Messer, Gabel, Schere, Mord

Mitchell & Markbys vierter Fall
 
 
Lübbe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 17. März 2011
  • |
  • 387 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-0697-9 (ISBN)
 
Als der ehrgeizige Hotelier Eric Schuhmacher verkündet, dass er Springwood Hall, in der Nähe von Bamford gelegen, in ein nobles Landhotel umgestalten will, ist der Protest groß. Sowohl die Gesellschaft zur Bewahrung historischer Gebäude als auch die Leiterin des Tierheims, die Springwood Hall bisher nutzte, stellen sich gegen den Plan. Richtig prekär wird die Lage jedoch erst, als während der Eröffnungsfeier auf dem Grundstück die Leiche einer Frau gefunden wird. Meredith Mitchell und Chefinspektor Markby beginnen zu ermitteln ... Mitchell & Markbys 4. Fall
1. Aufl. 2011.
  • Deutsch
  • 1,19 MB
978-3-8387-0697-9 (9783838706979)
3838706978 (3838706978)
weitere Ausgaben werden ermittelt
KAPITEL 21 (S. 319-320)

Als Markby nach Springwood Hall zurückkehrte und erneut nach Denis Fulton fragte, erhielt er von der Empfangsdame die gleiche Antwort wie beim letzten Mal: Mr. Fulton sei im Hallenschwimmbad. Doch diesmal kam die Antwort zusammen mit einem strahlenden Lächeln, das – angesichts der Natur von Markbys Mission – sein Gewissen trübte. Auch in anderer Hinsicht war er am Ende seiner Glückssträhne angelangt. Denis war nicht allein am Pool. Sowohl Leah als auch Meredith waren bei ihm, und Markby fluchte innerlich. Alle drei lagen auf Stühlen am Beckenrand und betrieben Konversation. Sie wirkten entspannt und fröhlich, was Markby nicht wenig überraschte.

Die Nachricht von der Hausdurchsuchung und die Tatsache, dass er die Remington beschlagnahmt hatte, mussten sie doch zwischenzeitlich wohl erreicht haben? Und wenn Denis seine Bigamie gestanden hatte, dann nahm Leah dies bemerkenswert gelassen auf. Markbys Mut sank. Irgendjemand spielte hier ein falsches Spiel. Er starrte düster auf Denis’ rundes, rosiges Gesicht, das so unschuldig dreinblickte wie ein Alabasterengel. Abgesehen davon war der Chlorgeruch stärker als beim letzten Mal.

Das Wasser war offensichtlich am Morgen desinfiziert worden. Es erinnerte Markby ein wenig an den Gestank nach Formaldehyd, den er aus den Labors der Gerichtsmedizin kannte. Die leise Hintergrundmusik war ausgeschaltet. Das Licht der Unterwasserscheinwerfer erleuchtete noch immer die türkisfarbenen Tiefen des Pools und führte zu jenen eigenartigen Trompe-l’œil-Effekten, die ihm bereits beim ersten Mal aufgefallen waren. Die gesamte Halle vermittelte ein barockes Gefühl, als müsse man nur die Augen zur Decke richten, um einen gemalten Himmel voller auf Wolken schwebender Heiliger zu sehen.

Markby blickte unwillkürlich nach oben und war richtiggehend enttäuscht, als er nur weiße Farbe mit darauf tanzenden grotesken Schatten sah, die vom unruhigen Wasser hervorgerufen wurden. Markby blickte wieder nach vorn und sah Meredith vor sich. Das nasse, kurz geschnittene braune Haar klebte an ihrem Schädel wie eine glänzende Haube. »Hallo«, sagte er, und seine Schuldgefühle kehrten zurück. Alle erwiderten freudig seinen Gruß und machten ihn damit endgültig vor sich selbst zum Judas.

Doch dann bemerkte er ein misstrauisches Glitzern in Denis’ Gesichtsausdruck. »Wollen Sie mit uns schwimmen?«, lud ihn Leah ein. »Tut mir leid, aber heute nicht. Ich bin dienstlich hier. Ich würde mich gerne kurz mit Ihnen unterhalten, Denis.« »Dann stürzen Meredith und ich uns so lange in die Fluten«, sagte Leah wohlgesonnen, »und überlassen den Männern das Feld.« Sie verdrehte das lange Haar zu einem dicken Zopf, steckte es hoch und sicherte es mit ein paar Nadeln.

»Kommen Sie, Meredith!« Die beiden Männer sahen den Frauen hinterher, die in den Pool stiegen und langsam zum gegenüberliegenden Ende schwammen. Meredith sah aus, als wäre sie eine sehr gute Schwimmerin, und Markby wünschte, er hätte die Zeit, sich hinzusetzen und ihr zuzusehen. Leah schwamm mit gemütlichen, eleganten Bewegungen, die Energie sparten und den Verdacht nährten, dass sie diesen Zeitvertreib im Grunde genommen langweilig fand. »Haben Sie bereits mit Ihrer Frau gesprochen?«, fragte Markby unverblümt.

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