
Medizinische Fachsprache verstehen kompakt für Dummies
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Jennifer L. Dorsey ist Verlegerin, hilft Autoren und Autorinnen dabei, ihre Buchprojekte gezielt in die Tat umzusetzen.
Inhalt
Kapitel 1
Medizinische Fachbegriffe in den Griff bekommen
IN DIESEM KAPITEL
- Geschichte der medizinischen Terminologie
- Wortbildung und Aussprache
- Sich mit den wichtigsten Teilen der Anatomie vertraut machen
- Vielfalt der Körpersysteme
Ist Ihnen vielleicht schon jetzt aufgefallen, dass Sie mit der Lektüre dieses Buches eine vermutlich völlig neue Sprache entdecken können? Nein, Sie haben nicht aus Versehen zu »Griechisch und Latein für Dummies« gegriffen - auch wenn es mitunter so aussehen mag, aber ganz ohne etwas Gefühl für diese Sprachen geht es leider nicht. Und das bringt uns auf die Reise zum Ursprung der medizinischen Fachbegriffe, der sowohl im antiken Griechenland als auch in Rom liegt. Ein bisschen Geschichte kann ja nie schaden, und folglich werden Sie in diesem Kapitel einige der Pioniere aus den Anfängen der Medizin kennenlernen.
Aber vor allem erhalten Sie einen anderen Zugang zu einer völlig neuen Welt: der Anatomie Ihres Körpers.
Ein paar Worte zur Geschichte
Die medizinische Terminologie umfasst zahllose Begriffe, die die menschliche Anatomie und Physiologie (Körperorgane, Körpersysteme und ihre Funktionen), Körperregionen, Krankheiten, diagnostische Bildgebung und Laboruntersuchungen sowie klinische Verfahren, Operationen und Diagnosen beschreiben. Aber woher stammt diese Vielfalt? Nun, vor allem aus den medizinischen Fortschritten der letzten 200 Jahre, aber die Anfänge reichen schon sehr viel weiter zurück in die Vergangenheit. Menschen haben schon immer versucht, Krankheiten zu verstehen und zu behandeln - die ersten Zeugnisse dieser Bemühungen reichen bis in die Steinzeit zurück. Doch erst mit der Entstehung von schriftlichen Überlieferungen können wir diese Anfänge der Medizin, wie sie heute existiert, einordnen. Und viele Begriffe der griechischen oder römischen Mediziner nutzen wir noch heute.
Ja, aber warum ist das eigentlich so? Das hat einen guten Grund .
Wie könnten medizinische Fachkräfte miteinander kommunizieren, wenn es keine eindeutigen Bezeichnungen für ein medizinisches Problem, eine Behandlungsmethode oder ein Medikament gäbe? Sie suchen zum Beispiel Ihren Arzt auf und sagen: »Ich habe stechende Schmerzen in der Schulter.« Der Arzt wird Ihnen die Ursache dieser Schmerzen nach der Untersuchung sicherlich mit einigen Fachbegriffen erklären. Die gleichen Fachbegriffe wird er auch dem Chirurgen mitteilen, der Sie operieren soll, und später dem Physiotherapeuten, der Ihre Schulter im Anschluss an die Operation wieder mobilisieren soll. Und das funktioniert sogar, wenn Sie im Ausland sind und weder der Arzt noch der Chirurg Ihre Sprache sprechen!
Das Schöne an der medizinischen Terminologie ist, dass sie diese wichtige Kommunikation kurz und prägnant auf den Punkt bringt. Ein medizinischer Begriff beschreibt in der Regel mit einem Wort eine Krankheit oder einen Zustand, für den normalerweise mehrere Wörter erforderlich wären. »Appendektomie« ist ein einfacher Fachbegriff für die »chirurgische Entfernung des Wurmfortsatzes (Appendix)«. Gesprochen klingt das ja noch harmlos, aber wenn Sie unter Zeitdruck abends stundenlang Arztberichte schreiben müssen, werden Sie für jedes Wort, das Sie weniger in den Rechner tippen müssen, dankbar sein.
Die medizinische Fachsprache hat sowohl griechische als auch lateinische Wurzeln. Die Griechen waren die Begründer der modernen Medizin, doch Latein ist die grundlegende Quelle medizinischer Fachbegriffe. Ausgehend vom antiken Rom verbreitete sich Latein schnell weltweit und festigte seinen Ruf als bevorzugte Sprache für Medizin und Wissenschaft. Aufbauend auf den griechischen und lateinischen Ursprüngen begannen Mediziner Mitte des 19. Jahrhunderts damit, medizinische Fachbegriffe zu vereinheitlichen. Das erste medizinische Wörterbuch erschien in den 1830er-Jahren, kurz nach der Erstausgabe von Webster's American Dictionary of the English Language.
Fachbegriffe häppchenweise angehen
Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten, sich durch den Dschungel medizinischer Fachbegriffe zu kämpfen und herauszufinden, wie man sie richtig ausspricht und verwendet. Aber Sie müssen ganz von vorne beginnen, indem Sie jedes Wort in seine Bestandteile zerlegen und dann seine Bedeutung entschlüsseln. Oder, um es etwas eleganter auszudrücken: Sie sollten die Etymologie nutzen. Die Etymologie hilft Ihnen, den Ursprung und die historische Entwicklung eines Begriffs zu finden. Sie können die Etymologie verwenden, um Wörter lateinischen und griechischen Ursprungs, Eponyme (nach Personen benannte Wörter) und Akronyme (Abkürzungen, die für längere Ausdrücke stehen) zu entschlüsseln.
