Herr der Galaxien 5 - Todeskomet

 
 
John Willard Science Fiction-Serie (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 21. November 2019
  • |
  • 300 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7389-3467-0 (ISBN)
 
Er heißt John Willard. Er steigt aus den unmenschlichsten Slums aller Zeiten hinauf zum Licht, berufen vom HERRN DER WELTEN, um in dessen Namen die Macht zu haben. Die Macht über das Universum! Viele tausend Welten sind von Menschen besiedelt. Überlichtschnelle Flüge sind verboten, weil es sich erwiesen hat, dass diese auf Dauer das energetische Gleichgewicht des Universums und somit das Raum-Zeit-Gefüge stören, was in manchen Bereichen des Universums in der Vergangenheit zu schrecklichen Katastrophen führte. Die von Menschen besiedelten Welten haben keinen direkten Kontakt miteinander, da es keine überlichtschnellen Kommunikationsmöglichkeiten gibt. Dennoch entstand im Verlauf der Jahrhunderttausende ein funktionierendes Handelssystem: Riesige Container-Schiffe reisen im Unterlichtflug zu ihren Zielwelten, mit mannigfaltigen Waren bestückt. Sie sind teilweise Jahrtausende unterwegs, um ihr Ziel zu erreichen, aber da der Strom der Handelscontainer niemals abreißt, werden die Planeten untereinander reibungslos versorgt. Die Erde beispielsweise ist eine gigantische "Zuchtanstalt für Menschenmaterial" - dem wichtigsten Exportartikel der Erde. Die Betreffenden werden in Tiefschlaf versetzt, bevor sie auf den Weg gehen. Ein Übriges tut die Zeitdilatation, so dass sie unbeschadet den langen Flug überstehen. Dieses komplizierte Handelssystem ist natürlich hochempfindlich - und muss überwacht werden. Dafür zuständig ist der Sternenvogt - der wahre HERR DER WELTEN...
  • Deutsch
Uksak E-Books
  • 0,89 MB
978-3-7389-3467-0 (9783738934670)

Komet der Vernichtung


Wilfried A. Hary






Smaragd. Wie ein flammendes Fanal durchraste der Asteroid das Sonnensystem. Sämtliche Zweifel waren ausgeschlossen: Seine Schwerkraftfelder würden, auch wenn er Millionen von Kilometern an der Erde vorbeizog, verheerende Auswirkungen für Terra haben.

Schon machten sich Störungen der astronomischen Ordnung bemerkbar. Aus Europa wurden Erdbeben gemeldet. Das waren die Vorläufer. Überall auf der Welt trafen sich Wissenschaftler, ehemalige Geniusse, um das Phänomen durchzudiskutieren. Es wurde keinem bewußt, daß es praktisch keine größeren Raumschiffe mehr gab!

Die gesamte Führungsspitze der Erde hatte sich rechtzeitig abgesetzt! Die wenigen Raumschiffe, die noch zur Verfügung standen, lagen im Orbit bereit. Sie durften sich Zeit lassen, denn sie würden immer noch schneller sein als Smaragd.

Und sie würden dabei Milliarden dem sicheren Tod überlassen!

Die gesteuerten Nachrichten sorgten dafür, daß der Masse die Gefahr nicht richtig bewußt wurde. Erfolgsmeldungen wurden verbreitet. Für die meisten war die ganze Sache ohnehin nur Nervenkitzel. Mehr nicht. Unterhaltungsprogramm mit Abenteuer - und das live, dreidimensional und in Farbe! Die Raumgarden würden >das Kind schon schaukeln<. So waren es die Joy aus ihren Unterhaltungsprogrammen gewöhnt.

Es ging weniger um die Frage ob, sondern mehr um die Frage, wann es die Raumgarden schaffen würden, den Asteroiden zu vernichten.

Die Wirklichkeit sah leider anders aus. Ein Pulk von Raumgarden-Kampfkreuzern im Anflug auf Smaragd. Sie hatten keineswegs den Auftrag, eine Landung zu versuchen, sondern achteten sorgfältig auf genügend Abstand. Die ORDONANZ war abschreckendes Beispiel genug. Es nutzte nichts, unnötig Menschenleben zu opfern.

