Das Widerrufsrecht bei Kaufverträgen im Spannungsverhältnis von Opportunismus und Effektivität

Die Rückabwicklung nach Widerruf unter besonderer Berücksichtigung der Verhaltensökonomik
 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 19. April 2016
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  • 289 Seiten
 
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978-3-16-154512-2 (ISBN)
 
Die typisierende Ausgestaltung des Widerrufsrechts bei Kaufverträgen im Rahmen von besonderen Vertriebsformen begünstigt eine zweckwidrig-opportunistische Ausnutzung dieses Verbraucherschutzinstruments durch die Verbraucher. Freilich müssen Begrenzungen opportunistischen Verhaltens mit der Effektivität des Widerrufsrechts in Einklang gebracht werden. In diesem Spannungsverhältnis müssen auch Erkenntnisse der Verhaltensökonomik berücksichtigt werden. Viele Verbraucher unterliegen Verhaltensanomalien, die die Effektivität des Widerrufsrechts generell verringern, sodass Begrenzungen opportunistischen Verhaltens noch behutsamer ausgestaltet werden müssen.
Michael Höhne analysiert die Rückabwicklung nach Widerruf im Lichte des Spannungsverhältnisses von Opportunismus und Effektivität vor dem Hintergrund der durch die Verbraucherrechterichtlinie notwendig gewordenen Novellierungen im deutschen Recht. Hierbei konkretisiert er das geltende Recht und bereitet einen zukünftigen Diskurs vor.
  • Deutsch
  • Tübingen
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  • Deutschland
  • Für Beruf und Forschung
  • 5,22 MB
978-3-16-154512-2 (9783161545122)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Geboren 1987; Studium der Rechtswissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universitat Frankfurt am Main; 2012 Erste Juristische Staatsprufung; 2013-16 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut fur Internationales und Europaisches Privatrecht und Rechtsvergleichung an der Johann Wolfgang Goethe-Universitat Frankfurt am Main.
  • Cover
  • Vorwort
  • Inhaltsübersicht
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Einleitung
  • I. Effektivität des Widerrufsrechts im Widerstreit mit opportunistischem Verbraucherverhalten
  • II. Konzentration der Untersuchung auf Kaufverträge
  • III. Suche nach einer Lösung im Rückgewährschuldverhältnis
  • IV. Gang der Darstellung
  • Teil 1: Grundlagen des Spannungsverhältnisses von Opportunismus und Effektivität des Widerrufsrechts
  • I. Zwecke der Widerrufsrechte bei Kaufverträgen
  • 1. Primär marktbezogene Zwecksetzungen
  • 2. Primär verbraucherbezogene Zwecksetzungen
  • a) Zwecksetzungen bei Fernabsatzverträgen
  • b) Zwecksetzungen bei Haustürgeschäften und außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen
  • c) Zusammenfassung
  • II. Effektivität des Widerrufsrechts bei Kaufverträgen
  • 1. Allgemeine Ausgangspunkte zum Effektivitätsgrundsatz
  • a) Gewährleistung eines Mindestschutzniveaus
  • b) Effektivität bei vollharmonisierender Richtlinie
  • c) Der relevante Maßstab
  • 2. Der Effektivitätsgrundsatz bei der Ausgestaltung von Widerrufsrechten im Rückgewährschuldverhältnis
  • a) Ausführungen des Richtliniengebers zur Effektivität des Widerrufsrechts
  • aa) Gesetzgebungsauftrag durch Art. 4 Satz 4 Haustürwiderrufs-RL
  • bb) Aussagegehalt des Erwägungsgrundes 14 zur Fernabsatz-RL
  • cc) Klarstellung durch Erwägungsgrund 47 zur Verbraucherrechte-RL
  • b) Die maßgebenden Gerichtsentscheidungen zur Rückabwicklung von Kaufverträgen
  • aa) Effektivitätswidersprechender Wertersatz ("Messner")
  • (1) Regelung bei Fernabsatzverträgen nach der Schuldrechtsreform
  • (2) Keine Richtlinienkonformität von § 357 Abs. 1, 3 BGB (i.F.v. 2004)
