Habermas und die Religion

 
 
wbg Academic in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG) (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. September 2017
  • |
  • 272 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
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978-3-534-74271-4 (ISBN)
 
Jürgen Habermas gilt als einer der wichtigsten deutschen Intellektuellen der Nachkriegszeit. Wie kein Zweiter prägte er die politisch-gesellschaftlichen Diskurse der letzten Dekaden und trägt breitenwirksam zu aktuelle Debatten bei.
Seit Ende der 1980er-Jahre öffnet Habermas sich langsam dem Dialog mit akademischen Vertretern der Religion. Doch nimmt er Religion nicht einfach als eine soziologische Kategorie wahr, sondern tritt in einen tiefgreifenden Austausch mit Theologen und Religionsphilosophen.
Der vorliegende Band analysiert erstmals umfassend das Verhältnis von Habermas zur Religion. Dabei erfolgt die Bestimmung dieses Verhältnisses nicht nur in seiner historisch-genealogischen Tiefe, sondern ordnet es auch in der Breite der gegenwärtigen Diskurslandschaft modelhaft ein.
Mit Beiträgen u.a. von Friedo Ricken, Klaus Müller und Franz Gruber.
  • Deutsch
  • Darmstadt
  • |
  • Deutschland
  • Für Beruf und Forschung
  • 1,62 MB
978-3-534-74271-4 (9783534742714)
3534742710 (3534742710)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Franz Gruber ist Professor der Dogmatik und Ökumenischen Theologie an der Katholischen Privatuniversität Linz.



