Frühe Schriften. Teilband 1: Neuaufbau im zerstörten Berlin

 
 
Tectum Wissenschaftsverlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 5. Dezember 2016
  • |
  • 624 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8288-6612-6 (ISBN)
 
Zwischen 1945 und 1956 nahm das Werk Wolfgang Harichs erste und wichtige Konturen an. Es dokumentiert eine philosophische Entwicklung, die durch Harichs Verhaftung abrupt unterbrochen wurde. In seinem Nachlass befinden sich zahlreiche Manuskripte und Studien aus jenem Jahrzehnt, die nun erstmals in drei Teilbänden versammelt präsentiert werden. Der vorliegende Band beginnt mit den Briefen des jungen Harich an Ina Seidel. Geschrieben im Zweiten Weltkrieg transportieren sie die Wünsche, Hoffnungen und Träume Harichs inmitten der deutschen Katastrophe. Die Briefe sind Teil verschiedener kleinerer autobiographischer Schriften, in denen sich Harich gleichsam selbst vorstellt. Zum Abdruck kommen zudem seine Vorlesungen zum dialektischen und historischen Materialismus, die er ab 1948 an der Berliner Humboldt-Universität hielt, einige Artikel aus der "Weltbühne" sowie das um 1948 entstandene Manuskript "Ursprung des Kommunismus", in dem Harich sich erstmals dem Marxismus theoretisch und verstehend nähert.
  • Deutsch
  • Baden-Baden
  • |
  • Deutschland
  • 9,19 MB
978-3-8288-6612-6 (9783828866126)
3828866123 (3828866123)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Wolfgang Harich (1923-1995) zählt zu den wichtigen und streitbaren Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Befreundet mit Georg Lukács, Bertolt Brecht und Ernst Bloch wirkte er als Philosoph, Historiker, Literaturwissenschaftler und durch sein praktisches politisches Engagement. Letzteres führte nach seiner Verhaftung von 1956 wegen Bildung einer "konterrevolutionären Gruppe" zur Verurteilung zu einer zehnjährigen Haftstrafe. Die nachgelassenen Schriften Harichs erscheinen nun erstmals in einer elfbändigen Edition, die das reichhaltige Werk dieses undogmatischen Querdenkers in seiner ganzen Breite widerspiegelt: von seinen Beiträgen zur Hegel-Debatte in der DDR über seine Abrechnung mit der 68er-Bewegung im Westen bis zu seinen Überlegungen zu einer marxistischen Ökologie. / Dr. Andreas Heyer, Dr. phil., Jg. 1974, Politikwissenschaften und Jura. Von 2000 bis 2002 war er Stipendiat der Graduiertenförderung des Landes Sachsen-Anhalt, im Anschluss dann Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 2003 promovierte er u. a. bei Iring Fetscher mit einer Arbeit über "Diderots politische Philosophie". 2005 erschien in zwei Bänden das Lehrbuch "Die französische Aufklärung um 1750". Zwischen 2003 und 2007 war er Mitarbeiter des DFG-Projekts "Sozialutopien der Neuzeit". Er ist Autor zahlreicher Publikationen zur Geschichte der politischen Utopien der Neuzeit sowie zur Philosophie in der DDR. Im Zuge dieser Arbeiten entstand sein besonderes Verhältnis zu den Schriften Wolfgang Harichs, das sich in mehreren Veröffentlichungen niederschlug. Seit 2012 arbeitet er mit Unterstützung durch Anne Harich an der Herausgabe der nachgelassenen Schriften Wolfgang Harichs.
  • Cover
  • Zur Edition
  • Zum Herausgeber
  • Geleitwort
  • Vorwort
  • Inhalt
  • Der junge Harich, 1946-1956
  • 1. Einleitung
  • 2. Im Berlin der Kriegs- und Nachkriegszeit
  • 3. Lockrufe des Marxismus
  • 4. Auf Linie
  • 5. Gegen den Strom
  • a) Brecht und die »volksfremde Dekadenz«
  • b) Heine und das Erbe der DDR
  • 6. Gegen die Partei
  • a) Die Debatten um die Logik und Hegel
  • b) 1953
  • 7. Abschließende Bemerkungen
  • a) 1956
  • b) Der lange Weg
  • 8. Schlaglichter
  • 9. Literatur
  • Teil I: Zur Person
  • Briefe an Ina Seidel (Frühjahr/Sommer 1941/1942)
  • Biographie und Autobiographie
  • Biblio-Biographie
  • Meine Lehrer
  • Widerstand und Neubeginn im zerstörten Berlin. Ein autobiographisches Fragment
  • Gruß aus der Gummizelle
