Worauf es ankommt

Derek Parfits praktische Philosophie in der Diskussion
 
 
Meiner, F (Verlag)
  • erschienen am 25. Oktober 2017
  • |
  • 396 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7873-3148-2 (ISBN)
 
Worauf kommt es letztlich an - und kommt es überhaupt auf etwas an? Diese Grundfrage der praktischen Philosophie bildet den Ausgangspunkt von Derek Parfits 2011 erschienenem Werks "On What Matters". Seine Antwort umfasst ein Moralprinzip, das sich aus drei scheinbar gegensätzlichen Theorien der Ethik ergeben soll. Kantianismus, Kontraktualismus und Konsequentialismus nehmen nach Parfit nur verschiedene Wege, um denselben Berg zu besteigen, und sie treffen sich schließlich am Gipfel des Berges in der "Triple Theory".

Derek Parfit (1942-2017) gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Moralphilosophen, der die Debatten um personale Identität, zum Prioritarismus, zur Populationsethik und zur Frage nach Pflichten gegenüber kommenden Generationen über Jahrzehnte geprägt hat. Mit "On What Matters" hat er eine umfassende normative Ethik und Metaethik vorgelegt, deren Bedeutung von Philosophen wie Peter Singer mit Sidgwicks "Methods of Ethics" verglichen wird.

