Die Anerkennung traditioneller Institutionen in Südafrika, Ghana und Uganda

Eine verfassungs- und völkerrechtliche Perspektive
 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 30. Dezember 2016
  • |
  • 197 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-16-154757-7 (ISBN)
 
Südafrika, Ghana und Uganda sind Beispiele afrikanischer Staaten, die traditionelle Institutionen in ihren Verfassungen anerkennen. Traditionelle Institutionen übernehmen neben ihren kulturellen Ämtern auch hoheitliche Aufgaben auf lokaler Ebene zum Beispiel in der Administration von Landnutzungsrechten, in der Rechtsprechung oder in der Kommunalverwaltung. Sie fungieren zudem als Repräsentanten der traditionellen Gemeinschaften in eigenen Mitwirkungsgremien auf nationaler Ebene. Die politische Bewertung fällt ambivalent aus: einerseits als Ausdruck kultureller Vielfalt, andererseits als patriarchische, lokale Eliten. Die Analyse des universellen und regionalen Völkerrechts sowie der innerstaatlichen Rechtsordnungen zeigt den Umgang des Rechts mit diesem Spannungsverhältnis und die insbesondere menschenrechtlichen Anforderungen an die Ausgestaltung der Anerkennung traditioneller Institutionen auf.
  • Deutsch
  • Tübingen
  • |
  • Deutschland
  • 3,84 MB
978-3-16-154757-7 (9783161547577)
3161547578 (3161547578)
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - Cover [Seite 1]
2 - Vorwort [Seite 6]
3 - Inhaltsverzeichnis [Seite 8]
4 - Einleitung [Seite 12]
4.1 - 1. Fragestellung [Seite 12]
4.2 - 2. Warum Völkerrecht? [Seite 16]
4.3 - 3. Einordnung in den Forschungsstand [Seite 17]
4.4 - 4. Methode [Seite 19]
4.5 - 5. Gang der Untersuchung [Seite 21]
5 - Kapitel 1: Tradition und traditionelle Institutionen [Seite 23]
5.1 - 1. Tradition und kulturelle Vielfalt [Seite 23]
5.2 - 2. Stellung der traditionellen Institutionen im Gewohnheitsrecht [Seite 25]
5.3 - 3. Geschichte der Anerkennung traditioneller Institutionen [Seite 26]
5.4 - 4. Tradition als Untersuchungsgegenstand [Seite 30]
6 - Kapitel 2: Historischer Kontext der Anerkennung [Seite 32]
6.1 - 1. Südafrika [Seite 32]
6.1.1 - a. Vor-Apartheid [Seite 32]
6.1.2 - b. Apartheid [Seite 33]
6.1.3 - c. Ende der Apartheid, Neue Verfassung bis heute [Seite 34]
6.2 - 2. Ghana [Seite 36]
6.3 - 3. Uganda [Seite 38]
7 - Kapitel 3: Anerkennung traditioneller Institutionen im Verfassungsrecht [Seite 41]
7.1 - 1. Südafrika [Seite 42]
7.1.1 - a. Kulturelle Vielfalt [Seite 43]
7.1.2 - b. Afrikanisches Gewohnheitsrecht [Seite 46]
7.1.3 - c. Dezentralisierung [Seite 48]
7.1.4 - d. Politische und historische Realitäten [Seite 49]
7.2 - 2. Ghana [Seite 51]
7.2.1 - a. Chieftaincy im Staatsgefüge [Seite 52]
7.2.2 - b. Instrument der Dezentralisierung [Seite 55]
7.3 - 3. Uganda [Seite 57]
7.3.1 - a. Zwischen regionaler und ethnokultureller Vielfalt [Seite 58]
7.3.2 - b. Demokratisierung und Dezentralisierung [Seite 59]
7.3.3 - c. Föderalismus [Seite 60]
7.4 - 4. Zwischenergebnis [Seite 62]
8 - Kapitel 4: Rechtsstellung traditioneller Institutionen im Völkerrecht [Seite 63]
8.1 - 1. Status traditioneller Institutionen im globalen Völkerrecht [Seite 64]