  • (3) Herstellung der Richtlinienkonformität
  • bb) Effektivitätshindernde Hinsendekosten ("Heinrich Heine")
  • cc) Fazit
  • 3. Ergebnis
  • III. Opportunistisches Verbraucherverhalten und Rechtsmissbrauch
  • 1. Die Möglichkeit(en) opportunistischen Verbraucherverhaltens
  • 2. Auswirkungen von Opportunismus
  • a) Interne Auswirkungen
  • b) Externe Auswirkungen
  • aa) Belastung aller Verbraucher
  • (1) Preiserhöhungen
  • (2) Umfang des Angebots und Anzahl der Anbietenden
  • (3) Zwischenergebnis
  • bb) Belastung des stationären Handels
  • (1) Gefahr der Entwicklung des Einzelhandels zum Vorführraum
  • (2) Erwägungsgrund 20 zur Verbraucherrechte-RL und die Konsequenzen
  • cc) Fazit
  • 3. Opportunismus als Rechtsmissbrauch
  • 4. Opportunismusbewältigung
  • IV. Opportunismus als Grenze der Verbraucherbegünstigung und Verbraucherschutz als Grenze der "Opportunismusbekämpfung"
  • Teil 2: Implikationen der Verhaltensökonomik für das Spannungsverhältnis von Opportunismus und Effektivität
  • I. Relevanz verhaltensökonomischer Erkenntnisse bei der Bestimmung der Effektivität
  • 1. Rationales Verbraucherverhalten beim Widerruf als Ausgangspunkt
  • 2. Das Paradoxon des "plötzlich" rationalen Verbrauchers
  • 3. Einsatz von Verhaltensökonomik zur Berücksichtigung realitätsgetreuen Verhaltens
  • a) Erkenntnismethode der Verhaltensökonomik und der Einsatz von Empirie
  • b) Realitätsbezogene Wertungen
  • 4. Ergebnis
  • II. (Mangelnde) Effektivität des Verbraucherschutzinstruments aus verhaltensökonomischer Perspektive
  • 1. Vermutung fehlender Effektivität des Widerrufsrechts
  • 2. Anomalien im Verbraucherverhalten bezüglich des Widerrufsrechts
  • a) Schwierigkeiten beim Festlegen und Bewerten der Entscheidungsgrundlagen
  • aa) Der zur Prüfung notwendige Besitz führt subjektiv zu einer Sachwertsteigerung: endowment effect
  • (1) Besitz als Grundlage einer Wertsteigerung
  • (2) Auswirkungen des endowment effect bei Widerrufsrechten
  • bb) Der Umgang mit neuen Informationen: kognitive Dissonanzen
  • (1) Die Reduktion kognitiver Dissonanzen als Problem
  • (2) Dissonanzen bei Kaufsituationen
  • (a) Die Auswirkungen eines Umtauschrechts auf die Dissonanzen
  • (b) Dissonanzen bei Fernabsatzgeschäften
  • (c) Dissonanzen bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen
  • (3) Zwischenergebnis
  • cc) Die Schwierigkeit, durch Prüfung von bestehenden Eindrücken abzuweichen: priming und Anker-Effekt
  • dd) Verlustaversion als Hindernis richtiger Wert(ein)schätzung: loss aversion
  • ee) Spätere Kaufpreisrückerstattung vs. Möglichkeit jetziger Nutzung: hyperbolic discounting
  • b) Die Schwierigkeit, einen aktuellen Status durch Handlung zu verlassen
  • aa) Status quo bias
  • bb) Omission-commission bias
  • cc) Prokrastination/inertia
  • dd) Sunk cost fallacy
  • ee) Fazit
  • c) Zusammenfassung
  • III. Konsequenzen der (verhaltensökonomisch belegten) Ineffektivität und Lösungsmöglichkeiten
  • 1. Schwebende Unwirksamkeit des Vertrages
  • 2. Bestätigungslösung zum Ausgleich von Verhaltensanomalien
  • 3. Auswirkungen und Ausgleich der Verhaltensanomalien im Rückgewährschuldverhältnis
  • IV. Möglichkeiten anreizorientierten Vorgehens bei der Verhinderung von Opportunismus
  • V. Optionales Widerrufsrecht bei Fernabsatzgeschäften
  • 1. Verhaltensökonomische Aspekte
  • 2. Erhöhtes Vorkommen von showrooming
  • 3. Gefahr von Opportunismus zulasten des Fernabsatzes
  • 4. Ergebnis
  • VI. Resümee
  • Teil 3: Das Rückgewährschuldverhältnis nach Widerruf im Lichte des Spannungsverhältnisses von Opportunismus und Effektivität
  • I. Rücksendung der Ware
  • 1. Grundzüge der Rechtslage
  • 2. Gefährdung der Effektivität des Widerrufsrechts?
