Der Dieb in der Nacht

Roman
 
 
eBook Berlin Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 31. August 2015
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  • 320 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8270-7845-2 (ISBN)
 
Zehn Jahre nach dessen rätselhaftem Verschwinden sitzt Paul plötzlich in einer Prager Kellerbar Felix gegenüber. Oder ist er es doch nicht? Im einen Moment ist sich Paul sicher, seinen alten Freund vor sich zu haben, im nächsten sieht er ihm nicht einmal richtig ähnlich.
Im Laufe der Zeit war aus Ratlosigkeit und Verzweiflung eine große Traurigkeit und Verunsicherung erwachsen, und auch jetzt zweifelt Paul: an diesem Mann, der sich Ira Blixen nennt, sich bewegt wie Felix, ihn anschaut wie Felix und ein Muttermal an der gleichen Stelle am Handgelenk hat - und an seinem eigenen Verstand. Dass der Mann vor Jahren bewusstlos aus dem Fluss gezogen wurde und keine Erinnerung an seine ersten 20 Lebensjahre besitzt, befeuert Pauls Hoffnung.
Es entwickelt sich ein Vexierspiel um Verlust, Identität und Sehnsucht, um Angst, Definitionen von Wirklichkeit und die Frage, wie sich über die Leerstelle sprechen lässt, die das Verschwinden eines Menschen in die Leben seiner Nächsten sprengt.
  • Deutsch
  • Munich
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  • Deutschland
Berlin Verlag
  • 1,10 MB
978-3-8270-7845-2 (9783827078452)
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Katharina Hartwell, 1984 geboren, studierte Anglistik und Amerikanistik sowie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie war u.a. Gewinnerin des MDR-Literaturpreises und Stipendiatin des Landes Hessen und des Freistaates Sachsen. 2013 war sie die Sylter Inselschreiberin. Ihr erster Roman »Das Fremde Meer« wurde begeistert aufgenommen und mit dem Hallertauer Debütpreis und dem Förderpreis für phantastische Literatur Seraph ausgezeichnet. 2015 erschien ihr Roman »Der Dieb in der Nacht«. Sie lebt in Berlin.

ERSTES KAPITEL

Du. Du bist das

Es beginnt in einem Raum tief unter der Erde.

Paul folgt Katrin eine schmale Treppe hinunter in die Lucerna Bar. Lucerna heißt Lampe, und ohne Lampe sähe man in dem verwinkelten Maulwurfsbau kaum weiter als bis zum Hinterkopf des Vorangehenden. Die Menschen, die ihnen entgegenkommen, scheinen Paul zu mustern. Abfällig oder misstrauisch, vermutet er, aber es ist zu dunkel, um den Ausdruck in ihren Augen bestimmen zu können. Er sieht auf seine Uhr, so als ließe sich die Zeit bis zu seiner Abreise bereits in Stunden messen. Dabei sind es Wochen, bestenfalls Tage, die er noch in Prag verbringen muss.

»Jetzt bist du froh, dass du mitgekommen bist«, sagt Katrin, als sie am Ende der Treppe angelangt sind.

»Ja«, lügt er, weil er weiß, dass es diese Antwort ist, die sie erwartet. Und vielleicht hat sie sogar recht; so wenig er hier sein möchte, noch weniger will er mit Katrins Vater in der stillen Wohnung sitzen und auf ihre Rückkehr warten.

Die Vorband spielt bereits, als sie sich an der Theke anstellen. Zögerlich versucht Paul mit einem grünhaarigen Mädchen Augenkontakt aufzunehmen. »Two beers«, schreit Katrin dicht an seinem Ohr vorbei, und die Grünhaarige stellt zwei Flaschen auf den Tresen.

An der Bar erzählt Katrin ihm, was sie die nächsten Tage unternehmen will. Paul nickt, als würde es ihn interessieren. Jesulein, Kafka, Brücke. Die schönste Stadt der Welt wird sie in wenigen Sekunden sagen, weil das alle hier immer sagen, weil sie es schon in Deutschland sagten, bevor er fuhr. Die schönste Stadt der Welt - was soll das bedeuten? Wie misst man die Schönheit einer Stadt und wer erklärt sie dann zur schönsten unter allen anderen?

»Und wie lange bleibst du noch?«, fragt Katrin.

