Rosenduft und Sinneslust

 
Kate Hardy (Autor)
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
1. Auflage | erschienen am 1. Mai 2011 | 144 Seiten
 
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978-3-86349-711-8 (ISBN)
 
Eine romantische Hochzeitsfeier in Südfrankreich! Allerdings nicht ihre eigene ... In der Liebe ist die berühmte Schauspielerin Amber vom Pech verfolgt. Bis sie auf der Hochzeit ihrer besten Freundin den erfolgreichen Parfumeur Guy Lefèvre trifft. Wie magisch fühlt sie sich von dem gut aussehenden Franzosen angezogen. Endlich hat sie ihren Traummann gefunden, glaubt sie, als er sie in seinem Rosengarten küsst. Aber kaum beginnt sie eine leidenschaftliche Affäre mit ihm, spürt sie: Guy verbirgt ein dunkles Geheimnis vor ihr. Bleibt ihr ein Happy End doch für immer versagt?
Julia Romane
Deutsch
0,49 MB
978-3-86349-711-8 (9783863497118)
3863497112 (3863497112)

1. KAPITEL

Guy legte auf und steckte das Handy in die Tasche. Wir müssen abwarten. Er konnte diesen Satz mittlerweile nicht mehr hören. Wie konnte er abwarten, wenn die Sache drohte, sein ganzes Leben auf den Kopf zu stellen?

Aber dies war schon der zweite Spezialist, der ihm diesen Rat gab. Die dritte ärztliche Meinung in drei Monaten. Auch wenn die Aussage "Wir müssen abwarten, ob Ihr Geruchssinn sich erholt" für normale Menschen wenig dramatisch klang - für einen Parfumeur war sie völlig unakzeptabel. Ohne Geruchssinn war er beruflich am Ende.

Seit drei Monaten hielt er die Diagnose nun schon geheim, aber es war nur eine Frage der Zeit, bis jemand dahinterkam. Und dann würden die Dinge kompliziert. Wie es aussah, wollte sein Geschäftspartner das Angebot eines großen Konzerns akzeptieren, der ihr Parfumunternehmen aufkaufen wollte. Guy hatte sich diesem Plan widersetzen können - bislang zumindest. Er zog es vor, sich auch weiterhin auf die individuellen Wünsche seiner Kunden konzentrieren zu können und Zulieferer aus der Region zu bevorzugen. Doch der Verlust seines Geruchssinns war genau die Art von Argument, die Philippe brauchte, um den Verkauf durchzusetzen. Denn wie sollte es mit der Firma GL Parfums weitergehen, wenn der Leiter der Duftentwicklung seine "feine Nase" verloren hatte?

Es war zum Verrücktwerden!

Guy hatte all seine Hoffnung in diesen letzten Spezialisten gesetzt. Die Hoffnung, dass er ihm helfen konnte und mehr anzubieten hatte als nur den Rat, abzuwarten, bis der Geruchssinn von allein zurückkehrte, denn die einzig mögliche Erklärung sei nun einmal eine Virusinfektion. Er hatte stillgehalten und die unangenehme Prozedur über sich ergehen lassen, bei der ein Schlauch mit einer Kamera durch die Nase bis hinauf in die Nebenhöhlen geschoben wurde. Er hatte es mit Vitaminpräparaten versucht, hatte Stunden im Internet damit verbracht, jedes Selbsthilfeforum nach einer Lösung zu durchforsten. Und dennoch bekam er immer nur zu hören: "Wir müssen abwarten."

Schlimmer noch - der Arzt hatte ihm gesagt, dass es bis zu drei Jahre dauern könnte, bis sein Geruchssinn zurückkehrte. Und selbst dann würde er möglicherweise nur teilweise wieder funktionieren.

Drei Jahre?

Die letzten drei Monate waren schon schlimm genug gewesen.

Die Aussicht, drei Jahre in diesem Zustand verbringen zu müssen, war unerträglich.