Dr. Klaus Viertbauer, geb. 1985, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Christliche Philosophie der Universität Innsbruck. Bei der WBG erschien der von ihm gemeinsam mit Heinrich Schmidinger herausgegebene Sammelband »Glauben denken. Zur philosophischen Durchdringung der Gottrede im 21. Jahrhundert« (2016)
1 - Inhalt [Seite 5]
2 - Inhalt [Seite 7]
3 - Einleitung [Seite 9]
4 - Klaus Viertbauer: Von der Säkularisierungsthese zu einer postsäkularen Gesellschaft [Seite 11]
4.1 - 1. Die Bestimmung der Religion im Kontext der Säkularisierungsthese [Seite 12]
4.1.1 - 1.1. Die Theorie des kommunikativen Handelns (1981) [Seite 12]
4.1.2 - 1.2. Habermas und die Frage nach dem Subjekt [Seite 14]
4.1.3 - 1.3. Transzendenz von Innen (1988) [Seite 17]
4.1.4 - 1.4. Die Habermas-Metz-Debatte (1988-1996) [Seite 18]
4.1.5 - 1.5. Der Mensch als Person: Liberale Eugenik [Seite 21]
4.2 - 2. Postsäkulare Gesellschaft [Seite 23]
4.2.1 - 2.1. Die Friedenspreisrede als Wendepunkt: Eine postsäkulare Konstellation [Seite 23]
4.2.2 - 2.2. Vorpolitische Grundlagen: Habermas und Ratzinger [Seite 25]
4.2.3 - 2.3. Ein Bewusstsein von dem, was fehlt: Habermas zu Besuch bei den Jesuiten [Seite 26]
4.3 - 3. Ausblick [Seite 28]
5 - Sektion I: Kontexte und Konstellationen [Seite 29]
5.1 - Friedo Ricken: Jürgen Habermas und Kants Religionsphilosophie [Seite 31]
5.1.1 - I. [Seite 31]
5.1.2 - II. [Seite 37]
5.2 - Maureen Junker-Kenny: Schleiermacher und Kierkegaard in der Sicht "nachmetaphysischen" Denkens [Seite 42]
5.2.1 - 1. Schleiermacher als Romantiker und Wegbereiter des Kulturprotestantismus [Seite 46]
5.2.1.1 - a) Habermas' Rekonstruktion der Subjektivitätsanalyse in der Einleitung der Glaubenslehre [Seite 46]
5.2.1.2 - b) Theologische Kritik [Seite 50]
5.2.1.2.1 - (1) Der Schritt von einer Kontingenzanalyse zur Setzung eines "Woher" der Existenz [Seite 51]
5.2.1.2.2 - (2) Geschichtlich geoffenbarte oder apriorisch erkennbare Güte Gottes? [Seite 53]
5.2.2 - 2. Kierkegaard als Kritiker einer anthropozentrischen Autonomie [Seite 54]
5.2.2.1 - a) Habermas' Perspektive: Die Alternative der dialektischen Theologie zu Kants anthropologischer Wende [Seite 55]
5.2.2.2 - b) Die Patriarchenerzähung von Abraham und Isaak in Genesis 22 in Habermas' exegetischer und systematischer Erörterung [Seite 57]
5.2.3 - 3. Schlussbemerkungen [Seite 58]
5.3 - Walter Raberger: Jürgen Habermas und die Kritische Theorie [Seite 61]
5.4 - Ludwig Nagl: Habermas' partielle Zuwendung zum Pragmatismus [Seite 82]
5.4.1 - Teil 1: Habermas' Selbstbeschreibung seines interessiert-ambivalenten Verhältnisses zum Pragmatismus [Seite 84]
5.4.2 - Teil 2: Fünf Habermassche Annotationen zur pragmatistischen Religionsphilosophie [Seite 94]
5.5 - Klaus Müller: Habermas und die neue Metaphysik [Seite 104]
5.5.1 - 1. Die Habermas-Henrich-Debatte über Metaphysik und Moderne [Seite 105]
5.5.2 - 2. Habermas über Religion [Seite 107]
5.5.3 - 3. Henrich und die philosophische Theologie [Seite 112]
5.5.4 - 4. Der Philosoph Theunissen als "christlicher Theologe" [Seite 120]
5.6 - Michael Reder: Liberal, deliberativ oder dekonstruktivistisch? [Seite 125]
5.6.1 - 1. Rortys liberale Begrenzung der Religion auf das Private [Seite 126]
5.6.2 - 2. Habermas und die postsäkulare Gesellschaft [Seite 129]
5.6.3 - 3. Derridas Dekonstruktion des Nachdenkens über Religion [Seite 133]
5.6.4 - 4. Fazit: Der gesellschaftliche Ort von Religion [Seite 137]
6 - Sektion II: Diskurse und Rezeptionslinien [Seite 143]
6.1 - Ottmar John: Diskursethik und Leidenserfahrungen [Seite 145]
6.1.1 - 1. Kleine Skizze der neuen politischen Theologie [Seite 145]
6.1.2 - 2. Handlungstheorie und die Erfahrung von Negativität [Seite 151]
6.1.2.1 - 2.1 Ausgangspunkt beim allgemeinen Heilswillen Gottes [Seite 151]
6.1.2.2 - 2.2 Immanente Kritik [Seite 154]
6.1.2.3 - 2.3 Sind Leidenserfahrungen nur religiöse Erfahrungen? [Seite 159]
6.1.3 - 3. Verfahrensrationalität und der Sinn der Abstraktion [Seite 162]
6.1.3.1 - 3.1 Abschied von der Geschichte? [Seite 162]
6.1.3.2 - 3.2 Nachmetaphysische Vernunft [Seite 164]
6.1.3.3 - 3.3 Zwei Arten der Abstraktion [Seite 166]
6.1.3.4 - 3.4 Vernunft als Tätigkeit [Seite 167]
6.1.3.5 - 3.5 Übersetzung [Seite 169]
6.1.4 - 4. Irrationalität der Religionen und geschichtliche Leidenserfahrungen [Seite 172]
6.1.5 - Schlussbemerkung [Seite 180]
6.2 - Andreas Telser: Habermas und die Öffentliche Theologie [Seite 182]
6.2.1 - 1. Einleitung: Ein begrenzter Spielraum für die Theologie . [Seite 182]
6.2.2 - 2. David Tracys Öffentliche Theologie: Anspruch und Widerspruch [Seite 185]
6.2.2.1 - a) Öffentlichkeit im Kontext wissenschaftlicher - auch theologischer - Forschung [Seite 190]
6.2.2.2 - b) Öffentliche als dialogische Vernunft: der Bedeutungsüberschuss von Klassikern [Seite 192]
6.2.3 - 3. Resümee [Seite 195]
6.3 - Maeve Cooke: Nicht zugänglich! Nicht verständlich! Nicht akzeptabel! [Seite 197]
6.3.1 - Die allgemeine Zugänglichkeit religiöser Geltungsansprüche [Seite 201]
6.3.2 - Die allgemeine Verständlichkeit religiöser Geltungsansprüche [Seite 204]
6.3.3 - Das allgemeine Akzeptabilität religiöser Geltungsansprüche [Seite 206]
6.4 - Franz Gruber: Kommunikatives Handeln und Glaubensbegründung [Seite 211]
6.4.1 - 1. Der Umbruch der Theologie im 20. Jahrhundert [Seite 211]
6.4.2 - 2. Der Weg zu einer kommunikationstheoretisch begründeten Theologie [Seite 213]
6.4.3 - 3. Habermas und die Theologie - Systematisch-theologische Anknüpfungspunkte an sein Werk [Seite 222]
6.4.4 - 4. Glaubens-Begründung: Die kommunikationstheoretische Struktur des theologischen Diskurses [Seite 228]
6.5 - Hans-Joachim Höhn: Sozialethik postsäkular? [Seite 234]
6.5.1 - I. Problemskizze: Christliche Sozialethik und Ethos der Moderne [Seite 237]
6.5.2 - II. Die soziale Signatur der praktischen Vernunft: Diskursethik im Kontext einer Theorie kommunikativen Handelns [Seite 240]
6.5.3 - III. Kommunikation und Gesellschaft: Affinitäten zwischen Diskursethik und Katholischer Soziallehre [Seite 244]
6.5.4 - IV. Jenseits des Diskurses? Christliche Ethik in postsäkularen Konstellationen [Seite 249]
6.6 - Florian Uhl: Vom Ritual zur Sprache - Von der Sprache zum Ritual [Seite 256]
6.6.1 - 1. Vorbemerkung [Seite 256]
6.6.1.1 - 1.1. Zum Begriff des Rituals - und warum es sich lohnt, gerade diesen Aspekt herauszugreifen [Seite 256]
6.6.2 - 2. Das Religionsverständnis von Jürgen Habermas [Seite 257]
6.6.2.1 - 2.1 Ein Entwicklungsweg [Seite 257]
6.6.2.2 - 2.2 Nachmetaphysisches Denken und Religionsphilosophie [Seite 260]
6.6.3 - 3. Ein evolutionstheoretischer Blick: Die Sprache des Ritus als "Noch-nicht-Sprache" [Seite 261]
6.6.3.1 - 3.1 Ritus oder Mythos: Zur Frage der Priorität [Seite 263]
6.6.4 - 4. Das Verstummen: Die Sprache des Ritus als "Nicht-mehr-Sprache" [Seite 267]
6.6.5 - 5. Das Unaussprechliche zur "Sprache" bringen [Seite 269]
7 - Autorenverzeichnis [Seite 271]

Dateiformat: PDF
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