Glücksstern über der Akropolis

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 22. November 2019
  • |
  • 144 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7337-1384-3 (ISBN)
 
Der Heiratsantrag des attraktiven Reeders Dimitri Kouvaris kommt überraschend - aber Maddie sagt glücklich Ja! Schon bei ihrer ersten Begegnung in Athen hat sie ihr Herz an den sexy Millionär verloren! Doch dann erfährt Maddie, weshalb Dimitri sie zur Frau genommen hat ...

PROLOG

Fertig!

Maddie Ryan richtete sich auf. Erhitzt von der Sonne, die vom tiefblauen Himmel brannte, stützte sie die erdverschmierten Hände in die Hüften und betrachtete zufrieden ihr Werk: Jedes Blatt, jede einzelne Blüte war perfekt arrangiert, die Pflanzen in den Terrakottagefäßen strahlten in voller Blüte und säumten den von einem Säulengang umgebenen Hof. Der alte Springbrunnen in der Mitte, endlich liebevoll restauriert, funktionierte nach jahrelanger Pause wieder: Wie eine silberne Feder schoss das Wasser Richtung Himmel, um dann plätschernd zurück ins Steinbecken zu fallen.

Für die Feier am Abend war also alles fertig - und Maddies erstes wichtiges Projekt als selbstständige Landschaftsgärtnerin erfolgreich abgeschlossen. Diesen Auftrag hatte Amanda ihr verschafft, ihre beste Freundin seit der Schulzeit. Sie und Maddie waren so verschieden wie Tag und Nacht: Maddie ein natürlicher Wildfang, Amanda eine zarte und elegante blonde Schönheit. Doch obwohl sie so unterschiedlich waren, hatten sie sich immer gut verstanden. Nach dem Schulabschluss hatte Amanda Karriere als Model gemacht und ein Leben voller Luxus und Glamour begonnen. Darum hatte Maddie, die Gartenbau studiert hatte, sie nicht beneidet, sondern sich für ihre Freundin gefreut. Erst recht, als Amanda sich in einen unglaublich reichen griechischen Geschäftsmann verliebt und diesen schließlich geheiratet hatte.

Drei Monate nach der Hochzeit hatte Amanda sie an einem kühlen Frühlingstag angerufen.

"Hättest du Lust auf einen gut bezahlten Arbeitsurlaub?", hatte sie gefragt. "Cristos hat eine tolle Villa in der Nähe von Athen gekauft. Das Haus ist großartig, aber das Grundstück ziemlich vernachlässigt und verwildert, besonders der Hof. Ich stelle mir etwas im maurischen Stil vor. Kannst du den Auftrag annehmen? Cristos sagt, Geld spiele keine Rolle." Sie lachte glücklich. "Er tut einfach alles, um mir eine Freude zu machen. Im Gegensatz zu den meisten griechischen Männern behandelt er Frauen nämlich durchaus als eigenständige Wesen."

Morgen würde Maddie sonnengebräunt, mit einem dicken Scheck und vielen schönen Erinnerungen nach England zurückkehren - und hoffen, dass bei ihrer Mutter in der Zwischenzeit zumindest einige Anfragen auf die in der Lokalzeitung geschaltete Werbeanzeige eingegangen waren.

Als sie sich umwandte, um einen letzten prüfenden Blick auf das geschickt versteckte Bewässerungssystem für die Topfpflanzen zu werfen, ging das Holztor auf, durch das man vom Hof in den kleinen Zitronenhain gelangte. Maddie schob sich die goldblonden Locken aus der Stirn, die sich in ihren dichten Wimpern verfangen hatten, um den Traummann besser betrachten zu können, der auf den Hof geschlendert kam.

Der Mann war ebenso leger gekleidet wie sie: Er trug abgetragene verblichene Jeans und ein altes schwarzes Oberteil ohne Ärmel, genau wie Maddie, nur dass sie statt Jeans knappe Baumwollshorts anhatte. Bestimmt ein Einheimischer auf der Suche nach einem Gelegenheitsjob, dachte sie, als er sich näherte. Doch mit seinen etwa vierunddreißig Jahren war er älter als die jungen Männer, die sie angestellt hatte, damit sie ihr beim Tragen der schweren Gegenstände halfen.

