Stressorbasierte Psychotherapie

Belastungssymptome wirksam transformieren - ein integrativer Ansatz
 
 
Kohlhammer (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 25. Oktober 2017
  • |
  • 196 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-17-033492-2 (ISBN)
 
Das gesellschaftliche Bewusstsein für die Folgen interpersoneller Gewalt insbesondere an Kindern und Jugendlichen ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. Dazu hat die psychotraumatologische Forschung wesentlich beigetragen, indem sie eindeutig darauf hinweist, dass unverarbeitete belastende Lebenserfahrungen in Form chronischer Stress- und Affektdysregulation Ursache für eine Vielzahl psychischer und körperlicher Störungen sein können. Transdiagnostisch und am neuen Lernparadigma der Gedächtnisrekonsolidierung ausgerichtet, bietet dieser Ansatz Psychotherapeuten einen innovativen und integrativen konzeptuellen Rahmen sowie einen methodenübergreifenden Behandlungsalgorithmus, der diesen Erkenntnissen Rechnung trägt.
  • Deutsch
  • Stuttgart
  • |
  • Deutschland
  • 4,22 MB
978-3-17-033492-2 (9783170334922)
3170334921 (3170334921)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Dr. Thomas Hensel ist als niedergelassener Psychotherapeut (PP, KJP) in seiner Praxis in Offenburg tätig und bildet als Gründer und Leiter des Weiterbildungsinstituts "Kinder Trauma Institut" Psychotherapeuten in der speziellen Psychotraumatherapie mit Kindern und Jugendlichen aus. Schwerpunkte seiner Arbeit: Psychotraumatologie, Psychotraumatherapie, EMDR.
  • Deckblatt
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhalt
  • Geleitwort
  • Vorwort
  • Stressorbasierte Psychotherapie - Überblick
  • Das Störungsmodell
  • Die klinische Praxis
  • 1 Grundlegende Menschenbildannahmen - Ein bedeutsamer Wirkfaktor in der Psychotherapie
  • 1.1 Das Weltbild des Therapeuten - Ein heimlicher Wirkfaktor
  • 1.2 Der Therapeut und seine Präferenzen
  • 1.3 Der Klient und seine Präferenzen
  • 1.4 Das Menschenbild des stressorbasierten Ansatzes
  • 1.4.1 Personalität, Individualität und inhärentes Gutsein
  • 1.4.2 Inneres Potenzial konstruktiver ressourcenhafter Kräfte
  • 1.4.3 Tiefendimension, innerer Kompass, Werte und Ganzheit
  • 2 Belastende Lebenserfahrungen - Für eine ätiologische Orientierung in der Psychotherapie
  • 2.1 Grundlegende Bemerkungen
  • 2.2 Adverse Childhood Experiences-Study (ACE-Studie)
  • 2.2.1 Kausalität
  • 2.2.2 Phänomenologische Vielfalt der Traumafolgestörungen
  • 2.2.3 Stressorkontinuum
  • 2.3 Epigenetik - Die gute Nachricht
  • 3 Maladaptive Verarbeitung - Der Prozess der verzerrten Symbolisierung von belastenden Erfahrungen
  • 3.1 Begriffsklärung: Trauma, Erfahrung, Verarbeitung
  • 3.1.1 Der Traumabegriff
  • 3.1.2 Der Erfahrungsbegriff
  • 3.1.3 Der Begriff der Verarbeitung einer Erfahrung
  • 3.2 Modelle maladaptiver Verarbeitung
  • 3.2.1 Der personzentrierte Ansatz (Rogers, 1987)
  • 3.2.2 Das Störungsmodell nach Grawe (1998, 2004)
  • 3.2.3 Traumaorientierte Modelle maladaptiver Verarbeitung
  • 3.3 Die Phänomenologie maladaptiver Verarbeitung
  • 3.3.1 Chronische Emotions- und Stressdysregulation
  • 3.3.2 Kontrollverlustempfinden - Subjektiver Kern der maladaptiven Verarbeitung
  • 4 Subjektiv bedeutsamer Stressor - Ursache und organisierendes Prinzip psychischer und somatischer Dysfunktionalität
  • 4.1 Definition: Subjektiv bedeutsamer Stressor
  • 4.2 Die vielen Gesichter des subjektiven Stressors
  • 4.2.1 Entfremdung vom eigenen Selbst
  • 4.2.2 Vom Schneeball zur Lawine
  • 4.2.3 Adaptive negative Gefühle
  • 4.3 Somatische Folgen chronischer Stressdysregulation
  • 5 Stressorkompensatorisches Schema - Transdiagnostisches Verständnis der Symptomatik
  • 5.1 Aktuelle Entwicklungen in der Diagnostik stressorreaktiver Störungen
  • 5.1.1 DSM-5® (Diagnostisches und statistisches Manual psychischer Störungen)
  • 5.1.2 ICD-11
  • 5.1.3 Modell der Anpassungsstörung (Maercker, Einsle & Köllner, 2007)
  • 5.1.4 Entwicklungsbezogene Traumafolgestörung (van der Kolk et al., 2009)
  • 5.1.5 Der Ökophänotyp »Interpersonelle Gewalterfahrungen in der Kindheit« (Teicher & Samson, 2013)