  • a) Generelles Problem des vom Verbraucher zu erbringenden Aufwands
  • b) Effektivität bei fehlender Möglichkeit des Postversands
  • aa) Probleme aufgrund von Dissonanzreduktion
  • bb) Die Tatbestandsmerkmale des § 357 Abs. 6 Satz 3 BGB
  • (1) Verbesserung der Effektivität aufgrund der Möglichkeit einer engen Auslegung des Begriffes "Post"
  • (2) Lieferung der Ware zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses zur Wohnung des Verbrauchers bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen
  • cc) Bewertung der Ausnahmeregelung in Bezug auf die Effektivität des Widerrufsrechts
  • c) Die Verpflichtung zum Abbau aufgebauter Waren im Lichte der Effektivität des Widerrufsrechts
  • d) Zusammenfassung
  • 3. Rücksendeverpflichtung des Verbrauchers als notwendiger Ausschluss von Opportunismus
  • 4. Ergebnis
  • 5. Rücksende- und Abbaupflicht de lege ferenda
  • a) Erweiterte und eingeschränkte Abholpflicht des Unternehmers
  • b) Abbauverpflichtung des Unternehmers
  • II. Versandkosten und -risiken
  • 1. Grundzüge der Rechtslage
  • a) Die Kosten der Versendungen
  • aa) Kostenlast bezüglich der Hinsendekosten
  • bb) Übernahme der Rücksendekosten durch den Verbraucher
  • cc) Grundgedanken zu einem etwaigen Interessenausgleich
  • b) Transportgefahr bei der Rücksendung
  • 2. Effektivität der Regelungen
  • a) Fernabsatzverträge und allgemeine Überlegungen zur Kostenverteilung
  • aa) Die Auferlegung der Rücksendekosten als (ungewollt große) Belastung der Verbraucher
  • (1) Änderung der tatsächlichen Rückgabesituation im Vergleich zum alten Recht
  • (2) Die irritierende Vorstellung des Europäischen Gerichtshofs und des Richtliniengebers
  • (3) Verhaltensökonomische Gründe für eine übermäßige Belastung der Verbraucher und Einschränkungen der Effektivität
  • (a) Status quo bias und loss aversion
  • (b) Dissonanzreduktionen
  • (c) Prokrastination
  • (d) Zwischenergebnis
  • (4) Das Argument "keine Effektivitätsprobleme vor Umsetzung der Verbraucherrechte-RL in den anderen Mitgliedstaaten"
  • (5) Erkenntnisse aus Studien zum Umgang der Verbraucher mit Rücksendekosten
  • (6) Zwischenergebnis
  • bb) Keine Notwendigkeit von Rücksendung in der Originalverpackung
  • cc) Besonderheiten bei Waren, die nicht per Post rückgesendet werden können
  • dd) Hinsendekosten als versunkene Kosten
  • (1) Das Konzept der versunkenen Kosten
  • (2) Sind Hinsendekosten versunkene Kosten?