Ein Arbeitsloser, der seine Frau und eine ganze Horde kleiner Kinder ernähren musste und sich für ein paar Tage verdingen wollte? Was für eine Verschwendung, dachte Maddie. Denn mit seinem atemberaubenden Aussehen wäre er sicher ein gefragtes Model: groß, dunkelhaarig und unglaublich attraktiv. Ein Blick auf seine markanten Gesichtszüge würde bei den meisten Frauen weiche Knie verursachen. Ein maskuliner, aber schlanker Körper und ein leicht herrischer, doch zugleich sinnlicher Mund, fuhr Maddie in Gedanken fort und fügte, als der Mann vor ihr stehen blieb, hinzu: goldbraune, warme Augen, von betörend langen dunklen Wimpern umgeben.

Mit diesen faszinierenden Augen blickte er sie fragend an. Da ihre Kehle plötzlich wie zugeschnürt war, musste sie schlucken und sagte dann mit aufrichtigem Bedauern: "Es tut mir leid, aber wir stellen niemanden mehr ein. Das Projekt ist abgeschlossen."

"Tatsächlich?" Der Mann wirkte nicht sonderlich enttäuscht. Er lächelte sogar, was eine geradezu elektrisierende Wirkung auf Maddie hatte.

"Und wer sind Sie?" Er zog eine seiner dunklen Augenbrauen hoch.

"Maddie Ryan, Landschaftsgärtnerin und für dieses Projekt verantwortlich", erwiderte sie.

Ihren Taufnamen Madeleine verdankte sie ihrer Mutter, die sich nach drei ungestümen übermütigen Söhnen darauf gefreut hatte, ihr Töchterchen mit hübschen Kleidchen herauszuputzen und zu einer kleinen Dame zu machen. Doch Madeleine hatte darauf bestanden, "Maddie" genannt zu werden. Und als ihre Mutter ihr an ihrem dritten oder vierten Geburtstag ein rosa Rüschenkleid anziehen wollte, schrie Maddie wie am Spieß und weigerte sich, etwas so Mädchenhaftes zu tragen.

Sie liebte ihre Eltern über alles und bewunderte ihre großen Brüder, weshalb sie ihnen ständig nacheiferte. Und so kletterte sie auf die höchsten Bäume, angelte Forellen und ruderte mit einem selbst gebauten Floß über den See des Anwesens, auf dem ihr Vater für die Pflege des Grundstücks verantwortlich war. Schließlich hatte ihre Mutter sich damit abgefunden, dass ihre Tochter ein Wildfang war: mit sommersprossigem Gesicht, widerspenstigen Locken und fast ständig aufgeschürften Knien. Und sie hatte Maddie mehr geliebt, als sie je für möglich gehalten hatte.

"Sie sind Engländerin?" Der Mann betrachtete sie mit seinen faszinierenden goldbraunen Augen.

Maddie nickte und erschauerte, als ihre Blicke sich trafen. Sie war zweiundzwanzig Jahre alt, doch noch nie war ihr ein Mann begegnet, der eine so starke Wirkung auf sie gehabt hatte. Dieses ungewohnte Gefühl der Vertrautheit erschreckte sie.

"Sprechen Sie Griechisch?", fragte er mit einer tiefen sinnlichen Stimme, die ihr einen prickelnden Schauer durch den Körper jagte.

Dann ließ er den Blick zu ihrem leicht geöffneten Mund gleiten. Maddie überlegte, was sie antworten sollte, denn seine Stimme mit dem angenehmen Akzent schien mehr auszudrücken als reine Höflichkeit.

"Ich wüsste gern, wie Sie Ihren Mitarbeitern Ihre Anweisungen klargemacht haben", fügte er erklärend hinzu.

