Und das ewige Licht leuchte ihr

Fran Varadys siebter Fall
 
 
Bastei Lübbe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 24. Juni 2011
  • |
  • 364 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-0889-8 (ISBN)
 
Lange Zeit hat Fran Varady nichts mehr von Edna gehört, einer schrulligen Stadtstreicherin, die sie von früher kennt und die mit wilden Katzen als einziger Gesellschaft auf einem Friedhof lebte. Doch dann kreuzt sie unvermittelt wieder ihren Weg.
Inzwischen wohnt Edna in einem Heim, verbringt ihre Tage allerdings wie früher, indem sie planlos durch die Gegend streift. Scheinbar - denn Fran glaubt, eine Methode in ihrem Wahnsinn zu erkennen. Sie ist sich sicher, dass Edna verfolgt wird, und will der Frau helfen. Doch niemand glaubt ihr. Bis ein Mord geschieht.
1. Aufl. 2011
  • Deutsch
  • Deutschland
  • 0,44 MB
978-3-8387-0889-8 (9783838708898)
383870889X (383870889X)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"KAPITEL 12 (S. 158-159)

Als ich nach Hause kam, stellte ich fest, dass das Münztelefon im Hausflur so tot war wie ein mauritischer Dodo. Es wurde nicht mehr von vielen Mietern genutzt. Alle bis auf mich besitzen ein Mobiltelefon. Vielleicht hatte die Telefongesellschaft die Leitung abgeklemmt. Ich ging zu Onkel Haris Zeitungsladen und berichtete Ganesh und Hari von Edna. Hari kannte Edna nicht, doch er war interessiert.

»Das ist eine sehr traurige Geschichte«, sagte er, schüttelte den Kopf und blickte endlich einmal gründlich zufrieden drein. Hari genießt schlechte Nachrichten. Man weiß, woran man ist mit einer schlechten Nachricht, lautet sein Motto. Gute Nachrichten haben im Allgemeinen einen unsichtbaren Haken. Früher oder später findet man heraus, was der Haken ist, doch bis dahin lauert er irgendwo im Hintergrund, bereit, jederzeit hervorzuspringen und einen im unpassendsten Moment zu überraschen. Schlechte Nachrichten hingegen bedeuten, dass man das Schlimmste bereits weiß und sich nicht irgendwelchen falschen Hoffnungen hingibt.

»Und das Telefon in unserem Hausflur funktioniert auch nicht mehr«, fuhr ich fort. »Kann ich mir vielleicht dein Handy ausleihen, Ganesh?« »Sicher«, sagte er und blickte besorgt drein. »Komm mit nach oben in die Wohnung.« In der Wohnung über dem Zeitungsladen angekommen fixierte er mich mit einem glitzernden Blick wie der alte Seemann in dem Gedicht. »Ausnahmsweise einmal bin ich zu einhundert Prozent der gleichen Meinung wie Onkel Hari«, sagte er. »Das ist eine wirklich schlimme Geschichte, und du hast dich gründlich eingemischt. Nimm das Handy, in Gottes Namen.

Es ist beruhigend für mich, wenn du mich zu jeder Zeit erreichen kannst. Aber lass diese Leute die Sache unter sich ausmachen, Fran! Die Polizei arbeitet bereits an dem Fall.« »Nicht an Ednas Fall!«, widersprach ich. »Sie verfolgt den Mord an Duane Gardner. Niemand sagt das Wort ›Mord‹, aber das ist es nun einmal. Ich für meinen Teil suche nicht nach Duanes Mörder. Ich versuche, Edna zu beschützen, das ist alles.« »Das ist doch Haarspalterei!«, begehrte Ganesh auf, indem er mir das Mobiltelefon reichte. »Und verlier es bitte nicht. Du hast das letzte schon verloren, das ich dir geliehen hatte.«

Ich hatte sein vorheriges Mobiltelefon in Oxford in den Fluss fallen lassen – aber das ist eine andere Geschichte. Ich versprach, dass ich sehr sorgfältig mit seinem neuen Handy umgehen würde. Sobald ich wieder aus dem Laden war, rief ich Lottie Forester an und erkundigte mich, ob sie inzwischen ein Treffen mit Adam Ferrier für mich vereinbart hatte. Außerdem informierte ich sie, dass mein Haustelefon außer Betrieb war, und nannte ihr die Nummer von Ganeshs Handy.«

»Können Sie heute Abend zu mir kommen?«, fragte sie. »Gegen halb acht?« Ich war überrascht und erfreut zugleich, dass sie das Treffen so schnell verabredet hatte. Auf dem schaukelnden, holpernden Weg in den Londoner Vorstadtzügen zu meinem Ziel, diesmal vollgepackt mit Pendlern auf dem Heimweg von der Arbeit, versuchte ich in Gedanken all die Fragen durchzugehen, die ich Ferrier stellen wollte, doch stattdessen schweifte ich immer wieder zu Duane Gardner ab."

Dateiformat: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie eine Lese-Software, die das Dateiformat EPUB verarbeiten kann: z.B. Adobe Digital Editions oder FBReader - beide kostenlos (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat EPUB ist sehr gut für Romane und Sachbücher geeignet - also für "fließenden" Text ohne komplexes Layout. Bei E-Readern oder Smartphones passt sich der Zeilen- und Seitenumbruch automatisch den kleinen Displays an. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

7,99 €
inkl. 19% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
ePUB mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen

Unsere Web-Seiten verwenden Cookies. Mit der Nutzung dieser Web-Seiten erklären Sie sich damit einverstanden. Mehr Informationen finden Sie in unserem Datenschutzhinweis. Ok