Paul zuckt die Achseln. »Bis dein Vater mich nicht mehr braucht«, sagt er. Tatsächlich gibt es keinen Vertrag, keine schriftliche Vereinbarung. Er wird so lange in Prag bleiben, bis Frist ihn wieder zurück nach Deutschland schickt.

Katrin stupst ihn mit ihrer Bierflasche an. »Ich verstehe nicht einmal, was genau du für ihn machst. Du läufst durch die Straßen und fotografierst irgendwelche Sachen.«

Tatsächlich hat sich Paul in den letzten drei Wochen in den eher abgelegenen Ecken Prags herumgetrieben, ist im Morgengrauen und in der Abenddämmerung durch die wenig belebten Gässchen geschlichen, um den Nebel zwischen den Häusern zu fotografieren. Er macht Fotos von Orten, an denen sich Kafka nachweislich, vermutlich oder bloß in der Vorstellung Heinrich Frists aufgehalten hat. Auf seinen Bildern zeigt Paul Prags unheimliche Seite, was ihm leichtfällt, da er die Stadt unheimlich findet. Er findet die Moldau unheimlich, den Hradschin und die Prager Burg. (Er denkt viel über das Mittelalter und Folter nach.) Von seinem Fenster aus hat er freie Sicht auf den Hradschin - eine Aussicht, derer Frist sich besonders rühmt. Paul aber zögert es oft bis mittags hinaus, die Vorhänge aufzuziehen. Die Burg selbst scheint ihm weniger Gebäude als Wesen, ein Tier, das beharrlich wartend auf seinem Hügel hockt und lauernd auf die Stadt hinabschaut. Auch die Wohnung selbst ist ihm unheimlich; sie ist voller Geräusche, wo keine sein sollten. Wenn er im Wohnzimmer sitzt, hat er das Gefühl, jemand schleiche durch den Flur. Wenn er im Flur steht, meint er, unterdrückte Laute, glucksendes Lachen oder Flüstern aus dem Badezimmer zu hören. Den fensterlosen Raum mit lauter Lüftung und kaputtem Heizstrahler meidet er, genau wie die Küche. Durch ein Fenster sieht man schräg über den Hinterhof auf einen Balkon, auf dem tagein, tagaus ein rauchender Mann über das hüfthohe Eisengatter gebeugt steht und Paul zu beobachten scheint.

»Deinen Job möchte ich haben«, sagt Katrin, und Paul ist nicht sicher, ob sie gutgelaunt klingt oder vorwurfsvoll. »Läufst durch die schönste Stadt der Welt und machst Fotos. Und kriegst auch noch Geld dafür.«

Er macht ein unbestimmtes Geräusch und nimmt einen Schluck aus seiner Bierflasche. Noch immer mustert ihn Katrin prüfend von der Seite. Sie mag ihn nicht besonders, denkt er plötzlich. Wahrscheinlich hat sie ihn nur eingeladen, mit zu dem Konzert zu kommen, weil sie ihm auf den Zahn fühlen will, weil sie den Verdacht hat, dass er ihren Vater ausnimmt. Dabei hatte er noch am Vortag den Eindruck, sie sei »interessiert« - so würde Louise es formulieren: »Vielleicht ist sie interessiert«, mutmaßt Louise über den Großteil aller Frauen, denen Paul begegnet.

»Danke, dass du mitgekommen bist, jedenfalls«, sagt Katrin. »Auch wenn das nicht deine Musik ist.«

Er nickt. Später, denkt er, wird er Louise davon erzählen, wie er, umgeben von menschlichen Maulwürfen, in den Katakomben der schönsten Stadt der Welt saß und sich zurück nach Berlin wünschte.

Um zehn beginnt das Konzert. Auf einer großen Leinwand werden Schwarz-Weiß-Bilder von Helikoptern, öden Landschaften und Menschen gezeigt, die Paul nicht kennt, von denen er aber vermutet, sie seien Politiker. Schon nachdem er die Hälfte seines Biers geleert hat, fühlt er sich unangenehm betrunken, schwermütig und schwindelig. Katrin entfernt sich von Paul, strebt tänzelnd der Bühne entgegen, bald hat er sie aus den Augen verloren. Vergeblich wartet er auf Gesang und darauf, dass sich die Musik nach ihrem unauffälligen Einsetzen in eine feste Form wandelt, sich zu Einheiten verbindet und zu dem, was Paul als Lied definieren würde. Stattdessen verliert sie sich weiter in einem langsamen Anstieg, einem schwebenden Zusammenspiel der Instrumente, das, wie Paul endlich versteht, nirgendwo hinführen wird, weil es bereits ist.

