Das ökonomische Wissen der Literatur

Studien zu Shakespeare, Kleist und Kaiser
 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 7. September 2016
  • |
  • 172 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-16-154781-2 (ISBN)
 
Michael Horvath leistet mit dieser Studie Pionierarbeit, indem er einen genuin ökonomischen Interpretationsansatz literarischer Texte entwickelt. In Theoriekapiteln und exemplarischen Lektüren unternimmt er den Versuch, das ökonomische Wissen der Literatur ernst zu nehmen und der poetischen Reflexion von Ökonomie und Ökonomik auf breiter interdisziplinärer Grundlage nachzugehen. Brückenschläge zur Mikro- und Makroökonomik, zur Spieltheorie und zur Neuen Institutionenökonomik eröffnen dabei neue Deutungshorizonte. Gemeinsame Wissensressourcen zu identifizieren, nachzuvollziehen und zu verstehen, gereicht beiden Disziplinen zum Vorteil: Der Literaturwissenschaft verhilft der ökonomische Interpretationsansatz zu einem erweiterten Textverständnis, während die Ökonomik durch die Literatur Zugang zu überreichem Anschauungsmaterial gesellschaftlich-kultureller Praxis erhält. In diesem Sinne erweist sich Literatur als anschauliche Theorie.
  • Deutsch
  • Tübingen
  • |
  • Deutschland
  • 2,22 MB
978-3-16-154781-2 (9783161547812)
3161547810 (3161547810)
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - Cover [Seite 1]
2 - Dank [Seite 10]
3 - Inhaltsverzeichnis [Seite 12]
4 - Einleitung [Seite 16]
5 - Kapitel 1: Zum Verhältnis von Ökonomik und Literaturwissenschaft [Seite 22]
5.1 - A. Möglichkeiten und Grenzen des interdisziplinären Dialogs [Seite 22]
5.1.1 - I. Ausgangssituation: Die Kritik an der Ökonomik [Seite 23]
5.1.2 - II. (Un-)Möglichkeit der Interdisziplinarität? [Seite 25]
5.2 - B. Zwei idealtypische Richtungen des interdisziplinären Dialogs [Seite 29]
5.2.1 - I. Der literaturwissenschaftliche Zugang: Ökonomie und Ökonomik als Literatur [Seite 29]
5.2.1.1 - 1. Die Historizität des Wissens [Seite 29]
5.2.1.2 - 2. Die Literarizität der Ökonomik [Seite 34]
5.2.1.3 - 3. Vielfalt der Deutungen statt exakter Modelle? [Seite 38]
5.2.2 - II. Der ökonomische Zugang: Ökonomie und Ökonomik in der Literatur [Seite 40]
5.2.2.1 - 1. Die fünf Kategorien ökonomischer Textlektüren [Seite 41]
5.2.2.2 - 2. Ein Forschungsüberblick [Seite 44]
5.3 - C. Fazit [Seite 46]
6 - Kapitel 2: Eigeninteresse und Gemeinwohl in Shakespeares Merchant of Venice [Seite 48]
6.1 - A. Vorbemerkung [Seite 48]
6.2 - B. Narrative Ökonomie [Seite 51]
6.2.1 - I. Ein wissenspoetischer Zugang [Seite 52]
6.2.2 - II. Was sind Institutionen? [Seite 53]
6.3 - C. Das ökonomische Wissen in Shakespeares Merchant of Venice [Seite 57]
6.3.1 - I. Shylock: Auf Treu und Glauben [Seite 58]
6.3.2 - II. Die Kästchenwahl als informationsoffenbarendes Instrument [Seite 63]
6.3.3 - III. Die Ringe als Symbol des Kollektivinteresses [Seite 65]
6.4 - D. Ökonomische Perspektivierung [Seite 67]
6.4.1 - I. Das Problem der Rahmenordnung [Seite 67]
6.4.2 - II. Institutionen der Konfliktlösung: Gnade und Recht [Seite 68]
6.5 - E. Fazit [Seite 70]
7 - Kapitel 3: Kleists Erdbeben in Chili im Lichte der Neuen Institutionenökonomik [Seite 72]
7.1 - A. Vorbemerkung [Seite 72]
7.2 - B. Theoretischer Rahmen: Institutionen und Neue Institutionenökonomik [Seite 75]
