Die versöhnten Bürger

Der Zweite Weltkrieg in deutsch-niederländischen Begegnungen 1945-2000
 
 
Waxmann Verlag GmbH
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. September 2014
  • |
  • 468 Seiten
 
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978-3-8309-8129-9 (ISBN)
 

Der Zweite Weltkrieg ist bis heute ein historisches Bezugsereignis für die Niederlande und die Bundesrepublik Deutschland und hat über Jahrzehnte hinweg die Beziehungen beider Staaten zueinander bestimmt. Welche Rolle spielte der Krieg aber jenseits der Außenpolitik und medialer Zuschreibungen in konkreten Begegnungen von Bürgerinnen und Bürgern beider Staaten nach 1945? In der vorliegenden Studie werden zivilgesellschaftliche Kontakte anhand von acht Mikrostudien in unterschiedlichsten Feldern untersucht. Die Autorin zeigt auf diese Weise ein neues Feld grenzüberschreitender bürgerlicher Erinnerungskulturen jenseits nationaler Geschichtspolitik auf, in dem auf vielfältige Weise Formen der Versöhnung verhandelt wurden. Solche Begegnungserinnerungen hatten jedoch nicht zwangsläufig eine Aufarbeitung der schmerzhaften Vergangenheit zur Folge. Die hier vorgestellten transnationalen zivilgesellschaftlichen Versöhnungsbemühungen eröffnen damit neue Einsichten in die deutsch-niederländischen Nachkriegsbeziehungen.

Christine Gundermann studierte Geschichte und Ethik/Philosophie an der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg und der Erasmus Universität in Rotterdam. Sie promovierte an der Freien Universität Berlin und war dort von 2005 bis 2013 als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Paul Nolte tätig. Seit 2014 ist sie Professorin für Public History an der Universität zu Köln.