Abgesehen davon, dass er nicht so lange warten konnte. Seine Firma konnte es sich nicht erlauben stillzustehen. Wenn sie keine neuen Parfums entwickelten und ihre Produktlinien erweiterten, hätten sie keine Chance gegen die Konkurrenz. Dann müssten sie schließen, und alle würden ihre Arbeit verlieren. Die Angestellten hatten ihn unterstützt und glaubten an ihn und seine Träume. So sehr, dass sie in der Anfangszeit sogar Lohnkürzungen akzeptiert hatten, damit es mit dem Unternehmen weiterging. Er durfte sie nicht enttäuschen.

Natürlich könnte er einen anderen Parfumeur einstellen, der seine Rolle als nez, als "Nase", übernahm, aber dann würden sich seine eigenen Aufgaben im Betrieb ändern. Er würde mehr Verwaltungs- und Marketingarbeit übernehmen müssen - Dinge, die er bislang stets mit Vorliebe anderen Mitarbeitern überlassen hatte, da er selbst am liebsten im Labor arbeitete und neue Düfte kreierte. Mit einem anderen Parfumeur wäre die Firma gerettet - aber sie wäre nicht mehr sein Traum. Sie wäre nur noch ein Job für ihn. Ohne die Arbeit im Labor, die er so liebte, wäre sein Leben nur noch halb so erfüllt.

Gott sei Dank hatte er die Formel für das neue Parfum noch fertigstellen können, bevor sein Geruchssinn ihn verlassen hatte. Das verschaffte ihm ein paar Monate Aufschub. Danach blieb ihm nur noch, zu beten und zu hoffen, dass was auch immer mit seiner Nase nicht stimmte, wieder in Ordnung gebracht werden konnte. Dass es doch einen Spezialisten gab, der ihm helfen konnte.

Vorläufig jedoch musste er sich zusammenreißen und wie gewohnt den lächelnden, weltgewandten, zuvorkommenden Guy Lefèvre spielen, den Trauzeugen seines Bruders. Kein Wort würde er darüber verlieren, dass sein Leben im Begriff war, sich in einen Albtraum zu verwandeln. Auf keinen Fall durfte er Xaviers und Allegras Glück mit seinem eigenen Unglück zerstören.

"Lächeln!", befahl er sich selbst. Er war hier draußen, um Rosen für die Tischdekoration zu schneiden, und nicht, um geheime Handygespräche mit HNO-Ärzten zu führen und in düsteren Grübeleien zu versinken. Er sollte besser weitermachen, bevor jemand kam und ihn suchte.

"Sheryl, es ist fantastisch! Genau so habe ich mir ein französisches Château vorgestellt. Hast du das Foto bekommen?", fragte Amber euphorisch.

"Ja, danke", antwortete die Stimme ihrer besten Freundin aus dem Handy. "Die alte Steinfassade und die hohen Fenster sehen wirklich edel aus."

"Im Haus selbst ist es ein bisschen heruntergekommen", räumte Amber ein, "aber das wäre mit wenig Aufwand schnell behoben. Die ausgeblichenen dicken Vorhänge könnte man durch Voile und leichten Damast ersetzen, die Wände bräuchten frische Farbe - Weiß mit einem Hauch Rosa vielleicht -, und das Parkett und die Wandvertäfelungen müssten mal wieder ordentlich poliert werden. Und im Flur hängt dieser unglaubliche Kronleuchter. Der müsste zwar auch geputzt werden, aber trotzdem: ein echtes Prachtstück."

Sheryl lachte. "Du willst Allie doch nicht überreden, dir das Haus für eine Party zu leihen, oder?"

"Ich muss gestehen, ich habe daran gedacht", gab Amber zu. "Wie viel würden die Leute wohl für eine Wochenendparty in Frankreich zahlen? Oder ein historisches Dinner à la Marie Antoinette?"

"Du bist unglaublich! Du bist dort, um dich auf Allies Hochzeit zu amüsieren, aber stattdessen begutachtest du mögliche Räumlichkeiten für deine Wohltätigkeitsbälle."

