Die Kirche der Reinen

Kirchen- und sozialhistorische Studie zu den Novatianern im 3. bis 5. Jahrhundert
 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen im September 2015
  • |
  • XV, 229 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-16-153959-6 (ISBN)
 
Als in Rom im Jahre 251 die sogenannte decische Christenverfolgung ein Ende fand, begann ein innerkirchliches Drama der zuerst in der römischen Gemeinde, später aber unter allen Christen in der damaligen Welt Aufruhr schürte. Beseelt von dem Gedanken einer "reinen" Kirche, in der die Sünder keinen Platz mehr haben sollten, gründete Novatian eine Sonderkirche, die schnell im Römischen Reich Anhänger fand. Wer waren diese Gläubigen, die die christliche Entwicklung großer Teile des westlichen Kleinasiens beeinflusst zu haben schienen? Ihre Lehren waren unbequem, streng und rigoristisch, ihre Auffassung von Gott in den Augen anderer Christen oft unbarmherzig. Dennoch besaßen sie eine Attraktivität, die ihnen (wie lange??) ein Überleben trotz Anfeindungen und Verfolgungen ermöglicht hatte. Vera Hirschmann spürt dieser Attraktivität nach und setzt sich mit der Kirche der Novatianer bewusst nicht von vornherein als einer "Häresie", sondern als einer echten Alternative für viele damalige Christen auseinander.
 
Als in Rom im Jahre 251 die sogenannte decische Christenverfolgung ein Ende fand, begann ein innerkirchliches Drama der zuerst in der römischen Gemeinde, später aber unter allen Christen in der damaligen Welt Aufruhr schürte. Beseelt von dem Gedanken einer "reinen" Kirche, in der die Sünder keinen Platz mehr haben sollten, gründete Novatian eine Sonderkirche, die schnell im Römischen Reich Anhänger fand. Wer waren diese Gläubigen, die die christliche Entwicklung großer Teile des westlichen Kleinasiens beeinflusst zu haben schienen? Ihre Lehren waren unbequem, streng und rigoristisch, ihre Auffassung von Gott in den Augen anderer Christen oft unbarmherzig. Dennoch besaßen sie eine Attraktivität, die ihnen (wie lange??) ein Überleben trotz Anfeindungen und Verfolgungen ermöglicht hatte. Vera Hirschmann spürt dieser Attraktivität nach und setzt sich mit der Kirche der Novatianer bewusst nicht von vornherein als einer "Häresie", sondern als einer echten Alternative für viele damalige Christen auseinander.
  • Deutsch
  • Tübingen
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  • Deutschland
  • Für Beruf und Forschung
  • 3,46 MB
978-3-16-153959-6 (9783161539596)
10.1628/978-3-16-153959-6
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  • Cover
  • Vorwort und Danksagungen
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Kapitel 1: Einleitung
  • Kapitel 2: Einordnung der Studie in die Forschungssituation
  • Kapitel 3: Die Quellen
  • 3.1. Die Inschriften
  • 3.2. Die Schriften Novatians
  • 3.3. De Trinitate
  • 3.4. Die Briefe des Cyprian
  • 3.5. Der Briefwechsel zwischen Novatian und Cyprian
  • 3.5.1. Brief 30
  • 3.5.2. Brief 31
  • 3.5.3. Brief 36
  • 3.6. St. Autonomos von Bithynien
  • 3.7. Eusebius von Caesarea
  • 3.7.1. Brief des Cornelius von Rom an Fabius von Antiochia (Eusebius, HE 6,43,5-22)
  • 3.7.2. Dionysius von Alexandria an Fabius von Antiochia (Eusebius, HE 6,44,2-6 und 6,45)
  • 3.8. Pacian von Barcelona
  • 3.9. Ambrosius von Mailand
  • 3.10. Philostorgius
  • 3.11. Sokrates
  • 3.12. Sozomenos
  • 3.13. Eulogius von Alexandria
  • Kapitel 4: Der novatianische Konflikt in der römischen Gemeinde
  • 4.1. Die Situation der römischen Gemeinde zwischen 250 und 251
  • 4.2. Die historische Parallele Hippolytos und Novatian
  • 4.3. Der Sieg des Cornelius und das Schisma von 251
  • 4.4. Das Schicksal der Novatianer in Rom nach der Trennung von der römischen Gemeinde
  • Kapitel 5: Die Entwicklung der novatianischen Kirche in Kleinasien
  • 5.1. Die Novatianer in Konstantinopel
  • 5.2. Das Zeitalter Konstantins d. Gr.
  • 5.3. Die Jahre bis zum Beginn der Herrschaft Theodosius' I. (337-379)
  • 5.3.1. Konstantius II. (337-361)
  • 5.3.2. Julian Apostata (361-363)
  • 5.3.3. Jovian (363-364)
  • 5.3.4. Valens (364-378)
  • 5.3.5. Gratian 367-383/Theodosius I
  • 5.4. Von Theodosius I. bis Theodosius II.
  • 5.4.1. Theodosius I. (379-395)
  • 5.4.2. Arcadius (395-408)
  • 5.4.3. Theodosius II. (408-450)
  • 5.5. Conclusio
  • Kapitel 6: Das kleinasiatische Hinterland
  • 6.1. Die literarischen und die epigraphischen Quellen
  • 6.2. Die Ausbreitung der novatianischen Kirche in Kleinasien
  • 6.3. Einigkeit und Spaltung
  • 6.4. »The Hotbed of Heresies«
  • 6.5. Die Herkunft Novatians
  • 6.6. Das epigraphische Material aus Kleinasien
  • 6.6.1. Grabschrift des Presbyters Abras
  • 6.6.2. Grabschrift des Diakons Tieos
  • 6.6.3. Grabschrift des Presbyters Marcus
  • 6.6.4. Inschrift des novatianischen Abtes Zosimos
  • 6.6.5. Grabschrift der Asketin Melanippe
  • 6.6.6. Grabschrift des Presbyters Eugenios
  • 6.6.7. Dedikation für den Bischof Severus und seinen Nachfolger Eugenios
  • 6.6.8. Grabschrift der Doudousa
  • 6.6.9. Grabschrift des Diomedes
  • 6.6.10. Grabschrift des Alexander
  • 6.6.11. Grabschrift der Novatianerin Ammia
  • 6.6.12. Die Inschrift der Attia
  • 6.6.13. Versinschrift des Domnus
  • 6.7. Conclusio
  • 6.7.1. Die Identitätsbildung
  • 6.7.2. Die Klerikerdichte
  • 6.7.3. Die Asketen
  • 6.7.4. Die Theologie
  • 6.8. Die kleinasiatischen Engel und die Christologie Novatians
  • 6.8.1. Erstes Beispiel für Theos Hypsistos (Stratonikea)
  • 6.8.2. Zweites Beispiel (Amastris)
  • 6.8.3. Drittes Beispiel
  • 6.8.4. Viertes Beispiel (Temrek/Lydien)
  • 6.9. »???? s?f????ste?a.« Die Bußdiziplin der Novatianer und die kleinasiatischen Beichtinschriften
  • Anhang: Zeittafel
  • Bibliographie
  • Quellenausgaben
  • Epigraphische Sammlungen und Corpora
  • Lexika
  • Sekundärliteratur
  • Quellenverzeichnis
  • Bibel
  • Altes Testament
  • Neues Testament
  • Alttestamentliche Apokryphen
  • Apostolische Väter
  • Corpora
  • Antike Autoren
  • Inschriften
  • Autorenverzeichnis
  • Sachverzeichnis

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