Nach dem Konzert schlendert Paul zu den kleinen Tischen zwischen Toilette und Bar und wartet dort auf Katrin, die sich angestellt hat, um eine signierte Platte zu kaufen. An einem der Tische sitzt ein einzelner Mann, vertieft in einen Flyer der Bar. Paul nimmt ihm gegenüber Platz und mustert ihn verstohlen. Auf den ersten Blick unterscheidet sich der Mann nicht von den anderen Besuchern hier, auf den zweiten aber hat er nicht viel gemein mit den Goths, den Punks und Alternativen; er trägt das Business-Schwarz elegant gekleideter Geschäftsleute, einen schmalgeschnittenen Blazer, enganliegende Jeans und glänzende Stiefeletten; über seiner Stuhllehne hängt ein Trenchcoat. Wie er dort sitzt, sieht er nicht bloß deplatziert aus, sondern so fremd, dass seine Umrisse wie bei einer schlechten Fotomontage weiß zu flimmern scheinen.

Ach, denkt Paul. Sonst denkt er nichts: Ach - genau wie kurz vor Konzertende, als er endlich einen der Politiker auf der grauen Leinwand erkannte. Das »Ach« bedeutet auch und vor allem: Du. Du bist das.

Kennt er den Mann? Nein, sicher nicht, er kennt bloß die Art, wie er sitzt, wie er den hochgewachsenen, schlanken Körper zu falten versteht, so als wollte er ihn in sich selbst verstauen. Er kennt die Art, wie es ihm gelingt, unaufdringlich zum Zentrum des Geschehens zu werden, weil die Menschen, die Gespräche und Bewegungen wie von selbst in konzentrischen Bahnen um ihn zu kreisen beginnen.

Ich muss mich hinsetzen, denkt Paul, aber er sitzt ja bereits. Er traut sich nicht, den Kopf zwischen die Knie zu klemmen; in einer unbeobachteten Sekunde könnte ihm der andere entwischen. Paul mustert längst nicht mehr verstohlen, sondern starrt unverhohlen. Der Mann schaut kurz irritiert auf, vertieft sich dann wieder in den Flyer.

Paul wird heiß. Der Muskel in seiner rechten Wange zuckt. Gerade will er zu einem genuschelten »Sorry« ansetzen, als er das Muttermal sieht: Es ist dunkel, beinahe schwarz, hat die ungefähre Form eines Sterns und sitzt am Handgelenk des Mannes, gleich neben dem Knöchel, genau dort, wo Paul es vor gut zehn Jahren zuletzt gesehen hat.

Pauls Mund öffnet sich.

»Felix?«, fragt er.

Der Mann in der Lucerna Bar, der nicht aussieht wie Felix, sich aber bewegt wie Felix, Paul anschaut wie Felix und Felix' Muttermal am Handgelenk trägt, erklärt, dass es ihm leidtue. Sein Name sei Ira Blixen. Er lebe bereits seit vielen Jahren in Prag. Und er sei Paul noch nie begegnet, ganz sicher nicht.

Er spricht deutsch, beinahe ohne Akzent.

Aber das muss nichts heißen, sagt sich Paul. Deutsch sprechen hier viele. Und trotzdem. Dieser Mann ist Felix. Paul weiß es. In der einen Sekunde zumindest. In der nächsten weiß er es schon nicht mehr. Die Gewissheit brandet auf und ebbt ab, wie beschleunigte Gezeiten, die seinen Körper erfassen, ihn schwemmen, sich zurückzuziehen: Er weiß es, er weiß es nicht, er weiß es. Paul würde sich gerne festhalten, zumindest irgendwo abstützen. Ira Blixen, das ist doch kein Name, denkt er. Kein Mensch heißt Ira Blixen, auch nicht in Prag.

