Geister-Detektiv Mark Tate 17 - 5 Romane in einem Band

 
 
Geister-Detektiv Urban Fantasy Serie (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 10. Mai 2020
  • |
  • 500 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7389-4012-1 (ISBN)
 
Dieses Buch enthält folgende Mark Tate Romane: W.A.Hary: Dämonenherz W.A.Hary: Teufelsgesänge W.A.Hary: Die geheime Macht W.A.Hary: Die verkaufte Seele W.A.Hary: Das fremde Ich Mark Tate ist der Geister-Detektiv. Mit seinem magischen Amulett, dem Schavall, nimmt er es mit den Mächten der Finsternis auf und folgt ihnen in andere Welten und wenn es sein muss, bis in die Hölle. Ihm zur Seite steht May Harris, die weiße Hexe.
  • Deutsch
Uksak E-Books
  • 1,28 MB
978-3-7389-4012-1 (9783738940121)

W. A. Hary Dämonenherz



Der Dämon raste. Er war der mächtigste Dämon aller Zeiten gewesen! Er hatte die Macht besessen, die Welt aus den Angeln zu heben. Oder alle Menschen zu versklaven. Und alle Geister und Dämonen gleich mit. Bis ihn dieser verhasste Mark Tate all dieser Macht beraubt hatte. Oh, er war immer noch mächtig, vermochte aber nur noch einen Abklatsch dessen, was er vordem vermocht hätte. Und beinahe wäre er auch noch selber Opfer des Teufelsjägers geworden. Beinahe! Doch nun sann er auf Rache.

Rache!

RACHE!

Ich hatte einen großartigen Sieg errungen. Einen der größten Siege, seit ich zum ersten Mal geboren worden war. Vielleicht sogar den größten Sieg überhaupt?

Aber ich hatte dabei mein geliebtes altes Auto verloren. Meinen Minicooper!

Jetzt war klar, wieso ich all die Jahre zuvor immer bemüht gewesen war, kein eigenes Fahrzeug zu besitzen, sondern mit einem Mietfahrzeug vorlieb genommen hatte. Aber leider gab es den Minicooper - das Original und nicht diese misslungene Nachbildung, die einem wehtat schon beim Betrachten - nicht mehr bei Atomvermietungen. Auf der ganzen Welt nicht mehr.

Ja, gab es denn überhaupt noch einen alten Minicooper - das Original! -, der sich aus eigener Kraft bewegen konnte? Außer diesem, den ich nun als bitteren Verlust im Kampf gegen den mächtigsten aller Dämonen verbuchen musste?

Ein Dämon, der sich Mister X nannte. Seltsam genug war das schon. Wenn der jetzt gewusst hätte, dass nicht nur er eine Niederlage erlitten hatte. Besser nicht. Diesen Triumph hätte ich ihm nicht gegönnt.

Ich musste es ertragen wie ein Mann!

May, meine Lebensgefährtin, war leider keine große Hilfe dabei. Ich hatte mich nicht geirrt, nein, ich hatte dieses freudige Aufblitzen in ihren Augen durchaus gesehen, als ich ihr von meinem tragischen Verlust erzählt hatte. Außerdem kannte ich ja ihre Meinung. Sie hatte meinen geliebten Original-Minicooper doch tatsächlich für eine Rostbeule gehalten. Man muss sich das einmal vorstellen!

Ich hatte es ihr verziehen. Schließlich war May ja meine Lebensgefährtin - und ich liebte sie.

Zwar nicht wie mein Auto, eben anders, doch wie hätte sie das je nachvollziehen können - als Frau?

Okay, ich weiß durchaus, es gab auch Frauen, die zu solchen Gefühlen fähig waren. May gehörte leider nicht dazu. Dafür hatte sie allerdings andere Vorzüge, die nicht zu verachten waren. Nur einer fehlte außerdem noch - neben der Tatsache, dass sie meine Liebe zu einem alten Auto ganz und gar nicht teilen konnte: Sie hatte nicht das geringste Einfühlungsvermögen, was meine derzeitige Situation betraf. So hatte sie sich jetzt und hier sogar dazu hinreißen lassen, mir anzubieten:

"Kannst ja so lange meinen Bentley benutzen, bis du einen Ersatz hast!"

