Schneemann mit Herz

 
 
dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 18. November 2021
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-96817-915-5 (ISBN)
 

Eine Weihnachtsüberraschung im Schnee … Der turbulente Liebesroman für Fans von winterlichen Wohlfühlgeschichten

Durch ungünstige Umstände verpasst Chrissie an Heiligabend ihren Zug von München ins heimische Allgäu. Jonas, der an ihrer Misere nicht ganz unschuldig ist, bietet ihr nach einem kurzen Wortgefecht amüsiert eine Mitfahrgelegenheit an, die Chrissie nur widerwillig annimmt. Zuhause angekommen, geht das Chaos perfekt weiter und der Weihnachtsabend entpuppt sich, dank der Überraschungsgäste ihrer Eltern, als ganz schön turbulent. Chrissie braucht dringend eine Auszeit! Als Jonas am nächsten Tag unerwartet vor der Tür steht, ist ihr die Ablenkung gerade recht und zwischen romantischen Schneespaziergängen und winterlicher Bergkulisse kommen sich die beiden schnell näher. Doch schon bald wird das junge Liebesglück wieder ins Wanken gebracht. Nur ein Schneemann kann da helfen, oder?

Erste Leser:innenstimmen „eine Liebesgeschichte in traumhafter Winterkulisse" „Weihnachtsstress ist in so ziemlich jeder Familie vorprogrammiert, doch in diesem Roman finden in dem ganzen Trubel zwei Menschen zusammen. Sehr romantisch!" „Diese winterliche Liebeskomödie hat mich sehr gut unterhalten." „Schnee, Liebe und Humor - die perfekte Kombination für eine Weihnachtsgeschichte!"

  • Deutsch
  • Digitale Ausgabe
  • 0,67 MB
978-3-96817-915-5 (9783968179155)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Haike Hausdorf wurde 1973 in Münster/Westfalen geboren. Schon als Kind war sie eine Leseratte und verbrachte viel Zeit in der nächstgelegenen Bücherei. Bereits mit elf durfte sie dort ehrenamtlich mitarbeiten. Als Teenager führte sie Brieffreundschaften mit Gleichgesinnten auf der ganzen Welt und schrieb mehrmals wöchentlich seitenlangen Briefe. Nach dem Abitur und ihrer Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau verbrachte sie drei Monate in Südengland. Anschließend arbeitete sie in verschiedenen internationalen Unternehmen in Düsseldorf, Freiburg und Schleswig-Holstein. Inzwischen lebt sie mit ihrer Familie am Rand des Schwarzwalds und schreibt in verschiedenen Genres.

2. Kapitel


Mit Jonas, der nach Chrissies Empfinden ein überaus angenehmer Gesprächspartner war, verging die zweistündige Fahrt wie im Flug.

"Da sind wir. Das ist das Haus meiner Eltern. Vielen Dank fürs Mitnehmen."

Jonas bremste langsam ab.

"Gern geschehen."

Als er ihre Tasche aus dem Kofferraum wuchtete, war die Sonne bereits hinter den tief verschneiten Bergen verschwunden. Schnee türmte sich am Fahrbahnrand und die Häuser samt Gärten waren mit einer dicken Puderschicht überzogen. Das Motorengeräusch hatte Chrissies jüngere Schwester auf den Plan gerufen. Die hölzerne Haustür wurde schwungvoll geöffnet und die junge Frau eilte herbei.

"Chrissie!"

Katja fiel ihr stürmisch um den Hals, löste sich aber schnell aus der Umarmung und musterte Jonas.

"Deshalb durften wir dich nicht vom Bahnhof abholen. Mama hat sich schon Sorgen gemacht. Ist das dein Freund? Warum hast du uns nichts von ihm erzählt? Mama wird durchdrehen, weil sie komplett unvorbereitet ist!"

"Jonas ist nicht mein Freund."

"Schade. Oder auch nicht. Er sieht gut aus."

Jonas hatte die schwere Tasche auf dem Bordstein neben Chrissie abgestellt. Nun beobachtete er die Schwestern. Sie hatten große Ähnlichkeit. Beide waren etwa gleich groß, schlank und hatten dunkelblondes, langes Haar, nur dass das ihrer Schwester zu einer festlichen Frisur aufgesteckt war und sie ein elegantes Minikleid trug, während Chrissies Schopf verstrubbelt unter ihrer Daunenjacke hervorlugte.

"Danke für das Kompliment", erwiderte er und schüttelte Katjas Hand. "Ich bin bloß das Taxi."

"Wenn ich gewusst hätte, wie sexy die Taxi-Fahrer in Oberstdorf sind, wäre ich vielleicht früher nach Deutschland zurückgekehrt."

