Straße ins All 5: Götterschiff in fremder Galaxis

 
 
Uksak E-Books (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 22. August 2020
  • |
  • 180 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7389-4386-3 (ISBN)
 
Die Kyphorer haben ein geradezu teuflisches Unterhaltungsformat, das nicht von ungefähr an das irdische »Big Brother« erinnert. Mit dem gravierenden Unterschied: Hier muss ein ganzer Planet dafür herhalten: Kahlim-Salem! Und die unfreiwilligen Bewohner wissen gar nichts über ihre Rolle. Cat Groskowsky gerät mit ihren beiden Begleitern hierher, denn hier gibt es eines der heimlichen »Göttertore«. Sie weiß nicht, wieso die Stationscomputer dieser Tore sie als »Göttin« ansehen - und kommt auf die Idee, Kawilas in die Simulation zu schmuggeln. Dieser Band enthält folgende Romane von Wilfried A. Hary: Ausbruch der Hölle / Das Schiff der Götter/ Galaxis der Prupper
  • Deutsch
  • 0,83 MB
978-3-7389-4386-3 (9783738943863)

Das Schiff der Götter


Am 15. September 2063, um 4:37 Uhr, wollte ein Team mittels STERNENTOR von Phönix zur Erde zurückspringen. Genau im Moment seiner Materialisation im Erd-Sternentor bei Mechanics Inc. wurde dieses von Saboteuren des Konkurrenten Flibo gesprengt. Das erzeugte eine schreckliche Katastrophe - nämlich die Transmitter-Katastrophe. Vierundzwanzig Menschen sind von der Katastrophe betroffen. Sie sind seitdem spurlos verschwunden. Was ist aus ihnen geworden?

Mit betroffen: Das Randall-Team. Zu siebt stranden sie auf dem Planeten Tustra. Am Ende betreten sie das illegale STERNENTOR einer der mächtigsten Personen auf Tustra: Martha! Sie schickt sie nicht nach Phönix, wie versprochen, sondern zur Dschungelwelt Vetusta, wo sie nicht nur Frieden schließen können mit dem Stationscomputer (siehe auch Band 5: »Wrack aus der Vergangenheit«), sondern endlich mehr erfahren über das Wrack (siehe Band 26: »Rückkehr der Verbannten«). Dort finden sie ein einigermaßen intaktes Beiboot, mit dem sie sich aufmachen, den Süden zu erkunden. Und dann geraten sie in eine Falle. Es kommt zum Kampf...


DIE HAUPTPERSONEN:

Ken Randall, Tanya Genada, Dr. Janni van Velt, Dr. Dimitrij Wassilow, Dr. Yörg Maister, Mario Servantes und Juan de Costa - Das Team landete durch Verrat (siehe Band 22 und Band 26) auf Vetusta

Granit - Nur ein Computer?

For-Per - Ein Raumschiff mit Persönlichkeit

Majorki - So heißt die sechsfingrige dominante Rasse auf Vetusta, die kleineren Gorillas ähnelt

Por-im el Ka-dis XXIV. - Der mächtigste aller Majorki erlebt eine böse Überraschung

Xybrass - Der geheimnisvolle Außerirdische outet sich als Dhuul - und verlangt Unmögliches


Bonus: Grafische Darstellung des »Götterschiffes« (viel später auch »Götterfähre« genannt) von Gerhard Börnsen


*




Mehrere Tausend Kilometer von der Kampfszene entfernt lag das Raumschiffwrack mit eigenem Bewusstsein und dem Namen For-Per im Urwald von Vetusta.

Das Biogehirn hatte die telepathischen Impulse von Tanya Genada sehr wohl registriert, aber es war außerstande, etwas zur Rettung der Menschen beizusteuern. Mit zwei bis drei Kampfrobotern wäre es absolut kein Problem gewesen, der Übermacht zu trotzen und den Gesandten der Götter, wie For-Per die sieben Menschen nannte, beizustehen.

