Vampire Empire - Schattenprinz

Roman
 
 
Random House ebook (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 12. Dezember 2011 | 448 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-07096-0 (ISBN)
 
Eine atemberaubende Welt, die es so noch nie gab
Vor hundertfünfzig Jahren haben Vampire die Menschen aus den nördlichen Gefilden der Erde vertrieben, doch nun holt die Menschheit zum Gegenschlag aus. Aus diesem Grund reist Prinzessin Adele, die ebenso schöne wie schlagfertige Thronfolgerin des Kaiserreiches Equatoria, in die nördlichen Grenzgebiete, als sie plötzlich angegriffen wird. Erst in allerletzter Sekunde gelingt ihr mithilfe eines mysteriösen Fremden die Flucht. Die Prinzessin ist sofort fasziniert von dem unbekannten Vampirjäger, doch ihr Retter verbirgt ein tödliches Geheimnis...


Clay und Susan Griffith sind verheiratet und schreiben seit über zehn Jahren gemeinsam. Sie verfassen Drehbücher fürs Fernsehen und sind in den USA auch bereits mit eingen Kurzgeschichten an die Öffentlichkeit getreten, bevor sie sich mit Vampire Empire eine riesige Fangemeinde eroberten.
Vampire Empire | 1
Anita Nirschl
Deutsch
Breite: 118 mm
0,69 MB
978-3-641-07096-0 (9783641070960)
3641070961 (3641070961)
weitere Ausgaben werden ermittelt
24 (S. 238-239)

Adele stürmte aus der Burg. Sie hatte keinen Plan, der Ärger trieb sie vorwärts. Sie wusste nicht, was sie außerhalb der Burgmauern erwartete, aber sie hatte den festen Vorsatz, zu verschwinden und sich irgendwohin durchzuschlagen, wo es sicher war. Sie hatte in letzter Zeit so viele Lügen gehört, dass sie nichts und niemandem mehr vertrauen konnte. Sie folgte demselben Weg, der sie hergeführt hatte, und wandte sich nach Norden, wo das Meer und das Boot lagen.

Die Stadt war leer gewesen, als sie angekommen war, doch nun sah sie Menschen. Eine Menge Menschen. Und was sie erstaunte, war, dass sie alltäglichen Aufgaben nachgingen. Kochen, putzen und Handel treiben. Adele hatte in London nichts dergleichen gesehen. Die Menschen dort waren niedergedrückt, als hätten sie keinen Willen. Die Leute in Edinburgh wirkten zufrieden, manche lächelten sogar. Das einzige andere Mal, dass sie Menschen im Norden eine glückliche Gefühlsregung hatte zeigen sehen, war bei dem Paar in Canterbury, Alphonse und Nina, gewesen. Sie hatten nicht gewusst, dass Greyfriar ein Vampir war. Sie fragte sich, ob die Menschen hier die Wahrheit über ihn kannten.

Endlich erreichte Adele das Meer und suchte mit den Augen den einsamen Strand ab. Das Boot war verschwunden. Natürlich würde er es vor ihr verstecken. Sie war also doch eine Gefangene. Ihre Wut auf Gareth kochte über. Als sie langsam zurück in die Stadt trottete, beäugten die Menschen sie neugierig, und ein paar von ihnen hoben grüßend die Hand. Zögernd erwiderte Adele ihr Winken. Dann kam Morgana eine Straße entlanggelaufen, ein Bündel auf den Armen. Die Prinzessin rief ihr etwas zu, und Morgana blieb lächelnd stehen. »Ah, da sind Sie ja, Miss. Ich kam in Ihr Zimmer, aber Sie waren nicht dort.«

»Was ist passiert?« »Nichts. Ich habe nur Ihren Umhang mitgenommen, um ihn zu flicken.« »Das solltest du nicht tun. Ich kann auch nähen. Ich brauche nur Nadel und Faden.« »Keine Mühe, Miss. Ich bringe ihn nur zur alten Mary. Sie wird ihn gleich wieder in Ordnung bringen.« Adele zögerte ein wenig, dann fragte sie: »Darf ich mit dir kommen?« »Aber natürlich, Miss.« Die beiden gingen schweigend ein Stück, bis Adeles Neugier die Oberhand gewann. »Wie bist du hierhergekommen?«, fragte sie. »Nach Edinburgh, meine ich. Wurdest du hier geboren?« »Haben Sie je vom Greyfriar gehört? Menschlicher Wundertäter.

Er hat ein paar von uns aus den Sklavenställen in London gerettet und hierhergebracht. Er muss mit Prinz Gareth zusammenarbeiten oder so was.« »Oder so was.« Morgana lachte laut. »In London wäre ich höchstwahrscheinlich schon tot, eine Mahlzeit für den königlichen Hof oder noch schlimmer, wenn Greyfriar nicht gewesen wäre. Und Prinz Gareth. Dort sind sie Nimmersatte, und keiner von ihnen würde aufhören, bevor sie eine arme Seele bis auf den letzten Tropfen ausgesaugt haben.«

Adele konnte sich eine höhnische Bemerkung nicht verkneifen. »Dann sind hier also alle sicher und glücklich? Wovon ernährt sich Gareth denn? Von Dreck? Von Goldmünzen?« »Nein. Wir bieten uns ihm selbst an.« Adeles entsetzter Gesichtsausdruck war unverhohlen voller Abscheu. »Ihr lasst ihn von euch trinken?« »Prinz Gareth bittet nur um kleine Schlucke und niemals öfter als einmal im Jahr von derselben Person.« Morgana entblößte ihr Handgelenk. Es zeigte längst verheilte Einstichwunden. »Das ist ein geringer Preis dafür, nicht im Schlaf ermordet zu werden.« »Mein Gott! Ich würde lieber sterben, bevor ich ihn von mir trinken ließe!«

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