Das Planeten-Netz 19: Rypdahls neue Welt

 
 
Uksak E-Books (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 18. Mai 2020
  • |
  • 190 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7389-4046-6 (ISBN)
 
"Der private Krieg der TIPOR-1 - im Auftrag der Erde!" Der Raumschmuggler Joe Gent bricht gemeinsam mit seiner Begleiterin Anna auf nach GRENDEL IV! Denn diese Welt hat ein Geheimnis - und Annas Vater, der Forschungsleiter auf GRENDEL IV, längst nicht mehr das Sagen. Die Situation eskaliert und dann gerät der Planet in einen Kollaps mit unvorstellbaren Ausmaßen. Ihnen gelingt mit knapper Not gemeinsam mit den Wissenschaftlern die Flucht. Dieser Band enthäält die Geschichten: Wilfried A. Hary: Saat der Gewalt Wilfried A. Hary: Schöne Neue Welt Alfred Bekker/Wilfried A. Hary: Antal Rypdahl
  • Deutsch
  • 0,82 MB
978-3-7389-4046-6 (9783738940466)

Saat der Gewalt - von Wilfried A. Hary


" Der private Krieg der TIPOR-1 - im Auftrag der Erde!"


Der Raumschmuggler Joe Gent bricht gemeinsam mit seiner Begleiterin Anna auf nach GRENDEL IV! Denn diese Welt hat ein Geheimnis - und Annas Vater, der Forschungsleiter auf GRENDEL IV, längst nicht mehr das Sagen. Die Situation eskaliert und dann gerät der Planet in einen Kollaps mit unvorstellbaren Ausmaßen. Ihnen gelingt mit knapper Not gemeinsam mit den Wissenschaftlern die Flucht.

GRENDEL IV wird durch den Bericht der Wissenschaftler zur Verbotenen Welt erklärt, aber nicht jeder hält sich daran. Das Prospektorenschiff AMAZON, bestückt ausschließlich mit Frauen, landet hier verbotenerweise und gerät in Not. Ihre Notsonde gelangt zur Erde und diese schickt zur Erforschung der näheren Umstände den Prototypen einer neuen Psychonauten-Schiffs-Klasse, die TIPOR-1.

Sie gelangen nicht nur zu einer scheinbar paradiesischen Welt, ohne die geringsten Anzeichen der von den Wissenschaftlern beschriebenen Katastrophe, sondern orten auch das vermisste Raumschiff in tausend Metern Tiefe auf dem Meeresgrund, energielos, aber unbeschädigt. Das dreiköpfige Enterkommando unter dem schwarzhäutigen Enrico Fernandez findet im Schiffslazarett fünfzehn weibliche Besatzungsmitglieder im künstlichen Koma.

Enrico Fernandez durchsucht auf Weisung seines Kapitanos Karl Müller auch die Quartiere an Bord der AMAZON...


1



"So, ich habe die Quartiere gecheckt: Fehlanzeige!", meldete Fernandez schließlich.

"Also niemand da?", vergewisserte sich Kapitano Karl Müller über Funk.

"Nein, außer den fünfzehn Weibern im Lazarett ist niemand mehr an Bord - definitiv. Und jetzt eile ich zum genannten Lazarett, um nichts zu versäumen. Die fünf, denen der Doc das Gegenmittel gespritzt hat, müssen jeden Augenblick zu sich kommen."

"Ja, Beeilung tut wirklich Not, Enrico, denn die fangen schon an, sich zu rühren!", berichtete Doc Steinmann über Helmfunk.

"Na, dann!" Enrico Fernandez rannte so schnell es die erhöhte Schwerkraft, die Schieflage des Schiffes und sein Raumanzug zuließen.

Und dann stand er keuchend in der offenen Tür zum Lazarett.

Tatsächlich, die Frauen kamen zu sich. Sie bewegten sich träge. Es fiel ihnen offensichtlich schwer, die Augen zu öffnen. Eine wäre beinahe von der Liege gerutscht. Gottlob hatte der Doc einen Teil der Schnallen zugelassen. Aber er hatte auch dafür gesorgt, dass die Liegen waagerecht standen bei ihrem Erwachen, trotz der Schieflage des Schiffes.