7.3 - C. Kleists Erdbeben in Chili - ein stabiler "Umsturz aller Verhältnisse"? [Seite 77]
7.3.1 - I. Der Status ex ante: Recht und Ordnung qua Institution [Seite 77]
7.3.2 - II. Das Erdbeben als exogener Schock [Seite 79]
7.3.3 - III. Die Zwischenphase: Verwirklichung einer Utopie? [Seite 80]
7.3.4 - IV. "Und kehrte mit ihr zur Gesellschaft zurück" - Die Restitution des institutionellen Ordnungsgefüges [Seite 86]
7.4 - D. Die Kosten der Utopie [Seite 87]
7.5 - E. Fazit [Seite 89]
8 - Kapitel 4: Die Allegorie des Wettbewerbs in Kaisers Von morgens bis mitternachts [Seite 92]
8.1 - A. Vorbemerkung [Seite 92]
8.2 - B. Historische Kontexte: Phänomenologie des Sechstagerennens [Seite 93]
8.2.1 - I. Eine kleine Kulturgeschichte: Berlin und die "Six Days" [Seite 95]
8.2.2 - II. Die Entstehung der modernen Massenkultur aus dem Geiste des Sechstagerennens [Seite 100]
8.3 - C. Ökonomische Kontexte: Markt und Wettbewerb [Seite 105]
8.3.1 - I. Klassische Marktsoziologie: Max Weber und Georg Simmel [Seite 106]
8.3.2 - II. Leistungswettbewerb mittels Beförderungsturnieren [Seite 109]
8.3.3 - III. Die Modellanordnung des so genannten Rattenrennens [Seite 114]
8.4 - D. Kaisers Von morgens bis mitternachts - Denkspiel und Lehrstück [Seite 116]
8.4.1 - I. Aufbruch: Enge der Familie und Entfremdung in der Gesellschaft [Seite 117]
8.4.2 - II. Geld, Geldwirtschaft und Geldgesellschaft [Seite 119]
8.5 - E. "Rollendes Getöse von Rädern" - Das Sechstagerennen im Stück [Seite 121]
8.5.1 - I. Allegorischer Charakter der Szene [Seite 122]
8.5.2 - II. Drei Effekte der Szene [Seite 123]
8.5.2.1 - 1. Effekt erster Ordnung: Das Rattenrennen der Fahrer [Seite 123]
8.5.2.2 - 2. Effekt zweiter Ordnung: Das Amalgam der Massen [Seite 126]
8.5.2.3 - 3. Effekt dritter Ordnung: Das Präsenzerleben des Kassierers [Seite 128]
8.6 - F. Fazit [Seite 130]
9 - Kapitel 5: Abstraktion und Einzelfall, Theorie und Anschauung [Seite 132]
9.1 - A. Markt und Wettbewerb [Seite 133]
9.2 - B. Ökonomik im Spiegel von Geschichte, Kultur und Literatur [Seite 136]
10 - Literaturverzeichnis [Seite 140]
11 - Personenregister [Seite 164]
12 - Sachregister [Seite 170]

Dateiformat: PDF
Kopierschutz: Adobe-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose Software Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat PDF zeigt auf jeder Hardware eine Buchseite stets identisch an. Daher ist eine PDF auch für ein komplexes Layout geeignet, wie es bei Lehr- und Fachbüchern verwendet wird (Bilder, Tabellen, Spalten, Fußnoten). Bei kleinen Displays von E-Readern oder Smartphones sind PDF leider eher nervig, weil zu viel Scrollen notwendig ist. Mit Adobe-DRM wird hier ein "harter" Kopierschutz verwendet. Wenn die notwendigen Voraussetzungen nicht vorliegen, können Sie das E-Book leider nicht öffnen. Daher müssen Sie bereits vor dem Download Ihre Lese-Hardware vorbereiten.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

59,00 €
inkl. 19% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
PDF mit Adobe DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen

Unsere Web-Seiten verwenden Cookies. Mit der Nutzung dieser Web-Seiten erklären Sie sich damit einverstanden. Mehr Informationen finden Sie in unserem Datenschutzhinweis. Ok