Abbildung von: Gebundene Freiheit und strafrechtliche Schuld - Mohr Siebeck

Gebundene Freiheit und strafrechtliche Schuld

Zur Reformbedürftigkeit des Schuldbegriffs vor dem Hintergrund neurowissenschaftlicher Erkenntnisse
Amina Hallmann(Autor*in)
Mohr Siebeck (Verlag)
1. Auflage
Erschienen im November 2017
XIV, 183 Seiten
E-Book
PDF mit Adobe-DRM
978-3-16-155386-8 (ISBN)
69,00 €inkl. 7% MwSt.
Systemvoraussetzungen
für PDF mit Adobe-DRM
E-Book Einzellizenz
Als Download verfügbar
Gebundene Freiheit? Was auf den ersten Blick als Paradoxon erscheint, eröffnet sich als kompatibilistisches Freiheitskonzept, das insbesondere mit Blick auf die aktuelle Debatte um den Schuldbegriff entwickelt wurde. Häufig wird dabei unter Bezugnahme auf die neuronale Determiniertheit des Handelns eine Abkehr vom strafrechtlichen Schuldprinzip verlangt. Demgegenüber wird im Verlauf der vorliegenden Untersuchung mithilfe des Konzepts gebunden-freier Entscheidungen und einer eingehenden Analyse des Schuldprinzips, des Schuldbegriffs sowie des Kernbegriffs des "Anders-Handeln-Könnens" die zentrale Frage nach der tatsächlichen Möglichkeit freien und verantwortlichen Handelns einer wissenschaftlich fundierten Lösung zugeführt und so die Beibehaltung des Schuldprinzips ermöglicht. Darüber hinaus wird die Vereinbarkeit des Konzepts mit den Entschuldigungs- und Schuldausschließungsgründen sowie mit der Strafzumessungsschuld diskutiert.
Geboren 1988; Studium der Rechtswissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universitaet Jena; 2016 Promotion; derzeit Referendarin am Landgericht Erfurt.
Geboren 1988; Studium der Rechtswissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universitaet Jena; 2016 Promotion; derzeit Referendarin am Landgericht Erfurt.
  • Cover
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • A. Einführung
  • B. Hinleitung in die Problemstellung
  • C. Wissenschaftstheoretische Grundlegung
  • I. Unterschiedliche Fachdisziplinen mit divergierenden Fachsprachen
  • 1. Die physikalische Perspektive
  • 2. Die neurobiologische Perspektive
  • 3. Die psychologische Perspektive
  • 4. Die soziale Perspektive
  • 5. Zusammenfassung
  • a) Modell zunehmender Komplexität
  • b) Physikalischer Determinismus
  • c) Epistemischer Indeterminismus
  • d) Folgen für die weiteren Betrachtungen
  • II. Urheberschaft, Subjektivität und Freiheit
  • 1. Grenzen der Voraussehbarkeit
  • a) Erkenntnistheoretische Begrenztheit
  • b) Begrenztheit der Voraussagbarkeit neuronaler Prozesse
  • c) Die Begrenztheit subjektiver Voraussagen
  • 2. Die Begriffe des Subjektiven und der Urheberschaft
  • 3. Die daraus resultierenden Begriffe von Freiheit und Verantwortung
  • a) Sozial erlernte Freiheit
  • b) Die Notwendigkeit von Begründungen und die neuronalen Ent-sprechungen
  • c) Freiheit durch Zuschreibung
  • d) Verantwortung
  • 4. Die reale Wirksamkeit der Freiheit
  • III. Konsequenzen für die weitere Arbeit
  • 1. Die soziale Stufe als allgemeiner Handlungsrahmen
  • 2. Epistemischer Indeterminismus
  • 3. (Ir-)Reduzierbarkeit
  • D. Das Schuldprinzip
  • I. Die Entwicklung des Schuldbegriffs
  • II. Das Schuldprinzip im System der Beurteilung von Straftaten
  • 1. Grundaussagen des Schuldprinzips
  • 2. Schuld als notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung der Strafe
  • 3. Schuld als verbindendes Element zwischen Tatunrecht, Täter und Strafe
  • 4. Folgen des Schuldvorwurfs und der Schuldunfähigkeit
  • 5. Zusammenfassung
  • III. Das heutige Verständnis des (normativen) Schuldbegriffs
  • IV. Der konkrete Vorwurf des "Anders-Handeln-Könnens" als Voraussetzung eines Schuldvorwurfs
  • 1. In welcher Form muss das "Anders-Handeln-Können" vorliegen?
  • 2. Das "Anders-Handeln-Können" als Kurzformel
  • V. Exkurs: divergierende Auffassungen von Schuld und deren Grundlagen
  • 1. Die Charakterschuld
