Pflegevisite in Theorie und Praxis für die ambulante und stationäre Pflege

Mit Transparenzkriterien, Risikobereichen und Checklisten
 
 
Schlütersche (Verlag)
  • erschienen am 5. Dezember 2011
  • |
  • 132 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8426-8319-8 (ISBN)
 
Was ist eigentlich eine Pflegevisite und wie kann sie zur Qualitätssicherung einer Einrichtung beitragen? Dieses Buch, mittlerweile in der 3., aktualisierten Auflage, informiert kurz, kompakt und kompetent über alle wichtigen Fakten:
Mikro- und Makrovisite
Transparenzkriterien und die Pflegevisite
Checklisten: Wie gut ist Ihre Pflegevisite?

Natürlich geht es bei einer Pflegevisite vor allem um den Bewohner, seine Zufriedenheit und seine optimale Pflege. Es geht aber auch um den sinnvollen und ressourcenschonenden Einsatz des Personals und schlussendlich um die Qualität der erbrachten Leistungen.
3.,aktualisierte Auflage
  • Deutsch
  • Hannover
  • |
  • Deutschland
  • 1,42 MB
978-3-8426-8319-8 (9783842683198)
3842683197 (3842683197)
weitere Ausgaben werden ermittelt
  • Front Cover
  • Copyright
  • Table of Contents
  • Body
  • Vorwort zur 3., aktualisierten Auflage
  • 1 Die wichtigsten Begriffe
  • 1.1 Was ist eine Pflegevisite und wozu dient Sie?
  • 1.2 Mikro- und Makrovisite
  • 1.3 Qualitätssicherung
  • 1.3.1 Definitionen
  • 1.3.2 Interne und externe Qualitätssicherung
  • 1.4 Pflegequalität
  • 2 Ziele der Pflegevisite
  • 2.1 Bezogen auf die Pflegequalität
  • 2.2 Bezogen auf den Patienten/Bewohner
  • 2.3 Bezogen auf den Patienten/Bewohner mit Demenz
  • 2.4 Bezogen auf die Pflegefachkraft
  • 2.5 Bezogen auf den Fortbildungsbedarf
  • 2.6 Bezogen auf die Wirtschaftlichkeit
  • 2.7 Bezogen auf die Qualitätsprüfrichtlinien (QPR) des MDK
  • 3 Der Pflegeprozess im Kontext der Pflegevisite
  • 3.1 Der Pflegeprozess
  • 3.1.1 Informationssammlung
  • 3.1.2 Erkennen von Problemen und Ressourcen
  • 3.1.3 Festlegen von Pflegezielen
  • 3.1.4 Planung der Pflegemaßnahmen
  • 3.1.5 Durchführung der Pflege
  • 3.1.6 Evaluation: Beurteilung der Wirkung
  • 3.2 PDCA-Zyklus und Pflegeprozess
  • 3.3 Pflegediagnosen
  • 3.4 Pflegedokumentation
  • 3.4.1 Ziele der Pflegedokumentation
  • 3.4.2 Formale Aspekte der Pflegedokumentation
  • 4 Gesetzliche Grundlagen
  • 4.1 Haftungsrecht
  • 4.2 SGB XI
  • 4.3 Heimgesetze der Länder
  • 4.4 Qualitätsprüfrichtlinien für die stationäre und ambulante Pflege
  • 4.4.1 Kapitel Qualitätsmanagement der Qualitätsprüfrichtlinien des MDK
  • 4.4.2 Pflegedokumentationssystem und Qualitätsprüfrichtlinien des MDK
  • 4.4.3 Pflege- und Transparenzvereinbarungen stationär
  • 4.4.4 Pflege- und Transparenzvereinbarungen ambulant
  • 5 Aufbau und Inhalt des Standards »Pflegevisite«
  • 5.1 Der Aufbau
  • 5.2 Die Struktur-, Prozess- und Ergebniskriterien
  • 6 Praktische Durchführung der Pflegevisite
  • 6.1 Vorbereitung
  • 6.2 Durchführung
  • 6.3 Nachbereitung und Auswertung
  • 6.4 Maßnahmenverfolgung
  • 7 Aufbau der Checkliste
  • 8 Checklisten mit Kriterien für die Überprüfung
  • 8.1 Makrovisite »stationär«
  • 8.2 Mikrovisite »stationär«
  • 8.3 Makrovisite »ambulant«
  • 8.4 Checkliste Umgebungsvisite für den stationären Bereich
  • 9 Schlusswort
  • Literatur
  • Back Cover
3 DER PFLEGEPROZESS IM KONTEXT DER PFLEGEVISITE (S. 19-20)

