Nur der Wüstenmond schaut zu

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 12. November 2020
  • |
  • 144 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7515-0442-3 (ISBN)
 
Sie ist ganz nach seinem Geschmack - sexy, temperamentvoll und sinnlich. Zu gerne würde Khalil al Bakir die schöne Elena erobern. Doch sie ist tabu: Elena ist die Braut seines Widersachers! Aber in den heißen Nächten der Wüste hat die Liebe ihre eigenen, höchst erotischen Regeln ...
Aufgewachsen in Pennsylvania, ging Kate nach ihrem Abschluss nach New York, um ihre bereits im College angefangene Karriere als Schauspielerin weiter zu verfolgen. Doch ihre Pläne änderten sich, als sie ihrer großen Liebe über den Weg lief. Bereits zehn Tage nach ihrer Hochzeit zog das verheiratete Paar nach England, wo Kate unter anderem als Schauspiellehrerin, Redaktionsassistentin und Sekretärin jobbte, bis bald darauf ihr erstes Kind auf die Welt kam. Kate, die mit 13 Jahren zum ersten Mal einen Liebesroman von Mills & Boon gelesen hatte und seither jede Romance begeistert verschlang, die sie in die Hände bekam, übte sich nun während ihrer Zeit als Mutter selbst an der Schriftstellerei. Als ihre Tochter ein Jahr alt war, der erste Erfolg: Sie verkaufte ihre erste Kurzgeschichte an das britisches Magazin "The People's Friend" Für sie gehören Eifer und Ausdauer genauso zum Schreiben wie Fantasie und Leidenschaft: "Schreibe jeden Tag", rät sie allen Hobbyautoren, "und wenn es nur 10 bis 15 Minuten sind!" Neben dem Schreiben liebt sie zu lesen, reisen und zu stricken. Unheimlich gerne würde sie auch ein Musikinstrument erlernen. Sollte es in ihrer Schreibkarriere einmal schlechter laufen, könnte sie sich auch einen Job als Kinderbibliothekarin vorstellen. Kate lebt mit ihrem Mann und ihren fünf Kindern im lieblichen Cotswolds in England und genießt das Landleben in vollen Zügen. Das Familienleben mit all seinen kleinen Gewohnheiten hat bei ihr dabei oberste Priorität. "Es ist so einfach, in Eile und beschäftigt zu sein - besonders mit fünf Kindern! - darum ist es umso wichtiger, sich so oft wie möglich zusammenzusetzen und über alle möglichen Dinge zu reden, die nichts mit dem Job oder unseren To-Do-Listen zu tun haben. Diese Augenblicke mit meinem Mann sind der Ausgleich, den ich brauche - und die uns das Gefühl geben, noch immer genauso jung und verliebt zu sein wie damals.

1. KAPITEL

"Irgendetwas stimmt hier nicht ."

Die Worte des Stewards drangen nur am Rande in Elena Karras Bewusstsein. Sie hatte soeben den königlichen Jet verlassen und schritt nun die Gangway herab, an deren Ende sie von einem Mann in dunklem Anzug erwartet wurde. Sein strenges Gesicht verriet keinerlei Gefühlsregung, als er Elena förmlich begrüßte.

"Königin Elena. Willkommen in Kadar."

"Danke."

Der Mann verbeugte sich und zeigte auf drei gepanzerte SUVs, die neben der mitten in der Wüste gelegenen Landebahn standen. "Bitte folgen Sie uns", sagte er höflich, aber bestimmt und trat beiseite, damit Elena, Königin von Thallia, an ihm vorbei auf die Autos zugehen konnte.

Sie straffte die Schultern und hob das Kinn. Bei ihrer Ankunft zu ihrer Hochzeit mit Scheich Aziz al Bakir hatte sie zwar nicht gerade mit Fanfarenklängen gerechnet, aber zumindest mit einem etwas feierlicheren Empfang. Hier war nichts anderes zu sehen als ein paar Wachmänner und Autos mit verdunkelten Fensterscheiben.

Allerdings wusste Elena, dass Scheich Aziz wegen der unsicheren Zustände in seinem Land ihre Ankunft zunächst geheim halten wollte. Seitdem er vor etwas über einem Monat den Thron bestiegen hatte, war Kadar von mehreren kleineren Aufständen erschüttert worden. Bei ihrem letzten Treffen hatte er ihr zwar versichert, alles im Griff zu haben, aber vermutlich wollte er trotzdem gewisse Sicherheitsmaßnahmen treffen.

Elena kannte ihren zukünftigen Mann kaum. Doch für Aziz war diese Ehe ebenso wichtig wie für sie. Sie brauchte einen Ehemann genauso dringend wie er eine Ehefrau.

