Erfolgszurechnung in der Strafzumessung

Die verschuldeten Auswirkungen der Tat gemäß § 46 Abs. 2 StGB in einer regelgeleiteten Strafmaßlehre
 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 30. Juni 2017
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  • 668 Seiten
 
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978-3-16-154515-3 (ISBN)
 
Das Erfolgsunrecht der Tat gehört neben der Vorstrafenbelastung und dem Geständnis des Täters zu den wichtigsten Strafzumessungsfaktoren. Welche Tatsachen zum Erfolgsunrecht einer Straftat gehören und welche objektiven und subjektiven Zurechnungsmaßstäbe gelten, ist bis heute umstritten. Eine monographische Untersuchung der verschuldeten Auswirkungen der Tat i.S.v. § 46 Abs. 2 StGB fehlt bisher, die höchstrichterliche Rechtsprechung ist diffus. Anhand dutzender Fälle entwickelt Thomas Grosse-Wilde ein eigenständiges Zurechnungsmodell für das strafzumessungsrechtliche Erfolgsunrecht einer Straftat und die 'haftungsausfüllende Kausalität'. Die Arbeit gliedert sich in zwei Teile: Im ersten umfassenden Teil werden allgemeine Fragen des Strafzumessungsrechts erörtert und eine rechtstheoretische (Re-)Konstruktion der Strafmaßentscheidung entworfen. Der zweite Teil widmet sich im Detail mit vielen Beispielen der Auslegung der 'verschuldeten Auswirkungen der Tat' gemäß § 46 Abs. 2 StGB.
  • Deutsch
  • Tübingen
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  • Deutschland
  • 10,50 MB
978-3-16-154515-3 (9783161545153)
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1 - Cover [Seite 1]
2 - Vorwort [Seite 8]
3 - Inhaltsverzeichnis [Seite 10]
4 - Einleitung [Seite 20]
5 - 1. Teil [Seite 28]
5.1 - Kapitel I: Über Straftheorien und Strafzumessungstheorien [Seite 28]
5.1.1 - I. Einleitung [Seite 28]
5.1.2 - II. "Vereinigungstheorien" und "mixed theories of justification" [Seite 30]
5.1.3 - III. Recht und Moral in Straftheorie und Strafzumessungstheorie [Seite 32]
5.1.3.1 - 1. Straftheorien als moralische oder rechtliche Theorien? [Seite 33]
5.1.3.2 - 2. Rechtspositivismus und moralische Rechtfertigung [Seite 34]
5.1.3.3 - 3. Zwischenfazit [Seite 40]
5.1.4 - IV. John Rawls' Two Concepts of Rules [Seite 40]
5.1.4.1 - 1. Der Begriff der Strafe und der Vorwurf eines "definitional stop" [Seite 45]
5.1.4.2 - 2. Konstitutive vs. regulative Regeln? [Seite 47]
5.1.4.3 - 3. Erfolgshaftung und Utilitarismus [Seite 48]
5.1.5 - V. Handlungsmoral und Institutionenmoral [Seite 51]
5.1.6 - VI. Deontologische Rechtfertigung der Institution Strafe? [Seite 55]
5.1.7 - VII. Die "innere Moralität" des Rechts und retributiv-deontologische Theorien [Seite 59]
5.1.8 - VIII. Das eigentliche moralische Problem der retributiv-deontologischen Straftheorien [Seite 61]
