Unterwelt

Antike Metropolen auf dem Meeresgrund: Die geheimnisvollen Ursprünge der Zivilisation
 
 
Kopp Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 24. Oktober 2019
  • |
  • 1196 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-86445-719-7 (ISBN)
 

Was uns versunkene Städte auf dem Grund der Ozeane über frühgeschichtliche Hochkulturen berichten

Welche Geheimnisse verbergen sich in den Tiefen der Ozeane? Unterwelt entführt Sie auf eine außergewöhnliche Reise zum Meeresgrund. Sie werden Zeuge einer spannenden Jagd nach uralten, noch nie zuvor entdeckten Ruinen.

In diesem brisanten Buch begibt sich der bekannte Forscher und Bestsellerautor Graham Hancock auf eine faszinierende unterseeische Entdeckungsreise und beschreibt seine archäologische Detektivarbeit in den Tiefen der Meere. Sein Ziel: die Ruinen einer mythischen verschollenen Zivilisation zu finden, die seit Jahrtausenden in den Weltmeeren verborgen sind. Mithilfe modernster Wissenschaft, innovativer Computer-Kartierungsverfahren und neuester archäologischer Erkenntnisse untersucht Hancock das große Geheimnis am Ende der letzten Eiszeit und stellt mit seinen erstaunlichen Entdeckungen alles infrage, was wir bisher über die versunkene Welt am Meeresgrund zu wissen glaubten.

Versunkene Königreiche auf dem Meeresgrund

In spannenden Berichten über seine eigenen Tauchabenteuer vor den Küsten Japans, aber auch im Mittelmeer, im Atlantik und im Arabischen Meer lässt Hancock den Leser direkt an der Entdeckung uralter unterseeischer Ruinen teilnehmen. Die Bauwerke im Meer liegen genau dort, wo sie von den alten Mythen und Legenden lokalisiert wurden - es sind jene Unterwasserkönigreiche, an die die etablierte Archäologie bisher nie geglaubt hat.

Lassen Sie sich von Unterwelt begeistern und lesen Sie dieses provokante Buch, das handfeste Beweise für eine vergessene Epoche der Menschheitsgeschichte mit einer völlig neuen Erklärung für den Ursprung der Zivilisation kombiniert.

»Hancock fordert mit seinen ungewöhnlichen Theorien über eine untergegangene frühe Zivilisation die etablierte Geschichtswissenschaft heraus. . Sein Streifzug durch die vorgeschichtliche Welt ist ebenso kühn wie fesselnd.« Daily Mail

Seit über 15 Jahren fand sich kein deutscher Verlag, der bereit gewesen wäre, dieses brisante und enorm wichtige Buch zu veröffentlichen. Nun liegt es erstmals und ungekürzt in deutscher Sprache vor!

  • Deutsch
  • Rottenburg am Neckar
  • |
  • Deutschland
40-seitiger Farbbildteil
  • 73,44 MB
978-3-86445-719-7 (9783864457197)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Graham Hancock ist der Autor mehrerer Bestseller, in denen er historische Geheimnisse untersucht. Er verfasste unter anderem die Werke Die Wächter des heiligen Siegels, Der Schlüssel zur Sphinx, Die Spur der Götter, Spiegel des Himmels und Die Magier der Götter. Seine Bücher wurden in zwanzig Sprachen übersetzt und gingen weltweit mehr als 4 Millionen Mal über den Ladentisch. Hancock lebt in der englischen Grafschaft Devon.
Kapitel 1
Relikte

Wenn man das Unerwartete nicht erwartet, entdeckt man es auch nicht, denn dann lässt es sich nicht aufspüren und bleibt unzugänglich.

Heraklit

5 Kilometer vor der Südostküste Indiens, 23 Meter tief in den trüben Gewässern des Golfs von Bengalen, wo es von Haien nur so wimmelt, befindet sich auf dem Meeresgrund ein uraltes von Menschen errichtetes Bauwerk. Der Bau hat die u-förmige Gestalt eines großen Hufeisens, einen Umfang von 85 Metern und Wände, die etwa 1 Meter dick und 2 Meter hoch sind. 1

Die Ruine wurde im März 1991 von einem Team aus Unterwasserarchäologen des indischen National Institute of Oceanography (NIO) entdeckt, als die Forscher vor der Küste von Tranquebar-Poompuhar bei Nagapattinam im Bundesstaat Tamil Nadu tätig waren. Sie waren mit einem Seitensichtsonar ausgerüstet, das eine bis zu 1000 Meter breite Schallwelle erzeugt und die Stärke des zurückkehrenden Echos misst. Mit einem solchen Sonar, das hinter einem Forschungsschiff hergeschleppt wird, lassen sich genaue Karten von Konturen am Meeresboden anfertigen und offensichtliche Unregelmäßigkeiten wie zum Beispiel Schiffswracks erkennen.

