Kapitalanlage gemeinnütziger Stiftungen: Mission Investing als Möglichkeit Stiftungszweck und Kapitalallokation in Einklang zu bringen

Mission Investing als Möglichkeit Stiftungszweck und Kapitalallokation in Einklang zu bringen
 
 
Bachelor + Master Publishing
1. Auflage | erschienen im Januar 2014 | 60 Seiten
 
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978-3-95684-670-0 (ISBN)
 
Die Idee, den zugrundeliegenden Zweck einer gemeinnützigen Stiftung bei der Bewirtschaftung des Grundstockkapitals zu berücksichtigen, findet sich im wirkungsorientierten Anlagestil des Mission Investings wieder. Nicht erst die erwirtschaftete Rendite soll den Stiftungszweck fördern, sondern bereits die Allokation des Grundstockvermögens.
Auf Grundlage der gesetzlichen Rahmenbedingungen für gemeinnützige Stiftungen in Deutschland wird untersucht, inwieweit das Grundstockvermögen stiftungs- und steuerrechtlich als Mittel zur Zweckverfolgung eingesetzt werden darf. Im Zuge dieser Untersuchung wird der Anlagestil "Mission Investing" für den deutschen Stiftungssektor klar definiert und abgegrenzt, denn die in den USA gemachten Erfahrungen lassen sich auf Grund der unterschiedlichen rechtlichen Anforderungen an eine gemeinnützige Stiftung nicht direkt übertragen.
Bachelorarbeit
Erstauflage
Deutsch
Hamburg | Deutschland
7 Abb. | 7 Abb.
2,19 MB
978-3-95684-670-0 (9783956846700)
3956846702 (3956846702)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Friederike Hagenbeck wurde 1989 in Hamburg geboren. Ihr duales Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Nordakademie in Elmshorn schloss sie im Frühjahr 2013 erfolgreich ab. Neben dem Bachelorstudium sammelte Friederike Hagenbeck bereits umfassende praktische Erfahrungen in der Bankenbranche bei Berenberg - Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG, einer der ältesten Privatbanken weltweit.
Im Rahmen der ganzheitlichen Betreuung von Familienunternehmen und Unternehmerfamilien spezialisierte sie sich auf die Beratung von gemeinnützigen Organisationen sowie von Stiftern und Investoren bei ihrem philanthropischen Engagement. Auf Grund des derzeit herrschenden Niedrigzinsumfeldes, welches speziell für die Ertragslage gemeinnütziger Stiftungen eine Herausforderung darstellt, wurde Friederike Hagenbeck auf alternative Anlagetrends wie "Impact Investing" aufmerksam. Da sich die bisher gemachten Erfahrungen aus den USA aber nicht einfach auf den deutschen Stiftungsmarkt übertragen ließen, wurde die Autorin zu dem vorliegenden Buch motiviert. Die Untersuchungen sollen zeigen, inwieweit eine gemeinnützige Stiftung nach deutschem Recht ihr Grundstockvermögen stiftungs- und steuerrechtlich als Mittel zur Zweckverfolgung einsetzen darf.
1 - Abbildungsverzeichnis [Seite 5]
2 - Abkürzungsverzeichnis [Seite 5]
3 - EINLEITENDER TEIL [Seite 7]
3.1 - A. Gegenstand und Zielsetzung des Beitrags [Seite 7]
3.2 - B. Abgrenzungen und Gang der Untersuchung [Seite 9]
4 - HAUPTTEIL [Seite 10]
4.1 - A. Vermögensbewirtschaftung im Kontext förderzweckbezogener Stiftungen [Seite 10]
4.2 - B. Mission Investing im Kontext der Kapitalanlage [Seite 22]
4.3 - C. Grenzen simultaner Zweckverfolgung und Vermögensbewirtschaftung im Rahmen des Mission Investings [Seite 26]
5 - ABSCHLIESSENDER TEIL [Seite 47]
5.1 - Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse [Seite 47]
6 - Anhang [Seite 49]
7 - Literaturverzeichnis [Seite 52]
Textprobe:

Kapitel II, Grenzen im Rahmen des Mission Investings:

1, Nachhaltige Kapitalanlagen:

A, Grenzen im Rahmen des Stiftungsrechts:

Unter nachhaltigen Kapitalanlagen werden grundsätzlich diejenigen Finanzmarktprodukte verstanden, die beim Selektionsprozess über die ökonomischen Kriterien hinaus soziale, ethische und / oder ökologische Aspekte berücksichtigen. Als vorrangiges Anlagevehikel werden von WEBER und SCHNEEWEISS börsennotierte Wertpapiere genannt, sodass nur diese der folgenden Untersuchung zu Grunde gelegt werden. In diesem Abschnitt werden ausschließlich zweckkonforme Anlagemöglichkeiten im Sinne der Definition des Mission Investings nach WEBER und SCHNEEWEISS betrachtet.
Nachhaltige Kapitalanlagen zeichnen sich durch ihren Selektionsprozess aus. Über ein Screening wird aus dem gesamten Spektrum der am Finanzmarkt verfügbaren Anlagemöglichkeiten eine Auswahl getroffen, die neben finanziellen Kriterien auch nicht-finanzielle berücksichtigt. Nach ERNST & YOUNG werden dabei unzulässiger Weise förder- und anlagepolitische Ziele vermischt. Das Risiko bestehe darin, dass durch die angewendeten Auswahlkriterien das Anlageuniversum reduziert und dementsprechend eine ausreichende Diversifizierung verhindert wird. Würden dahingegen die Auswahlkriterien weiter gefasst werden, so wäre 'der Ausschluss einzelner Aktien in einer stark arbeitsteiligen Wirtschaft sehr willkürlich'.
SCHÄFER und SCHRÖDER untersuchten die Performance-Effekte, die eine Reduzierung des Anlageuniversums durch die Anwendung nachhaltiger Kriterien bewirkt. Sie kommen auf Grundlage von Berechnungen zu dem Entschluss, dass eine ganzheitliche Diversifizierung nicht mehr möglich ist und somit das unsystematische Risiko nicht vollständig eliminiert wird. Dies resultiert in systematisch niedrigeren risikoadjustierten Renditen. Wie stark die zu erwartenden Renditeeinbußen sind, hängt vom Umfang der Verkleinerung des Anlageuniversums ab. Dieser wird durch die einzelne Screening Strategie definiert.
PINNER greift die Beanstandung von ERNST & YOUNG auf und argumentiert entgegengesetzt. Ihm zufolge sind nachhaltige Investments genau aus dem Grunde, dass Branchen und Themen ausgeschlossen werden, eine interessante Beimischung für ein Portfolio, da diese sich anders verhalten als konventionelle Investments. Darüber hinaus wird von KÖSZEGI sowie auch von PINNER betont, dass die Beachtung nicht-finanzieller Kriterien einen positiven Effekt auf die Rendite des Investments hat. Durch einen Wissensvorsprung, der auf besseren und tiefschürfenderen Informationen beruht, können Entscheidungen getroffen werden, die sich in einer insgesamt höheren Rendite auszahlen. Es wird vom Eisberg-Effekt der nachhaltigen Kapitalanlage gesprochen, bei dem die Spitze des Eisbergs aus finanziellen Informationen besteht und der Großteil der Informationen in Form von Nachhaltigkeitskriterien unter dem Meeresspiegel verborgen liegt.
Aufgrund zwei weiterer Effekte kann die Berücksichtigung nicht-finanzieller Kriterien eine überdurchschnittliche Rendite, gemessen am Risiko, erzielen. Diese resultiert nach PINNER aus dem Antizipationseffekt sowie dem Effekt der positiven Auswahl. Der Antizipationseffekt meint die Vorwegnahme von Trends im Sinne einer Selektion der Early Mover. Unternehmen, die nachhaltige Trends frühzeitig erkennen und umsetzen, werden im Selektionsprozess eher ausgewählt und können für den Investor einen positiven Beitrag im Portfolio bedeuten. Der Effekt der positiven Auswahl geht davon aus, dass gut geführte Unternehmen 'in der Regel mehr Sinn für nachhaltige Strategien' haben als Unternehmen mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Dies würde wiederum eine positive Entwicklung des Portfolios begünstigen.
Obwohl SCHÄFER und SCHRÖDER berechnen, dass eine Reduzierung des Anlageuniversums die Möglichkeiten der Diversifizierung einengt und somit das unsystematische Risiko erhöht wird, kommen sie auf Grundlage ihrer weiteren Untersuchungen erstaunlicherweise zu dem Entschluss, dass die Performance 'keine systematischen Nachteile im Vergleich zu konventionellen Kapitalanlagen' aufweist. Sie beziehen sich dabei auf mehrere Studien und unterstützen somit die eben angeführten Effekte nach PINNER. Auch ROTTHAUS gibt an, dass sich historisch gesehen nachhaltige Anlagestrategien besser entwickelten als konventionelle. Eine Studie von Innovest Strategic Value Advisors fundiert diese Aussagen. Seit 2005 wird ein Index der Global 100 - the most sustainable large corporations in the world berechnet. Die Unternehmen dieses Index gelten als Vorreiter in der Verfolgung nachhaltiger Kriterien. Im Vergleich zum MSCI All Country World Index, einem der wichtigsten globalen Aktienindizes, schnitten die Global 100 seit Februar 2005 bis Ende Dezember 2011 rund 11% besser ab.

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