  • (3) Zwischenergebnis
  • ee) Versandkosten und Förderung des Binnenmarktes
  • ff) Fazit
  • b) Besonderheiten bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen
  • aa) Zurechenbarkeit des Widerrufs bei Überrumpelung
  • bb) Überrumpelung hinsichtlich der Kosten für Expressversand
  • cc) Effektivitätseinbußen mangels hinreichender Information
  • dd) Die Verkürzung des Anwendungsbereichs der Widerrufsvorschriften bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen
  • ee) Fazit
  • c) Die Gefahrtragung bei Rücksendung der Ware
  • 3. Auferlegung der Rücksendekosten als Schutzmechanismus gegenüber Opportunismus
  • a) Versandkosten als wirksames Mittel gegen faktische Leihe
  • aa) Kostenentstehung als Hindernis positiver Kosten-Nutzen-Abwägung
  • bb) Unterstützung der Vermutung durch Studien
  • cc) Schwierigkeiten bei der Feststellung von Nutzungsersatzansprüchen und Verlustminimierung auf Unternehmerseite
  • dd) Keine andere Handhabe bei faktischer Leihe ohne Nutzung (situational returnaholics)
  • b) Auswirkung auf Bestellungen zur Auswahl aus Produkten
  • c) Verhinderung der iterativen Bestellung gleicher Ware
  • d) Einschränkung des Kaufs mit geringer Bestehenswahrscheinlichkeit
  • e) Das Problem des Teilwiderrufs bei Sammelbestellungen
  • f) Gegenläufige Tendenzen: Steigerung der Attraktivität von showrooming
  • 4. Ergebnis
  • 5. Versandkosten de lege ferenda
  • a) Umkehrung der Kostentragung im Vergleich zum geltenden Recht
  • aa) Konstellationen ohne Hinsendekosten - hauptsächlich außerhalb von Geschäftsräumen geschlossene Verträge
  • bb) Bewertungskategorien zu der vorgeschlagenen Lösungsmöglichkeit
  • (1) Unklarheit über resultierende Pflichten
  • (2) Veränderung der Transaktionskosten
  • (3) Probleme mit den Wertungen der Heinrich Heine- Rechtsprechung?
  • (4) Auswirkungen auf die Gestaltung der Hinsendekosten
  • (5) Kaum Gefahr durch zusätzlichen Opportunismus
  • (6) Abschwächung von Verhaltensanomalien
  • (7) Beseitigung von Kostenbezifferungsproblemen bei Teilwiderruf
  • (8) Entkräftung der typischen Argumente gegen die Tragung der Rückkosten durch den Unternehmer
  • cc) Notwendigkeit einer Differenzierung
  • b) Tragung aller Versandkosten durch den Unternehmer?
  • aa) Fernabsatzverträge
  • bb) Außerhalb von Geschäftsräumen geschlossene Verträge
  • (1) Opportunismusverhinderung als nicht valides Argument für eine Kostentragung zulasten des Verbrauchers
  • (2) Vorteile der Regelung gegenüber einer Umkehrung der Kostentragung
  • (3) Übermäßige Belastung des Unternehmers?