Am 7. März 1991 lokalisierte das Sonar in einer Tiefe von 19 Metern ein Wrack. Als es Taucher am 8. und 9. März genauer in Augenschein nahmen, entdeckten sie auf dem umgebenden Meeresgrund zahlreiche verstreute Objekte wie Bleibarren und Kanonenkugeln aus Eisen. Im offiziellen Projektbericht heißt es:

Die Taucher arbeiteten [am 9. März] bis 13 Uhr an den verstreuten Objekten. T. C. S. Rao, der 5 Kilometer vor Chinnavanagiri [unweit des Wracks] Sonarmessungen durchführte, berichtete davon, dass mittels Sonografie ein weiteres Objekt von 40 x 10 Meter aufgezeichnet wurde, das die Form eines Schiffs [?] hat. Shri Bandodkar wurde zur Fundstelle (die die Bezeichnung PMR2 erhielt) entsandt und brachte dort zwei Markierungsbojen aus. Um 14 Uhr begannen Manavi und Chinni ihren Tauchgang, doch da die Bojen abgetrieben waren, konnte das Objekt nicht erforscht werden. 2

Eine später an diesem Nachmittag durchgeführte zweite Erkundung mit dem Seitensichtsonar erbrachte präzisere Messergebnisse, die darauf hindeuteten, dass das Objekt oval war, in Ost-West-Richtung 30 bis 35 Meter und in Nord-Süd-Richtung 10 Meter maß. Auf einer Seite schien es eine Öffnung zu haben. 3

Am 16. und 19. März setzte T. C. S. Rao die Erkundung fort und berichtete:

Es handelt sich eigentlich um drei Objekte, deren zentrales eine ovale Form und eine Öffnung an der Nordseite besitzt. Seine längere Achse ist 20 Meter lang. An der östlichen Seitenfläche befindet sich eine Tonablagerung, unter der eine weitere halbkreisförmige Struktur zu erkennen ist. Im Südwesten des zentralen Objekts finden sich noch ein oder mehrere ovale Objekte. 4

Am 23. März 1991 schafften es drei Taucher endlich, das Objekt unter Wasser genauer zu untersuchen. Ihr Luftvorrat reichte aber nur für eine Erkundung der zentralen Struktur aus. Was sie dabei feststellten, wird im offiziellen Bericht wie folgt beschrieben:

ein hufeisenförmiges Objekt mit einer Höhe von 1 bis 2 Metern. In dem 1 Meter breiten Arm wurden einige Steinblöcke gefunden. Die Distanz zwischen den beiden Armen beträgt 20 Meter. Ob das Objekt ein Schrein oder eine andere von Menschen errichtete Struktur ist, die nun 23 Meter unter Wasser liegt, kann erst in der nächsten Forschungskampagne untersucht werden. 5

Tief kann sehr alt bedeuten


Leider kam es hier im folgenden Jahr zu keiner neuen Forschungskampagne. Erst 1993 wurde die Struktur von den NIO-Unterwasserarchäologen erneut untersucht. Die Forscher nahmen genaue Messungen vor und berichteten über ihre Ergebnisse wie folgt:

Die u-förmige Struktur liegt etwa 5 Kilometer vor der Küste in einer Wassertiefe von 23 Metern. Der Gesamtumfang des Objekts beträgt 85 Meter, die Distanz zwischen den beiden Hufeisenarmen 13 Meter und die Maximalhöhe 2 Meter. Der östliche Arm ist höher als der westliche. Die Mitte des Objekts ist von Sedimenten bedeckt, jedoch konnten dazwischen kleinere Gesteinsflächen festgestellt werden. Beim Abwischen mit der Hand zeigte sich, dass der mittlere Teil des Objekts aus Gestein besteht und eine Tiefe von 10 bis 15 Zentimetern besitzt. Laut Beobachtung der Taucher ist die Struktur zwar dicht mit Meeresorganismen bewachsen, weist aber in einigen Abschnitten Mauerwerk auf. 6

Seit 1993 wurden vor der Küste von Poompuhar mangels Finanzierung keine unterwasserarchäologischen Maßnahmen mehr durchgeführt. In der archäologischen Fachliteratur machte sich der Eindruck breit, dass das NIO keine Unterwasserstrukturen entdeckt habe, die aus einer Zeit vor dem 3. Jahrhundert v. Chr. stammen. 7 Das mag zwar für zahlreiche Unterwasserruinen stimmen, die in unmittelbarer Nähe der Küste und zumeist in einer Tiefe von weniger als 2 Metern liegen, sodass oft Teile von ihnen bei Ebbe sichtbar werden, 8 doch bei der u-förmigen Struktur in 23 Metern Tiefe handelt es sich um etwas ganz anderes, das man keinesfalls automatisch dem 3. Jahrhundert v. Chr. zuordnen kann. Im Gegenteil: Da wir wissen, dass der Meeresspiegel in den vergangenen 19000 Jahren stetig angestiegen ist, 9 sagt uns schon der gesunde Menschenverstand, dass Bauten, die sich heute 23 Meter tief unter Wasser befinden, um einiges älter sein müssen als Ruinen in nicht einmal 2 Metern Tiefe.

