Keine Frage des Geschmacks

Roman
 
 
Zsolnay, Paul (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 7. März 2011
  • |
  • 368 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-552-05542-1 (ISBN)
 
Ein deutscher Filmproduzent wird in Italien bei Triest tot aus der Adria gefischt. Mord? Der Verdacht fällt auf Lele Raccaro, den politisch einflussreichen Geschäftsmann, und seine unehelichen Söhne - vierschrötige Kerle, die sich ihr Taschengeld mit der Erpressung der britischen Politikerin Jeanette McGyver aufbessern wollen. Gemeinsam mit der Journalistin Miriam Natisone begibt sich Kommissar Laurenti auf die Spur der Drahtzieher eines folgenschweren Machtspiels. Veit Heinichen richtet in seinem neuen Kriminalroman den Blick auf Korruption, Manipulation und Ausbeutung und schreibt damit wieder einen packenden Proteo-Laurenti-Krimi.
  • Deutsch
  • Wien
  • |
  • Österreich
  • Höhe: 2 mm
  • |
  • Breite: 1 mm
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  • Dicke: 1 mm
  • 1,67 MB
  • 1 gr
978-3-552-05542-1 (9783552055421)
3552055428 (3552055428)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Veit Heinichen wurde 1957 zwischen Bodensee und Schwarzwald geboren. Nach dem Studium der Betriebswirtschaft und einem kurzen Abstecher in die Automobilindustrie arbeitete er als Buchhändler und anschließend für namhafte Verlage in der Schweiz und in Deutschland. 1994 war er Mitbegründer des Berlin Verlags und dessen Geschäftsführer bis 1999. Nach Triest, die Stadt, die seine zukünftige Heimat werden sollte, kam Heinichen erstmals 1980. Und hier erweckte er auch Commissario Proteo Laurenti zum Leben, der nun in bislang sieben Romanen (Gib jedem seinen eigenen Tod, 2001; Die Toten vom Karst, 2002; Tod auf der Warteliste, 2003; Der Tod wirft lange Schatten, 2005; Totentanz, 2007; Die Ruhe des Stärkeren, 2009; Keine Frage des Geschmacks, 2011, Im eigenen Schatten, 2013, alle im Paul Zsolnay Verlag) den Verbrechern in der Stadt am Karst auf der Spur ist. Seine Krimis werden in das Italienische, Niederländische, Spanische, Französische, Slowenische, Griechische, Tschechische,Polnische und Norwegische übersetzt. Die Toten vom Karst und Tod auf der Warteliste wurden bei der Vergabe des Premio Franceo Fedeli in Bologna 2003 und 2004 zu den drei besten italienischen Kriminalromanen des Jahres gewählt. Im September 2005 erhielt Veit Heinichen zudem den Radio-Bremen-Krimipreis für seine "feinfühlige, unterhaltsame und genaue Erforschung der historisch-politischen Verflechtungen, die Triest als Schauplatz mitteleuropäischer Kultur kennzeichnen" (Begründung der Jury). 2010 wurde Die Ruhe des Stärken bei der Vergabe des Premio Azzercagarbugli als bester fremdsprachiger Roman ausgezeichnet, 2011 erhielt Veit Heinichen den 13. Internationalen Literaturpreis Città die Trieste, 2012 wurde er für sein schriftstellerisches Schaffen mit dem Gran Premio Noè ausgezeichnet. Neben seinem literarischen Schaffen ist er Autor kulturhistorischer Beiträge und, zusammen mit der Triestiner Starköchin Ami Scabar, Verfasser des kulturgeschichtlich-kulinarischen Reisebuchs Triest - Stadt der Winde (2005, Sanssouci im Carl Hanser Verlag). Der 90minütige Dokumentarfilm Le lunghe ombre della morte, den Veit Heinichen zusammen mit Regisseur Giampaolo Penco drehte, dokumentiert den Hintergrund seines vierten Kriminalromans Der Tod wirft lange Schatten und wurde im Dezember 2005 vom italienischen Staatsfernsehen RAI ausgestrahlt. Fünf seiner Kriminalromane wurden mit Henry Hübchen als Commissario Laurenti und Barbara Rudnik als dessen Frau Laura für die ARD verfilmt. Im Juli 2008 präsentierte Veit Heinichen in einer Folge der 3sat-Reihe Inter-City spezial "sein" Triest. "Der Kriminalroman ist ein ideales Mittel, um die moderne Gesellschaft abzubilden", so Veit Heinichen. "Die Neurosen einer Epoche und eines Raumes kommen im Roman am stärksten zum Ausdruck. Triest, die Hafen- und Grenzstadt am nördlichen Golf der Adria, ist Schnittstelle zwischen romanischer, slawischer und germanischer Kultur, hier begegnen sich die mediterrane Welt und die des Nordens, Osteuropa und der Balkan treffen auf Westeuropa, sowie die ,geistigen Formationen' Meer und Berg. Eine Stadt voller Kontraste, Gegensätze, Widersprüche und der Brücken zwischen diesen. Triest ist, wie Le Monde schrieb, der Prototyp der europäischen Stadt - und eine Fundgrube für denjenigen, der begreifen will, wie dieses Europa funktioniert."
Gelb (S. S. 145-146)