5.1.9 - IX. Deontologische Strafbegründung als bloße Strafermöglichungstheorie? [Seite 63]
5.1.10 - X. Konsequentialismus und Institutionenmoral [Seite 66]
5.1.11 - XI. Roxins "präventive Vereinigungstheorie" und Nozicks Idee der "side contraints" [Seite 68]
5.1.12 - XII. Strafbegründungsprinzipien und Strafzumessungsentscheidungen [Seite 71]
5.1.13 - XIII. Einwände gegen eine pluralistische Straftheorie [Seite 76]
5.1.13.1 - 1. Verstoß gegen die Menschenwürde durch mittelbare Einbettung eines einzelnen Bestrafungsaktes in eine allgemeine Strafpraxis? [Seite 76]
5.1.13.2 - 2. "Intoleranz" der Schuldvergeltung gegenüber anderen Strafzwecken? [Seite 78]
5.1.13.3 - 3. Maßlosigkeit eines zweckfrei verstandenen Strafmaßes im Einzelfall? [Seite 78]
5.1.14 - XIV. Ergebnis [Seite 82]
5.2 - Kapitel II: Die "Theorienfamilie" der tatproportionalen Strafzumessung [Seite 84]
5.2.1 - I. Einleitung [Seite 84]
5.2.2 - II. Die Evaluierung des Erfolgsunrechts nach dem Einschnitt in die Lebensqualität des Opfer [Seite 89]
5.2.2.1 - 1. Die Unmöglichkeit einer Ordinalskala für alle Individualdelikte [Seite 89]
5.2.2.2 - 2. Probleme bei der Erklärung von Strafrahmen [Seite 93]
5.2.2.3 - 3. Die Unterkomplexität einer rein viktimologischen (Erfolgs-) Unrechtsbestimmung [Seite 97]
5.2.2.3.1 - a) "Krankenwagendiebstahls"-Fall [Seite 99]
5.2.2.3.2 - b) "Untreue-Wettbewerbsverzerrungs"-Fall [Seite 100]
5.2.2.4 - 4. Enttäuschte Hoffnungen als Erfolgsunrechts-Dimension? [Seite 101]
5.2.2.5 - 5. Problem bei der Evaluierung von "egoistischen vs. altruistischen" Handlungen [Seite 104]
5.2.2.6 - 6. Einheitliche Maßstäbe für Individual- und Kollektivdelikte? [Seite 108]
5.2.3 - III. Die Überschätzung der Strafzweckantinomien für die gegenwärtige Unbestimmtheit der Strafzumessungspraxis [Seite 109]
5.2.4 - IV. Fazit [Seite 111]
5.3 - Kapitel III: Das Verhältnis von Unrecht und Schuld aus der Perspektive der Strafzumessungsdogmatik und die Strafzumessungsschuld [Seite 114]
5.3.1 - I. Schuld als objekt- oder metasprachlicher Ausdruck? [Seite 115]
5.3.2 - II. Steigerbarkeit der Schuld und ihre Abhängigkeit vom Tatunrecht [Seite 119]
5.3.3 - III. Das Unrechtsbewusstsein als materialer und steigerbarer Schuldvorwurf? [Seite 121]
5.3.4 - IV. Reine Schuldmerkmale? [Seite 127]
5.3.5 - V. Strafzumessungsschuld als überflüssiger Begriff? [Seite 131]
5.4 - Kapitel IV: Die Relevanz des Erfolges und von Handlungsfolgen für die Strafzumessungsschuld [Seite 135]
5.4.1 - I. Einleitung [Seite 135]
5.4.2 - II. Hirschs vorrechtlicher Handlungsbegriff und Gardners Sprachargument [Seite 141]
5.4.3 - III. "Kantian thought"? - Das "Symmetrieargument" der Zurechnung guter und schlechter Handlungsfolgen [Seite 143]
5.4.4 - IV. Das Kontroll- und Zufallsargument [Seite 147]
5.4.5 - V. Das empirische Opferschutzargument [Seite 154]
