Reif für den Narrensprung

Ganzheitliche Gesundheit, individuell und gemeinsam
 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 5. Auflage
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  • erschienen am 12. August 2020
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  • 192 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7526-3075-6 (ISBN)
 
Wohl ein jeder sehnt sich nach ganzheitlicher Gesundheit. Unzählige Angebote locken damit, diesen sinnvollen Traum für sich allein erreichen zu können. Wir Menschen brauchen aber eine gesunde Gemeinschaft um auch als Individuum ganz heil sein zu können. Individuelles Heilen wird dadurch unweigerlich zu einer rebellischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Umständen, die krank machen. Im ersten Teil des Buches findet sich dazu ein Vergleich von Schulmedizin und alternativen Heilmethoden. Gleichfalls braucht es die Sehnsucht nach einer menschlichen Gemeinschaft, die Bedingungen für individuelles Heilsein ermöglicht. Damit beschäftigt sich der Teil "Gesellschaftliche Gesundheit". Und auch, wenn es anders gedeutet werden mag, hier geht es weder um die "Insel der Glückseligen", das "Paradies auf Erden" oder den utopischen Kommunismus und schon gar nicht um einen alles liebenden Selbstversorgungssozialismus á la Schrebergarten und Balkonradieschen. Nein, es geht um eine sinnliche, lebenszugewandte Welt, in der wir Menschen schlicht wir selbst sein dürfen - mehr nicht und doch viel mehr als jedes utopische Paradies jemals versprach!
Ganzheitlichkeit erfordert es, endlich individuelle Gesundheit mit heilsamen gesellschaftlichen Bedingungen zu vereinen.
5. Auflage
  • Deutsch
  • 1,03 MB
978-3-7526-3075-6 (9783752630756)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Hendrik Heidler, geboren 1961, wohnt seither in Scheibenberg/Erzgebirge; Dipl.-Ing. für Elektronik; Konstrukteur in Forschung und Entwicklung; Nach 15 Jahren Aufgabe seines Unternehmens für neuen Lebensweg: Ausbildung in Klassischer Homöopathie; Heilpraktik, Phytotherapie, Hospiz, Spiritueller Medizin sowie Intensivweiterbildung/Ausbildung, Erfahrung und Einweihung in lebendigem Schamanismus; seit 2008 in eigener TraumzeitPraxis tätig; Kräutermann, Geschichtenerzähler und Buchautor; Durchführung von Kräuterführungen, Bildvorträgen und Märchenstunden; Vater von fünf Kindern.
3. UNTERSCHIEDE ZWISCHEN URSÄCHLICHER ERKRANKUNG UND DEREN ÄUSSEREN ZEICHEN (SYMPTOME)

3.1 Zwei Wege der Behandlung


Im Grunde können, wie vorstehend beschrieben, zwei Wege der Behandlung von Erkrankungen unterschieden werden. Das sind

A) Heilen (mit dem Leben wirkend)

  • Einklang und Miteinander, Fülle, Schöpferwesen, Weisheit von Körper, Geist und Seele, Lebenszugewandtheit. Freude, Liebe, Lust, Eingewobensein ins Alleine, Bedürfnisbefriedigung unverhandelbar und Mittel gleich Zweck für das Leben
  • Beförderung von Reifung, schöpferische Erneuerung des einzigartigen lebendigen Wesens, bewusstes, erfüllendes Erleben des Daseins und Wirken mit dem Leben

Eisenbahnbeispiel A

Frage: Wenn Ihnen vom Rütteln des Zuges schlecht wird, was tun Sie?

1. Steigen Sie aus und fahren auf rüttelfreier Strecke zu Ihrem Ziel weiter?

B) Bekämpfen (gegen das Leben gerichtet)

  • Herrschaft und Gegeneinander (Konkurrenz), Mangel, Opfer/Täter, Dummheit von Körper, Geist und Seele, Lebenskampf ums Dasein, Trauer, Lieblosigkeit, Zwang, Einsamkeit und Verlorensein im Kosmos, Bedürfnisbefriedigung verhandelbar und Mittel zum Zweck der Lebensvernutzung
  • Rückführung auf Ausgangszustand, Reparatur wie eine tote Maschine, unbewusstes Funktionieren für bzw. in gesellschaftliche Zwänge, wie Arbeit, Konsum usw.

Eisenbahnbeispiel B

Frage: Wenn Ihnen vom Rütteln des Zuges schlecht wird, was tun Sie?