»Und so heißen Sie? Ira Blixen?«

»Nein«, räumt der Mann ein. »Das ist ein Künstlername.«

Irgendwann muss Katrin zu ihnen an den Tisch getreten sein. Umständlich streicht sie sich eine verschwitzte Strähne aus dem Gesicht. »Gehen wir dann?«, fragt sie und wirft dem Mann einen zweifelnden Blick zu.

Paul öffnet den Mund, um etwas zu sagen, aber seine trockenen Lippen geben bloß ein unglückliches Platzen frei.

Blixen dreht sich zur Seite und greift nach seinem Trenchcoat. Der Muskel in Pauls rechter Wange zuckt, als wolle er unter der Haut tanzen, und Paul macht sich bereit aufzuspringen, sich Blixen in den Weg zu stellen, wie ein Kind, das die Grenzen des akzeptablen Spaßes längst überschritten hat.

Doch statt sich umzudrehen und davonzueilen, zieht Blixen sein Portemonnaie hervor.

»Hören Sie«, sagt er, »ich habe leider keine Zeit, mich länger mit Ihnen zu unterhalten, ich muss...

»Ich habe knietief in diesem Buch gesteckt, gefühlt, was Paul gefühlt hat, wenn er Blixen angesehen hat, und ihm und auch Louise von Herzen gewünscht, dass sich alles aufklärt und gut wird. In jedem Fall hat sie hier ein Buch geschaffen, auf das man sich in Ruhe einlassen muss - einfach so zwischen Tür und Angel runter lesen wird ihm nicht gerecht.«, licentiapoeticae.blogspot.de, 12.03.2016
 
»Dieses Buch zieht in seinen Bann.«, Berner Zeitung, Mirjam Comtesse, 10.03.2016
 
»Katharina Hartwell, eine Ausnahmekönnerin im Handwerk des düsteren Schreibens«, NDR "Sonntagsstudio", Alexander Solloch, 07.02.2016
 
»Vor 20 Jahren verschwand Pauls bester Freund. Eines Tages glaubt er, ihn wiederzusehen. Der Doppelgänger nennt sich jedoch Ira und hat bei einem Unfall jede Erinnerung verloren. Wie soll Paul das Identitätsrätsel lösen?«, Der Tagesspiegel, 07.01.2016
 
»Kippende Gewissheiten, magisch, ominös, im Rätselhaften schwebend, und doch geerdet ist auch die Sprache. Hartwells Stärken sind das Beobachten und Ausdenken, das luftig leichte Formulieren und Erzählen mit Perspektivwechseln und klug eingewobenen Rückblenden.«, Berliner Zeitung, Irmgard Berner, 07.01.2016
 
»Katharina Hartwell entwickelt ein Vexierspiel um Verlust, Identität und Sehnsucht.«, Kulturradio vom rbb, Anne-Dore Krohn, 05.01.2016
 
»'Der Dieb in der Nacht' ist ein aus wechselnden Perspektiven erzählter dunkler, beinahe unheimlicher Roman, gut gebaut, erzählt und geschrieben.«, WDR 5 "Neugier genügt", Sabine Eichhorst, 04.01.2016
 
»Die Autorin ist Anfang 30 und schafft in ihrem Buch ein spannendes Stück zum Thema Identität.«, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 29.12.2015
 
»Ein sehr gelungener Roman über die Realität, den Verlust, Identität und Sehnsucht - das Verhalten der Zurückgebliebenen und ihre Hoffnung.«, wasliestdu.de, Susanne Spörler, 29.12.2015
 
»Hartwell sucht das Dunkle, das Unheimliche, das Surreale, und sie bedient sich dabei einer Sprache, die an den Tonfall des Märchens angelehnt ist, ohne jedoch die Brücken zur Gegenwart abzubrechen. [.]. Hartwell ist klug genug, sich selbst und dem Leser alle Möglichkeiten offenzulassen. Das macht ihren Roman umso beunruhigender.«, Süddeutsche Zeitung, Christoph Schröder, 23.12.2015
 
»Eine Geschichte, die den Leser bewusst irritiert, auch weil sie die verschiedenen Blickwinkel der Menschen, die Felix vermissen, genau aufzeigt. Es lohnt sich, sich auf diesen Roman einzulassen.«, MünsterlandZeitung.de, Beate Rottgardt, 20.12.2015
 