Hallo?

Was war das denn jetzt?

Hätte es sonst noch etwas gegeben, mit dem sie mich vergleichbar tief hätte herunterziehen können?

Und dann ausgerechnet mit so einem Protz-Fahrzeug wie einem Bentley? Wie teuer war der eigentlich gewesen? Wie viele tausend Jahre hätte ich dafür im Lotto spielen müssen?

"Ich bin doch kein Snob!", lehnte ich entrüstet ab. "Ich bin Mark Tate!"

Sie war regelrecht erschrocken über meine Reaktion.

Wie gesagt, es fehlten ihr bei all ihren Vorzügen lediglich zwei Dinge: Verständnis für mein Faible, alte Minicooper betreffend - und wie sie gefälligst zu reagieren hatte, falls ich einen solch herben Verlust verkraften musste!

Aber ich verzieh es ihr. Weil sie eben May war, meine geliebte May, meine Lebensgefährtin, meine Stütze in größter Not - in anderer Not halt eben als der gegenwärtigen.

"Sorry", entschuldigte ich mich daher sogleich. "Ich kann nun einmal nicht deinen Bentley fahren. Weil er einfach nicht zu mir passt."

"Ja, bin denn ich vielleicht ein Snob?", regte sie sich trotzdem auf.

"Das verstehst du jetzt völlig falsch, Darling", lenkte ich ein. "Das meinte ich überhaupt nicht mit meiner Reaktion. Bei dir ist das sowieso etwas völlig anderes. Du bist Konzernchefin. Da musst du so einen protzigen Wagen fahren. Man stelle sich vor, die Besitzerin eines internationalen Großkonzerns wie Harris-Industries fährt mit einem alten Minicooper vor. Nein, nein, das habe ich durchaus begriffen, dass du das anders handhaben musst als ich."

Sie schaute mich forschend an.

Ich blockierte geistesgegenwärtig mein Denken, um zu verhindern, dass sie meine Gedanken las. Denn das konnte sie durchaus, wenn sie wollte - und ich es zuließ.

Meine Behauptung schien sie zu beruhigen. Sie beugte sich zu mir hin und küsste mich flüchtig auf den Mund.

"Also gut, Mark, wie du willst. Nimm ein Taxi, wenn du es brauchst, oder fahre halt das Elektrofahrzeug, das in der Garage steht. Ich bleibe inzwischen bei meinem Bentley. Und jetzt muss ich wirklich los. Ich habe ein wichtiges Meeting, wie du weißt." Sie zögerte kurz. Als sie weiter sprach, klang ihre Stimme schon wieder wärmer: "Und bitte, Mark, komm wieder runter! Werde wieder normal. Du hast nur ein Auto verloren und dabei die Welt gerettet. Es ist an der Zeit, dass du dich über deinen Erfolg freust. Es hätte wirklich schlimmer kommen können - und du könntest jetzt tot sein!"

Klar, sie hatte ja recht, aber wie sollte ich jetzt an so etwas denken, wo ich an mein Auto dachte - in der Gewissheit, vielleicht nie wieder ein vergleichbares zu finden?

In der Tür wandte sie sich ein letztes Mal nach mir um.

"Ich hoffe nur, du vergisst nicht über deine Trauer die Möglichkeit, dass der Dämon, der sich hochtrabend und ziemlich einfallslos Mister X nennt, inzwischen vielleicht bittere Rache schwört!"

Schon wieder hatte sie recht. Ohne Frage. Aber half mir das wirklich weiter?

Ich musste das leider verneinen.

Vorerst zumindest.

*

Jeder hat so seine Macken, dachte sich May Harris und machte sich nicht wirklich Sorgen um ihren Lebenspartner Mark Tate. Sie konnte sich unschwer vorstellen, was dieser durchgemacht hatte. Da konnte er sich durchaus so eine kleine Schwäche leisten.

