Wandervögler

Warum Männer unbedachter fremdgehen
 
 
Kösel-Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 28. Juli 2011
  • |
  • 352 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-06102-9 (ISBN)
 
Warum gehen gewisse Männer derart unbedacht fremd, dass sie kamikazeähnlich ihre Ehen, Familien und gar ihre Reputation zerstören? Weil sie hilflos ihren Androgenschüben ausgeliefert sind? Oder via Seitensprung meinen, ihr Ego aufbauen zu können? Um dann, sollte die Sache auffliegen, völlig fassungslos vor den negativen Konsequenzen zu stehen.

Catherine Herriger geht den Hintergründen dieser männlich-temporären Sex- und Beziehungsdummheit auf den Grund. Mit humorvoller Sachlichkeit beantwortet sie die Frage, warum viele Männer naiverweise meinen, sich unbeschadet Auszeiten in Ehe oder Partnerschaft erlauben zu dürfen.

  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
Kösel
  • Breite: 155 mm
  • 0,84 MB
978-3-641-06102-9 (9783641061029)
3641061024 (3641061024)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Auf den Spuren unbedachter Männer (S. 58-59)

Des Rätsels Lösung? Das Zuviel an und von Frauen


Um eine männlich-kindliche, vorwiegend narzisstisch geprägte Entwicklung nachvollziehen zu können, müssen wir einen Blick auf die ersten Jahre inmitten der Herkunftsfamilie richten, auf eine Zeit, in der der Junge noch im engsten und damit prägendsten Kontakt mit seinen unmittelbaren Bezugspersonen steht. Vom gleichgeschlechtlichen Elternteil schauen Kinder aufs Genaueste das Auftreten, Verhalten und gewisse geschlechtsspezifische Stereotype ab, gegen die sie früher oder später, je nach Entwicklung, rebellieren werden. Oder sogar rebellieren müssen, um ein eigenes, also selbstbestimmtes Lebenskonzept entwickeln zu können.

Auf den einfachsten Nenner gebracht, heißt dieser oftmals beidseitig langatmige bis schmerzhafte Prozess dann schlicht »Abnabelung«. Direkt dramatische Ausmaße kann dieser Prozess mit dem gegengeschlechtlichen Elternteil annehmen! Denn dieser neigt von Anfang an dazu, ein Kind mit emotional-idealtypischen Vorstellungen und Fantasien zuzudecken und damit eng an sich zu binden. Logisch, dass sich hier Konflikte aufbauen können, die sich erst Jahre später manifestieren werden.

Dann nämlich, wenn die Kinder aus den ihnen zugewiesenen Rollen und aus dem Kokon an elterlichen Fantasien schlüpfen wollen, um ein möglichst unabhängiges Lebenskonzept entwickeln zu können. Es sind keine Klischees, dass Väter in ihrer Tochter nur allzu gerne eine kluge, sie dabei aber rückhaltlos bewundernde und anschmiegsame Prinzessin sehen und als solche bewahren möchten. Rührend, wie das jeweilige Töchterchen den Papa um das kleine Fingerchen wickeln kann und Papa das jahrelang genießen darf. Schwierig wird es erst, wenn sich aus der niedlichen kleinen Prinzessin eine bockige junge Frau schälen will.

Da stürzen ganze Welten ein und Papa hat auf Dauer keine andere Wahl, als einfach zu schlucken und sein Prinzessinnenbild eventuell ganz verabschieden zu müssen. Bei einem Sohn dürfen die Mütter etwas länger träumen. Und meinen, sich einen Märchenprinzen herangezüchtet zu haben, einen nahezu perfekten Mann, wie sie vorher noch keinen kannten. Versteckt gehegte Träume und Sehnsüchte scheinen hier endlich in Erfüllung zu gehen, wogegen eine Tochter selbstverständlicher, quasi nebensächlicher bleibt, weil sie auf eine Weise ja »nur« eine verkleinerte Kopie, eine Reproduktion der Mutter ist.

Studien belegen, dass männliche Säuglinge mehr beachtet, häufiger gestreichelt und liebevoller umsorgt werden. Und dass die Muttermilch eine bessere Qualität aufweist, mit fast einem Viertel mehr Energiegehalt, als bei einem Mädchen. Die frühe Liebesgeschichte zwischen Mutter und Sohn ist nicht zu unterschätzen – und wird auch später noch markante Kreise ziehen. »Jede Mutter hofft, dass ihre Tochter einen besseren Mann bekommt als sie selber, und ist überzeugt, dass ihr Sohn niemals eine so gute Frau bekommen wird wie sein Vater«, lautet diesbezüglich ein Zitat des dänischen Schriftstellers Martin Andersen Nexö (1869–1954), dreifach verheiratet und mehrfacher Vater.

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