Auf den Spuren des Einen

Studien zur Metaphysik und ihrer Geschichte
 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen im Dezember 2015
  • |
  • X, 388 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-16-154163-6 (ISBN)
 
Jens Halfwassen wirft einen neuen Blick auf die Metaphysik und ihre Geschichte. Im Zentrum seiner Untersuchung steht die These, daß die Metaphysik des Einen, die von Platon grundgelegt wurde und den Neuplatonismus von Plotin bis Nikolaus von Kues bestimmt, sowohl die Grundgestalt europäischer Metaphysik ist als auch ihre systematisch unüberbotene Vollendungsform darstellt. Diese ist in der Lage, andere Metaphysiktypen in sich zu integrieren und im Hegelschen Sinne aufzuheben, namentlich die vorsokratische Ursprungsmetaphysik, die Ontologie und die Geistmetaphysik. Der Autor analysiert ausführlich die begriffliche Struktur der Metaphysik des Einen bei Platon, er arbeitet den Gedanken der absoluten Transzendenz des Absoluten und seiner Auslegung durch eine negative Theologie als den Grundgedanken Platons heraus und beantwortet die Frage, wie sich die Absolutheit des Einen zur bipolaren Begründung der Seinsstruktur durch Einheit und Vielheit in Platons ungeschriebener Prinzipienlehre verhält. Zudem behandelt Jens Halfwassen wesentliche Stationen der Wirkungsgeschichte der Metaphysik des Einen bei Speusipp, Plotin, Jamblich, Proklos, Ps.-Dionysius Areopagita, Nikolaus von Kues, Hegel und Schelling. Und er plädiert energisch für die Aktualität dieser Metaphysik und verknüpft deren historische Einsichten mit aktuellen Problemen der Metaphysik, vor allem mit den Fragen nach der grundlegenden Struktur metaphysischen Denkens, nach dem Absoluten und seiner Transzendenz sowie einem philosophisch vertretbaren Begriff von Gott.
 