Sie warf ihm ein entwaffnendes Lächeln zu und hielt seine Hand fest.

"Katja!", stieß Chrissie hervor. "Du bist schrecklich!"

"Erzähl mir was Neues!"

Katja ignorierte die Grimassen ihrer Schwester, ließ Jonas aber los.

"Welche Nummer muss ich wählen, um von einem derart gutaussehenden Chauffeur mit diesem schicken Schlitten abgeholt zu werden?"

Jonas grinste. Chrissies Schwester war ziemlich forsch. Was ihn jedoch weit mehr amüsierte als Katjas Worte, war das Entsetzen, das sie bei Chrissie auslösten. Um den schwesterlichen Weihnachtsfrieden nicht vollends zu gefährden, entschloss er sich zu einem zügigen Abgang.

"Ich wünsche schöne Weihnachtstage und einen guten Rutsch."

Er winkte beiden zu, verschwand im Wageninneren und sein Coupé rollte davon.

Wütend wandte sich Chrissie an ihre Schwester.

"Sag mal, bist du von allen guten Geistern verlassen? Du kannst ihn doch nicht einfach anbaggern!"

"Warum nicht? Du sagtest, er sei nicht dein Freund."

"Das hat damit nichts zu tun!"

"Also stehst du auf ihn?"

"Natürlich nicht! Aber ich hasse es, wenn du das machst. Gab es in den USA keinen netten Kommilitonen, der dich hätte an die Kette legen können?"

Genervt stapfte Chrissie ins Haus.

"Endlich, mein Schatz. Warum durften wir dich nicht abholen?"

Ingrid Bucher schloss ihre Tochter fest in die Arme.

"Gegen ihren gutaussehenden Privat-Chauffeur hatten wir keine Chance ."

In sicherer Entfernung amüsierte sich Katja prächtig über Chrissies wütenden Gesichtsausdruck jenseits der mütterlichen Schulter.

"Was für ein Privat-Chauffeur?"

Irritiert nahm Ingrid ihre mittlere Tochter in Augenschein.

"Katja übertreibt mal wieder maßlos. Ein . äh . Bekannter aus München hat mich hergebracht. Er feiert Weihnachten in Sonthofen. Da lag es auf der Hand, gemeinsam zu fahren."

"Wann habt ihr das herausgefunden? Gestern Abend wolltest du noch mit dem Zug anreisen."

Ihre Mutter wirkte misstrauisch.

"Lass sie doch erst einmal hereinkommen, Ingrid!"

Hermann Bucher küsste Chrissie rechts und links auf die Wange. "Gut schaust du aus! Schön, dass du endlich da bist."

Katja beobachtete die Szene vom Wohnzimmerdurchgang aus. Nun wurde sie energisch zur Seite geschoben, denn während die älteste Schwester Meike Chrissie begrüßte, tauchten zwei weitere Personen in der Diele auf, die langsam an ihre räumlichen Grenzen stieß.

"Tante Rosie! Onkel Paul! Ich wusste gar nicht, dass ihr heute schon hier sein würdet."

"Deine Eltern haben uns eingeladen, die gesamten Feiertage mit euch zu verbringen. Ist das nicht nett?" Rosie drückte Chrissie liebevoll an sich. "Schön dich zu sehen, meine Kleine."

Katja kicherte im Hintergrund - vermutlich, weil Rosie gute zehn Zentimeter weniger maß als ihre drei Nichten, sie aber trotzdem jedes Mal mit diesem Kosenamen bedachte.

"Jetzt steht nicht alle im Flur herum. Rein in die gute Stube", dröhnte Hermanns Bass energisch.

Den Armen ihres Onkels erfolgreich entronnen, atmete Chrissie auf und schlüpfte vorsichtig aus ihrer Jacke, die dabei wieder Federn ließ.

"Was ist denn das?"

Meike fing ein paar der weißen Daunen auf, die gemächlich zu Boden rieselten.

Chrissie seufzte.

"Das Futter ist vorhin gerissen."

"Du hast wohl in letzter Zeit ordentlich zugelegt."

Hämisch klopfte Katja gegen Chrissies Bauch.

"Benimm dich!" Meike warf ihrer jüngsten Schwester einen warnenden Blick zu. "Es ist Weihnachten, also reiß dich zusammen. Dein loses Mundwerk verdirbt uns sonst den ganzen Abend."

Wenige Minuten nachdem Jonas bei Chrissies Elternhaus losgefahren war, wurde er vor einem weihnachtlich geschmückten Holzhaus in Sonthofen von der Frau seines besten Freundes herzlich begrüßt.