5.4.6 - VI. Jakobs Obliegenheitsargument und Lewis Bestrafungslotterie [Seite 155]
5.4.7 - VII. Das subjektive Recht des Opfers einer Straftat auf Folgenberücksichtigung [Seite 161]
5.4.8 - VIII. Ergebnis [Seite 167]
5.5 - Kapitel V: Der Partikularismus der Strafzumessungspraxis im Widerstreit mit dem Universalisierbarkeitspostulat als Grundkonsens des juristischen Diskurses [Seite 168]
5.5.1 - I. Einleitung [Seite 168]
5.5.2 - II. Der ethische Partikularismus und das Universalisierbarkeitspostulat [Seite 169]
5.5.3 - III. Regelorientierung vs. Schuldprinzip? [Seite 173]
5.5.4 - IV. Regelskeptizismus [Seite 179]
5.6 - Kapitel VI: Regelbildung für die Strafzumessung - eine normentheoretische (Re-)Konstruktion der Strafzumessungsentscheidung [Seite 184]
5.6.1 - I. Puppes Strafzumessungsnormen-Modell und Kochs Ermessensmodell [Seite 185]
5.6.2 - II. Frischs Strafzumessungsmodell - die Schuldstrafe als unbestimmter Rechtsbegriff? [Seite 197]
5.6.3 - III. Kuhlens "fallgebundene Ähnlichkeitsregeln" und "Prima facie"-Regeln [Seite 200]
5.6.4 - IV. Die Operationalisierung des Strafzumessungsnormenmodells anhand von Fallbeispielen [Seite 205]
5.6.4.1 - 1. BGHSt 52, 84 - Tatschuldobergrenzen für Bagatelltaten von Rückfalltätern? [Seite 205]
5.6.4.2 - 2. Die Reaktion der Rechtswissenschaft [Seite 210]
5.6.4.3 - 3. BGHSt 53, 71 - Tatschulduntergrenzen für Steuerhinter-ziehungen großen Ausmaßes [Seite 217]
5.6.4.3.1 - a) Der Gewaltenteilungseinwand und das Gebot richterlicher Unabhängigkeit [Seite 222]
5.6.4.3.2 - b) Der Willkür-, Dezisionismus- und Unbestimmbarkeits-einwand [Seite 225]
5.6.4.3.3 - c) Der Schematismus-, Taxenwesen-, Mathematisierungseinwand [Seite 228]
5.6.4.3.4 - d) Der Einwand der Überbetonung des Erfolgsunrechts [Seite 230]
5.6.4.3.5 - e) Der Steuerungs- und Präventionseinwand [Seite 230]
5.6.4.4 - 4. Die Vorsatzformen als Beispiel für nicht-numerische Prima facie-Regeln [Seite 232]
5.6.4.5 - 5. Weitere Potentiale der Regelbildung - Geständnis und Rückfall im allgemeinen [Seite 235]
5.6.5 - V. Die Grenzen der Regelbildung in der Strafzumessung [Seite 240]
5.6.6 - VI. Wer soll Autor und damit Motor der Regelbildung in der Strafzumessung sein? [Seite 243]
5.6.7 - VII. Seitenblicke: Die Entwicklung der Schmerzensgeldrechtsprechung im Vergleich zur Strafzumessung und das Recht der Ordnungswidrigkeiten [Seite 249]
5.6.8 - VIII. Fazit - Auf dem Weg zu einem Besonderen Teil des Strafzumessungsrechts mithilfe von Prima facie-Regeln [Seite 251]
6 - 2. Teil [Seite 256]
6.1 - Einleitung: Problemaufriss der verschuldeten Auswirkungen der Tat [Seite 256]
6.2 - Kapitel I: Der Vorwurf der indirekten Bestrafung und die Normvalenz von Art. 103 Abs. 2 GG in der Strafzumessung [Seite 260]
6.2.1 - I. Einleitung [Seite 260]