  • Aus der Anklageschrift gegen Wolfgang Harich, 1957
  • Teil II: Die Weltbühne
  • Grundsteinlegung einer politischen Philosophie. Wolfgang Harichs Artikel in der Weltbühne, 1946-1950
  • Die Weltbühne. Exposé und Programm
  • »Thornton Wilder«
  • Gleichschaltung? (I)
  • Gleichschaltung? (II)
  • Gleichschaltung? Schluss (III)
  • Offener Brief an Ernst Rowohlt!
  • Monsieur Sartre wird missverstanden
  • Trotz fortschrittlichen Wollens. Ein Diskussionsbeitrag
  • Nochmals: Schacht und Rowohlt
  • Das Fettpaket und die Musen
  • Hans Mayers Buch über Thomas Mann
  • Teil III: Annäherung an den Marxismus
  • Ursprung des Kommunismus
  • Teil IV: Dialektik und Materialismus
  • Einführung in den dialektischen und historischen Materialismus
  • Erster Teil: Die Entstehungsgeschichte der Philosophie des Marxismus
  • § 1: Bürgerliche Revolution und Arbeiterbewegung
  • § 2: Die Grundlagenkrise der klassischen bürgerlichen Weltanschauung
  • § 3: Der politische Kampf von Marx und Engels
  • § 4: Die Schriften von Marx und Engels, 1844-1848
  • § 5: Die philosophische Bedeutung des Kommunistischen Manifests
  • Zweiter Teil: Grundzüge der Dialektik
  • § 6: Vorbemerkungen zu Stalins Grundzügen des historischen und dialektischen Materialismus (September 1938)
  • § 7: Der erste Grundzug der Dialektik: Die Kategorie des allgemeinen Zusammenhangs und der gegenseitigen Bedingtheit der Erscheinungen
  • § 8: Der zweite Grundzug der Dialektik: Die Kategorie der Bewegung, Veränderung und Entwicklung
  • § 9: Der dritte Grundzug der Dialektik: Die Kategorie der sprunghaften Entwicklung und des Umschlagens quantitativer in qualitative Veränderungen
  • § 10: Der vierte Grundzug der Dialektik: Die Kategorie der Einheit der Gegensätze und der Entwicklung als des Kampfes der Gegensätze
  • § 11: Bemerkungen zur Dialektik
  • Dritter Teil: Der philosophische Materialismus
  • § 12: Kritik des Idealismus
  • § 13: Die Materialität der Welt
  • § 14: Materie und Bewusstsein
  • § 15: Die Erkennbarkeit der Welt und ihrer Gesetzmäßigkeiten. Die marxistisch-leninistische Erkenntnistheorie
  • Vierter Teil: Der historische Materialismus
  • § 16: Materialistische und idealistische Geschichtsauffassung
  • § 17: Umrisse einer marxistischen Theorie der Entstehung des Menschen
  • § 18: Die Bedingungen des materiellen Lebens der Gesellschaft
  • § 19: Die ökonomische Basis und der Überbau des Gesellschaftssystems
  • § 20: Klassen und Klassenkampf
  • § 21: Die Staatstheorie des Marxismus-Leninismus
  • Die Entstehung des Marxismus
  • § 1: Die historisch-gesellschaftlichen Grundlagen der Entstehungdes Marxismus
  • § 2: Die Dialektik Hegels und der Materialismus Feuerbachs als die höchsten Resultate der klassischen deutschen Philosophie
  • § 3: Der englische und französische Utopische Sozialismus
  • § 4: Die Entstehung des Klassenkampfes
  • § 5: Klassische englische Nationalökonomie
  • § 6: Die Jugendentwicklung von Karl Marx
  • § 7: Die Jugendentwicklung von Friedrich Engels bis 1844
  • § 8: Der politische Kampf von Marx und Engels und ihre schriftstellerische Wirksamkeit bis 1848/1849
  • § 9: Die marxistischen Umwälzungen der Philosophie
  • § 10: Dialektik und Metaphysik
  • Die Dialektik
  • § 1: Dialektik und Metaphysik
  • § 2: Die Grundzüge der Dialektik
  • Der Materialismus
  • Teil I: Der philosophische Materialismus
  • § 1: Die objektiv-realen Grundlagen des Idealismus
  • § 2: Die Materialität der Welt
  • § 3: Die Grundzüge des marxistischen philosophischen Materialismus
  • Teil II: Der historische Materialismus
  • § 4: Bemerkungen über die Abstammung und die Entstehung des Menschen
  • § 5: Die Bedingungen des materiellen Lebens der Gesellschaft
  • § 6: Die drei Besonderheiten der Produktion
  • § 7: Basis und Überbau
  • § 8: Klassen und Klassenkampf
  • § 9: Der Staat
  • Personenregister
  • Ergänzende Quellenhinweise

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