Pflegen umfasst eine fortlaufende Auseinandersetzung und Begegnung mit Menschen. Dies schließt unter anderem die Beschäftigung mit unterschiedlichen Lebenskonzepten, Menschenbildern und Auffassungen über Gesundheit und Krankheit mit ein. Die Pflege eines Menschen ist nicht statisch, da sich die Situation des Menschen verändern kann. Pflege ist ein kontinuierlicher Prozess, in dem die beteiligten Personen immer wieder neue Lösungen für neue Situationen suchen. Der Pflegeprozess ist die Grundlage, damit die Pflegevisite erfolgreich eingesetzt werden kann.

3.1 Der Pflegeprozess

»Die systematische, an den ganzheitlichen Bedürfnissen des Menschen orientierte und laufend angepasste Pflege wird heute als Pflegeprozess bezeichnet. Dabei entwickelt sich zwischen dem Pflegebedürftigen und dem Pflegenden eine Beziehung, die in erster Linie auf ein gemeinsames Ziel hin ausgerichtet ist. Dieses Ziel ist die an der Person des Pflegebedürftigen orientierte Problemlösung bzw. das Verhindern oder die Kompensation von Problemen. Der Pflegeprozess ermöglicht eine organisierte und ganzheitlich orientierte, individuelle Pflege« (Seel, 1999, 11). In der Fachliteratur wird der Pflegeprozess in unterschiedlichen Varianten dargestellt, z. B. als Sechs-Phasen-Modell nach Fiechter und Meier oder als Vier-Phasen Modell der WHO. Nachfolgend wird auf das 6 Phasen–Modell nach Fiechter & Meier eingegangen.

3.1.1 Informationssammlung

Jeder Pflegeprozess beginnt mit der systematischen Informationssammlung beim pflegebedürftigen Menschen, auf den die Pflegekraft bei ihrem Erstkontakt trifft und zu dem sie in Beziehung tritt. Dies sind Informationen und Sachverhalte, welche die Lebenssituation und Selbstpflegekompetenzen der Patienten/Bewohner betreffen, z. B. Gewohnheiten, Ressourcen, Art und Weise der Problembewältigung, Wünsche und Bedürfnisse.

Die Informationen sind allen an der Pflege Beteiligten zugänglich. Auch die Angehörigen und Betreuer sollten bei der Informationssammlung mit einbezogen werden, da sie oft detaillierte Kenntnisse über die Biografie und Lebenssituation des Patienten/Bewohners besitzen. Wichtig ist in diesem Interaktionsprozess, die beteiligten Personen als gleichberechtigte Partner anzusehen, da es um einen Aushandlungsprozess und nicht einen Behandlungsprozess geht.

3.1.2 Erkennen von Problemen und Ressourcen


Im zweiten Schritt des Pflegeprozesses werden die gewonnenen Informationen analysiert. Dies bedeutet, aus den einzelnen Informationen Themenbereiche zu erkennen, diese zuzuordnen und zu interpretieren. Daraus werden mögliche Handlungsfelder (Pflegeprobleme) herausgearbeitet. Idealerweise sollte dieser Schritt zusammen mit dem Patienten/Bewohner und den Bezugspersonen durchgeführt werden. Die Handlungsfelder bzw. Pflegeprobleme sollten kurz und präzise formuliert und dokumentiert werden. Die persönlichen Fähigkeiten und Erfahrungen sowie die eigene Motivation und Interessen des Patienten/Bewohners, die sogenannten Ressourcen, fließen in diesen Prozessschritt mit ein. Ziel ist, die Autonomie und Selbständigkeit zu erhalten, zu fördern oder wiederzugewinnen.

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