"Hier entlang, Eure Hoheit."

Der Mann, der sie empfangen hatte, begleitete sie zu einem der SUVs. Um Elena herum breitete sich die Wüste endlos in der Dunkelheit aus; zu dieser Nachtzeit war es empfindlich kalt. Als ihr Führer die Tür des Fahrzeugs öffnete, legte Elena den Kopf in den Nacken, um die unzähligen funkelnden Sterne am schwarzen Nachthimmel zu betrachten.

"Königin Elena!"

Der Ruf klang so panisch, dass sie sich unwillkürlich versteifte. Er kam vom Steward. Was hatte er vorhin noch gesagt? Irgendetwas stimmt hier nicht.

Als sie sich nach dem Jet umdrehen wollte, wurde sie von einer Hand im Rücken daran gehindert. "Steigen Sie ein, Eure Hoheit."

Ihr wurde eiskalt. Die tiefe Stimme des Mannes hinter ihr klang eisig und entschlossen - ganz anders als gerade eben, wo er sie noch höflich willkommen geheißen hatte. Es wäre vermutlich ein fataler Fehler, jetzt in diesen Wagen zu steigen.

"Einen Moment", murmelte sie und bückte sich zu einem ihrer Schuhe, um etwas Zeit zu gewinnen. Panik überwältigte sie. Sie konnte kaum noch klar denken, doch sie zwang sich dazu, ruhig zu bleiben. Sie musste einen klaren Kopf bewahren. Irgendetwas lief hier schief. Dieser Fremde hier gehörte eindeutig nicht zu Aziz' Leuten. Wer auch immer er war, sie musste weg von ihm. Irgendwie musste sie fliehen - und zwar in den nächsten Sekunden.

Kalte Entschlossenheit erfüllte sie. Diese Situation war surreal, aber eindeutig bedrohlich.

Und wieder ist mein Leben in Gefahr .

Elena hatte dem Tod schon einmal ins Auge gesehen. Sie wusste, was für ein Gefühl es war, damit konfrontiert zu werden - und zu überleben. Genauso wie sie wusste, dass ihr die Flucht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr gelingen würde, sobald sie in diesen Wagen stieg.

An ihrem Schuh herumnestelnd, dachte sie fieberhaft nach. Wenn sie ihre Pumps abstreifte, konnte sie versuchen, zum Jet zurückzusprinten. Der Steward war offensichtlich ein Getreuer von Aziz. Wenn es ihnen gelang, die Tür des Jets zu schließen, bevor dieser Mann ihr folgte .

Ja, das war besser, als in die dunkle Wüste zu flüchten. Es war sogar ihre einzige Option.

"Eure Hoheit?" Der Mann drängte sie ungeduldig vorwärts. Elena holte tief Luft, streifte ihre Pumps ab und rannte.

Der Wind trieb ihr den Wüstensand ins Gesicht, als sie auf den Jet zulief. Sie hörte ein Geräusch hinter sich und spürte, wie jemand sie um die Taille packte und sie hochhob.

Selbst dann noch setzte sie sich vehement zur Wehr. Sie trat um sich, doch der Körper des Mannes fühlte sich so unnachgiebig an wie eine Steinmauer. Doch Elena würde vor nichts zurückschrecken, um ihre Freiheit wiederzuerlangen.

Endlich gelang es ihr, seine Kniescheibe zu treffen. Sie trat ein zweites Mal kräftig nach, sodass der Mann strauchelte und mit ihr zu Boden fiel. Der Aufprall war heftig, doch binnen Sekunden war Elena auf allen vieren und versuchte, aufzustehen. Mit einem Satz warf der Mann sich auf sie, sodass sie unter ihm gefangen lag.

"Ich bewundere Ihren Mut, Eure Hoheit", flüsterte er ihr heiser in ein Ohr. "Und Ihre Hartnäckigkeit. Aber ich befürchte, das bringt Sie jetzt nicht weiter."

Elena blinzelte. Sie hatte Wüstensand in den Augen, und der Jet stand immer noch hundert Meter entfernt. Wie weit war sie gekommen? Drei Meter? Fünf?

Der Mann rollte sie auf den Rücken und stützte die Hände zu beiden Seiten ihres Kopfes auf. Keuchend blickte sie zu ihm auf. Das Herz schlug ihr bis zum Hals. Er war über sie gebeugt wie ein Panther und sah sie aus hellen bernsteinfarbenen Augen an, die ebenfalls etwas verwirrend Raubtierhaftes besaßen. Sein markantes Gesicht war wie gemeißelt. Elena konnte seine Hitze spüren und seine Kraft. Dieser Mann strahlte Macht aus. Autorität. Gefahr.

