Leading Simple

Führen kann so einfach sein
 
 
GABAL (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 7. September 2021
  • |
  • 216 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-96740-115-8 (ISBN)
 
Louis Berg ist trotz eines heftigen Schicksalsschlages ein erfolgreicher Leader. Nach einem schweren Unfall in Mexiko findet sich der Spitzensportler in einer völlig neuen Lebensrealität wieder: Er ist für den Rest seines Lebens auf den Rollstuhl angewiesen. Nach einer Zeit der Wut und Verzweiflung kämpft er sich zurück in ein erfülltes Leben und lernt dabei, was es heißt, ein effektiver Leader zu sein. Ein Leader, der nicht nur andere führen kann, sondern vor allem sich selbst zu führen weiß. Auf seinem Lebensweg rücken immer mehr die Themen Leadership, mentale Haltung und Verantwortung ins Zentrum seines Denkens und Handelns.

Leading Simple erzählt die einzigartige Erfolgsgeschichte von Louis Berg. Eingebettet in die spannende Story wird das Führungssystem "Leading Simple" praxisnah präsentiert. Das erste umfassende System, das alle entscheidenden Aspekte wirkungsvoller Führung nachvollziehbar auf den Punkt bringt. Es schafft eine völlig neue Verbindung von mentaler Haltung mit Werkzeugen und gibt Antworten auf die drei zentralen Fragen eines Leaders:
Was ist zu tun?
Womit ist es zu tun?
Wodurch wird es getan?
Vorgestellt wird ein leicht verständliches und direkt anwendbares Führungssystem, welches seit über zehn Jahren in der Praxis erfolgreich angewendet wird. Dank dieser Praxiserfahrung ist eine vollständige, zukunftweisende Führungssystematik entstanden. Mit Präzision und Klarheit werden die fünf Aufgaben, Prinzipien und Hilfsmittel des Leadership auf den Punkt gebracht. Das Ziel dieses Systems ist es, Menschen sinnvoll so zu fördern, dass sie gern den Unternehmenszweck erfüllen, während sie die besten Menschen werden, die sie sein können. Oder kurz: Starke Menschen liefern starke Ergebnisse und sorgen so für starke Unternehmen.

In dieser völlig überarbeiteten Neuauflage bringen die Autoren dieses Standardwerk auf den neusten Erkenntnisstand und richten es auf die Zukunft aus. Ging es zum Beispiel früher darum, Menschen zu führen, so wird es in Zukunft darum gehen, das Bewusstsein von Menschen zu führen. Ein Muss für jeden, der Verantwortung für die Entwicklung von Menschen trägt.
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Boris Grundl ist Unternehmer, Redner und Autor. Er legte eine Blitzkarriere als Führungskraft und Führungsexperte hin. Seit 20 Jahren forscht und lehrt er zur menschlichen Entwicklung. Inzwischen verdichtet sich sein Denken und Handeln in einem Wert: Verantwortung. Durch sein Lebenswerk möchte er Lust auf Verantwortung machen.
Seit 30 Jahren ist er vom Hals abwärts gelähmt. Nach einem schweren Unfall startete er als Sozialhilfeempfänger ohne jegliche Perspektive. Heute lebt der zweifache Familienvater ein erfülltes, selbstbestimmtes und finanziell freies Leben in Spanien und Deutschland. Sein Antrieb: Möglichst vielen dabei helfen, die besten Menschen zu werden, die sie sein können.
Im Laufe der Jahre durfte er über 300 Firmenkulturen tiefer analysieren. Daraus leitete er die entscheidenden Themen für zukunftsfähiges Leadership ab. Durch einen einzigartigen Transferprozess werden so die mentale Haltung und Werkzeuge für jeden systematisch erlernbar. Sein Grundl Leadership Institut sorgt dafür, dass Menschen und Organisationen diese Inhalte in der Praxis umsetzen und anwenden.
Boris Grundl wurde schon früh für sein Lebenswerk ausgezeichnet (2015). Weitere Anerkennungen gab es als Vortragsredner des Jahres (2014) und für seine Fähigkeiten als Mediator (2019). Das Führungssystem Leading Simple wurde schon 2011 mit einem Coaching-Award bedacht. Der Harvard Business Manager schreibt von ihm als "Der Entwickler" und die Süddeutsche Zeitung gar "Ein Stehaufmann, der seinesgleichen sucht". Das Magazin events sieht in ihm "Das Ende aller Ausreden" und Zukunft Training bemerkt in einem Portrait: "Boris Grundl ist gelebte Resilienz".