  • 2. Funktionaler bzw. sozialer Schuldbegriff
  • 3. Axiologischer Schuldbegriff
  • 4. Diskursiver Schuldbegriff
  • 5. Zusammenfassung
  • VI. Die Forderung nach der Abschaffung des Schuldprinzips
  • 1. Sanktionierung als verhältnismäßige Prävention erneuter Straftaten
  • 2. Neurobiologische Determiniertheit
  • 3. Stellungnahme
  • VII. Vorteile des Schuldprinzips gegenüber Gegenkonzepten
  • 1. Der Strafprozess als Kommunikationsakt
  • 2. Vorteile der besseren Resozialisierung
  • 3. Vorteile der Normbekräftigung
  • 4. Vergeltungsgedanke
  • 5. Zwischenfazit
  • E. Annäherung an eine positive Bestimmung des Schuldvorwurfs
  • I. Notwendigkeit der Betrachtung
  • II. Das Anders-Handeln-Können
  • 1. Unrechtseinsicht
  • a) Handlungsmotivation, Erfassen der tatsächlichen Situation und Erkennen von Handlungsalternativen
  • b) Rationale Bewertung der verschiedenen Handlungsalternativen und die Antizipation ihrer Ergebnisse
  • c) Emotionale Bewertung der verschiedenen Handlungsmöglichkeiten
  • d) Zusammenfassung
  • 2. Autonome Entscheidung
  • 3. Handlungssteuerung
  • 4. Ergebnis
  • III. Intersubjektive Schuldzuschreibung
  • IV. Funktionale Elemente im Schuldvorwurf
  • V. Besonderheiten bestimmter Schuldformen
  • 1. Fahrlässigkeitsschuld
  • 2. Schuld beim Unterlassen
  • 3. Schuld bei lediglich versuchter Tat
  • 4. Schuld bei Teilnahme
  • VI. "Besondere Schuldmerkmale"
  • VII. Zusammenfassung
  • F. Der Ausschluss des Schuldvorwurfs
  • I. Täterbezogene Schuldausschlussgründe
  • 1. Schuldausschluss gem. § 19 StGB
  • 2. Schuldausschluss/-minderung gem. §§ 20, 21 StGB
  • a) Eingangsmerkmale
  • aa) Krankhafte seelische Störung
  • bb) Tiefgreifende Bewusstseinsstörung
  • cc) Schwachsinn
  • dd) Schwere andere seelische Abartigkeit
  • ee) Zusammenfassung
  • b) Einsichts- und Steuerungsfähigkeit
  • 3. Verminderte Schuldfähigkeit gem. § 21 StGB
  • 4. Zusammenfassung und Kritik
  • 5. Deutungshoheiten im Falle des Schuldausschlusses
  • 6. Exkurs: Schuldfeststellung und Zweifelsgrundsatz
  • 7. Zusammenfassung
  • II. Schuldausschluss wegen unvermeidbaren Verbotsirrtums (§ 17 S. 1 StGB)
  • III. Tatsituationsbezogene Entschuldigungsgründe
  • 1. Entschuldigender Notstand, § 35 StGB
  • 2. Notwehrexzess § 33 StGB
  • 3. Entschuldigende Pflichtenkollision
  • 4. Gewissensentscheidungen
  • 5. Zusammenfassung
  • IV. Ergebnis
  • G. Die Strafzumessungsschuld
  • I. Die Grundidee der gerechten Strafe
  • II. Elemente des Unrechts in der Strafzumessung
  • III. Elemente der Vorwerfbarkeit in der Strafzumessung
  • IV. Funktionale Aspekte
  • V. Ergebnis
  • H. Schlussfolgerungen
  • Literaturverzeichnis
  • Sachregister

Dateiformat: PDF
Kopierschutz: Adobe-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

  • Computer (Windows; MacOS X; Linux): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose Software Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).
  • Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions oder die App PocketBook (siehe E-Book Hilfe).
  • E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat PDF zeigt auf jeder Hardware eine Buchseite stets identisch an. Daher ist eine PDF auch für ein komplexes Layout geeignet, wie es bei Lehr- und Fachbüchern verwendet wird (Bilder, Tabellen, Spalten, Fußnoten). Bei kleinen Displays von E-Readern oder Smartphones sind PDF leider eher nervig, weil zu viel Scrollen notwendig ist.
Mit Adobe-DRM wird hier ein „harter” Kopierschutz verwendet. Wenn die notwendigen Voraussetzungen nicht vorliegen, können Sie das E-Book leider nicht öffnen. Daher müssen Sie bereits vor dem Download Ihre Lese-Hardware vorbereiten. 

Bitte beachten Sie: Wir empfehlen Ihnen unbedingt nach Installation der Lese-Software diese mit Ihrer persönlichen Adobe-ID zu autorisieren!

Weitere Informationen finden Sie in unserer  E-Book Hilfe.