heute Abend gab, wussten wir ja nicht.

Als ob wir es schon geahnt hätten!

Wir beschlossen, zum Hotel zurück zu gehen und dort am Pool noch ein Verdauungs-Nickerchen zu machen. Dort wird es nicht so windig sein und im Pool wird man den Sand dann bestimmt endlich komplett los. Gesagt, getan, und los ging es zurück zum Pool. Das Wetter spielte mit, denn es war strahlender Sonnenschein und in der Anlage fast kein Wind und auch fast niemand am Pool - ideale Bedingungen - dachten wir. Thomas und ich machten auf den letzten Metern ein kleines Wettrennen, wer zuerst im Pool landete, und Thomas gewann, denn ich blieb am Rand des Pools wie angewurzelt stehen.

Thomas schaute mich noch erstaunt an, aber es war zu spät für ihn. Als er dann sah, was ich schneller gesehen hatte, war er auch wieder draußen und unter der Dusche. Ich möchte hier noch erwähnen, dass erst die dritte und letzte vorhandene Dusche richtig funktionierte. Also mit Wasser und so.

Dann schauten wir uns den Pool etwas genauer an:

Der Pool hatte einen Überlauf, wie jeder professionelle Pool.

Nur nützt der nichts, wenn 20 Zentimeter vorher das Wasser aufhört. Keine Umwälzung bedeutet, keine Reinigung der Schwebstoffe, und so sahen die "fehlenden" 20 Zentimeter am Pool-Rand auch aus - Grünspan rundherum. Im Pool selbst schwammen oder schwebten jede Menge Fliegen, kleine Äste, und Blätter der umliegenden Grünanlage durften auch baden.

Natürlich gab es Geschrei von den Kindern und völliges Unverständnis, den Pool nicht betreten zu dürfen.

Elke und Doris, mittlerweile wieder stinksauer, liefen zur Rezeption und taten ihren Unmut kund. Natürlich konnte plötzlich niemand mehr Deutsch - nicht mal ein ganz klein wenig.

Da sah Elke an der Wand ein Hinweisschild:

Reiseleitung
anwesend
täglich
ab 16 Uhr

Pünktlich und frisch geduscht bogen wir um die Ecke und staunten nicht schlecht, wie lange die Schlange schon war.

Wir reihten uns ein und lauschten den Beschwerden der Anderen. Was wir aufschnappten war nicht unbedingt das, was wir hören wollten. Irgendwann, nach gefühlten 24 Stunden, kamen wir an die Reihe. Elke übernahm die Führung und wurde mit der routinemäßigen Antwort abgefertigt:

"Ja, sie sind hier im Süden, da ist alles ein wenig anders.

Ja, das Essen ist auch anders, das liegt an der Kultur.

Ja, das ist halt so und sie werden sich daran gewöhnen.

Ja, immerhin ist das Wetter doch toll und der Nächste bitte."

Aber nicht mit Elke und Doris, nein, nein, so nicht!

Als die Beiden mit ihrer Tirade fertig waren stammelt die nette blonde Reiseleiterin:

"Entschuldigung, ich werde mich darum kümmern. Ich werde heute noch mit dem Hotelmanager reden, versprochen, und hier sind zwei Gutscheine für einen Kaffee, hier im Hotel."

Die Menschenschlange hinter uns begann zu applaudieren und Blondie machte sich schnurstracks aus dem Staub.

"Hi, ich bin Bernd aus Bielefeld. Ganz schön taff eure Mädels - Respekt!"

"Hallo, wir sind Hilde und Josef aus Köln. Das war ja mal eine Ansage! Wir sind schon fünf Tage hier, und jeden Tag wird die Schlange länger, aber keiner hatte sich bisher getraut, der Lady mal so richtig die...

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