»Guter Geschmack. Endlich haben wir die Sonne im Büro«, kommentierte Proteo Laurenti, als er sein Vorzimmer betrat. Er blinzelte, als würde er geblendet.Marietta sortierte die Post und würdigte ihn keines Blicks.»Deswegen bist du gestern also früher gegangen«, sagte Laurenti. »Ich hätte dich noch gebraucht. Das nächste Mal meldest du dich gefälligst ab.«Sie hatte endlich wieder eine dezente Frisur und frisch gefärbte Haare. Und neu eingekleidet war sie auch, allerdings in einem für ihre Verhältnisse geradezu züchtig geschnittenen safranfarbenen Kostüm, woraus Laurenti schloss, dass Bobo, der Hase, sie samt seinem Herrchen beraten hatte.»Dafür bin ich heute früher gekommen. Es gleicht sich alles aus«, murmelte Marietta.

»Flexible Arbeitszeiten gibt es bei uns nur in Form unbezahlter Überstunden, hast du das vergessen?«»Ich kann mich auch um eine Versetzung bewerben, wenn dir etwas nicht passt.«»Du würdest dich wundern, einen Chef wie mich findest du nicht wieder. Ist der Bericht so weit? Ich warte.«Das erste Mal seit langem, dass er mit seiner Gewohnheit brach. Nur ein dringender Einsatz konnte Laurenti von der morgendlichen Lektüre der Tageszeitungen und dem von Marietta gereichten Espresso abhalten.Sie folgte ihm sogleich ins Büro, ohne Kaffee, und setzte sich ihm gegenüber.

»Ein neuer Vorschlag der Stadtregierung sieht vor, jetzt auch Hundehalter mit Strafen von dreihundert Euro zu belegen, wenn ihre kleinen Freunde das Bein heben und an Autoräder, Motorroller oder Ladeneingänge pissen.« »Gilt das auch für weiße Hasen?«Marietta überging seinen Kommentar. »Nur für männliche Tiere. Dafür sollen ab sofort keine Mütter mehr belangt werden, wenn ihre Kinder auf die Straße pinkeln, vorausgesetzt, sie sind unter sechs Jahre.«»Und gibt’s vielleicht auch etwas Ernstes zu berichten?«

»Die Kollegen haben weitere Fotofallen mit Infrarotobjektiven und Bewegungsmelder im Wald installiert, die automatisch auslösen, sobald jemand in ihr Sichtfeld kommt. Sie schießen Serienaufnahmen. Die Speicherchips werden täglich ausgewertet. Weiter unten hängen solche Geräte übrigens schon länger. Die Forstbeamten haben sie zur Zählung des Wildschweinbestands und zur Beobachtung des Bewegungsverhaltens der Tiere installiert. Ganz schön scharfe Bilder. Diese Wilderer trugen übrigens wirklich AK-47-Gewehre. Mit Schalldämpfern aus Eigenbau, so wie es aussieht.

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