6.2.2 - II. Zum Wortlaut des § 46 Abs. 2 StGB [Seite 263]
6.2.3 - III. Die Normvalenz von Art. 103 Abs. 2 GG in der Strafzumessung [Seite 266]
6.2.4 - IV. Der Vorwurf der "indirekten Bestrafung" im Widerspruch zur Berücksichtigungsfähigkeit von "Zielen des Täters" [Seite 276]
6.3 - Kapitel II: Die objektiven Zurechnungskriterien der neueren höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den verschuldeten Auswirkungen der Tat und das zeitgenössische Schrifttum [Seite 279]
6.3.1 - I. Der "Heroinabgabefall" BGHSt 37, 179 als Beginn der Implementierung der Lehre(n) vom Schutzzweck der Norm in die Strafzumessung? [Seite 281]
6.3.2 - II. Die divergierende neuere höchstrichterliche Rechtsprechung [Seite 283]
6.3.3 - III. Die Einschätzung im Schrifttum zu der neueren höchstrichterlichen Rechtsprechung [Seite 287]
6.3.4 - IV. Die objektiven Zurechnungskriterien des Schrifttums [Seite 292]
6.3.4.1 - 1. Frischs Adäquanzurteil und seine Vorläufer [Seite 292]
6.3.4.2 - 2. Frischs Schutzzweck-Erwägungen [Seite 299]
6.3.4.3 - 3. Bloys "streng rechtsgutsbezogener" Ansatz [Seite 305]
6.3.4.4 - 4. Hörnles Einschnitt in die Lebensqualität und die "Appellfunktion von Normen" [Seite 312]
6.3.4.5 - 5. Stahls Verweis auf die Strafrahmen als kontinuierliche Schwereskala und die h.M. zur ungleichartigen Idealkonkurrenz [Seite 317]
6.3.5 - V. Fazit [Seite 321]
6.4 - Kapitel III: Puppes innertatbestandliche Zurechnungslehre ("haftungsbegründende Kausalität") [Seite 323]
6.4.1 - I. Einleitung [Seite 323]
6.4.2 - II. Die Puppe'sche Kausalitätslehre - "in einer Nussschale" [Seite 326]
6.4.2.1 - 1. Die Einzelursache als notwendiger Bestandteil einer hinreichenden Minimalbedingung [Seite 326]
6.4.2.2 - 2. Das Kausalgesetz [Seite 327]
6.4.2.3 - 3. Das Erfordernis der Minimalbedingung [Seite 329]
6.4.2.4 - 4. Die Ausscheidung von Ersatzursachen [Seite 334]
6.4.2.5 - 5. Zusammenfassung [Seite 336]
6.4.2.6 - 6. Die Möglichkeit mehrerer instantiierter hinreichender (Minimal-) Bedingungen [Seite 337]
6.4.3 - III. Die Kausalität der Sorgfaltspflichtverletzung [Seite 338]
6.4.3.1 - 1. "Pistolen"-Fall [Seite 341]
6.4.3.2 - 2. "Rattengift"-Fall [Seite 342]
6.4.3.3 - 3. "Pistolenkugel"-Fall [Seite 343]
6.4.3.4 - 4. "Schiffskapitän"-Fall [Seite 343]
6.4.4 - IV. Die normativen Gründe für das Erfordernis der Kausalität der Sorgfaltspflichtverletzung [Seite 344]
6.4.5 - V. Weitere Kriterien der Erfolgszurechnung [Seite 346]
6.4.6 - VI. Einwände gegen ein solches Zurechnungsmodell [Seite 352]
6.4.6.1 - 1. "Werturteile können nichts verursachen" [Seite 352]
6.4.6.2 - 2. "Was ist eine Sorgfaltspflichtverletzung?" [Seite 353]
6.4.6.3 - 3. "Unerlaubte Gefahr als Zirkelschluss"? [Seite 355]
6.4.6.4 - 4. "Naiver strafrechtlicher Naturalismus?" [Seite 355]