  • 5.2 Kritik der kategorialen Diagnostik stressorreaktiver Störungen
  • 5.2.1 Traumafolgestörungen sind nur als Prozessgeschehen nachzuvollziehen
  • 5.2.2 Das Problem der Komorbidität
  • 5.2.3 Diagnostische Kategorien sind nicht handlungsleitend für die Behandlungsplanung
  • 5.3 Ein transdiagnostisches Modell der Traumafolgestörungen
  • 5.3.1 Die Symptomatik als stressorkompensatorisches Schema
  • 5.3.2 Die Symptomphänomenologie folgt der Funktion
  • 6 Stressornetzwerk - Ansatzpunkt klinischen Handelns
  • 6.1 Das Stressornetzwerk
  • 6.1.1 Der subjektiv bedeutsame Stressor (verzerrt symbolisierte biografische Primärerfahrung)
  • 6.1.2 Die kompensatorische Symptombildung (Gegenregulationsversuche des Organismus)
  • 6.1.3 Die assoziative Verknüpfung mit aktuellen Reizkonstellationen (Trigger)
  • 6.2 Integriertes Gedächtnismodell (Lane et al., 2015)
  • 6.2.1 Belastende autobiografische Erinnerungen (pathogen gespeicherte Erinnerungen)
  • 6.2.2 Dysfunktionale Selbstüberzeugungen
  • 6.2.3 Implizite und explizite maladaptive emotionale Reaktionsmuster/Schemata
  • 7 Gedächtnisrekonsolidierung - Ein neues Paradigma psychotherapeutischer Transformationsprozesse
  • 7.1 Das Modell der allgemeinen Wirkfaktoren in der Psychotherapie (Grawe 1998)
  • 7.2 Gedächtnisrekonsolidierung - ein natürlicher neurobiologischer Selbstheilungsprozess
  • 7.3 Grundlagen einer rekonsolidierungsorientierten Psychotherapie - das systematische, aktive und adaptive Verändern pathogen gespeicherter Erinnerungen
  • 7.3.1 Problemaktualisierung
  • 7.3.2 Diskrepanzerfahrung durch Ressourcenaktivierung
  • 7.3.3 Duale Aufmerksamkeit - Dualer Fokus
  • 7.3.4 Der Algorithmus psychischer Transformationsprozesse nach Rekonsolidierungskriterien
  • 8 Therapeutische Beziehung - Fundament methodischen Arbeitens
  • 8.1 Die Bedeutung der Beziehung für den therapeutischen Prozess - Allianz
  • 8.2 Modelle der Beziehungsgestaltung
  • 8.2.1 Klientenzentrierte Grundhaltung (Rogers 1972, 1973)
  • 8.2.2 Beziehungsverständnis nach Grawe (Grawe, 1998)
  • 8.2.3 Transparenz und Übereinstimmung in der Zielsetzung und im Vorgehen (Bordin, 1979)
  • 8.3 Authentizität als zentraler Wirkfaktor
  • 8.3.1 Echtheit, Selbstkongruenz, Authentizität
  • 8.3.2 Allegianz
  • 8.4 Spezifische Aspekte der Beziehungsgestaltung
  • 8.4.1 Attunement not relationship (Tinker, 2013)
  • 8.4.2 Zügig guten Rapport herstellen und Hoffnungssamen säen
  • 8.4.3 Der Therapeut als Coach
  • 8.4.4 Der Therapeut als Experte
  • 8.4.5 Tiefe und Unerschrockenheit
  • 9 Stressorbasierte Behandlungsplanung - Fokussieren auf die Elemente des Stressornetzwerks
  • 9.1 Methodenvielfalt
  • 9.2 Zentrale Merkmale der Behandlungsplanung
  • 9.2.1 Stressor-First-Prinzip
  • 9.2.2 Reduktion klinischer Komplexität
  • 9.2.3 Prozessorientierung
  • 9.2.4 Phasenorientierung
  • 10 Vorbereitungsphase - Voraussetzungen für die Prozessierung schaffen
  • 10.1 Information - Beschaffung der notwendigen Informationen für einen stressorbasierten Behandlungsplan
  • 10.2 Behandlungsplanung - Stressor-First-Prinzip
  • 10.3 Edukation - Entwicklung und Etablierung eines gemeinsamen Verstehensmodells
  • 10.4 Motivation entwickeln - die Motivierende Gesprächsführung
  • 10.5 Informiertes Einverständnis
  • 10.6 Vorbereitung auf die Prozessierung
  • 10.6.1 Notwendigkeit zur Ressourcenarbeit
  • 10.6.2 Kriterien für den Übergang zur Prozessierung
  • 11 Nachverarbeitung der Elemente des Stressornetzwerks - Die Methodenvielfalt therapeutischer Rekonsolidierungsverfahren
  • 11.1 EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing)
  • 11.2 Progressive Counting (PC)
  • 11.3 Kohärenztherapie
  • 11.4 Ressourcenorientierte narrative Traumatherapie (ResonaT)
  • 11.5 IRRT (Imagery Rescripting & Reprocessing Therapy)
  • 11.6 TRIMB (Trauma Rekapitulation with Imagination, Motion and Breath)
  • 11.7 Traumabezogene Spieltherapie - Die strukturierte Initiierung von Diskrepanzerfahrungen
  • Nachwort - Psychotherapie quo vadis?
  • Literaturverzeichnis
  • Stichwortverzeichnis

Dateiformat: PDF
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