Zurück zu den Wortbestandteilen, die Sie zerlegen werden. Drei davon müssen Sie kennen: Wortstämme/Verbindungsformen, Präfixe und Suffixe. Wortstämme sind die Grundform, um die herum das endgültige Wort gebildet wird. Eine Verbindungsform ist ein Verbindungsvokal (normalerweise o oder i) plus das Stammwort, normalerweise mit einem angehängten Präfix oder Suffix. Präfixe stehen am Anfang eines Wortes und geben das Wie, Warum, Wo, Wann, die Position, Richtung, Zeit oder den Status an. Das Suffix, das immer am Ende eines Wortes steht, bezeichnet in der Regel einen Vorgang, einen Zustand oder eine Krankheit. Während das Präfix einen Hinweis auf die Bedeutung eines Wortes gibt, verrät das Suffix, was mit einem bestimmten Körperteil oder -system passiert. Und normalerweise beschreibt es entweder, was Ihnen fehlt oder welches Verfahren zur Diagnose oder Behandlung eingesetzt wird.
Auch bei der Aussprache hilft Ihnen diese Vorgehensweise, Begriffe in ihre Bestandteile zu zerlegen. In der medizinischen Terminologie werden Buchstaben oder Buchstabenkombinationen mitunter anders ausgesprochen als im Deutschen.
Grundlagen zum Wortschatz erwerben
Die Grundlagen der Wortbildung und Aussprache zu beherrschen, ist der schwierigste Teil! Und sobald Sie das gemeistert haben, können Sie Ihren Wortschatz erweitern. Auch wenn Mediziner gerne scherzen, dass Terminologie wie eine Fremdsprache ist (manchmal kommt es ihnen bestimmt so vor), werden Sie feststellen, dass Sie wahrscheinlich bereits viele medizinische Begriffe kennen und diese nutzen können, um den Rest Ihres neu erworbenen Wortschatzes zu erweitern.
Das gilt übrigens auch für alle anderen Fachsprachen, oder können Sie ad hoc mit diesem Satz aus der Thermodynamik etwas anfangen? »Die irreversible Entropieproduktion in einem nichtlinearen, dissipativen Vielteilchensystem manifestiert sich durch Fluktuations-Relaxations-Phänomene, die im Rahmen der statistischen Mechanik mittels kanonischer Ensembletransformationen und Legendre-Transformationen des Gibbs'schen Potenzials formal beschrieben werden können.« Wir übrigens auch nicht . bleiben wir lieber bei der Medizin .
Erinnern Sie sich noch an Ihre Schulzeit, als Sie Ihre eigene Strategie entwickelt haben, um möglichst schnell möglichst viele Vokabeln zu lernen? Dasselbe Prinzip gilt auch für neue medizinische Fachbegriffe. Sie können Listen mit Wortbestandteilen erstellen, Wörter nach ähnlichem Klang sortieren, Wörter zuordnen oder sich Begriffe nach Körpersystemen merken. Vielleicht sind Sie eher ein Lernkarten-Fan oder behalten Sie Sachverhalte am besten, wenn Sie Texte aufschreiben? Oder Sie nutzen Ihr Smartphone, denn es gibt so viele Apps, mit denen Sie medizinische Begriffe und deren Aussprache lernen können. Da ist nun Ihre Kreativität gefragt!
Die Anatomie als Basis
Im Bereich der medizinischen Fachbegriffe können Sie die Anatomie mit der Infrastruktur eines Gebäudes vergleichen. Wände, Böden, Ziegel, Putz, Elektrik, Rohrleitungen und so weiter tragen dazu bei, dass das Gebäude für seine Bewohner funktionsfähig bleibt. Die Anatomie Ihres Körpers ist da nicht anders, weshalb Sie sich zuerst mit diesen Fachbegriffen befassen werden. Sobald Sie die Grundlagen dessen verstanden haben, was Ihren Körper zusammenhält, können Sie sich mit den physiologischen Systemen befassen, die Ihren Körper auf innere und äußere Umstände reagieren lassen.
Ganz oben auf Ihrer Anatomie-Checkliste steht das Skelettsystem. Es bildet das Grundgerüst Ihres Körpers, ähnlich dem eines Gebäudes. Dieses System arbeitet mit seinen Gelenken mit den Muskeln zusammen, um Ihnen den Halt und die Bewegung zu geben, die Sie täglich brauchen. Das Knochenskelett bildet das Gelenkgerüst des Körpers, gibt ihm Form, schützt lebenswichtige Organe vor äußeren Verletzungen und bietet Ansatzpunkte für Muskeln, Bänder und Sehnen.
Eng mit dem Skelett arbeitet die Muskulatur zusammen, in der wiederum mehrere große Muskelgruppen kooperieren müssen, um ihre Funktion zu erfüllen. Dieses System besteht aus über 600 Muskeln und Gelenken und ist für die Bewegung verantwortlich.
Diese gesamte Infrastruktur wird von der Haut (Integumentsystem) umhüllt. Ihre Haut, Drüsen, Nägel und...
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