  • (4) Besonderheiten bei faktischen Haustürgeschäften
  • (5) Zwischenergebnis
  • c) Fazit
  • III. Reihenfolge der Leistungsverpflichtungen: Das Zurückbehaltungsrecht des Unternehmers vor Rückzahlung
  • 1. Grundzüge der Rechtslage
  • 2. Einschränkungen der Effektivität
  • a) Notwendigkeit von Vertrauen zugunsten des Unternehmers
  • aa) Grundlegendes Vertrauensproblem
  • bb) Hinzukommende (Klage-)Risiken
  • cc) Auszahlungen von Unternehmern bei Rückgewähr nach Widerruf: empirische Untersuchungen
  • dd) Aufzwingen erhöhter Rücksendekosten bzw. Einschränkung der Versandarten
  • b) Die besondere Belastung finanzschwacher Verbraucher
  • c) Keine Überwindung der Prokrastination
  • d) Erweiterung des Anwendungsbereiches von § 357 Abs. 4 Satz 2 BGB zur Gewährleistung eines effektiven Widerrufsrechts
  • 3. Opportunismusverhinderung als fragwürdiger Ausgangspunkt
  • 4. Ergebnis
  • 5. Zurückbehaltungsrecht de lege ferenda
  • IV. Wertersatz für einen Wertverlust der Ware
  • 1. Grundzüge der Rechtslage
  • 2. Effektivität bei speziellen Regelungsaspekten
  • a) Rückwirkungen entstehender und entstandener Wertersatzansprüche auf die Effektivität
  • b) Annäherung der Prüfungsmöglichkeit an den stationären Handel
  • aa) Uneindeutigkeit des Begriffes "Funktionsweise"
  • bb) Mit der Ware "nur so umgehen und sie nur so in Augenschein nehmen", wie der Verbraucher dies im stationären Handel dürfte
  • cc) Vergleichbare Ladengeschäfte: Fachgeschäft, Discounter oder "Median Markt"?
  • c) Ausgangspunkt der Berechnung des Wertersatzes unter Effektivitätsgesichtspunkten
  • aa) Regelung bei Dienstleistungsverträgen als Basis eines Vergleichs
  • bb) Vergleich der Wertungen und Rückwirkung auf Kaufverträge
  • cc) Fazit
  • d) Beweislast
  • e) Effektivitätsfördernde Maßnahmen als Effektivitätshindernis: Prüfung und Verhaltensanomalien
  • f) Problem einer "alles oder nichts"-Lösung
  • g) Nebeneinander von Wertersatz und Sachrückgewähr: Das Problem des vollständigen Wertverlusts der Ware
  • h) Zusammenfassung
  • 3. Opportunismus
  • a) Die wertmindernde Nutzung über die Prüfung hinaus als "Klassiker des Opportunismus"
  • b) Geringe abschreckende Wirkung für opportunistisch handelnde Verbraucher
  • aa) Schwierigkeit einer Abgrenzung der Funktionsprüfung von darüber hinausgehender Nutzung und Beweisprobleme
  • bb) Geringer Wertverlust durch über eine Überprüfung hinausgehenden Gebrauch
  • cc) Etwaige Reputationsverluste
  • dd) Fazit
  • c) Zusätzliche Information über Möglichkeiten, Wertersatzpflichten zu vermeiden
  • d) Zusammenfassung
  • 4. Übernahme des Zufallsrisikos durch den Unternehmer im Spannungsverhältnis zwischen Effektivität und Opportunismus
  • a) Das Tragen des Zufallsrisikos durch den Unternehmer im Lichte der Effektivität
  • b) Entstehen von Möglichkeiten opportunistischen Verhaltens
  • aa) Behaupteter Diebstahl
  • bb) Durch zufälligen Untergang ausgelöster Widerruf
  • c) Zusammenfassung
  • 5. Ergebnis
  • V. Nutzungsherausgabe und -ersatz
  • 1. Grundzüge und mögliche Hintergründe der Rechtslage
  • a) Verzicht von Richtliniengeber und nationalem Gesetzgeber auf Nutzungsersatzansprüche und Nutzungsherausgabeansprüche
  • b) Schwierigkeit der Feststellung von Nutzungen und Verfolgung von Ansprüchen auf Nutzungsherausgabe
  • c) Rechtfertigung aufgrund typischerweise geringwertiger, sich ausgleichender Ansprüche
  • d) Zusammenfassung
  • 2. Nutzungen des Verbrauchers
  • a) Verzicht auf Nutzungsersatz zulasten des Verbrauchers zur Gewährleistung von Effektivität?