»Geschickt versteht Hartwell auch in diesem Roman, Realität und Fantastisches zu verbinden und ineinander übergehen zu lassen.«, lifeofliterature.wordpress.com, Susi , 19.12.2015
 
»Ein Horrorroman ohne Horror. Seelenzermürbend lakonisch.«, NDR Kultur "9 Sekunden Rezension", 18.12.2015
 
»Elegant und doppelbödig inszeniert sie ein Spiel von Täuschung und Selbsttäuschung. [.]. Katharina Hartwell ist eine Autorin, die sich elementar von Kollegen ihrer Generation unterscheidet. Das rein realistische Erzählen interessiert sie nicht.«, Deutschlandfunk "Büchermarkt", Christoph Schröder, 09.12.2015
 
»Das klingt nach dem Stoff für einen Kriminalroman. Doch Autorin Katharina Hartwell entwickelt daraus eine moderne Gespenstergeschichte. 'Der Dieb in der Nacht' ist ein Gruselstück, in dem Angst, Verunsicherung und Erschrecken durch die dünne Membran von Gewissheiten hindurchsickern.«, Frankfurter Rundschau, Cornelia Wolter, 05.12.2015
 
»Metaphernreich und sprachgewandt erzählt Hartwell dieses schier unerträgliche Hin- und Her der Gefühle.«, Buchbesprechungen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Christel Freitag, 01.11.2015
 
»Katharina Hartwell legt falsche Fährten, lockt den Leser in die Falle: Was glauben wir, nur weil wir es glauben wollen? Ein kafkaeskes Vexierspiel!«, emotion, Janis Voss, 01.11.2015
 
»'Der Dieb in der Nacht' spielt in einem Grenzgebiet zwischen Albtraum und Aufwachen. Wie schon in ihrem Debütroman 'Das Fremde Meer' demonstriert Katharina Hartwell, dass sie mit dem Realismusanspruch ihrer Generationsgenossen wenig anfangen kann. Stattdessen hat sie ein spannendes und versponnenes, eigenwilliges und motivisch fein vernetztes Buch über Täuschung und Selbsttäuschung geschrieben.«, hr 2 Kultur, Christoph Schröder, 25.10.2015
 
»Ein düsteres, unheimliches Buch, das raffiniert zwischen Realität und Fantastik hin und her springt. Katharina Hartwell schreibt sprachlich unglaublich eindrucksvoll, aber auch herausfordernd und führt den Leser lange und immer wieder in die Irre.«, literaturkurier Newsletter, 13.10.2015
 
»Der Roman trägt mysteriöse, unergründliche und bedrohliche Züge, eine Spur Edgar Allen Poe und eine Prise David Lynch gepaart mit Anleihen von Patricia Highsmiths Tom Ripley-Geschichten. 'Der Dieb in der Nacht' ist perfekt von Katharina Hartwell konstruiert [.]. Düster, aber spannend.«, soundsandbooks.com, Gérard Otremba, 11.10.2015
 
»Ein spannendes, vielschichtiges Buch, elegant und fesselnd erzählt.«, Göttinger Tageblatt, Angela Brünjes, 09.10.2015
 
»Ein wirklich tolles Buch mit viel Tiefgang und einem perfektem Ende.«, sharonbakerliest.blogspot.de, Inga Weis, 08.10.2015
 
»'Der Dieb in der Nacht' ist ein fantastischer Schauer-Märchen-Roman mit nervenzerreibender Story. [.]. Zudem ist Hartwell die absolute Meisterin der Bandwurmsätze. Trotz ihrer Länge erscheinen die manchmal über halbe Seiten wabernden Sätze kurz und knackig.«, abi.unicum.de, Heike Kruse, 07.10.2015
 
»Katharina Hartwells zweiter Roman ist ein kunstvoll komponiertes Spiel der Figurenwahrnehmung. Packend, einzigartig und von fast schon schmerzhafter Feinfühligkeit. [.]. Die ungewissen Fakten und die magisch anmutende Sprache machen diesen Roman zu einem brillanten Text über Sehnsucht, Wünsche und Verlusterfahrung am Rande der eigenen Existenz.«, bücher, Jeanne Wellnitz, 01.10.2015
 
»Spannend und einfühlsam erzählte Geschichte darüber, wie der Verlust eines Mitglieds einer Gruppe zusetzt.«, Buchkultur, Christa Nebenführ, 01.10.2015
 