Bodo Schäfer ist Schriftsteller, Unternehmer und Coach. Er hat sechs Spiegel-Bestseller geschrieben: Unter anderem das erfolgreichste Finanzbuch der Welt "Der Weg zur finanziellen Freiheit" mit über 10 Millionen verkauften Exemplaren und das erfolgreichste Geld-Buch für Kinder "Ein Hund namens Money" mit über 3 Millionen verkauften Exemplaren. In China ist es empfohlene Lektüre für jeden Schüler. Seine Bücher sind in über 50 Ländern erschienen und wurden in über 30 Sprachen übersetzt.
International tritt er als Seminarleiter und Kongressredner auf (u.a. Russland, Ukraine, Litauen und viele mehr). Seine Seminare wurden von über 800.000 Menschen besucht. So spricht er zum Beispiel in den Olympiastadien von Moskau (vor 35.000 Menschen) und Kiew. Von FOCUS und dem Manager Magazin wurde er als Top-Coach prämiert.
Es ist Bodo Schäfer wichtig, dass wir nicht nur reich, sondern auch glücklich sind. Alle vier großen L's zusammen ermöglichen uns dieses Glück: Lieben, Leben, Lernen und unser Lebenswerk. Seine Stiftung "Kinder unsere Zukunft" baut Schulen in Afrika und unterstützt die Ausbildung sozial und finanziell benachteiligter Kinder und Jugendlicher.

1. Die erste Begegnung


»Guten Morgen«, hörten die Wartenden eine Stimme, »ich bin Louis Berg.« Einige Sekunden vorher war die Tür aufgegangen - pünktlich um 8 Uhr 45 - und ein Mann im Rollstuhl rollte in den Konferenzraum. Nun begrüßte er sie.

Die Anwesenden starrten ihn an. Die Überraschung stand ihnen auf der Stirn geschrieben. Ein Rollstuhlfahrer? Man hatte ein Führungsgenie erwartet, jemanden, der anpacken konnte. Eben ein Vorbild.

»Warum sind Sie hier?« Ihre Gedanken wurden unterbrochen durch diese kurze Frage von Louis Berg. Schweigen. Es war ihnen peinlich, ihn so angestarrt zu haben.

»Ich frage noch einmal: Warum sind Sie hier?« Louis Berg schien jedem Einzelnen in die Augen zu sehen.

Dieses Mal hatten sie die Frage aufgenommen und dachten nach. Sie waren gekommen, weil der Alte sie gebeten hatte. Weil sie ein Führungsgenie kennenlernen wollten.

Frau Salm, die Marketingvorständin, antwortete: »Weil der Alte, also Herr Gruber, uns darum gebeten hat.«

»Und Sie haben überhaupt keine Erwartungen an mich?«, fragte Louis Berg. Für ein paar Sekunden herrschte Schweigen.

»Lassen Sie uns offen sprechen .« Louis Bergs Stimme durchschnitt erneut ihre Gedanken. »Sie haben jemand anderen erwartet als mich. Jemanden, der als Vorbild vorausgeht und den Weg weist wie Harald Gruber. Eine geniale Führungskraft.« Er machte eine kurze Pause. »Für mich ist das Wort Führungskraft optisch nicht passend. Die Beschreibung eines kräftigen Menschen trifft auf mich auf den ersten Blick nicht zu. Ich führe nicht mit Kraft. Statt von Führungskräften zu sprechen, schlage ich vor, wir sagen >Leader<. Dieses Wort symbolisiert für mich ein Führen ohne Kraft, ohne Kampf, sondern mit Bewusstsein. Trotzdem - oder gerade deshalb - hat mein Freund Harald mich gebeten, herzukommen. Er hat dieses Unternehmen aufgebaut, eine fantastische Leistung. Doch als er vor drei Jahren in den Ruhestand ging, da zeigte sich plötzlich, dass er überall fehlte.