Da sich Parfit ausführlich mit Themen auseinandergesetzt hat, die gerade im deutschsprachigen Raum rege diskutiert werden - etwa die Frage nach der Überzeugungskraft des Kantianismus oder der Rechtfertigung eines Instrumentalisierungsverbots -, ist der Austausch mit den hiesigen Debatten von besonderem Interesse. Die Beiträge in diesem Band thematisieren Aspekte der gesamten praktischen Philosophie Parfits - der Theorie normativer Gründe, des Non-Identity Problems, des Prioritarismus, der Triple Theory und der Metaethik. Der Band enthält Beiträge von Dieter Birnbacher, Annette Dufner, Gerhard Ernst, Johann Frick, Tim Henning, Matthias Hoesch, Sebastian Muders, Thomas Pogge, Markus Rüther, Peter Schaber, Peter Stemmer, Martin Sticker und Ulla Wessels sowie ausführliche Repliken von Derek Parfit selbst, die er noch kurz vor seinem Tod zu Beginn dieses Jahres fertigstellen konnte.
Unveränderte eBook-Ausgabe der 1. Aufl. von 1997.
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  • 2,42 MB
978-3-7873-3148-2 (9783787331482)
3787331484 (3787331484)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Matthias Hoesch vertritt z.Zt. die Professur für praktische Philosophie an der WWU Münster und ist Mitglied im Exzellenzcluster "Religion und Politik".
Sebastian Muders ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Arbeits- und Forschungsstelle zur Ethik am Ethik-Zentrum der Universität Zürich.Markus Rüther ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum in Jülich.
1 - Cover [Seite 1]
2 - Inhaltsverzeichnis [Seite 5]
3 - Einführung: Derek Parfits praktische Philosophie in der Diskussion. Von Matthias Hoesch, Sebastian Muders und Markus Rüther [Seite 7]
3.1 - 1. Kants Universalisierungsformel [Seite 8]
3.2 - 2. Kants Menschheitsformel [Seite 11]
3.3 - 3. Künftige Menschen und das Problem der Nicht-Identität [Seite 14]
3.4 - 4. Praktische Gründe [Seite 17]
3.5 - 5. Epistemische Gründe [Seite 20]
3.6 - 6. Gleichheit und Vorrangigkeit [Seite 21]
3.7 - 7. Metaphysischer Non-Naturalismus [Seite 23]
4 - Parfit über Kantianismus und Konsequentialismus. Von Matthias Hoesch und Martin Sticker [Seite 27]
4.1 - 1. Kant und der Konsequentialismus: Fünf Schwierigkeiten [Seite 30]
4.2 - 2. Wie geht Parfit mit den fünf Differenzen um? [Seite 38]
4.3 - 3. Bleibende Probleme [Seite 48]
4.4 - 4. Fazit [Seite 62]
5 - Parfit und die Frage, was moralisch falsch ist. Von Thomas Pogge [Seite 63]
6 - Parfit über die Achtung für Personen. Von Peter Schaber [Seite 77]
6.1 - 1. Achtung und begründete Einwilligung [Seite 78]
6.2 - 2. Formen der Achtung [Seite 81]
6.3 - 3. Achtung vor Personen [Seite 83]
6.4 - 4. Vernunft und normative Autorität [Seite 87]
7 - Instrumentalisierung - Überlegungen im Anschluss an Parfit. Von Dieter Birnbacher [Seite 91]
7.1 - 1. Einleitung [Seite 91]
7.2 - 2. Vier naheliegende Bedingungen [Seite 94]
7.3 - 3. Instrumentalisierung - zu fremden oder auch zu eigenen Zwecken? [Seite 100]
7.4 - 4. Drei Dimensionen der Abstufbarkeit [Seite 102]
7.5 - 5. Instrumentalisierung und Menschenwürde [Seite 107]
8 - Zukünftige Personen und Schuld ohne Opfer. Von Johann Frick [Seite 113]
8.1 - 1. Der Fall des tauben Babys [Seite 113]
8.2 - 2. Inwiefern viele Reaktionen auf den Falls des tauben Babys den (Nicht-Identitäts-)Punkt verfehlen [Seite 115]
8.3 - 3. Das Problem der Nicht-Identität und die Personen-betreffende Behauptung [Seite 117]
8.4 - 4. Was heißt es, einer Person Unrecht zu tun? [Seite 122]
8.5 - 5. Parfit gegen die Personen-betreffende Intuition - das Argument aus dem Fall mit zwei Optionen [Seite 124]
8.6 - 6. Eine unpersönliche Erklärung [Seite 128]
8.7 - 7. Eine schädigungszentrierte Lösung des Problems der Nicht-Identität? [Seite 129]
8.8 - 8. Warum Harmans schädigungszentrierte Lösung die PBB nicht stützt [Seite 133]
8.9 - 9. Gibt es eine rechtezentrierte Lösung? [Seite 138]
8.10 - 10. Der Einwand aufgrund von »>Sollen< impliziert >Können<« [Seite 140]
8.11 - 11. Warum es keine rechtezentrierte Lösung für den Fall des tauben Babys gibt [Seite 142]
8.12 - 12. Fazit [Seite 145]
9 - Kants Ethik und das Problem der Nicht-Identität. Von Tim Henning [Seite 147]
9.1 - § 1 Personen als Zwecke an sich selbst behandeln [Seite 149]
9.2 - § 2 Personen als bloße Mittel behandeln [Seite 153]
9.3 - § 3 Zukünftige Personen als bloße Mittel behandeln [Seite 159]
10 - Welche Tatsachen sind Gründe? Zu Parfits "On What Matters". Von Peter Stemmer [Seite 171]
11 - Warum das Vermeiden von Schmerzen zählt. Von Ulla Wessels [Seite 205]
11.1 - 1. Das Agony-Argument [Seite 206]
11.2 - 2. Indifferenz und die Möglichkeit von Gründen [Seite 208]
11.3 - 3. Gründe und die Unmöglichkeit von Indifferenz [Seite 211]
11.4 - 4. Fazit [Seite 220]
12 - Parfit über epistemische Rationalität. Von Gerhard Ernst [Seite 223]
12.1 - Einleitung [Seite 223]
12.2 - Überzeugungen und Absichten [Seite 224]
12.3 - Zwei Arten von Rationalität [Seite 229]
12.4 - Ist R-Rationalität ein Teil von epistemischer Rationalität? [Seite 235]
12.5 - Der grundlegende Unterschied [Seite 240]
13 - Prioritaristischer Konsequentialismus? Von Annette Dufner [Seite 245]
13.1 - Das »Argument vom moralischen Unterschied« gegen den Prioritarismus [Seite 248]
13.2 - Otsukas Differenzierungen [Seite 254]
13.3 - Parfits Antwort [Seite 256]
13.4 - Wie Fälle mit Gewissheit zu entscheiden sind [Seite 260]
14 - Was ist falsch an ontologisch robusten Tatsachen? Einige Bemerkungen zu Derek Parfitsnicht-realistischem Kognitivismus. Von Sebastian Muders und Markus Rüther [Seite 265]
14.1 - Einleitung [Seite 265]
14.2 - 1. Tatsachen ohne Ontologie? [Seite 266]
14.3 - 2. Der robuste moralische Realismus [Seite 280]
14.4 - 3. Fazit und Ausblick [Seite 292]
15 - Erwiderungen von Derek Parfit [Seite 295]
15.1 - 1. Kants Universalisierungsformel. Erwiderungen auf Pogge, Hoesch und Sticker [Seite 295]
15.2 - 2. Kants Menschheitsformel [Seite 313]
15.2.1 - Erwiderung auf Peter Schaber [Seite 313]
15.2.2 - Erwiderung auf Dieter Birnbacher [Seite 317]
15.3 - 3. Kants Formeln, zukünftige Menschen und das Problem der Nicht-Identität. Erwiderungen auf Frick und Henning [Seite 324]
15.4 - 4. Praktische Gründe [Seite 342]
15.4.1 - Erwiderung auf Stemmer [Seite 342]
15.4.2 - Erwiderung auf Wessels [Seite 349]
15.5 - 5. Epistemische Gründe. Erwiderung auf Ernst [Seite 353]
15.6 - 6. Gleichheit und Vorrangigkeit. Erwiderung auf Dufner [Seite 363]
15.7 - 7. Metaphysischer Non-Naturalismus. Erwiderung auf Muders und Rüther [Seite 374]
16 - Siglenverzeichnis [Seite 386]
17 - Bibliographie [Seite 387]
18 - Autorenverzeichnis [Seite 396]

Dateiformat: PDF
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