»Wie ein Krimi liest sich Katharina Hartwells Roman 'Der Dieb in der Nacht'. Darin erforscht sie die Lücken, die das Verschwinden des jungen Mannes im Leben von dessen Mutter, Schwester und bestem Freund hinterlässt.«, MADAME, 01.10.2015
 
»'Der Dieb in der Nacht' heißt Katharina Hartwells zweiter Roman, der sich nach und nach zu einem grandiosen Psychothriller entwickelt. Vielleicht ist die Bezeichnung Psychothriller zu viel, aber vielleicht ist sie auch noch nicht genug. Der Roman 'Der Dieb in der Nacht' zieht uns in den Bann einer Geschichte, die ganz unaufgeregt erzählt wird - doch genau diese gespenstische Gelassenheit von Hartwells Worten stellt uns die Nackenhaare auf.«, ORF FM4, Christian Pausch, 28.09.2015
 
»Eine große Stärke dieses Buches ist dabei das psychologische Feingefühl, mit dem Hartwell den Schwebezustand zum Programm erhebt. Die Autorin setzt immer wieder von einem neuen Blickwinkel aus an, erzählt die Handlung dramaturgisch gekonnt um die Leerstelle herum, aus wechselnden Perspektiven, mit eingeflochtenen Rückblicken.«, rbb Kulturradio, Anne-Dore Krohn, 24.09.2015
 
»Unheimliche Familiengeschichte, spannend konstruiert und an manchen Stellen leicht gruselig.«, Trierischer Volksfreund, Stefanie Glanien, 21.09.2015
 
»Katharina Harwell beweist auch in ihrem zweiten Werk, dass sie ihr Handwerk meisterlich beherrscht.«, neuewoertichkeit.de, Martin Katzorreck, 17.09.2015
 
»Schon für ihr Debüt 'Das Fremde Meer' bekam die deutsche Schriftstellerin Katharina Hartwell viel Lob - und auch ihr zweiter, düsterer Roman 'Der Dieb in der Nacht' besticht durch seine scharf gezeichneten Charaktere und die sich immer weiter aufbauende Spannung.«, Freundin, 09.09.2015
 
»Thrillerelemente und Psychogramm verweben sich in 'Der Dieb in der Nacht' zu einem exquisiten Spannungsbogen. Je mehr sich Louise und Paul dem geheimnisvollen Gedächtnislosen offenbaren und hingeben, desto mehr lassen sie sich von ihm umgarnen und einnehmen. Mit feinem Gespür für die Widersprüchlichkeiten der menschlichen Seelen steckt Hartwell die Grenzgebiete ab zwischen Liebe und Gier, echter Zuneigung und dem verzweifelten Bestreben, die eigene innere Leere zu füllen.«, Weser-Kurier, Anja Kümmel, 06.09.2015
 
»Beeindruckt hat mich diesmal Katharina Hartwell, die mit ihrer poetischen Sprache das mysteriöse psychologische Verwirrspiel 'Der Dieb in der Nacht' zu einer ganz besonderen Entdeckung für mich gemacht hat.«, BuchMarkt, Jörn Meyer, 01.09.2015
 
»Dieser Roman ist ein Vexierspiel um Realität, Identität und Sehnsucht.«, amazon.de, 01.09.2015
 
»Verkopfte Germanistenromane sind Katharina Hartwells Sache nicht. In ihrem ersten Roman 'Das fremde Meer' experimentierte sie mit Märchen und Fantasy, ihr zweites Buch ist ein veritabler Gruselroman.«, KREUZER, Katharina Bendixen, 01.09.2015
 
»Das Prag des Golem taugt auch im 21. Jahrhundert als Ort für ziemlich unheimliche Gespenstergeschichten.«, Deutschlandradio Kultur "Frühkritik", Kolja Mensing, 17.08.2015
 
»Vieles bleibt unausgesprochen in diesem Roman - die daraus resultierende Unsicherheit erzeugt eine Spannung, die das Buch von Anfang bis Ende durchzieht. Hartwells düstere Beschreibungen Prags und der Romanfiguren lassen den Leser gebannt die Seiten umblättern.«, Börsenblatt, 11.06.2015

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