Er wartete drei Jahre ab, um seinen Nachfolgern eine Chance zu geben. Aber die Stimmung wurde immer schlechter, der Spaß an der Arbeit war weg. Die Ergebnisse folgten der Stimmung auf dem Fuße. Es gab Streit und einige bewährte Mitarbeitende haben gekündigt. Als Visionär kann Harald Gruber sehen, dass Sie auf dem direkten Weg in eine ernste Krise sind.« Die Anwesenden nickten zustimmend. Sie wussten: Was der Mann im Rollstuhl da sagte, stimmte absolut.

Berg fuhr fort: »Dann ist er zurückgekommen und hat mit Ihnen und verschiedenen anderen Gespräche geführt. Er wollte herausfinden, wo das Problem liegt. Es zeigte sich, dass keiner genau weiß, was von ihm erwartet wird. Es fehlt Orientierung. Fast jeder hier vermisst Gruber.« Louis Berg konnte in den Gesichtern seiner Zuhörer sehen, dass der Alte ihnen tatsächlich sehr fehlte. Er erklärte: »Sie alle kennen das Kürzel VB, es steht für Verantwortungsbewusstsein.«

»Natürlich«, unterbrach ihn Eberhard Wehrlich, der Logistikvorstand. »Das VB bestimmt, wie sehr jemand seinen Verantwortungsbereich geistig in Besitz genommen hat. Sich damit identifiziert. Und dieser Person ist ebenfalls bewusst, was sie zu verantworten hat und was nicht. Und damit ist ihr klar, welche Ergebnisse in diesem Verantwortungsbereich erwartet werden. Nur so kann ein Mensch das leisten, was er zu leisten imstande ist. Und das umsetzen, was er sich vornimmt.«

»Und ist Ihnen das weitgehend gelungen? Haben Sie geleistet, wozu Sie in der Lage sind? Und haben Sie umgesetzt, was Sie sich vorgenommen haben?«, fragte Louis Berg.

Die Führungskräfte schüttelten verlegen die Köpfe. »Warum nicht?«, erkundigte sich Herr Berg.

Sie dachten einen Moment nach. Dann meldete sich Frau Herzlich, die Personalvorständin, zu Wort: »Der Alte, also Herr Gruber, sagt immer:

>Wenn die Ergebnisse nicht stimmen, dann liegt das an mangelnder Führungskompetenz.< Ich habe aber den Zusammenhang nie ganz klar verstanden. Ich meine, es liegt eher an der schlechten Stimmung hier.«

»Wo würden Sie auf einer Skala von 1 bis 10 Ihre Wirkung, Ihre Ergebnisse der letzten Monate einordnen? 1 wäre sehr schwach und 10 wäre sehr stark. Wie viel von dem, wozu Sie in der Lage sind, haben Sie wirklich geleistet?«, fragte Louis Berg.

»Maximal 4«, sagte Frau Salm. »Bei mir war es eine 5«, murmelte Herr Zucker, der Finanzvorstand. »Eine 3«, sagten andere.

Louis Berg erklärte ernst: »Wo auch immer Sie Ihre Wirkung, Ihre Ergebnisse eingeordnet haben, dort ist auch Ihre Führungskompetenz einzuordnen. Wenn Ihre Wirkung eine 4 verdient, dann verdient auch Ihre Führungskompetenz eine 4. Wenn Ihre Wirkung eine 9 verdient, dann verdient auch der Grad Ihrer Führungskompetenz eine 9. Was ich Ihnen damit sagen möchte: Die Qualität Ihrer Ergebnisse in Ihrem Leben, beruflich und privat, steht in direkter Proportion zu Ihrer Führungskompetenz.«

Manuela Herzlich meldete sich zu Wort: »Ergebnisse. Ergebnisse. Immer geht es um Ergebnisse. Also am Ende doch nur ums Geld. Und wo bleibt da der Mensch? Eben, auf der Strecke!« Vorwurfsvoll richtete sich ihr Blick auf den Mann im Rollstuhl. Dieser nickte: »Ich kann sehr gut nachvollziehen, von wo aus Sie auf das Wort Ergebnisse blicken. Lassen Sie uns zuerst einmal definieren, was ich unter Ergebnissen verstehe. Vielleicht klärt sich dann schon einiges.« Die Personalvorständin nickte skeptisch: »Da bin ich aber mal gespannt.«