"Wie schön, dich zu sehen."

"Hallo Lilly! Vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich sehr, hier zu sein. Die Blumen muss ich allerdings nachreichen. Sie sind einem tätlichen Angriff auf dem Bahnhofsvorplatz zum Opfer gefallen, die Ärmsten!"

Erschrocken schob Lilly ihn von sich.

"Du wurdest angegriffen?"

Verschmitzt erwiderte Jonas: "Keine Sorge, mir geht es gut. Aber der für dich vorgesehene Strauß hat einen Kindergarten-Rambo auf seinem Mini-Rad nicht überlebt."

"Verstehe. Die Blumen wurden ein Opfer der Großstadt. Zu viele Menschen auf zu engem Raum."

"So kann man es auch ausdrücken."

"Hey, das klingt, als ob Jonas angekommen wäre!"

Mit diesen Worten trat Markus vor die Tür. Begleitet wurde er von einem schwanzwedelnden Neufundländer, der mit weit heraushängender Zunge auf den Gast zutrabte und ihn ausgiebig begrüßte, bevor sein Herrchen Gelegenheit dazu bekam.

"Hannibal! Erkennst du mich noch?"

Jonas beugte sich vor, bis sich sein Gesicht auf Höhe des mächtigen schwarzen Kopfes befand und kraulte dem vierbeinigen Begrüßungs-Komitee ausgiebig das Fell.

"Freilich kennt er dich. Was für eine dumme Frage! Aber ich verweigere dir die Freundschaft, falls du mich weiter ignorierst."

"Entschuldige!"

Lachend schlug Jonas in die dargebotene Hand ein und boxte Markus freundschaftlich in die Seite.

"Schön, dich zu sehen."

Hannibal umrundete die Freunde übermütig und hätte sie um ein Haar zu Fall gebracht.

"Kannst du dieses Ungeheuer bitte ins Haus befördern, damit ich mein Gepäck hineinbringen kann?"

"Aber sicher!"

Markus scheuchte den aufgeregten Vierbeiner vor sich her, während er mit dem Snowboard auf die einladend geöffnete Haustür zuschritt.

Nachdem Chrissie dem Familienspektakel fürs Erste entronnen war, organisierte sie zwei Rollen Geschenkpapier und zog sich in ihr Zimmer zurück. Meike klopfte und trat ein.

"In zehn Minuten wollen wir los. Du meine Güte, du bist ja noch gar nicht umgezogen!"

"Ich muss erst ein paar Geschenke einpacken. Hilfst du mir?"

"Klar, aber beeil dich bitte. Wir sollten um zwanzig vor fünf aufbrechen, sonst ist die Kirche restlos überfüllt."

Meike nahm ihrer Schwester Schere und Tesafilm aus der Hand und ließ sich am Schreibtisch nieder.

"Das ist für Paps, dieses für Mama und das letzte für Tante Rosie." Zum Glück hatte sie Meikes Geschenk als erstes verpackt, als hätte sie geahnt, dass diese in ihrem Zimmer auftauchen würde.

Chrissie schlüpfte in ein schwarzes Samtkleid und steckte ihre Haare auf.

"Wie geht es Nathan? Feiert ihr nicht zusammen Weihnachten?"

"Leider nein. Er muss arbeiten. An Silvester kommt er nach."

Mitfühlend sah Chrissie ihre Schwester an.

"Das ist der Nachteil, wenn man mit einem Arzt liiert ist, oder?"

"Ist schon in Ordnung. Sobald wir zusammenwohnen, wird es besser werden. Was macht denn dein Liebesleben?"

"Da gibt es nichts zu erzählen! Ich konzentriere mich voll und ganz auf meinen Job."

"Nicht alle Männer sind wie ."

"Wage es nicht, diesen Namen laut auszusprechen! Ich will ihn nie wieder hören! Verstanden?"

"Absolut. Wie sieht's aus? Bist du fertig? Deine Geschenke sind es jedenfalls."

"Ich bin soweit. Wie findest du mein neues Kleid?"

"Chic! Damit stiehlst du sogar Katja die Show."

"Danke für die Blumen! Lass uns runtergehen."

 

Im Anschluss an den feierlichen Gottesdienst nahm Ingrid zuhause das Zepter in die Hand.

"Katja, trag bitte den Krautsalat ins Esszimmer. Chrissie, der Kartoffelsalat steht dort drüben. Meike, kümmerst du dich um die Wiener Würstchen?"

Tante Rosie streckte den Kopf zur Küchentür herein.

"Kann ich helfen?"

"Lieb von...

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