"Sie hätten es nie zurück zum Flugzeug geschafft", sagte er mit trügerisch sanfter Stimme. "Und selbst wenn doch, die Crew ist mir gegenüber loyal."

"Aber meine Wachen ."

"Habe ich bestochen."

"Der Steward ."

"Ist machtlos."

Elena starrte ihn entsetzt an, versuchte jedoch, ihre Angst zu verbergen. "Wer sind Sie?", fragte sie mit erstickter Stimme.

Er entblößte die Zähne zu einem grimmigen Lächeln. "Der künftige Herrscher von Kadar."

Mit einer fließenden Bewegung rollte er von ihr herunter, packte Elena an einem Handgelenk und zog sie hoch. Sie noch immer am Arm haltend, führte er sie zurück zu dem SUV, vor dem zwei weitere Männer warteten. Ihre Gesichter waren völlig ausdruckslos. Einer von ihnen öffnete die hintere Tür, und ihr arroganter Kidnapper, wer auch immer er war, verbeugte sich mit gespielter Höflichkeit. "Nach Ihnen, Eure Hoheit."

Elena warf einen Blick in den dunklen Wagen. Sie konnte nicht einsteigen. Sobald sie das tat, würde man die Türen verschließen und sie würde die Gefangene dieses Mannes sein.

Auf der anderen Seite war sie bereits seine Gefangene, und sie hatte ihre einzige Chance zur Flucht vertan. Vielleicht musste sie ihre Strategie ändern. Wenn sie jetzt die Fügsame und Verängstigte mimte, ergab sich vielleicht eine weitere Fluchtmöglichkeit. Außerdem würde sie sich dafür noch nicht mal verstellen müssen. Sie war starr vor Angst.

Sie drehte sich zu dem Mann um, der ihren Blick kalt und belustigt erwiderte, so als könne er ihre Gedanken lesen.

"Sagen Sie mir, wer Sie wirklich sind."

"Das habe ich bereits, Eure Hoheit. Sie strapazieren meine Geduld. Steigen Sie jetzt bitte ein."

Er war immer noch höflich, aber der drohende Unterton in seiner Stimme war nicht zu überhören. Sein Blick war völlig mitleidlos. Ihr blieb anscheinend keine andere Wahl.

Ängstlich stieg sie in den Wagen.

Der Mann setzte sich sofort neben sie, und jemand schloss von draußen die Tür. Das Geräusch der Zentralverriegelung hallte in der angespannten Stille wider. Der Mann warf ihr ihre Pumps in den Schoß. "Die brauchen Sie vielleicht noch." Er sprach akzentfrei Englisch, war jedoch eindeutig Araber. Seine Haut war dunkel wie Bronze und sein Haar tiefschwarz. Seine hohen Wangenknochen verliehen ihm ein aristokratisches Aussehen.

Elena streifte sich die Pumps über. Ihr Haar war völlig zerzaust, eins ihrer Knie zerkratzt und der Rock ihres marineblauen Kostüms zerrissen.

Tief Luft holend strich sie sich das Haar hinter die Ohren und rieb sich den Sand aus dem Gesicht. Sie warf einen Blick aus dem Fenster, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wo sie hinfuhren, konnte jedoch nur ein paar schemenhafte Felsen durch das getönte Glas erkennen.

Verstohlen musterte Elena ihren Kidnapper. Er hatte die Hände locker auf die Oberschenkel gelegt und wirkte einerseits entspannt und seiner Sache völlig sicher, zugleich aber auch wie auf dem Sprung. Wer war er? Warum hatte er sie entführt?

Und wie konnte sie sich von ihm befreien?

Denk nach, schärfte sie sich ein. Rational zu denken, war das beste Gegenmittel gegen Angst. Der Mann musste einer jener aufständischen Rebellen sein, die Aziz erwähnt hatte. Er hatte sich als künftiger Herrscher von Kadar bezeichnet, was bedeutete, dass er Anspruch auf Aziz' Thron erhob. Vermutlich hatte er sie entführt, um ihre Hochzeit zu verhindern. Kannte ihr Entführer etwa die im Testament von Aziz' Vater festgelegten Bedingungen?

Elena hatte davon erfahren, als sie Aziz vor ein paar Wochen bei einer diplomatischen Feier kennengelernt hatte. Sein Vater, Scheich Hashem, war damals gerade gestorben, und Aziz hatte gewitzelt, dass er dringend eine Frau brauchte. Elena hatte zuerst nicht gewusst, ob sie ihn ernstnehmen sollte, doch dann hatte sie die gleiche Verzweiflung in seinem Blick gesehen, die sie selbst empfand.

...

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