2. Steigen Sie aus, fahren zurück und steigen erneut vor der Rüttelstrecke wieder ein?

Diese beiden Punkte resultieren jeweils aus entsprechenden Weltanschauungen (A - einer unvermittelten direkten und B - einer ideologisch vermittelten und indirekten), die ich hier zur Übersicht darstelle.

3.2 Symptome und Krankheit


3.2.1 Die Bedeutung und Kraft der Sprache


Wesentlich für das Verstehen "echter" Heilverfahren ist die Klärung von Begrifflichkeiten. Häufig gebrauchen wir Wörter, ohne uns deren Bedeutung und Kraft bewusst zu sein.

Vieles wird einfach so dahingesagt, ohne der Macht des Gesagten Beachtung zu schenken. Aber Sprache ist ebenso Ausdruck einer grundlegenden Denkweise, wie Blumen aus pflanzlichen Samen erstehen.

Gerade im "einfach nur so Dahingesagten" offenbaren sich tiefste Geheimnisse,

  • wie man die Welt anschaut,
  • wie man auf sie zugeht oder sich von ihr abwendet,
  • auf welche Weise man sie gestaltet,
  • wie man sich selbst oder andere wertschätzt
  • ob man sich selbst als Opfer, Täter oder Schöpfer sieht
  • welche Bedeutung Krankheiten haben
  • in welcher Kraft, Stimmung und Gemütslage man sich befindet,
  • als "wessen Geistes Kind" man sich sieht.

Sprache ist in der Lage zu heilen und zu töten. Wie leicht dringen kraftvolle Worte in die tiefsten Schichten unseres Seins und setzen sich dort fest, können ein ganzes Leben im Guten wie im Bösen bestimmen.

"Am Anfang war das Wort", heißt es in der Bibel.

Ein Wort ist nicht nur eine zufällige Zusammenstellung von einzelnen Lauten, wie sie in Buchstaben zum Ausdruck kommen. Wörter konzentrieren die Kraft ganzer Weltgeschichten in sich.

Was steckt allein in einem Begriff, z. B. Löffel:

  • Essen, Suppe, Medizin, Trinken, Schlürfen, ...
  • Genuss, Siechtum, Verbrennen, Lecken, Ekel, ...
  • Klappern, Spielen, Erde, Schmuck, ...
  • Metall, Holz, Plaste, Porzellan, ...
  • Metallurgie, Schmieden, Stanzen, Holzkunst, Schnitzen, Gravierkunst, Politur, Färberei, ...
  • Fabriken, Schmutz, Öl, Lärm, Maschinen, Arbeit, ...
  • Hunger, Armut, Reichtum, Kaufen, Handel, Geld, ...
  • Idee, Wissenschaft, Tüftelei, ...
  • Esstisch, Gespräche, Freude, Lachen, Tischsitten,
  • Menschen, Ahnen, Trauer, Erinnerung, Zwang, ...
  • Küche, Besteckkasten, Herd, Töpfe, Schüsseln, ...
  • Design, Form, Gebrauchsweise, Wert, ...

Im Löffel, wie in unzähligen anderen Begriffen konzentrieren sich unsere gesamten gesellschaftlichen, kulturellen, geschichtlichen und weltanschaulichen Daseinsweisen.

Bedenke:

In einem Löffel sind alle Träume dieser Welt vergegenständlicht, und damit deren Kraft lebendig.

Ganz selbstverständlich greifen wir nach dem Stiel, selbst dann, wenn wir ihn nicht zu seinem eigentlichen Zweck gebrauchen.

Dementsprechend verselbständigen sich andere vergegenständlichte Begrifflichkeiten, wie Krankheit und Heilung. Sie werden durch unsere menschliche Schöpferkraft belebt. Es entsteht nicht nur ein Begriff, sondern ein Geist des Begriffes. Und der will natürlich am Leben bleiben, wie alles Lebendige. Nicht irgendwie lebendig, sondern seinem erschaffenen Wesen entsprechend. Ein Löffel so, wie er durch unzählige Menschheitsgenerationen hindurch erträumt wurde. Aber auch so, wie es seinem Körper (Metall, Holz, ...) entspricht, und seines kulturellen, insbesondere gesellschaftlich-fetischistischen Rahmens, in dem er eingebettet ist.

Freilich besteht die Möglichkeit, beispielsweise diesen gesamtgesellschaftlichen Traum für sich selbst zu beenden, indem der Löffel als Heilinstrument verwendet wird (alltäglich-gesamtgesellschaftlich geht das aber nicht, sondern nur in der bewussten Gemeinschaft sozial bewegter Menschen).

