Rosenbergs Elite und ihr Nachleben

Akademiker im Dritten Reich und nach 1945
 
 
Böhlau Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 5. Oktober 2020
  • |
  • 378 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-412-51924-7 (ISBN)
 

Politiker, Geschichts- und Politikwissenschaftlerinnen erforschen anhaltend Kontinuitäten, Entwicklungen und Strukturen von rassistischem und völkischem Gedankengut im rechten politischen Spektrum der Bundesrepublik. Sie fragen mit Recht, aus welchen Quellen es sich speist und wer es über das Dritte Reich hinaus transportiert hat.

Das Buch untersucht die junge Elite von Hitlers Chefideologen Alfred Rosenberg in ihrem Wirken vor und nach dem Untergang der NS-Diktatur. Es unternimmt im Wege einer Kollektivbiographie die Analyse der jungen, akademisch ausgebildeten Angehörigen des Amtes Rosenberg. Dessen Chef war von Hitler 1934 mit der ideologischen Festigung der NSDAP und der Durchdingung der gesamten deutschen Gesellschaft mit deren rassistisch-völkischer Weltanschauung beauftragt worden. Die meisten seiner extremistischen Bürokraten überlebten den Krieg, nur wenige distanzierten sich nach 1945 wirklich vom Nationalsozialismus. Mit ihrem Tod starben weder ihre Ideologie noch die entsprechende Sprache aus; sie wirken teilweise bis heute fort.



Ekkehard Henschke wurde am 31. März 1940 in Berlin geboren. Ab 1959 Studium der Geschichte, Anglistik und Volkswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin. 1972 dort Promotion. Parallel dazu von 1967 bis 1973 Mitarbeiter am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der FU Berlin. Anschließend Ausbildung zum wissenschaftlichen Bibliothekar und leitende Tätigkeiten in Stuttgart, zuletzt von 1992 bis 2005 in Leipzig als Direktor der Universitätsbibliothek. Seitdem im Ruhestand und wohnhaft überwiegend in Oxford. Engagiert für die Bürgerstiftung in Leipzig und die Rehabilitationsstiftung ADAPT in Mumbai, Indien. Publikationen zur Wirtschafts-, Sozial- und Zeitgeschichte.
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  • Deutschland
  • 9,11 MB
978-3-412-51924-7 (9783412519247)
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  • Table of Contents
  • Vorwort
  • Einleitung: Deutschland und die fragwürdige »Stunde null«
  • 1 Eine NS-Elite und die Katastrophe von 1945
  • 1.1 Eine deutsche Familie
  • 1.2 Schicksale und Karrieren
  • 1.3 Rechtsextreme Strömungen in Westdeutschland
  • 1.4 Die Rosenberg-Getreuen Heinrich Härtle, Werner Koeppen und Alfred Baeumler
  • 1.5 Wendungen und Windungen I: Matthes Ziegler
  • 1.6 Wendungen und Windungen II: Der Fall Georg Leibbrandt
  • 1.7 Ein Mann ohne Skrupel - (Dr.) Wilhelm Beisner
  • 1.8 Erinnerungslücken zweier Musikwissenschaftler
  • 1.9 Erfolgreicher Wiedereinstieg in einen Beruf
  • 1.10 Der Rückzug ins Private
  • 1.11 Volkskunde, Vorgeschichte und Germanistik: Schüler und Lehrer
  • 1.12 Eine Nachkriegsbilanz
  • 2 Alfred Rosenberg: Der Chefideologe, sein Amt und seine Elite
  • 2.1 Der Nationalsozialismus und die Partei
  • 2.2 Rosenberg: Ideologe, Minister und Mensch
  • 2.3 Das Amt Rosenberg: Für die kulturpolitische Revolution
  • 2.4 Einwirkung auf die Kultur- und Wissenschaftspolitik
  • 2.4.1 Im Kampf gegen die christlichen Kirchen: Der Glaubenskrieger Matthes Ziegler
  • 2.4.2 Im Kampf gegen die moderne Kunst: Walter Stang und das Amt Kunstpflege
  • 2.4.3 Ein gefährlicher Antisemit und Musikwissenschaftler: Herbert Gerigk
  • 2.4.4 Das Kulturpolitische Archiv und das Netzwerk von Anneliese Bretschneider
  • 2.4.5 Literaturpolitik und Zensur
  • 2.4.6 Die Oberzensoren Hans Hagemeyer und Johann Gerhard Payr
  • 2.5 Rosenberg als Reichsleiter und Reichsminister im Zweiten Weltkrieg
  • 2.5.1 Der ideologische Kampf
  • 2.5.2 Georg Leibbrandt und die Aufgaben im Osten
  • 2.5.3 Rosenbergs Verbindungsmann zu Hitler: Werner Koeppen
  • 2.5.4 Planungen für ein deutsch dominiertes Europa: Der Gesandte Werner Daitz
  • 2.6 Rosenbergs Prestigeprojekt: Die »Hohe Schule der NSDAP«
  • 2.6.1 Das Projekt
  • 2.6.2 Ein Heisenberg-Schüler als Manager des Aufbauamtes der Hohen Schule: Kurt Wagner
  • 2.6.3 Der Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg und andere Akteure
  • 2.6.4 Boetticher und der Fall Wanda Landowska
  • 2.6.5 Der Einsatzstab in Frankreich und im Osten: Die Folgen
  • 2.6.6 Der Großmufti, (Dr.) Wilhelm Beisner und die Juden
  • 2.7 Eine Zwischenbilanz
  • 3 Von der nationalsozialistischen Durchdringung im Frieden zur Radikalisierung im Krieg: Drei Fallstudien
  • 3.1 Eine Weltanschauungselite in Aktion
  • 3.2 Junge Akademiker, völkische Ideologie, und was daraus wurde: Greifswalder Biographien
  • 3.2.1 Die Situation in Greifswald
  • 3.2.2 Rosenbergs Jünger aus Greifswald
  • 3.2.3 Was bleibt?
  • 3.3 Leipziger Spurensuche
  • 3.3.1 Leipzig im Kontext
  • 3.3.2 Die sächsische Landesuniversität
  • 3.3.3 Germanisten auf dem Wege zu Himmler und Heydrich
  • 3.4 Berlin - Hauptstadt und Zentrum des Nationalsozialismus
  • 3.4.1 Die Metropole
  • 3.4.2 Die Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin
  • 3.4.3 Die Studenten
  • 3.4.4 Die akademischen Lehrer
  • 3.4.5 Der 10. Mai 1933 in Berlin
  • 3.4.6 Lehre und Studium in den Geistes- und Sozialwissenschaften
  • 3.4.7 Auf der Suche nach den Germanen: Der Prähistoriker Hans Reinerth
  • 3.4.8 Alfred Baeumler - Rosenbergs »Hofphilosoph« oder »Hofnarr«?
  • 3.5 Greifswald, Leipzig, Berlin - ein Vergleich
  • Ergebnisse
  • Anmerkungen
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Quellen- und Literaturverzeichnis
  • Gedruckte Quellen
  • Ungedruckte Quellen
  • Literatur
  • Personenregister
  • Body

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