Unterwegs überlegte sie trotzdem, wie sie ihm helfen konnte. Sie wusste genau, dass er niemals sich von ihr ein Auto schenken lassen würde. Auch nicht, wenn es sich um einen Oldtimer namens Minicooper handelte. Da musste sie wohl noch ein wenig tiefer in die Trickkiste greifen, um Abhilfe zu schaffen. Als Frau hatte man da so gewisse Möglichkeiten. Waren Frauen denn nicht schon seit Tausenden von Jahren darin geübt, Männern das Gefühl zu geben, sie allein würden alles kontrollieren?

Sie hatte da schon eine vage Idee, was zu tun wäre. Hatte Mark denn nicht die Jahre zuvor stets einen Mietwagen bevorzugt? Eben um zu vermeiden, was jetzt geschehen war? Bis es eben keine Mietwagen mehr gab, die ein solches Alter aufwiesen. Von da an musste er zwangsläufig umdenken.

Sie lachte leise vor sich hin. Schließlich wusste sie ganz genau, bei welcher Firma Mark bevorzugt seine Minicooper auslieh. Wenn er nun von dort überraschend einen Anruf bekommen würde, sie könnten ihm wieder einen anbieten? Es musste ja nicht bekannt werden, dass dieser eine von May Harris persönlich gesponsert war. Wie sollte er das auch je herausbekommen, obwohl er ein fähiger Privatdetektiv war? Man musste es halt nur so drehen, dass er keinen Verdacht schöpfte. Und die Firma selber würde dicht halten. Die verdarben sich ja nicht leichtsinnigerweise ein so gutes Geschäft.

Sie musste an der Ampel halten und gewahrte aus den Augenwinkeln eine Bewegung.

Der Wagen, der neben ihr hielt. Auf der Beifahrerseite, ihr zugewendet, wurde die Scheibe heruntergefahren. Sie spiegelte ziemlich, so dass man kaum erkennen konnte, wer darin saß.

Bis die Scheibe fast unten war.

Der Typ hatte eine Sonnenbrille auf den Augen, eine ziemlich große sogar, als wollte er damit gleich das halbe Gesicht bedecken.

Unwillkürlich griff May nach dem Geist des Typen. Das konnte sie. Schließlich war sie eine geübte Weiße Hexe.

Aber da war keinerlei Resonanz! Der Kopf des Typen war irgendwie leer. Tot, um genauer zu sein.

Sie griff blitzschnell auch nach dem Fahrer, von dem sie nur das Profil sah. Der Fahrer blickte stur geradeaus, als hätte er nur Augen für die Ampelanlage. Und sein Kopf war genauso leer!

Die hinter der Sonnenbrille verborgenen Augen des Beifahrers starrten sie derweil unentwegt an. May konnte sie nicht sehen, aber sie war auf einmal überzeugt davon: Das waren die Augen eines Toten!

Ging es jetzt los? Folgte jetzt der Rachefeldzug des Dämons, der sich Mister X nannte?

Nicht sehr einfallsreich, genauso wie sein Name. Was wollten sie gegen May unternehmen? Etwa sie mit schwarzer Magie angreifen?

Doch es erfolgte gar kein Angriff. Der Typ starrte sie nur hinter den dicken, finsteren Gläsern der Sonnenbrille an. Sonst nichts. Und sein Kopf blieb tot.

Ein Untoter! Jetzt war sie erst recht überzeugt davon.

Sollte er nur versuchen, sie mit schwarzer Magie anzugreifen. Es wäre nicht das erste Mal gewesen, dass sie sich dagegen erfolgreich zur Wehr gesetzt hätte.

"Na los, tu es schon!", sagte sie, obwohl der sie gewiss nicht hören konnte, weil bei ihr die Scheibe unten blieb. Sie bleckte die makellosen Zähne und lächelte den Untoten an. "Mach es...

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