"Vergesst nicht die Schocker!", ermahnte sie der Kapitano vom Schiff oben.

"Natürlich nicht!", sagte Kevin Klein.

"Auch der Doc?"

"Ja, auch der!", bestätigte Doc Steinmann und wog den Schockstrahler wie prüfend in der Hand. "Wir müssen mit allem rechnen hier - nur nicht mit was Gutem!"

Darauf wusste niemand etwas zu sagen.

Die drei hatten sich strategisch verteilt. Sie hatten die fünf erwachenden Frauen in die Mitte genommen.

Eine stieß einen spitzen Schrei aus. Ihr schien plötzlich bewusst zu werden, was geschehen war. Dann erblickte sie die drei vermummten Gestalten.

"He, wer seid ihr denn?", rief sie aus.

"Das Rettungskommando!", erläuterte Fernandez per Außenlautsprecher seines Raumanzuges. "Hatten Sie uns nicht ein Notsignal zur Erde gesendet?"

"Haben wir?" Sie schaute sich nach den anderen vier um, die jetzt auch nach und nach vollends erwachten. "Das war wohl, nachdem man uns ruhiggestellt hatte."

"Ruhiggestellt?"

"Wir hatten einen Schaden in der Energieversorgung. Dieser Planet hier war sozusagen unsere letzte Rettung."

"Und wo sind die anderen alle hin - nach Ihrer... Ruhigstellung?", fragte Fernandez gedehnt.

"He, das sind ja... Männer!", keifte eine der Frauen.

"Flotte!", betonte diejenige, die als erste erwacht war. "Da gibt es ja beinahe ausschließlich Männer, habe ich mir sagen lassen. Die wahre Machogesellschaft."

"Und bei euch nur... Frauen?", erkundigte sich Fernandez. Beinahe hätte er Weiber gesagt, sich das aber im letzten Moment verkniffen.

"Auf diesem Schiff gab es bislang nur Frauen. Deshalb haben wir es ja auch AMAZON getauft", belehrte ihn die dritte.

"Und wer sind Sie? Und was ist nun mit diesem Ruhigstellen gemeint?"

Die als erste erwacht war, antwortete: "Ich bin Doc Clair."

"Ach ja - und weiter?"

"Nichts weiter. Nur Doc Clair. Wir haben unsere alten Namen abgelegt wie nutzlosen Ballast und haben uns neue Namen gegeben - welche, die zu uns passen."

"Wie im Nonnenkloster, aha, ich verstehe. Aber Doc waren Sie schon vorher oder wie?"

"Was gibt es da zu lachen, guter Mann?"

"Der lacht immer!", erläuterte Doc Steinmann. "Ich bin Doc Kurt Steinmann - und ich heiße wirklich so. Vielleicht wären Sie endlich bereit, die Fragen von Enrico Fernandez hier zu beantworten?" Steinmann gab sich gern kernig und machohaft, obwohl seine Erscheinung solches Lügen strafte, denn er wirkte wenig männlich, worunter er wohl unbewusst litt.

"Tu ich doch!", keifte die Frau, setzte sich auf den Rand der Liege und ließ die Beine baumeln. "Typisch Männer!", fügte sie hinzu. Die anderen vier rümpften wie auf Kommando die Nase.

"Weiber!", entfuhr es jetzt Enrico Fernandez trotz aller vergeblicher Versuche, sich zu beherrschen.

"Wie bitte?", herrschte ihn die angebliche Doc Clair an.

Da erst schien sie die drohenden Waffen zu entdecken. "He, was soll das denn? Ich denke, Sie sind hier, um uns zu retten?"

"Sind wir auch, aber nicht ohne Vorsichtsmaßnahmen", erläuterte Enrico Fernandez. "Ich habe zwar schon davon gehört, dass es Frauen gibt mit Zungen wie Rasierklingen, aber vielleicht sind das ja bei weitem nicht alle Gefahren, die unbescholtenen Männern der Flotte hier drohen?"