6.4.6.5 - 5. "Dispositionale Handlungs(un-)fähigkeit kann nichts verursachen? [Seite 356]
6.4.6.6 - 6. Konfundierung von "Zurechnungsgegenstand" und "Zurechnungsgrund" [Seite 356]
6.4.7 - VII. Fazit [Seite 360]
6.5 - Kapitel IV: Die außertatbestandliche Zurechnungslehre ("haftungsausfüllende Kausalität") [Seite 363]
6.5.1 - I. Analyse des Kriteriums der "Kausalität der Tatbestandsverwirklichung" [Seite 364]
6.5.1.1 - 1. "Umweltschaden"-Trunkenheitsfahrt-Fall [Seite 369]
6.5.1.2 - 2. Untauglicher Versuchsfall [Seite 369]
6.5.1.3 - 3. Der "Bismarck"-Fall (Paparazzi I) [Seite 370]
6.5.1.4 - 4. Der "Lady Diana"-Fall (Paparazzi II) [Seite 372]
6.5.2 - II. Welche Elemente der tatbestandsmäßigen Eigenschaften der Handlung müssen in der Kausalerklärung vorkommen? [Seite 374]
6.5.2.1 - 1. Die überschießenden Innentendenzen? [Seite 374]
6.5.2.2 - 2. Vorsatz oder Fahrlässigkeit? [Seite 379]
6.5.2.3 - 3. Die objektiven Eigenschaften der tatbestandsmäßigen Handlung [Seite 381]
6.5.2.4 - 4. Die Paralleldiskussion um die Bestimmung des Verfallsgegenstandes gem. § 73 Abs. 1 Satz 1 StGB [Seite 383]
6.5.3 - III. Das Durchgängigkeitserfordernis [Seite 384]
6.5.4 - IV. Mögliche Einwände gegen das Durchgängigkeitserfordernis [Seite 389]
6.5.5 - V. Anwendungsfälle für Schutzzweckerwägungen? [Seite 393]
6.5.5.1 - 1. Dürfen nur "unrechtsverwandte Tatsachen" schulderhöhend zugerechnet werden? [Seite 393]
6.5.5.2 - 2. Rekurs auf gesetzgeberische Zweckklauseln? [Seite 395]
6.5.6 - VI. Die Drittschadensproblematik - Zugleich eine Neubestimmung des Opferbegriffs für das Strafzumessungsrecht [Seite 398]
6.5.6.1 - 1. Der "Bundesligawettskandal"-Fall (Fall "Hoyzer") [Seite 399]
6.5.6.2 - 2. Weitere Einwände gegen die Einbeziehung von Drittschäden [Seite 406]
6.5.6.2.1 - a) Der Einwilligungseinwand [Seite 406]
6.5.6.2.2 - b) Der Strafantragseinwand [Seite 407]
6.5.6.2.3 - c) Anerkennung eines subjektiven Rechts durch Berücksichtigung in der Strafzumessung? [Seite 410]
6.5.6.2.4 - d) Folgerungen für die Bestimmung des Opferbegriffs und die "Schockschadens"-Problematik [Seite 412]
6.5.6.3 - 3. Die Drittschadensproblematik in der Strafzumessung als Ausfluss unterschiedlicher Grundverständnisse vom strafrechtlichen Unrecht [Seite 418]
6.5.7 - VII. Zusammenfassung [Seite 426]
6.6 - Kapitel V: Das Erfolgsunrecht in der strafzumessungsrecht-lichen Folgenzurechnung [Seite 429]
6.6.1 - I. Grundlagen [Seite 433]
6.6.2 - II. "Enttäuschte Liebe" und "enttäuschte Hoffnungen" als Bestandteil des Erfolgsunrechts? [Seite 435]
6.6.3 - III. "Immaterielle Genugtuung" als Strafschärfungsgrund in Ausnahmefällen? [Seite 446]
6.6.4 - IV. Strafrechtliches Erfolgsunrecht vs. zivilrechtliches Erfolgsunrecht [Seite 448]
6.6.4.1 - 1. Vertragsunrecht [Seite 449]
6.6.4.2 - 2. Spezifisch strafrechtliche Wertungen [Seite 449]