Louis Berg fuhr fort: »Vielleicht mögen Sie über Ergebnisse mal anders nachdenken. Denn Ergebnisse sind in meiner Welt all das, was in unserem Leben da ist. Einen Teil davon haben wir selbst erwirkt, einen anderen Teil nicht. Die Schwierigkeit liegt darin, zu erkennen, was ich eben davon beeinflussen kann und was nicht. So ist meine Gesundheit ein Ergebnis. Mein Level an Energie ist ein Ergebnis. Die Performance meiner Abteilung ist ein Ergebnis. Meine Fähigkeit zu denken ist ein Ergebnis. Meine Fähigkeit, Probleme zu lösen, ist ein Ergebnis. Die Qualität meiner Beziehung zu mir selbst ist ein Ergebnis. Die Qualität meiner Beziehung zu anderen ist ein Ergebnis. Wie sehr ich meine Talente zu Stärken entwickelt habe und damit anderen Menschen diene, ist ein Ergebnis. Mit welcher Konsequenz ich Ziele setze und erreiche, ist ein Ergebnis. Ich könnte diese Liste beliebig weiterführen. Auf einen Teil dieser Ergebnisse habe ich Einfluss und auf einen anderen Teil nicht. Und ja, ein Teil dieser Ergebnisse führt irgendwann einmal zu einer Wertschöpfungskette und damit zu einer finanziellen Situation. Also zu Geld. Ob als Mensch, ob als Abteilung oder als Unternehmen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Vielleicht möchten Sie einmal für sich nachdenken, ob dieser neue Blickwinkel auf das Wort Ergebnisse hilfreich für Sie sein könnte.

Denn ich möchte Sie von nichts und niemandem überzeugen - oder gar motivieren. Dazu habe ich viel zu viel Respekt vor Ihnen und Ihrem Potenzial. Mir ist es wichtig, dass Sie selbstständig nachdenken. Und so sehe ich auch meine Rolle: dass ich Sie zum tieferen Nachdenken einlade und inspiriere. Also, fassen wir zusammen: Die Qualität, mit der ich mich selbst und andere führe, spiegelt meine Führungskompetenz. Und das zeigt sich in der Qualität meiner Lebensergebnisse.«

»So habe ich das noch nie gesehen«, sinnierte Frau Salm. »Wenn ich mich auf Ihre Gedanken einlasse, würde das ja bedeuten, dass letztlich die Fähigkeit zu führen den großen Unterschied ausmacht im Job.«

»Nicht nur im Job«, ergänzte der Mann im Rollstuhl. »Was wir hier besprechen, gilt für jeden Bereich unseres Lebens: für Partnerschaften, Freundschaften, in Vereinen, in der Kirche . Immer ist Führung der entscheidende Faktor.« Er schrieb groß auf das Flipchart:

Die Fähigkeit zu führen macht den Unterschied zwischen Erfolg und Scheitern, zwischen einem erfüllten Leben und frustrierender Mittelmäßigkeit.

Louis Berg ließ den Satz kurz wirken, bevor er ergänzte: »Menschen haben sehr viel Energie, wir können auch sagen: Möglichkeiten. Der größte Teil dieser Energie wird verschwendet, weil sie es nicht gelernt haben, ihre Lebensenergie durch ihr Bewusstsein zu bündeln. Das ist auch bei Ihnen passiert. Ihnen fehlt die ordnende Klarheit, das Bewusstsein von Harald Gruber. Das ist wichtig zu verstehen! Ihnen fehlt in erster Linie nicht der Mensch Harald Gruber, Ihnen fehlt die Orientierung durch den Menschen Harald Gruber. Das hört sich erst einmal komisch an, hilft jedoch bei der Analyse der aktuellen Situation. Menschen ohne Führung vergeuden viel zu oft ihre Lebensenergie, weil sie sich mental zu sehr im eigenen...

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