"Ach so!" Maddie entspannte sich. Mit einer aus reiner Freundlichkeit gestellten Frage konnte sie umgehen. Während der Schulzeit und des Studiums hatte sie zahlreiche Freundschaften mit Männern gehabt, aber nie eine Beziehung. Die Männer hatten mit ihr wie mit einem guten Kumpel diskutiert und über Probleme geredet. Doch für Liebesbeziehungen hatten sie sich Mädchen ausgesucht, die gern flirteten und ständig zu kichern schienen.

Maddies ehrenpreisblaue Augen glänzten, als sie den Fremden anlächelte.

"Nein", erwiderte sie. "Ich spreche kein Griechisch. Von den Gelegenheitsarbeitern habe ich zwar ein paar Ausdrücke gelernt, aber die sollte man sicher nicht in vornehmer Gesellschaft verwenden." Ihr Lächeln wurde breiter, wobei ihre sommersprossige Nase sich kräuselte. "Nikos, Cristos' fest angestellter Gärtner, spricht fließend Englisch und hat für mich gedolmetscht."

Verwirrt stellte sie fest, dass der Fremde gar nicht zuzuhören schien. Stattdessen war er wieder damit beschäftigt, ihren Körper, den sie selbst viel zu kurvig fand, zu betrachten. Dabei ließ er den Blick auffallend lange auf ihren leicht sonnengebräunten Oberschenkeln ruhen, direkt unterhalb des ausgefransten Hosensaums.

Zu ihrem Schrecken wurde Maddie von dem heftigen Wunsch erfüllt, die Beine zu öffnen und ihre Hüften dem Fremden mit dem atemberaubenden Körper entgegenzuheben. Energisch presste sie die Knie zusammen und beschloss, ihn abzuwimmeln. "Möchten Sie irgendetwas? Kann ich Ihnen helfen?"

Er kam noch einen kleinen Schritt näher, was sie zutiefst beunruhigte. Dann zuckte er fast unmerklich die breiten Schultern. Die sonnengebräunten Oberarme glänzten so samtig, dass Maddie sich unwillkürlich fragte, wie es wäre, sie zu berühren.

Er antwortete nicht, doch etwas Unausgesprochenes brachte die Atmosphäre zwischen ihnen zum Knistern, und das Lächeln, das sich langsam auf seinem Gesicht ausbreitete, ließ Maddie erneut erbeben. Was, um alles in der Welt, ging hier nur vor sich? Warum rief der unbekannte Traummann so heftige unbekannte Gefühle in ihr wach und erfüllte sie mit einer erregenden Erwartung?

"Sie sollten jetzt lieber in den Schatten gehen." Mit sanfter Bewegung strich er ihr das feuchte Haar aus der Stirn, wobei er sie nur leicht berührte. "Sie sind ja ganz heiß." Ein Lächeln spiegelte sich in seinen goldbraunen Augen. "Wir sehen uns sicher noch."

Nicht, wenn ich es vermeiden kann, dachte Maddie, die dankbar die Ausrede annahm, um sich zu entfernen - schnell weg von dem Mann, der sie so durcheinanderbrachte. Während sie durch das breite Tor ins kühle Innere der Villa ging, schien ihre Haut noch immer zu brennen, dort, wo er sie berührt hatte.

Immer diese griechischen Machos, dachte sie aufgebracht. Auch viele der Aushilfsarbeiter hatten sich in Gegenwart von Frauen großspurig verhalten. Maddie hatte das einfach ignoriert. Sie wusste ohnehin nicht, wie man flirtete - und wollte es auch gar nicht wissen.

Aber bei dem Fremden war alles anders gewesen. Er hatte sie zutiefst verunsichert. Das liegt an seiner faszinierenden Ausstrahlung, dachte sie, als sie die Suite erreichte, in der sie für die Dauer des Projekts wohnen durfte. Eine Ausstrahlung, die ihn unwiderstehlich machen würde, sollte er...

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