Dabei nahmen die Befehlsgewaltigen nicht so sehr Rücksicht auf ihre Untergebenen, sondern primär auf die Tatsache, daß ein Raumgardist eine Menge Geld kostete, bis er voll ausgebildet und voll einsatzfähig war.

Eine Sache der Ökonomie also, nicht der Menschlichkeit!

Es waren fünfzehn Raumschiffe, eine kleine Flotte. Sie waren mit den modernsten Waffen bestückt. Dabei waren Torpedos mit der Sprengkraft von hundert alten Wasserstoffbomben noch vergleichsweise harmlos. Jedes einzelne Schiff hätte wahrscheinlich genügt, einem rebellischen Kolonialplaneten den Garaus zu machen!

Aber das war jetzt nicht ihre Aufgabe. Sie wollten Smaragd endgültig vernichten.

Sie bildeten einen fünfzehnzackigen Stern und richteten ihre Strahlwaffen auf den heranschießenden Trabanten. Eine Captain befehligte das Manöver. Sie gab Feuerbefehl.

Gleichzeitig schossen sie. Ein Feuerregen ging auf Smaragd nieder. Energien, die friedlich genutzt ein ganzes Jahr gereicht hätten, um die gesamte Erde zu versorgen.

Ein Schauspiel, das sogar am hellichten Tag auf einzelnen Planeten des Sonnensystems gesehen werden konnte!

Die Feuerkapazität der Schiffe war in genau drei Minuten erschöpft. Es blieben ihnen gerade noch genügend Energien, um zu ihrer Basis zurückzukehren.

Auf Smaragd tat sich nichts. Er glühte noch nicht einmal intensiver als vorher.

Die fünfzehn Kampfschiffe drehten ab, ehe der Abstand zu gering wurde.

Es war zehn Minuten nach dem intensiven Beschuß, der Smaragd nicht einmal angekratzt hatte.

So lange brauchte Smaragd, um die Mahlzeit zu verdauen.

Und dann spie er sie wieder aus - hundertfach verstärkt!

Im Sonnensystem entstand scheinbar eine neue Sonne. Sie strahlte so hell, daß auf der betroffenen Seite der Erde Wälder in Brand gerieten, Menschen Verbrennungen erhielten, sich die Durchschnittstemperatur sprunghaft um über fünf Grad erhöhte.

Doch war es nicht Smaragd, der detonierte, sondern er strahlte die Energie in die Richtung ab, aus der er sie erhalten hatte.

Von den fünfzehn Raumschiffen erfuhr man niemals mehr etwas. Man fand nicht einmal Gaswolken von ihnen.

Ihre letzte Meldung erfolgte direkt nach dem Beschuß, war geheim und direkt an Derryl Reed gerichtet. Sie kündete vom totalen Mißerfolg der Aktion, obwohl die Besatzungen von ihrem nahen Tod zu diesem Zeitpunkt noch nichts ahnten.

Derryl Reed sah die neue Sonne ebenfalls - auf einem seiner Bildschirme. Er hatte in seinem Raumschiff gewissermaßen einen Logenplatz. Als die gigantische Atomfackel abbrannte und erlosch, blieb nur noch der tödliche Smaragd zurück - auf unverändertem Kurs.

Da erbleichte selbst Derryl Reed.

Er sah sich in den Reihen seiner Getreuen um.

»Es sieht so aus«, sagte er tonlos, »als gäbe es tatsächlich eine ernste Bedrohung für unser Sonnensystem. Mit dieser Entwicklung konnte niemand rechnen.«


*


Dirk van Meren blieb wenig Zeit, doch sie genügte ihm. Gemeinsam mit den Experten, die er um sich geschart hatte, arbeitete er einen Ad-hoc-Plan aus. Bis sie Position bezogen, war das erledigt.

Natürlich bekamen auch sie den mißlungenen Angriff auf Smaragd mit. Dirk van Meren kümmerte sich nicht darum. Er hatte einen anderen Auftrag, den es zu erledigen galt. Er würde ihn meistern. Davon war er überzeugt.

Manager Walter Becker tat ein übriges, indem er Dirk van Meren die Daumen drückte.