Siehe die Weisen Frauen, als sie Haushaltsgegenstände zauberisch nutzten, um nicht als Hexen verbrannt zu werden.

Was steckt alles im Begriff Krankheit:

  • Schmerz, Schwäche, Leiden, Hilflosigkeit, Sterben, Tod, Opfer, Symptome, ...
  • Wandlung, Wachstum, Reinigung, Reifung, ...
  • Lust, Freude, Hingabe, Trauer, Liebe, Kraft, ...
  • Schutz, Auszeit, Geborgenheit, Einkommen, ...
  • Gespräch, Unterhaltung, Zugehörigkeit, Mitgefühl, ...
  • Unterstützung, Macht, Herrschaft, Ausbeutung, ...
  • Verächtlichkeit, Achtung, Hilfsbereitschaft, ...
  • Angst, Hoffnung, Heilung, Verzweiflung, ...
  • Essen, Trinken, Durst, Hunger, Ekel, ...
  • Hässlichkeit, Schmutz, Fäkalien, Übelkeit, ...
  • Medikamente, Krankenhaus, Gestank, Einsamkeit, ...
  • Ärzte, Schwestern, Pflege, Aufopferung, ...
  • Betrug, Anmaßung, Sorge, Hilfe, Unfall, ...
  • Naturwissenschaft, Dummheit, Weisheit, ...
  • Heilpflanzen, Homöopathie, Schamanismus, ...
  • Spritzen, Binden, Scheren, Operationen, Gips,
  • Bakterien, Viren, Pilze, ...

Auch im Krankheitsbegriff beleben sich alle Träume dieser Welt. Wen wundert es, wenn Menschen krank werden können und gar sterben, sogar wenn ihnen fälschlicherweise eine ungünstige Prognose gestellt wird. Allein der Begriff einer angeblich unheilbaren Krankheit, gesprochen von einer mächtigen Person (Arzt), kann innerhalb kürzester Zeit töten.

Nicht zuletzt aus diesem Grund ist es durchaus sinnvoll, auf Krankheitsbegriffe gänzlich zu verzichten.

Jeder weiß durch seine Vorstellungskraft, durch Berichte oder gar durch eigenes Erleben, wie niederschmetternd es ist, wenn es heißt: "Krebs!" Die Liste von Krankheitsbegriffen, die ebenso angefüllt sind wie der Begriff der Krankheit selbst, lässt sich fast unbegrenzt fortsetzen. Dafür sei ein Versuch gemacht:

Was denkst Du, welche Bilder tauchen bei Dir auf, bei den Begriffen wie:

  • Grippe
  • Bauchspeicheldrüsenkrebs
  • Zeckenbiss
  • Herzinfarkt
  • Diabetes mellitus ("Zucker")

Daher ist es existenziell wichtig, von folgender Naturerkenntnis auszugehen:

"Ich habe keine Krankheit, sondern ich bin krank."

Die Homöopathie im klassischen Sinne, wie auch ursprüngliche schamanische Wege kennen keine Krankheiten im schulmedizinischen Sinne, sondern nur Wandlungsprozesse bzw. Kranksein und dieses äußert sich in ganz individuellen, einzigartigen Symptomen.

Es geht also nicht um eine "Bandscheibe", einen "Herzinfarkt", wie die übliche, abstrahierende Sprechweise in vielen Krankenhäusern und Arztpraxen ist, sondern um einen einzigartigen Menschen, der auf eine einzigartige Weise krank ist und ebenso einzigartig leidet.

Von der Krankheit und deren Begriffen auszugehen, um Kranksein zu heilen, ist letztlich mitleidloses Behandeln von erdachten und verallgemeinerten Begriffen und nicht von konkret-sinnlichen Menschen mit deren Leiden. Damit erklärt sich die allerorten vorherrschende schulmedizinische Unpersönlichkeit nicht als persönliche Entgleisung Einzelner (die natürlich existiert), sondern als Wesensmerkmal dieses Systems.

Begriffe haben die Kraft zu heilen und zu bekranken!

Allein die Möglichkeit, dass Begriffe das ursubjektive und urschöpferische Lebewesen Mensch beeinflussen können, sollte es eigentlich auch für die Schulmedizin sinnvoll erscheinen lassen, auf diese Begrifflichkeiten zu verzichten, welche die Gesundheit bedrohen bzw. Krankheit verstärken können. Weil das jedoch eine ihrer wichtigsten Säulen untergraben...

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