  • aa) Beeinflussung der Widerrufsentscheidung aufgrund der Kosten
  • (1) Relevanz der Kosten (nur) bei Nutzungsersatzansprüchen
  • (2) Gewährleistung von Effektivität durch Angemessenheit der Kosten
  • (3) Gefährdung der Effektivität durch Beweislast oder Beweislasterleichterungen
  • bb) Gefahr der Verhinderung einer umfangreichen Prüfung
  • cc) Fazit
  • b) Gefahr von Opportunismus mangels Nutzungsersatzes
  • aa) Nutzung als Verstoß gegen Grundsätze des bürgerlichen Rechts
  • bb) Kein Anreiz zum Unterlassen einer übermäßigen Nutzung (ex post)
  • cc) Mangelnde Sanktionsmöglichkeit von faktischer Leihe
  • dd) Fazit
  • c) Zusammenfassung
  • d) Übermäßige Nutzung de lege ferenda
  • aa) Ausschluss des Widerrufsrechts bei übermäßiger Nutzung als Ausgleich zwischen Effektivität und Opportunismus?
  • (1) Entwicklungen in der Schweiz
  • (2) Bewertung der Ausschlussregelung
  • (a) Eignung zur Verhinderung opportunistischen Verhaltens
  • (b) Erhöhung der Transaktionskosten und Probleme hinsichtlich der Ressourcenallokation
  • (c) Erhöhung der abschreckenden, effektivitätseinschränkenden Wirkung auch für rechtstreue Verbraucher
  • (3) Zwischenergebnis
  • bb) Statuieren von Nutzungsersatz- und Nutzungsherausgabeansprüchen
  • (1) Grundlagen einer Neuregelung
  • (2) Potentielle Risiken
  • (3) Notwendigkeit einer Unterscheidung der Vertriebsformen?
  • (4) Zwischenergebnis
  • cc) Fazit
  • 3. Nutzungen des Unternehmers
  • a) Nutzungen bei hinreichender Information
  • b) Nutzungen bei Verletzung der Informationspflichten
  • aa) Sanktionen im deutschen Recht
  • bb) Notwendigkeit des Anspruchs zur Gewährleistung der Effektivität
  • cc) Gefahr der Ausnutzung durch Verbraucher
  • (1) Kaufvertrag mit Widerrufsrecht als Geldanlagemöglichkeit
  • (2) Verzögerung der Widerrufserklärung
  • (3) Zwischenergebnis
  • dd) Fazit
  • 4. Ergebnis
  • VI. Aufwendungsersatz
  • 1. Ersatzansprüche hinsichtlich der Verpackung
  • a) Grundzüge der Rechtslage
  • b) Analogie zu Versandkosten zugunsten der Effektivität (insbesondere nach früherer Rechtslage)?
  • c) Verpackungskosten als mittelbare Kosten der Rücksendung
  • d) Anspruch auf Ersatz der Kosten für das Verpackungsmaterial und Informationspflichten de lege ferenda
  • e) Zusammenfassung
  • 2. Verwendungsersatzansprüche des Verbrauchers
  • a) Grundzüge der Rechtslage
  • b) Verwendungen im Spannungsverhältnis von Opportunismus und Effektivität
  • aa) Verwendungen bei hinreichender Information
  • bb) Verwendungen bei Verletzung der Informationspflichten
  • cc) Fazit
  • 3. Ergebnis
  • VII. Das Rückgewährschuldverhältnis als "beweglicheres System"
  • Zusammenfassung und Schlussbetrachtung
  • I. Generelle Zusammenfassung in Thesen
  • II. Thesen, die Anregungen zu Rechtsänderungen enthalten
  • III. Schlussbetrachtung
  • Literaturverzeichnis
  • Sachregister
DNB DDC Sachgruppen

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