Der Forschungsleiter machte sich Becker betreffend keinerlei Illusionen. Das Verhältnis zwischen ihnen beiden hatte sich nur scheinbar gebessert. Da gab es gewisse Dinge, die ihm Becker wohl niemals verzieh. Nur die Situation zwang sie, an einem Strick zu ziehen. Derryl Reed war sehr unnachsichtig, wenn es um Versager ging.

»Da ist es!« sagte Chefingenieur Owen Meier unkonventionell. Er deutete mit ausgestrecktem Arm auf den Hauptbeobachtungsschirm.

Die Hauptarbeit überließen sie natürlich den fünf Raumern der Garde.

Sie nahmen die günstigste Formation ein. Raumschiff LUNA 10 war nur noch eine Million Kilometer entfernt.

Die Geschwindigkeit des Schiffes würde ausreichen, die Entfernung in weniger als einer halben Minute zu überbrücken.

In der Beobachtungszentrale wurde kein Wort gesprochen. Gespannte Erwartung.

»Jetzt!« sagte Genius Dirk van Meren ins Mikrophon. Es gab die Theorie, daß die Besatzung von LUNA 10 als Folge von dem Kampf ohne Bewußtsein war. Das bestätigte sich jetzt. Sie machten keine Anstalten auszuweichen, obwohl sie wissen mußten, was sie erwartete, wenn sie die Ortung beobachteten.

Dirk van Merens Befehl wurde per Richtfunk übertragen. Der Countdown lief. Sekunden vor der Ankunft des Schiffes baute sich das Ultimate-Feld auf.

Es war viel schwächer als bei Smaragd. Es brauchte ja auch nur eine relativ geringe Masse aufzunehmen.

Ein eigenartiges Flimmern entstand zwischen den Raumschiffen, durchzogen von undefinierbaren Lichterscheinungen.

LUNA 10 zielte genau auf den Mittelpunkt der Projektion - und traf!

Von einer Sekunde zur anderen löste sich das Raumschiff auf. Dabei verzehrte es die gesamte Energie des Feldes.

»Projektoren aus!« befahl Dirk van Meren heiser. Er wagte nicht mal zu blinzeln, damit ihm nichts entging.

Keine Nebeneffekte.

»Es hängt also mit der Masse zusammen«, sagte Manager Becker neben ihm anerkennend.

Dirk van Meren brummte etwas Unverständliches. Er wartete auf die Bildüberspielung auf seinen Schirm.

Eine Karte vom Sonnensystem. Die Planeten in der derzeitigen Konstellation.

Eine Ausschnittsvergrößerung der graphischen Auflösung. Da war die Erde - und in einer tatsächlichen Entfernung von knapp einer Million Kilometer ein blinkender Markierungspunkt.

Ja, es hatte funktioniert. Die LUNA 10 war entmaterialisiert und praktisch ohne Zeitverlust am vorausberechneten Punkt wieder aufgetaucht.

Direkt in Griffweite der Flotte, die das Schiff schon einmal abgefangen hatte!

Diesmal würde die LUNA 10 nicht entfliehen können.

Die Funkzentrale: »Manager Dirk van Meren, der erwartete Spruch!«

Der Kopf der alten Flottenkommandantin erschien auf dem Schirm.

»Meine Gratulation, Manager Dirk van Meren! Gerade sind meine Leute dabei, die LUNA 10 zu entern. Sie dringen gewaltsam in das Wrack ein. Nichts rührt sich.«

Ein Erfolgserlebnis jagt das andere! dachte Dirk van Meren zynisch.

»Halten Sie mich auf dem Laufenden!«

»Natürlich, Manager!«

Kurze Unterbrechung. Dann wieder die Admiral: »Die Besatzung ist ohne Bewußtsein. Alle sind zu Tode erschöpft.«

»Werden sie sterben müssen?«

»Nicht an den Folgen der Erschöpfung. Sie werden behandelt. Man wird ihnen noch einige Fragen stellen müssen. - Soeben kommt noch eine Meldung herein. Die als vermißt gemeldeten Raumgarden-Psychonauten sind wieder mitsamt ihrer PSI-Koordinatorin im Schiff aufgefunden worden.«

»Und?«

»Mit ihnen ist wohl nichts...

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