6.6.4.3 - 3. "Fangprämie" [Seite 450]
6.6.4.4 - 4. Fazit [Seite 452]
6.6.5 - V. Alternative Bestimmungen des Erfolgsunrechts [Seite 453]
6.6.5.1 - 1. "unfair advantage"-Modelle/"Fairness"-Theorien [Seite 453]
6.6.5.2 - 2. (Güter-)Vorteile gegenüber dem Opfer? [Seite 459]
6.6.5.3 - 3. Generalpräventive Ausdeutungen eines "Normgeltungs-"/ "intellektuellen Verbrechensschadens" [Seite 462]
6.6.5.3.1 - a) Jakobs changierende Stellungnahmen zur Strafzumessung [Seite 462]
6.6.5.3.2 - b) Der Fall Hoeneß als Paradigma für einen fehlenden gesellschaftlichen Diskurs und Konsens zum Strafmaß [Seite 468]
6.6.5.3.3 - c) Die Strafschärfung für "Normgeltungsschäden" als Strafe für fremde Schuld [Seite 475]
6.6.5.3.4 - d) Ein diskursiver Schuldbegriff und die Möglichkeit von Kollektivzurechnungen [Seite 484]
6.6.5.3.5 - e) Die Möglichkeit der Strafschärfung durch nachfolgende Straftaten Unbeteiligter aufgrund der Ingerenzgarantenstellung des Ersttäters [Seite 486]
6.6.5.3.6 - f) Ein funktionaler strafzumessungsrechtlicher Beendigungsbegriff der Tat [Seite 488]
6.6.5.3.7 - g) Kein Zurechnungsausschluss bei Vorsatztaten Dritter, sofern die tatbestandliche Sorgfaltspflichtverletzung vor solchen schützen soll [Seite 495]
6.6.5.3.8 - h) Zusammenfassung [Seite 498]
6.6.6 - VI. Ausnahmefälle der Berücksichtigungsfähigkeit "enttäuschten Normvertrauens"? [Seite 499]
6.7 - Kapitel VI: Die subjektiven Zurechnungskriterien der verschuldeten Auswirkungen der Tat [Seite 510]
6.7.1 - I. Eine kleine Geschichte der Erfolgszurechnung in der Strafzumessung [Seite 512]
6.7.1.1 - 1. Unterschiede zu der Entwicklung der erfolgsqualifizierten Delikte und besonders schweren Fälle [Seite 513]
6.7.1.2 - 2. Das Problembewusstsein hinsichtlich außertatbestandlicher Auswirkungen [Seite 516]
6.7.1.3 - 3. Die Entscheidung des Großen Senates BGHSt 10, 259 [Seite 517]
6.7.2 - II. Die neuere höchstrichterliche Rechtsprechung zur subjektiven Zurechnung der Auswirkungen der Tat [Seite 520]
6.7.2.1 - 1. "Vorhersehbarkeit" [Seite 520]
6.7.2.2 - 2. Die Vermengung mit anderen Kriterien [Seite 523]
6.7.2.3 - 3. Die Unklarheit des deskriptiven Gehalts der Vorhersehbarkeit [Seite 526]
6.7.2.4 - 4. Ein normativer Gehalt der Vorhersehbarkeit? [Seite 529]
6.7.2.4.1 - a) Intentionale Vermeidbarkeit der Strafbarkeit? [Seite 530]
6.7.2.4.2 - b) Die verschuldeten Auswirkungen der Tat als bloßer Verstärker der Gegenmotivation? [Seite 531]
6.7.2.4.3 - c) Fairness- und Gerechtigkeitsgründe? [Seite 534]
6.7.3 - III. Der Fahrlässigkeitsmaßstab im Strafzumessungsrecht [Seite 536]
6.7.3.1 - 1. Der "Mingvasen-Notwehrfall" [Seite 536]
6.7.3.2 - 2. Der "Reisekoffer-Diebstahlsfall" [Seite 539]
6.7.3.3 - 3. Der "Christstollen-Diebstahlsfall" [Seite 544]
6.7.3.4 - 4. Fazit [Seite 546]