8.1.1 - a. Selbstbestimmung: Art. 1 Zivilpakt und Sozialpakt [Seite 64]
8.1.2 - b. Traditionelle Institutionen als indigene Institutionen? [Seite 66]
8.1.3 - c. Art. 27 - Minderheiten [Seite 68]
8.1.4 - d. Kulturelle Rechte [Seite 73]
8.1.5 - e. Anti-Rassismus-Konvention [Seite 76]
8.2 - 2. Ein spezifisch afrikanischer Umgang? [Seite 77]
8.2.1 - a. Globales und regionales Völkerrecht [Seite 77]
8.2.2 - b. Kultur und Tradition in der Banjul-Charta [Seite 82]
8.2.3 - c. Die Gruppenrechte der Banjul-Charta [Seite 85]
8.2.4 - d. Weitere Instrumente [Seite 91]
8.3 - 3. Zwischenergebnis [Seite 94]
9 - Kapitel 5: Ausgestaltung im nationalen Recht [Seite 95]
9.1 - 1. Einfachgesetzliche Ausgestaltung im Überblick [Seite 95]
9.1.1 - a. Südafrika [Seite 95]
9.1.2 - b. Ghana [Seite 100]
9.1.3 - c. Uganda [Seite 101]
9.2 - 2. Aufgaben und Funktionen traditioneller Institutionen [Seite 104]
9.2.1 - a. Mitwirkungsgremien auf nationaler Ebene [Seite 104]
9.2.2 - b. Entwicklung und Kodifikation des Gewohnheitsrechts [Seite 106]
9.2.3 - c. Funktionen in der Landverwaltung [Seite 112]
9.2.4 - d. Mitwirkung in der Kommunalverwaltung [Seite 116]
9.2.5 - e. Entwicklungsplanung und -projekte [Seite 118]
9.2.6 - f. Zwischenergebnis [Seite 120]
10 - Kapitel 6: Bindung an Grund- und Menschenrechte [Seite 122]
10.1 - 1. Bindung an Menschenrechte [Seite 123]
10.2 - 2. Staatenpraxis: Bindung an Grundrechte [Seite 128]
11 - Kapitel 7: Demokratische Partizipationsrechte [Seite 132]
11.1 - 1. Politische Partizipation im Völkerrecht [Seite 134]
11.2 - 2. Zwischenergebnis zur politischen Partizipation [Seite 138]
11.3 - 3. Weitere Partizipationsrechte [Seite 139]
11.3.1 - a. Recht auf Teilhabe am kulturellen Leben [Seite 139]
11.3.2 - b. Partizipation in der Landverwaltung [Seite 141]
11.3.3 - c. Recht auf Entwicklung [Seite 146]
11.4 - 4. Zwischenergebnis Partizipation im Völkerrecht [Seite 149]
11.5 - 5. Staatenpraxis - Partizipation im nationalen Recht [Seite 149]
11.5.1 - a. Nachfolge in das Amt der traditionellen Institution [Seite 149]
11.5.2 - b. Effektive Partizipation auf nationaler Ebene [Seite 152]
11.5.3 - c. Kodifikation und Weiterentwicklung des Gewohnheitsrechts [Seite 153]
11.5.4 - d. Partizipation und Landverwaltung [Seite 155]
11.5.5 - e. Entwicklungsförderung und -planung [Seite 157]
11.5.6 - f. Partizipation in der Kommunalverwaltung [Seite 158]
11.6 - 6. Zwischenergebnis [Seite 160]
12 - Kapitel 8: Nicht-Diskriminierung und demokratische Partizipation [Seite 161]
12.1 - 1. Völkerrechtliche Vorgaben aus Frauenrechten [Seite 162]
12.1.1 - a. Partizipation von Frauen [Seite 167]
12.1.2 - b. Geforderte Maßnahmen [Seite 169]
12.2 - 2. Staatenpraxis zu Frauenrechten [Seite 171]
12.2.1 - a. Südafrika [Seite 171]
12.2.2 - b. Ghana [Seite 174]
12.2.3 - c. Uganda [Seite 176]
12.3 - 3. Zwischenergebnis Frauenrechte [Seite 179]
12.4 - 4. Sonderfall rassistische Diskriminierung in Südafrika [Seite 179]
13 - Fazit [Seite 183]
14 - Bibliographie [Seite 188]
15 - Register [Seite 208]

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