Unser Sommer in Georgia

Roman
 
 
Bastei Lübbe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 19. August 2011
  • |
  • 368 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-0506-4 (ISBN)
 
Ein kleiner Buchladen in Georgia ist alles, was der jungen Riley geblieben ist, als sie ihre große Liebe verlor. Ausgerechnet ihre Schwester Maisy hat einst Mack verführt, den Mann, den Riley insgeheim noch immer liebt.

Als beide in ihr Leben zurückkehren, muss Riley kämpfen: um den Laden, der kurz vor dem Ruin steht, um den Zusammenhalt ihrer Familie und um ihr Lebensglück.
1. Aufl. 2011
  • Deutsch
  • Deutschland
  • 1,13 MB
978-3-8387-0506-4 (9783838705064)
3838705068 (3838705068)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"Einundzwanzig (S. 198-199)

Maisy

Maisy und Adalee schätzten, dass sie nun seit dreißig Stunden auf den Beinen waren. Ihre letzte Dose Red Bull stand leer auf einem Farbtopf. Sie legten sich nebeneinander auf den Fußboden im Lagerraum und lachten so sehr, dass Adalee husten musste. »Ich kann nicht mehr. Ich muss ins Bett. Und zwar sofort.« »Ich komme gleich mit.« Maisy stand auf und streckte sich. »Aber erst will ich Rileys Gesicht sehen. Du etwa nicht?« Adalee stand auf.

»Sie muss jeden Augenblick hier sein. Lass uns in den Laden gehen, und anschließend schlafen wir bis Freitag durch.« Maisy schob Adalee eine Haarsträhne hinters Ohr zurück. »Das war die schönste Nacht seit ... Nein, ich sage dir nicht, seit wann.« Adalee zog eine Schnute. »Du glaubst immer noch, ich wäre ein kleines Mädchen und du könntest mir nichts erzählen.« »Stimmt gar nicht.« Maisy nahm ihre Schwester in die Arme. »Ich finde, du bist brillant und begabt und witzig und einfach toll. Ich will bloß nicht, dass du erfährst, wie schlimm ich wirklich bin. Was glaubst du, warum ich so weit weg lebe?«

»Damit du uns nicht sehen musst«, erklärte Adalee und wandte sich ab, denn die Stimme versagte ihr. »Wir sind ja nicht blöd.« »Ach, Adalee, das ist doch gar nicht wahr.« Maisy drehte ihre Schwester zu sich um. »Das stimmt überhaupt nicht. Mit euch hat das nichts zu tun. Ich musste einfach weg, und im Handumdrehen waren zwölf Jahre vergangen.« »Für mich sind sie gar nicht im Handumdrehen vergangen. Mir kommt es vor, als wärst du tausend Jahre weg gewesen.« Maisy nahm sie noch einmal in die Arme.

»Das tut mir leid. Komm, wir gehen in den Laden und bewundern unsere Arbeit, und dann hauen wir uns hin.« Adalee lächelte wieder. »Du hast die ganze Backe voller Farbe. Bis in die Haare.« »Und du hast dich gar nicht vollgeschmiert?« Maisy legte den Arm um ihre jüngere Schwester, und sie verließen den Lagerraum, die Zentrale für ihr großes Projekt. Mit geschlossenen Augen ließ Adalee sich in einen der alten Plüschsessel fallen, der jetzt einen Bezug von Beach Chic hatte, mit einem Muster aus Rosenranken. Maisy lehnte sich gegen die Ladentheke. Bisher war die Oberfläche aus Resopal gewesen, jetzt wurde sie von zwei alten Türen gebildet, die mit intakten Kristallknäufen flach darauf lagen.

Das war Maisys Idee gewesen, und das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Ihre Lider fühlten sich an, als würden sie bei jedem Zwinkern über Sand reiben. Gähnend schaute sie auf die Uhr, die über der Kinderecke hing. Fünf nach drei. Riley musste gleich kommen. Ethel stand vorn im Laden und bereitete die Namensschildchen für den Abend vor. Da öffnete sich die Tür, und Riley trat ein. Das Sonnenlicht folgte ihr, und einen Moment lang vergaß Maisy die völlig neue Inneneinrichtung des Buchladens und staunte nur über die neue Riley Sheffield.

Das Haar fiel ihr in Wellen bis knapp über die Schulter, ein blassblaues Kleid im Empirestil umwehte ihre Beine, und ihr Lächeln brachte ihr schönes Gesicht zum Strahlen. Das war die Schwester, die Maisy damals verlassen hatte. Die Schwester mit dem herzlichen Lachen und dem Gesicht eines Engels, der sich seiner Schönheit nicht bewusst ist. Verschwunden war die Frau, die ihr Haar unter eine Baseballkappe stopfte und die Augen besorgt zusammenkniff. Maisy winkte Riley zu. Riley machte drei Schritte in den Laden hinein, bevor sie stehen blieb, eine Hand vor den Mund legte und hörbar nach Luft schnappte. »Oh!« Sie ging weiter. Bei jedem Schritt wanderte ihr Blick in einen anderen Teil des Ladenraumes. Maisy konnte die Reaktion ihrer Schwester nicht deuten."

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