Jens Halfwassen wirft einen neuen Blick auf die Metaphysik und ihre Geschichte. Im Zentrum seiner Untersuchung steht die These, daß die Metaphysik des Einen, die von Platon grundgelegt wurde und den Neuplatonismus von Plotin bis Nikolaus von Kues bestimmt, sowohl die Grundgestalt europäischer Metaphysik ist als auch ihre systematisch unüberbotene Vollendungsform darstellt. Diese ist in der Lage, andere Metaphysiktypen in sich zu integrieren und im Hegelschen Sinne aufzuheben, namentlich die vorsokratische Ursprungsmetaphysik, die Ontologie und die Geistmetaphysik. Der Autor analysiert ausführlich die begriffliche Struktur der Metaphysik des Einen bei Platon, er arbeitet den Gedanken der absoluten Transzendenz des Absoluten und seiner Auslegung durch eine negative Theologie als den Grundgedanken Platons heraus und beantwortet die Frage, wie sich die Absolutheit des Einen zur bipolaren Begründung der Seinsstruktur durch Einheit und Vielheit in Platons ungeschriebener Prinzipienlehre verhält. Zudem behandelt Jens Halfwassen wesentliche Stationen der Wirkungsgeschichte der Metaphysik des Einen bei Speusipp, Plotin, Jamblich, Proklos, Ps.-Dionysius Areopagita, Nikolaus von Kues, Hegel und Schelling. Und er plädiert energisch für die Aktualität dieser Metaphysik und verknüpft deren historische Einsichten mit aktuellen Problemen der Metaphysik, vor allem mit den Fragen nach der grundlegenden Struktur metaphysischen Denkens, nach dem Absoluten und seiner Transzendenz sowie einem philosophisch vertretbaren Begriff von Gott.
  • Deutsch
  • Tübingen
  • |
  • Deutschland
  • Für Beruf und Forschung
  • 4,66 MB
978-3-16-154163-6 (9783161541636)
10.1628/978-3-16-154163-6
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  • Cover
  • Inhaltsverzeichnis
  • Einleitung
  • Teil I: Profile der Metaphysik
  • I. Was ist Metaphysik in Vollendung?
  • 1. Metaphysik ist unverzichtbar
  • 2. Was ist Metaphysik?
  • 3. Was sind Vollendungsgestalten von Metaphysik?
  • 4. Platonismus und Idealismus als Vollendungsgestalten von Metaphysik
  • II. Metaphysik und Transzendenz
  • 1. Zur Begriffsgeschichte der Transzendenz
  • 2. Negative Theologie als Vollendung der Metaphysik
  • 3. Ausblick
  • III. Jenseits von Sein und Nichtsein: Wie kann man für Transzendenz argumentieren?
  • 1. Der ontologische Gottesbeweis und das Absolute
  • 2. Platons Hypothesis-Methode als Aufweis des Absoluten
  • 3. Drei Argumente für die Transzendenz des Absoluten
  • 4. Der Aufweis der Transzendenz als wissendes Nichtwissen
  • IV. Gott im Denken
  • 1. Warum die Philosophie auf die Frage nach Gott nicht verzichten kann
  • 2. Drei Grundformen philosophischer Theologie
  • 3. Absolute Transzendenz und All-Einheit
  • V. Die Unverwüstlichkeit der Metaphysik
  • 1. Totgesagte leben länger
  • 2. Subjektivität und All-Einheit: Dieter Henrich
  • 3. Subjektivität und Geheimnis: Gunnar Hindrichs
  • 4. Platonismus als Vollendungsform: Werner Beierwaltes
  • 5. Restitution abgeschnittener Welt- und Gottesbezüge: Wolfgang Janke
  • 6. Ausblick
  • Teil II: Platons Metaphysik des Einen
  • VI. Platons Metaphysik des Einen
  • 1. Metaphysik als Henologie
  • 2. Platons Dialektik: Aufstieg zum Absoluten
  • 3. Das Eine als absoluter Grund
  • 4. Die absolute Transzendenz des Einen
  • 5. Das zweite Prinzip
  • 6. Monismus oder Dualismus?
  • VII. Platons unbestimmte Zweiheit
  • 1. Mehr und weniger als Prinzip
  • 2. Die privative Natur des zweiten Prinzips
  • 3. Die Unbegrenztheit des zweiten Prinzips
  • 4. Zwei Arten von Unendlichkeit
  • 5. Das zweite Prinzip als Grund von Raum und Bewegung
  • VIII. Monismus und Dualismus in Platons Prinzipienlehre
  • 1. Monismus und Dualismus in den Dialogen
  • 2. Monismus und Dualismus in der ungeschriebenen ­Lehre
  • 3. Ausblick auf Speusipp und Eudoros
  • IX. Plotins Interpretation der Prinzipientheorie Platons
  • 1. Plotin als Interpret Platons
  • 2. Warum setzt Platon neben dem Einen ein zweites Prinzip an?
  • 3. Die Einheitsform des Geistes
  • 4. Die Einheit des Geistes und der Monismus des Einheitsgrundes
  • 5. Der zweistufige Urakt des Denkens
  • X. Proklos über die Transzendenz des Einen bei Platon
  • 1. Proklos' Selbstverständnis als Platoniker
  • 2. Die Platondeutung des Origenes
  • 3. Proklos' Deutung der Platonischen Schlüsseltexte für die Transzendenz des Absoluten
  • 4. Speusipp als Kronzeuge für die Transzendenz des Einen
  • XI. Speusipp und die metaphysische Deutung von Platons Parmenides
  • 1. Auf der Suche nach dem Ursprung der metaphysischen Deutung des Parmenides
  • 2. Die metaphysische Deutung im Neupythagoreismus
  • 3. Speusipp als Ursprung der metaphysischen Deutung
  • XII. Speusipp und die Unendlichkeit des Einen
  • 1. Speusipp und die Metaphysik des Einen
  • 2. Plotin über die Unendlichkeit des Einen
  • 3. Vier Deutungen der Unendlichkeit des Einen bei Proklos
  • 4. Ein neues Speusipp-Fragment
  • 5. Interpretation des neuen Speusipp-Fragments
  • 6. Die Bedeutung des neuen Speusipp-Fragments
  • Teil III: Geschichtliche Entfaltungen
  • XIII. Aufwachen zu sich selbst: Plotins Begriff der Einsicht
  • 1. Einsicht und diskursives Denken
  • 2. Verinnerlichung
  • 3. All-Einheit
  • 4. Konkrete Totalität
  • 5. Schönheit
  • 6. Selbstbewußtsein
  • 7. Résumee
  • XIV. Schönheit und Bild im Neuplatonismus
  • 1. Schönheit und Bild, Metaphysik und Ästhetik
  • 2. Schönheit als metaphysisches Konzept
  • 3. Plotins Begriff des Schönen
  • 4. Das Absolute als Überschönheit
  • 5. Plotins metaphysische Rehabilitation der Bildkunst
  • XV. Das Eine als Einheit und Dreiheit: Zur Prinzipienlehre Jamblichs
  • 1. Ein neues Jamblich-Fragment
  • 2. Der prinzipientheoretische Kontext
  • 3. Die Trinität im Einen bei Jamblich
  • 4. Proklos' Kritik an Jamblich
  • XVI. Wie rational kann die Rede vom Absoluten sein? Zu den Grenzen des Widerspruchsprinzips bei Dionysius Areopagita und im antiken Platonismus
  • XVII. Nikolaus von Kues über das Begreifen des Unbegreiflichen
  • 1. Philosophie als Suche nach dem voraussetzungslosen Urgrund
  • 2. Das Absolute als das Können selbst
  • 3. Könnensmetaphysik als Geistmetaphysik
  • 4. Philosophie des Christentums?
  • XVIII. Hegel und die negative Theologie
  • 1. Hegel und die negative Theologie
  • 2. Negative Theologie als Ausdruck absoluter Transzendenz
  • 3. Die Selbstaufhebung der negativen Theologie bei Hegel
  • 4. All-Einheit und absolute Transzendenz
  • 5. Das Absolute als negativer Selbstbezug: Eriugena und Cusanus
  • 6. Résumee
  • XIX. Freiheit als Transzendenz. Zur Freiheit des Absoluten bei Schelling und Plotin
  • 1. Das Eine und die Freiheit
  • 2. Schellings Bestimmung der menschlichen Freiheit
  • 3. Schellings Begriff der absoluten Freiheit
  • 4. Die Freiheit des Absoluten bei Plotin
  • Nachweise
  • Teil I: Profile der Metaphysik
  • Teil II: Platons Metaphysik des Einen
  • Teil III: Geschichtliche Entfaltungen
  • Literatur
  • Namensregister
  • Sachregister

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