Nur gab es solche stählernen Gehilfen nicht.

For-Per war auf Passivität programmiert worden. Das Gehirn durfte nur dann tätig werden, wenn es zur Verteidigung unbedingt erforderlich war. Abgesehen vom Shuttle besaß es nichts, was es zur Hilfe der Menschen einsetzen konnte.

Problem 1: Die Gesandten der Götter befanden sich nicht mehr im Beiboot. Sie konnten also nicht mehr starten, um sich in Sicherheit zu bringen.

Problem 2: Einige weitere Majorki wollten an Bord gelangen. Das Boot durfte nicht beschädigt werden, um die weitere Standortunabhängigkeit For-Pers zu gewährleisten.

Das Biogehirn unternahm also das Nächstliegende, um wenigstens seine Mobilität wahren zu können:

» Notstart!«

Das Beiboot hob vom Boden ab. Die zwei Majorki, die sich an Bord befanden, sprangen aus einer Höhe von zwei Metern gerade noch rechtzeitig hinaus. Ihre Kameraden fuchtelten mit ihren Waffen herum, aber die Elektroschocks richteten natürlich überhaupt nichts aus.

Zwei weitere Majorki kletterten auf ihren Geländewagen und versuchten von dort, auf das Beiboot zu springen. Einem gelang es zwar, sich festzuhalten, aber dann schloss sich der Einstieg selbsttätig. Der Majorki musste loslassen, sonst hätte ihm das scharfkantige Schott den Arm abgetrennt.

Der Shuttle erhob sich weiter in die Höhe, er verharrte für wenige Sekunden an einem Fleck. Lautes Brummen der Triebwerke erfüllte die Luft. Dann startete er mit Vollschub und konnte wenige Sekunden darauf mit dem bloßen Auge nicht mehr gesehen werden.

Tanya Genada und Dimitrij Wassilow starrten hinterher und wollten nicht glauben, dass sie von For-Per so im Stich gelassen wurden.

Die Majorki ließen anschließend ihren Zorn über das Verschwinden von For-Pers Beiboot an den Gefangenen aus. Sie quälten die Terraner mit den Elektroschockern, bis sie nicht mehr stehen konnten und zitternd und schweißüberströmt am Boden lagen. Dann wurden ihnen die Hände gefesselt. Ein Transporter, groß wie ein Truck, brachte sie weg, anscheinend zu einem Gefängnis. Sie saßen sich in zwei Reihen gegenüber. Spärliches Licht drang durch ein schmales Fenster am oberen Ende der zellenartigen Kabine.

»Dumm wie ein Mensch! Da hat er sogar recht«, keuchte Tanya Genada voller Zorn auf die eigene Unvorsichtigkeit. Sie hockte auf einem viel zu kleinen Sitz und biss sich vor Schmerz auf die Unterlippe.

»Was sagtest du?« Ken Randall blickte sie aus geröteten Augen an. Ihm ging es nicht besser.

»Nichts weiter. Der Anführer des Trupps hat mich nur darauf aufmerksam gemacht, dass wir nicht die Krone der Schöpfung sind, als die wir uns so oft gebärden.«

Yörg Maister senkte beschämt den Kopf. Er bezog die Aussage auf sich und sein Drängen, hierherzukommen.

»Entschuldigung«, hauchte er. »Das habe ich nicht gewollt.«

»Bitte, bitte, gern geschehen. Von uns sieben waren ja nur vier schlauer als die anderen drei, die gewarnt haben.« Wut und Angst erfüllten Tanya gleichermaßen.

Janni van Velt lehnte den Kopf etwas zurück. Sie blickte an die Decke des Gefangenentransporters. Tränen liefen über ihre Wangen, die Mundwinkel zuckten. »Ich konnte doch nicht ahnen, dass es so enden würde«, schluchzte sie.