»Niemand hat nachgesehen .«


Im Februar 2000 reiste ich nach Bangalore, um S. R. Rao, den Doyen der indischen Unterwasserarchäologie und Gründer des Marine Archaeology Centre am NIO, zu besuchen. Rao hatte die Erkundung vor der Küste von Tranquebar-Poompuhar geleitet. Zum Zeitpunkt meines Besuchs war er ein vornehmer Mittsiebziger mit schon etwas hageren Gesichtszügen, der sich aber nach wie vor mit unerschöpflicher Energie für sein Thema begeisterte. Nach einem ersten Austausch von Höflichkeiten erzählte ich ihm, dass mich die u-förmige Struktur, die sein Team vor Poompuhar entdeckt hatte, sehr faszinierte. »23 Meter sind ganz schön tief«, sagte ich, »könnte das nicht bedeuten, dass die Struktur sehr alt ist?«

»Aber ja, definitiv«, antwortete Rao, »dieser Ansicht waren wir auch. Wir nahmen sogar unseren Meerestechniker mit hinunter, um die Frage zu beantworten, ob die Struktur eventuell der Erosion durch das Meer oder ihres Eigengewichts wegen so tief gesunken sein könnte. Aber ich glaube nicht, dass das der Fall ist. Es handelt sich um ein gewaltiges Bauwerk, das errichtet wurde, als das Meer noch viel weiter draußen und der Bauplatz an Land war. Allerdings stellte sich uns die Frage, ob der Meeresspiegel in so kurzer Zeit so weit ansteigen konnte - 23 Meter in nur 2000 Jahren, war das möglich?«

»Vielleicht erfolgte der Anstieg des Meeresspiegels, der dieses Bauwerk überschwemmte, aber auch schon sehr viel früher«, warf ich ein. »Vielleicht stammt die Struktur aus einer sehr viel früheren Periode als die 2000 Jahre alten Ruinen in der Gezeitenzone vor Poompuhar? Es hat Meeresspiegelanstiege gegeben, die dafür verantwortlich gewesen sein könnten, aber die fanden vor sehr langer Zeit statt - am Ende der Eiszeit.«

»Richtig. Die fallen in diese Zeit. Sie haben recht.«

»Am Ende der Eiszeit gab es drei große Überflutungsereignisse, von denen allein das jüngste schon 8000 Jahre zurückliegt. Könnte die u-förmige Struktur aus dieser Zeit stammen?«

»Das wissen wir nicht«, sagte Rao, »weil wir aus den vorhandenen Materialien auf keine Entstehungszeit schließen können.«

»Warum nicht?«

»Weil sich in den entnommenen Proben kein organisches Material fand, das sich mit der C14-Methode hätte datieren lassen; ebenso wenig wie Keramik, die wir mittels einer Thermolumineszenz-Datierung oder Keramiktypologie hätten zuordnen können. Wir haben nur Steine, die sich nicht aussagekräftig datieren lassen.«

»Abgesehen von einem Faktor: Die Struktur liegt heute 23 Meter unter Wasser, und der Anstieg des Meeresspiegels könnte für die Datierung durchaus hilfreich sein.«

»Das ist korrekt. Mir ist eine ozeanografische Studie für den Golf von Kachchh im nordwestlichen Teil Indiens bekannt, laut der 10000 v. Chr. der Meeresspiegel 60 Meter tiefer lag als heute. Wenn das für dort gilt, dann gilt es auch für hier.«

»Und das könnte bedeuten, dass wir es mit den Hinterlassenschaften einer uralten unbekannten Kultur zu tun haben.«

»Uralt - auf jeden Fall!«, rief Rao aus. »Über die Frage, wo die Ursprünge der Indus-Kultur, der ältesten indischen Zivilisation, wirklich liegen, können die Gelehrten nur Vermutungen anstellen, doch keiner weiß es genau. Als die Indusschrift im 3. Jahrtausend v. Chr. erstmals auftauchte, war sie bereits eine hoch entwickelte Schrift; und auch die frühe Architektur dieser Kultur ist mit ihren Ziegelbauten, Abwasserkanälen, einer genauen Planung und anderem bereits sehr weit entwickelt. Also muss es davor schon etwas gegeben haben. Aber wo gibt es Belege für diese Entwicklungsphase? Bisher wissen wir nichts darüber.«

Mit diesen Worten war Dr. Rao nahe an den wahren Grund meines Besuchs herangekommen.

»Vielleicht lassen sich ja Beweise für diese Frühphase unter Wasser aufspüren«, sagte ich.

»Ja, unterseeisch. Das ist sehr gut möglich.«

»Wenn das der Fall ist, dann könnte dieses unterseeische...

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