Smart Magic

Roman
 
 
Random House ebook (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 19. Dezember 2011
  • |
  • 528 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-06800-4 (ISBN)
 
Das Tor in eine magische Welt ist geöffnet
Tom ist fünfzehn, lebt in Berlin und hat nicht gerade das, was man eine schöne Kindheit nennt. Er wächst bei einer Pflegefamilie auf, die viele Waisenkinder bei sich aufgenommen hat - doch von ihren Pflegeeltern werden sie nur für Diebstähle und Betrügereien ausgenutzt. Sein einziger Freund ist sein älterer Leidensgenosse Alex, der für ihn wie ein Bruder ist und ihm schon ein paarmal aus der Patsche geholfen hat.


Christoph Hardebusch, geboren 1974 in Lüdenscheid, studierte Anglistik und Medienwissenschaft in Marburg und arbeitete anschließend als Texter bei einer Werbeagentur. Sein großes Interesse an Fantasy und Geschichte führte ihn schließlich zum Schreiben. Seit dem großen Erfolg seiner Troll-Romane - »Die Trolle« wurden 2007 mit dem Deutschen Phantastik Preis für das beste deutschsprachige Debüt ausgezeichnet - und der Sturmwelten-Saga ist er als freischaffender Autor tätig. Er lebt und arbeitet in Speyer.
  • Deutsch
  • 5,18 MB
978-3-641-06800-4 (9783641068004)
3641068002 (3641068002)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Ein endloser Lauf (S. 168-169)

»Ist es noch weit?«

Obwohl Tom gerufen hatte, antwortete ihm Matani nicht. Sie lief kaum zehn Meter vor ihm. Ihre dunkle Haut bildete einen starken Kontrast zu dem goldgelben Gras. Ihre Schritte waren noch leicht, obwohl sie schon seit Stunden rannten. Tom hingegen fühlte sich erschöpft und müde, und langsam bekam er das Gefühl, dass es nie wieder anders sein würde. Er war in den letzten Tagen so viel gerannt wie noch nie zuvor in seinem Leben. Stunden vergingen, in denen sie nichts taten, als durch das Gräsermeer zu laufen. Es wunderte ihn selbst, aber irgendwie fand er die Kraft, mit den beiden anderen mitzuhalten.

Resk war nicht schnell, trotz seiner Größe, aber der Hügeltroll schien so hart wie der Fels zu sein, dem er ähnlich sah. Matani behauptete, sie könne ihre Kraft aus dem Boden ziehen. Tom hatte es nicht ganz verstanden, aber die Gesetze dieser Welt waren ihm ohnehin fremd. Der Rabe brach immer mit ihnen gemeinsam auf, wenn sie weiterzogen. Aber seit sie die Verfolger hinter sich gelassen hatten, flog er oft wie ein Späher voran und war viele Stunden lang nicht zu sehen, bis er dann abends in ihr Lager zurückkehrte. Tom hatte beobachtet, dass es Matanis Füchsin meist ebenso hielt. »Ich brauch ’ne Pause«, rief er und lief langsamer.

Als die beiden anderen einfach weiterrannten, hob er die Arme. »Hey!« Matani hielt inne und sah sich nach ihm um. Es wurmte Tom, dass sie ihn so locker abhängen konnte. Alles nur Magie, erklärte er sich selbst, ohne jedoch wirklich daran zu glauben. Sie war ihr ganzes Leben in der Steppe unterwegs gewesen, jagte, fand ihre eigene Nahrung, konnte allein überleben. Während Tom meist mit der Straßenbahn gefahren war und sich seine Pizza im Laden um die Ecke geholt hatte.

»Eine Rast«, verkündete Matani, ohne dass ihre Stimme verriet, was sie darüber dachte. Dankbar sank Tom zu Boden und streckte seine Gliedmaßen aus. Seine Beine fühlten sich an, als würden sie gleich abfallen. Seine Muskeln schmerzten, seine Knochen waren wie gestaucht, und so ziemlich alle seiner Gelenke wirkten, als ob sie geschwollen wären. Resk blieb einfach stehen und hielt Ausschau. Unterdessen kam Matani zu Tom und legte ihm eine Hand auf die Schulter.

»Du läufst gut«, stellte sie fest, was Tom zu einem bitteren Lachen reizte. »Ja, klar. Ohne mich wärt ihr schon längst da. Ihr rennt wie die Teufel, und ich …« Er schloss die Augen. »Ich bin total fertig.« »Du läufst weiter und schneller, als ich geglaubt hätte«, erwiderte Matani ernst. »Andere hätten wir längst zurücklassen müssen. In dir ist mehr Kraft, als du denkst.« Unsicher sah Tom sie an. Er zuckte mit den Schultern. »Kann sein.« »Ich habe darüber nachgedacht, und ich denke, es ist deine Magie«, erklärte sie unvermittelt. »Sie hilft dir.« »Magie …« Tom setzte sich auf. Er konnte nichts von Magie spüren. »Wie kann es sein, dass ich dank Magie besser laufe, wenn ich nicht einmal weiß, woher ich sie kriegen und wie ich sie nutzen sollte?«

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