Doc Clair lachte humorlos. "Sie sind mir mal ein Früchtchen!"

"Planetologe!", stellte Enrico Fernandez lachend richtig und deutete scherzhaft eine kleine Verbeugung an. "Und die Waffen in unseren Händen sind echt. Sie töten zwar nicht, aber die Bekanntschaft mit ihnen kann recht unangenehm sein."

"Ich weiß - oder halten Sie mich für dumm? Ja, ja, ich war schon vorher Doc. Ich leite das Lazarett hier. Die anderen vier Frauen gehören zu meinem Team. Aber noch einmal ganz konkret: Was sollen die Schocker? Wieso halten Sie uns damit in Schach?"

"Ja, das ist der richtige Ausdruck: Wir halten euch in Schach! Vielleicht hat man euch ja nicht ganz ohne Grund ruhiggestellt?"

"Das hat man, weil man nicht die gesamte Besatzung retten konnte. Dies hier war eine Notlandung, wenn Sie verstehen, was ich meine. Bevor das Schiff endgültig unterging, schickte man uns ins Land der Träume, ehe wir uns versahen. Weil die nur eine Rettungskapsel hatten, mit denen sie den Rest der Besatzung in Sicherheit bringen konnten."

"Und euch ließ man ganz einfach hier zurück?"

"Nun, haben die jetzt einen Notruf abgesendet oder nicht? Und seid ihr nun hergekommen, um uns zu retten oder nicht? War doch wohl kein Problem, uns zu wecken, wie? Und jetzt: Abmarsch! Oder soll ich hier auf der Liege versauern?"

"Nur Gemach, junge Frau. Wir haben hier die Waffen - und deshalb bestimmen wir auch, was geschieht. Ausnahmsweise. Obwohl wir nur Männer sind." Fernandez in seiner lachenden Art dehnte besonders das Wort "nur".

"Sie trauen uns nicht?", wunderte sich Doc Clair.

"Genau! Wir trauen euch nicht, denn mit diesem Planeten hier stimmt so einiges nicht!"

"Sie erscheinen uns ganz normal - wie Menschen!", murmelte Doc Steinmann auf einmal. "Aber ich habe kein Leben an Bord gespürt - kein Leben! Ich dachte zunächst, es würde daran liegen, dass sie sich im Tiefschlaf befanden. Aber als sie allmählich erwachten, änderte sich das auch nicht. Jetzt sind sie alle fünf wach - und ich spüre sie immer noch nicht. Als wären sie gar nicht hier!"

"Hä?", machte Doc Clair und betrachtete den Doc, als würde sie ihn jetzt zum ersten Mal wahrnehmen. "Was ist denn mit dem los? Ist der irgendwie...?" Sie tippte sich vielsagend an die Schläfe.

Fernandez lachte - natürlich! "In gewisser Weise schon, Doc Clair oder wer du auch immer sein magst. Aber er ist auch ein Empath."

"Ein... was?"

"Wenn du wirklich Arzt wärst, wüsstest du sicherlich, was damit gemeint ist. Aber vielleicht nennst du dich ja nur so? Vielleicht warst du in deinem richtigen Leben ja auch nur eine gescheiterte Krankenschwester?"

"Meinst du wirklich, Typ, ich würde mich vor dem Schocker fürchten? Wenn ich dir eine runterhauen will, dann tu ich es auch so."

"Ja, glaubst du denn im Ernst, Mädchen, ich würde nicht zurückhauen? Mir ist es egal, ob mich eine Frau angreift oder ein Mann oder ein... Alien!" Er dehnte das letzte Wort ganz besonders. Dabei beobachtete er Doc Clair genau.

"Tatsächlich, wie in diesem Film!", murmelte Kevin Klein erschüttert. "Die - die sind nicht echt! Ich meine, der Doc müsste doch spüren, wenn das wirklich Menschen wären...

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