  • Deutsch
  • Deutschland
  • 4,19 MB
978-3-8309-8129-9 (9783830981299)
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - Buchtitel [Seite 1]
2 - Inhalt [Seite 5]
3 - Vorwort [Seite 8]
4 - I. Einleitung [Seite 9]
4.1 - 1. Forschungsstand und methodischer Zugang [Seite 12]
4.2 - 2. Zur Auswahl der zivilgesellschaftlichen Kontakte [Seite 20]
4.3 - 3. Leitende Thesen [Seite 24]
5 - II. Der Zweite Weltkrieg als deutsch-niederländisches Bezugsereignis [Seite 28]
5.1 - 1. Erinnerungsdiskurse in den Niederlanden und der Bundesrepublik Deutschland [Seite 31]
5.2 - 2. Der Krieg als Konstante der deutsch-niederländischen Beziehungen [Seite 46]
6 - III. Begegnungen auf kommunaler Ebene [Seite 54]
6.1 - 1. Drei Schwestern am Rhein. Städtepartnerschaftliche Begegnungen zwischen Rotterdam, Köln und Duisburg [Seite 59]
6.1.1 - 1.1 Schwestern im Bombenterror? Die Städtepartnerschaft zwischen Rotterdam und Köln [Seite 59]
6.1.2 - 1.2 Der "Phoenix aus der Asche" und die "Stadt in Trümmern". Kriegserinnerungen in Rotterdam und Köln [Seite 59]
6.1.3 - 1.3 Die Städtepartnerschaft als kommunale Außenpolitik in den 1950er Jahren [Seite 79]
6.1.4 - 1.4 Erinnerungen als Problem der Partnerschaft in den 1960er und 1970er Jahren [Seite 89]
6.1.5 - 1.5 Vom Aushandeln gemeinsamer Gedenkformen seit den 1980er Jahren [Seite 107]
6.1.6 - 1.6 "Rhein - Ruhr - Rotterdam". Duisburg und Rotterdam als Interessengemeinschaft - ein asymmetrischer Vergleich [Seite 122]
6.1.7 - 1.7 Zwischenbilanz: von kommunalen zu transkommunalen Erinnerungen [Seite 136]
6.2 - 2. "Grenzen sind Narben der Geschichte". Die Euregio als Raum der Begegnung [Seite 140]
6.2.1 - 2.1 Kleine Grenzgeschichte der Euregio im 20. Jahrhundert [Seite 141]
6.2.2 - 2.2 "Grenzen sind Narben der Geschichte". EUREGIOnale Geschichte und Geschichtsverständnis [Seite 143]
6.2.3 - 2.3 Lokale Erinnerungskulturen in der Euregio am Beispiel von Gronau und Enschede [Seite 149]
6.2.4 - 2.4 EUREGIOnale Geschichtsdeutungen des Zweiten Weltkrieges [Seite 158]
6.2.5 - 2.5 Formen des transregionalen Gedenkens seit den 1980er Jahren [Seite 164]
6.2.6 - 2.6 Zwischenbilanz: vom regionalen zum euregionalen Gedenken [Seite 171]
6.3 - 3. Fazit: befreite Bürger [Seite 173]
7 - IV. Christliche Begegnungen [Seite 178]
7.1 - 1. "Brücken bauen". Christliche Exklaven in Berlin und Rotterdam [Seite 183]
7.1.1 - 1.1 "Eine Brücke der Versöhnung"? Die Deutsche Evangelische Gemeinde in Rotterdam [Seite 183]
7.1.2 - 1.2 ". zusammen den Nationalsozialismus überwinden .". Die Niederländische Ökumenische Gemeinde zu Berlin [Seite 193]
7.1.3 - 1.3 Zwischenbilanz: christliche Exklaven als Brückenbauer der Nachkriegsdekaden [Seite 204]
7.2 - 2. "Wir haben [.] keinen Frieden, weil zu wenig Versöhnung ist." Die Aktion Sühnezeichen - Friedensdienste in den Niederlanden [Seite 205]
7.2.1 - 2.1 Die Anfänge der Aktion Sühnezeichen [Seite 206]
7.2.2 - 2.2 Die Aktion Sühnezeichen und ihr frühes Engagement in denNiederlanden [Seite 209]
7.2.3 - 2.3 "Das herausgerissene Herz der Stadt zurückgeben". Der Bau des Visser't Hooft-Centrum in Rotterdam in den 1960er Jahren [Seite 224]
7.2.4 - 2.4 "An der Architektur der Zukunft bauen". Die ASF in den Niederlanden seit den 1970er Jahren [Seite 238]
7.2.5 - 2.5 Zwischenbilanz: persönliche Sühne als deutsch-niederländische Versöhnung [Seite 244]
7.3 - 3. Ein Lehrstück der Versöhnung? Putten und Ladelund [Seite 247]
7.3.1 - 3.1 "Das waren keine Menschen mehr .". Die Razzia von Putten und das Grab in Ladelund [Seite 248]
7.3.2 - 3.2 Zur Erinnerungsbildung von 1945 bis 1950 in Putten und Ladelund [Seite 259]
7.3.3 - 3.3 Die ersten Kontakte in den 1950er Jahren [Seite 270]
7.3.4 - 3.4 Begegnungen in Putten und Ladelund in den 1960er Jahren [Seite 280]
7.3.5 - 3.5 Zur Institutionalisierung der Versöhnung von den 1970er Jahren bis 1983 [Seite 295]
7.3.6 - 3.6 Formen des transnationalen Gedenkens seit 1984 [Seite 304]
7.3.7 - 3.7 Zwischenbilanz: christliche Versöhnung als Erinnerung [Seite 321]
7.4 - 4. Fazit: versöhnte Bürger [Seite 324]
8 - V. Deutsch-Niederländische Erinnerungsorte [Seite 329]
8.1 - 1. "Versöhnung über den Gräbern". Der deutsche Soldatenfriedhof Ysselsteyn [Seite 331]
8.1.1 - 1.1 Die Entstehung des deutschen Soldatenfriedhofs Ysselsteyn in den 1950er Jahren [Seite 335]
8.1.2 - 1.2 Die Formung der Erinnerungslandschaft in den 1960er Jahren [Seite 341]
8.1.3 - 1.3 "Freundschaft für den Frieden". Geschichtstradierungen in den 1970er und 1980er Jahren [Seite 353]
8.1.4 - 1.4 Konfliktlinien und geteilte Erinnerungen seit den 1990er Jahren [Seite 362]
8.1.5 - 1.5 Zwischenbilanz: Versöhnung als Befreiung von derVergangenheit [Seite 368]
8.2 - 2. Auf der Suche nach Vergebung: Anne Frank [Seite 372]
8.2.1 - 2.1 "In spite of everything, I still believe people are good atheart.": "Anne Frank" als medialer Erinnerungsort [Seite 375]
8.2.2 - 2.2 "Anne Frank" als deutsch-niederländischer Erinnerungsort I: von den 1950er bis zum Ende der 1970er Jahre [Seite 386]
8.2.3 - 2.3 "Anne Frank" als deutsch-niederländischer Erinnerungsort II: von den 1980er Jahren bis ins neue Jahrtausend [Seite 398]
8.2.4 - 2.4 Zwischenbilanz: Erinnerungen an die Shoah [Seite 407]
8.3 - 3. Fazit: Universalisierung des Leidens [Seite 409]
9 - VI. Die versöhnten Bürger? Schlussbetrachtungen [Seite 412]
9.1 - 1. Entwicklungslinien der deutsch-niederländischen Begegnungserinnerungen [Seite 412]
9.2 - 2. Die deutsch-niederländischen Beziehungen im Spiegel zivilgesellschaftlicher Erinnerungen [Seite 420]
10 - VII. Anhang [Seite 428]
10.1 - 1. Abkürzungen [Seite 428]
10.2 - 2. Quellen [Seite 431]
10.3 - 3. Literatur [Seite 438]

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