6.7.4 - IV. Einwände [Seite 550]
6.7.4.1 - 1. "versari"-Haftung? [Seite 550]
6.7.4.1.1 - a) Der Vertrauensgrundsatz [Seite 550]
6.7.4.1.2 - b) Handeln mit aktuellem Unrechtsbewusstsein [Seite 553]
6.7.4.1.3 - c) Zwischenfazit [Seite 554]
6.7.4.2 - 2. Privilegierung des planvoll handelnden Täters? [Seite 555]
6.7.4.3 - 3. "Crimen culpae"? [Seite 556]
6.7.4.4 - 4. Der Unbestimmtheitseinwand [Seite 557]
6.7.5 - V. Exkurs: Die eigenverantwortliche Selbstgefährdung des Opfers [Seite 558]
6.7.5.1 - 1. Der Tatbeteiligte als Opfer? [Seite 558]
6.7.5.1.1 - a) Schäden bei Tatbeteiligten [Seite 559]
6.7.5.1.2 - b) "Verstrickung Dritter" als verschuldete Auswirkungen der Tat? [Seite 561]
6.7.5.2 - 2. Die eigenverantwortliche Selbstgefährdung des Opfers [Seite 564]
6.7.6 - VI. Fazit zu den Minimalbedingungen der subjektiven Zurechnung [Seite 569]
6.7.7 - VII. Vorsatz oder Fahrlässigkeit für die Zurechnung "innertatbestandlicher Tatfolgen"? [Seite 571]
6.7.7.1 - 1. Das Verhältnis von Vorsatz und Fahrlässigkeit [Seite 573]
6.7.7.2 - 2. Die Einbeziehung fahrlässiger Vermögensschäden als Verstoß gegen das Schuldprinzip? [Seite 580]
6.7.7.3 - 3. Frischs normlogischer Einwand gegen die Einbeziehung fahrlässiger Vermögensschäden [Seite 583]
6.7.7.4 - 4. Hörnles Verantwortungsdialog mit dem Vorsatztäter [Seite 585]
6.7.7.5 - 5. Fazit [Seite 588]
6.8 - Kapitel VII: Sonderprobleme der Erfolgszurechnung in der Strafzumessung [Seite 589]
6.8.1 - I. "Hassverbrechen" und verschuldete Auswirkungen der Tat [Seite 589]
6.8.1.1 - 1. Größere physische oder psychische Schäden für die Primäropfer von Hassverbrechen als Grund der Strafschärfung? [Seite 591]
6.8.1.2 - 2. Hassverbrechen als Angriff auf alle Mitglieder einer Minderheit oder Verursachung eines größeren Sozialschadens? [Seite 595]
6.8.1.3 - 3. Handlungsgründe als Straferschwerungsgründe [Seite 599]
6.8.1.3.1 - a) Gesinnungsstrafrecht? [Seite 599]
6.8.1.3.2 - b) Schuld als "Andershandelnkönnen"? [Seite 602]
6.8.1.3.3 - c) Verhaltens- und Sanktionsnormen [Seite 603]
6.8.1.3.4 - d) Ausdrückliche Strafschärfungen für Hassverbrechen als "Systembruch"? [Seite 606]
6.8.1.3.5 - e) Die Transitivität von Straferschwerungsgründen [Seite 607]
6.8.1.3.6 - f) Vernachlässigte Probleme von Strafschärfungen für Hassverbrechen [Seite 608]
6.8.1.4 - 4. Fazit [Seite 611]
6.8.2 - II. Teilnahme und verschuldeten Auswirkungen der Tat [Seite 613]
6.8.2.1 - 1. Die Zurechnung fahrlässig kausierter "Exzesse" anderer Beteiligter [Seite 614]
6.8.2.2 - 2. Die Unrechtsakzessorietät der Teilnahme als strenge Obergrenze für die Strafzumessung? [Seite 619]
7 - Zusammenfassung und Ausblick [Seite 623]
8 - Literaturverzeichnis [Seite 634]
9 - Sachregister [Seite 680]

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