"Ja, ich weiß. Aber es ist so schön hier. Und die Küche erst! Riesengroß, mit alten Terrakottafliesen, einem riesigen massiven Holztisch in der Mitte und cremefarbenen, handgeschreinerten Schränken." Genau die Art von Küche, die sie sich selbst eines Tages wünschte.

"Ich hoffe nur, dich hören keine Paparazzi", warnte sie Sheryl. "Die würden Augen machen: Bambi Wynne, das Partygirl, ist in Wirklichkeit eine häusliche graue Maus, die für Küchen schwärmt!"

"Und wie gut, dass sie es von dir nicht erfahren werden", gab Amber zurück, wohl wissend, dass sie ihrer besten Freundin absolut vertrauen konnte. Sie verdrängte den Gedanken, dass sie sich in der Tat etwas mehr Häuslichkeit in ihrem Leben wünschte. Ein schönes Zuhause. Eine Familie. Einen liebevollen Mann.

Wie lächerlich.

Ihr jetziges Leben ließ absolut nichts zu wünschen übrig - die meisten Menschen würden sie darum beneiden. Sie besaß eine schöne Wohnung in einem angesagten Stadtteil Londons, hatte viele Freunde, mit denen man essen und shoppen gehen konnte, und bekam haufenweise Einladungen zu Partys von berühmten Leuten und Kinopremieren. Wenn sie Lust hatte, in Mailand, Paris oder New York bummeln zu gehen, musste sie sich nur ins Flugzeug setzen. Sie war ihr eigener Herr und brauchte auf niemanden Rücksicht zu nehmen. Also warum um alles in der Welt sehnte sie sich so danach, dass ihr jemand Fesseln anlegte?

Sie schüttelte den Kopf und fuhr fort: "Und dann dieser Rosengarten. Ich habe noch nie so viele Rosen auf einem Fleck gesehen. Kennst du den Seifenladen in Covent Garden, den mit den Seifen aus eigener Herstellung? Ich dachte immer, dort würde es herrlich duften - aber der Duft hier ist noch tausendmal besser! Es ist fast so, als würde man Rosen trinken." Einem plötzlichen Impuls folgend, brach sie eine besonders schöne Blüte ab. Sie hielt sie sich dicht unter die Nase und seufzte. "Einen köstlicheren Duft gibt es einfach nicht!"

Guy umrundete die Ecke des Hauses und blieb wie angewurzelt stehen. Ungläubig starrte er auf das, was er sah.

Véra?

Doch dann schaltete sich sein Verstand ein. Nein, auf keinen Fall hätte Xavier seine Exfrau zur Hochzeit eingeladen. Und selbst wenn Allegra sie durch die Arbeit kennen sollte, bezweifelte er stark, dass die beiden befreundet waren. Allegra war alles andere als verwöhnt und zickig, während Véra eine stets unzufriedene und selbstsüchtige Diva war, wie er schmerzvoll hatte herausfinden müssen - leider erst nach der Hochzeit. Bis heute machte es ihn zornig, wie er sich damals von seiner Liebe zu ihr so hatte blenden lassen können. Véras wahren Charakter hatte er erst viel zu spät erkannt.

Unvermittelt drehte die Frau sich um.

Es war nicht Véra.

Obwohl diese Frau ihr äußerlich sehr ähnelte: Sie war groß und schlank, mit Beinen, die kein Ende zu nehmen schienen. Auch ihre langen dunklen Locken erinnerten ihn an Véra. Erstaunt spürte er, wie seine Fingerspitzen vor Verlangen kribbelten. Er wollte durch dieses Haar fahren und herausfinden, ob es sich tatsächlich so seidig anfühlte, wie es aussah.

Offensichtlich gehörte die Frau zu den Hochzeitsgästen. Wahrscheinlich war sie eine von Allegras Freundinnen. Auf ihn wirkte sie wie eine von diesen Prominenten, die ständig in irgendwelchen Magazinen zu sehen waren. Eine von denen, die sich selbst dann noch aufstylten, wenn sie nur Jeans und T-Shirt trugen. Hinter der...

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