Tanya beugte sich vor. Sie funkelte ihre Gefährtin an. Ihre Blicke schienen Dolche zu schleudern. »Dann halt wenigstens die Klappe!«, brüllte sie so laut wie noch nie zuvor. »Ich kann das Gewinsel nicht mehr mitanhören!«

»Tanya, bitte. Es bringt doch nichts, wenn wir uns gegenseitig zerfleischen«, versuchte Dimitrij Wassilow sie zu beruhigen. »Überlegen wir lieber, wie wir entfliehen können.«

»Wieder einmal.« Das war Juan de Costa. »Bisher haben wir immer mehr Glück als Verstand gehabt, aber jetzt...«

Die anderen empfanden die Situation als genauso deprimierend wie er.

»Sie haben uns sämtliche Schocker und Laser abgenommen.« Ken Randall versuchte, Bestandsaufnahme zu machen. »Somit sind wir wehrlos gegenüber ihren Elektroschockern.«

»Und For-Per hat den Shuttle zurückgerufen«, zischte Mario Servantes. »Das gibt's nicht: Ein Biogehirn, das feige ist!«

»Das glaube ich nicht.« De Costa schüttelte den Kopf. »Es hat nur sein Eigentum vor der Zerstörung geschützt.«

»Was bleibt uns dann noch?« Janni versuchte, die Tränen an ihren Oberarmen abzuwischen.

»Sie haben uns die Translatorkristalle und die Codegeber gelassen«, sagte Tanya und hielt ihre gefesselten Hände hoch.

»Also halten sie diese für ungefährlich«, meinte Ken Randall.

»Mit den Codegebern können wir hier aber nicht viel anfangen«, gab Yörg Maister zu bedenken.

»Ich weiß.« Tanya nickte und kniff die Lippen zusammen.

»Und die Translatorkristalle können wir kaum als Waffen benutzen«, wandte Janni ein.

Höchstens als Waffen des Wortes, dachte Tanya und schloss die Augen. Sie gab nicht auf. Solange sie lebte, wollte sie kämpfen. Aber hatten Worte es nicht schon oft genug geschafft, schärfer und tödlicher zu sein als die besten Waffen?


*


Da war eine Erinnerung, die nicht sogleich kommen wollte, bedingt durch die Umstände, aber dann ... Hatten sie nicht schon auf Phoenix erlebt, dass die Translatorkristalle auch noch zu mehr als nur zu Übersetzungszwecken benutzt werden konnten? Waren sie nicht im Gegenteil sogar dazu missbraucht worden, sie damals ... gefügig zu machen? Sie waren in den Händen von Ureinwohnern auf Phoenix gewesen, die sich bestens damit auskannten. Sie selbst hatten darin zwar keinerlei Übung und wussten auch inzwischen, dass eine solche Manipulation mittels der Kristalle nicht so ohne Weiteres möglich war, aber neue Hoffnung erfüllte sie.

Ken Randall wusste davon nichts aus eigener Erfahrung, nur aus Erzählungen. Denn er war nicht persönlich dabeigewesen, weil ihm als Einzigem gelungen war, vorher zu fliehen. Umso besser konnte sich Tanya Genada als unmittelbar Betroffene erinnern.

Ein flüchtiges Lächeln umspielte ihre Mundwinkel. Sie schaute die anderen an und sah, dass auch sie sich jetzt erinnerten.

Es bedurfte keiner Worte.

Nur Ken Randall stand noch ein wenig auf dem berüchtigten Schlauch. Aber als er sah, dass in seinen Gefährten etwas vorging, was sie lieber nicht in Worte fassen wollten, um nur ja nichts vor der Zeit zu verraten, dämmerte auch ihm diese Möglichkeit.

Sein Blick fiel auf den Translatorkristall, der sich in einer Fassung am Handgelenk befand, wie ein unbedeutendes Schmuckstück. Sie trugen ihn rechts, während sie den Codegeber wie eine Armbanduhr am linken Handgelenk befestigt hatten. Eine Art von Armbanduhren war auch bei den Majorki nicht selten. Sie hatten beobachtet, dass die majorkischen...

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